Antrag ?

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Plüschfussel
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Antrag ?

Beitrag von Plüschfussel »

Liebe Foris!
Ich habe im Moment wieder einmal einen Antrag vor mir liegen. Meine Mutter erhält die Pflegestufe 2. Bisher wurde sie von meinem Bruder versorgt, der aber verstarb und nun mußte ich einen Pflegedienst hinzuziehen. Das ist also eigentlich kein Problem.
Sie erhält eine "Kombipflege." Also im Momment Leistungen durch den Pflegedienst in Höhe von ca 800€ mtl. Für dem Rest kann sie dann Leistungen die sie zusätzlich haben möchte abrufen.
Ich übernehme die Arztbesuche, das Einkaufen, Kochen, das Duschen und Baden, Tablettenstellen, usw. Mutter ruft sehr oft an wegen angeblicher "Notfallerkrankungen", sodaß ich meißtens auch 2 mal zusätzlich pro Woche herausfahren muß. Für den Weg dorthin benötige ich zwischen 40-50 Minuten für 1 Fahrt. Nun soll auf dem Antrag der Krankenkasse eingetragen werden, wieviel Stunden Pflege Mutter pro Woche benötigt. Es steht aber nicht, ob ich den Aufwand des Pflegedienstes abziehen soll, sodaß die die Gesamtstunden eingetragen werden? Und auch nicht, ob Zeiten für den Weg usw. einzuberechnen sind. Kennt sich jemand von Euch damit aus?
Zudem scheint mir dieser Antrag ja sowieso nichts zu bringen, weil man unter 30 Wochenarbeitsstunden arbeiten muß um eine Vorteil bei der Rentenberechnung zu haben. Ist die Information korrekt?
Das ist ja dann ein komisches Gesetz. Ich möchte, daß Mutter soviele Leistungen wie möglich erhält und deshalb werde ich auch von dem Restgeld das sie noch verplanen kann nichts anrühren.
Wenn man arbeitet, scheint man leider immer wieder von Sozialsystem ausgeschlossen zu werden, denn die Rentenzeitenanrechnung könnten die einem wirklich auch als Arbeitnehmer mit einer Arbeitszeit über 30 Wochenstunden bewilligen. Schließlich leiste ich diese Arbeitsstunden ja real neben dem Dienst, was 3-4 mal die Woche 15-16 Stunden unterwege bedeutet.
Liebe Grüße Plüsch
Zuletzt geändert von Plüschfussel am Sa 19. Feb 2011, 10:02, insgesamt 1-mal geändert.



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-Felicitas-
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AW: Antrag ?

Beitrag von -Felicitas- »

... und genau weil dies auf die Dauer nicht geht, Stichwort Raubbau und Burnout, sagt die PK, dass wenn jemand mehr als 30 Wochenstunden arbeitet, nicht noch Hauptpflegeperson eines menschen mit PS 2 oder 3 sein kann.

Zu den einzelnen von Dir ausgeführten aufgezählten Posten ist folgendes zu sagen:

- Nur, wenn Arztbesuche regelmäßig und in der Praxis des Arztes stattfinden müssen, sind diese Zeiten bei der Pflegestufe relevant, Griesuh kann Dir dazu Näheres berichten.

- Duschen und Baden muss nicht auf Deine Knochen gehen, das kann ebenso der Pflegedienst übernehmen. Du bist nicht das Sparschwein Deiner Mutter

- Medikamenten stellen ist, wenn das der Patient nicht selbst kann, eine Krankenkassenleistung, die der Arzt verordnen kann. Es zählt auch nicht zur pflegestufenrelevanten Grundpflege.

- Die Fahrtzeiten sind Dein Problem und nicht anzurechnen bei der Pflegeleistung

- Es scheint mir, als ob Deine Mutter die getroffenen Absprachen schon jetzt unterwandert - Du hast die "Notfallerkrankungen" ja auch in Anführungsstriche geschrieben. Erkrankungen sind Sache der Krankenkasse, das säubern des Intimbereichs z.B. bei Durchfall wäre eine grundpflegerische Leistung, deswegen ist sogar fraglich ob solche Einsätze überhaupt mit in die Berechnung eingehen werden.
Wie wäre es stattdessen mit der Nachfrage: "Ja, brauchst Du denn jetzt ärztliche Behandlung?" und bei einem "Ja" wird der HA informiert und bei einem "Nein" kommt die Antwort "dann soll der Pflegedienst nach Dir schauen!". Da ich noch im Hinterkopf habe, dass sie sehr aufs Geld achtet, macht sie diese "Notfalleinsätze" sicher nicht mehr allzu häufig, wenn sie weiss, wieviel der Spass SIE kostet.
Auch für Dich ist es erträglicher und kostengünstiger - Du willst sicher Deiner Mutter kein Geld fortnehmen - aber dass Du für fast nichts fast zwei Stunden Dein Auto fährst - das sind ja schließlich auch Kosten!

lg
F.


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iceage
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AW: Antrag ?

Beitrag von iceage »

Hallo Plüsch,
genau wie Felicitas erinner ich mich an Deinen ersten Thread dazu und wie Du Deine Mutter beschrieben hast.
Und jetzt machst Du doch alles ? Sorry meine Liebe,aber wenn schon ein PD mit drin ist,dann kann der auch alles machen,was irgendwie zu verordnen oder zu übernehmen ist,denn Du musst in erster Linie an Dich denken,bist ja auch keine 20 mehr !
Die "Notfallerkrankungen" würde ich,wenn ich weiss,dass sie nur der "Unterhaltung" Deiner Mutter dienen,mal ganz schnell eindämmen,sonst nimmt das Überhand und letztendlich bist Du selbst ein Pflegefall.
Plüsch,lass den PD machen und zieh Dich soweit wie möglich zurück !



Plüschfussel
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AW: Antrag ?

Beitrag von Plüschfussel »

Nein, der Pflegedienst kommt 2-3 mal täglich und ich habe 2 mal die Woche einen Altersbetreuer für Mama. Die Putzfrau kommt 2 mal 4 Stunden und wie gesagt kommt Freitags die Friseuse. Das mit dem Turnen läuft auch bald an.

Das was ich mache soll eigentlich nur die Arztbesuche, das Einkaufen und das Duschen betreffen, weil Mama für das Duschen keinen Fremden wünscht.
Behörden - und Bankangelegenheiten sind halt noch meine Aufgabe. Normalerweise wäre das an 2 Tagen die Woche zu erledigen.
Wenn Mutters Hypochondrie nicht wäre.
Einmal ist das eine angebliche Blasenentzündung, weshalb man extra los muß, das andere behauptet sie sie hätte Luftnot. Und von 10 dieser Notfälle ist ca einer wirklich gerechtfertigt.
Das muß sich auch sicherlich ersteinmal einspielen.
3 von 5 Fahrten könnte ich mir eigentlich klemmen, wenn sie mich nicht immer wieder reinlegen würde. Bei einigem versuche ich auch gar nicht zu reagieren.
Dabei ist Mutter ziemlich penetrant. Ich konnte zb. letzte Woche wegen eine Archillessehnenentzündung nicht mehr auftreten und sollte damit auch auf der Couch liegen bleiben. ( trage zur Zeit eine Orthese zum Laufen) aber Mutter wollte unbedingt, daß Dienstags eingekauft wird, weil sie dann die 10 fache Rabattpunktezahl erhalten würde. Natürlich hab ich das abgewiesen, aber dann sucht sie solange bis sie etwas findet für das man doch noch rausfahren muß.

Ich geh mittlweile öfters schon gar nicht mehr ans Telefon.

Da aber einige Dinge dann doch so sind, daß man handeln müßte, ist das auch nicht die optimale Lösung.
So zu leben wie Mutter sich das vorstellt, wäre nur möglich, wenn sie einsichtig wäre.
Sie hat dann abends den Pflegedienst ganz einfach aus der Wohnung geworfen, und nichts machen lassen, sodaß ich dann trotzdem loshumpeln mußte, weil sie eine Blasenentzündung mit stärksten Schmerzen angab.
Mama ist keineswegs verwirrt.- Die weiß genau wo sie was liegen hat oder welchen Kontoauszug sie wo anzuheften hat.

Wenn sie einen Arzt sieht, dann kann die plötzlich überhaupt nichts mehr, sieht nichts und hört auch nichts.

Ich hab ihren zb. selbst getestet. Sie liest immer nur die oberste Reihe des Sehtests und wenn ich die Reihen austausche dann liest die oben viel kleinere Buchstaben, als sie in der unteren Reihe schafft. Sie hat weder ein Glaukom ( Tensio 12/13, )noch eine AMD oder ein Makulaöedem und müßte von der Netzhaut her auf 50 - 60 % Sehkraft ohne Brille kommen.
Man sieht sogar ihre ausgefüllten Rätselhefte.
Aber Mama kann natürlich nichts mehr lesen und sehen. Mit ihrem Hören verhält sich das genauso usw.

Allerdings hat sie wegen der Herzinsuffizienz tatsächlich manchmal etwas Wasser in der Lunge. Das kann man ihr nicht absprechen.
Sie fände es toll, wenn man sie mit einem Sauerstoffgerät durch die Gegend fahren würde.

Manchmal sollte man ihr den Hintern versohlen: ( Sorry.)-

Die bringt das auch, läßt sich vollständig vom Pflegedienst waschen und anziehen, und steht 10 Minuten nachdem der Dienst weg ist auf um sich umzuziehen und wie ich das gesehen habe, läßt der sich auch aus der Wohnung werfen und fährt ohne eine Handlung wieder ab.

Man sollte sich dafür eigentlich schämen.
Meine Geschwister, die noch leben sind wie ich berichtete selbst krank, aber die sind auch mittlerweile überhaupt nicht mehr bereit einen Finger zu krümmen.
Andererseits würde Mutter wenn man nichts organisieren würde, überhaupt keinen Finger mehr rühren.
Bevor Mutter für den Spaß einen Pfennig bezahlt den der Pflegedienst extra berechnen würde, schmeißt Mama den Pflegedienst eher aus der Wohnung.

Ich versuche meinen Einsatz auf 2 mal die Woche zu begrenzen. Aber so einfach wie man sich das denkt, ist das nicht.
Wir schauen dann mal nach den betreuten Wohnen,wenn ich wieder laufen kann. Aber das Personal dort tut mir jetzt schon leid.

Ich erinnere mich an ihre letzte TEP -Operation. Mutter schellte ständig, und weil die Schwester nicht mehr reagierte, rief Mutter die Polizei an. Sie würde hilflos da liegen und niemand würde sich um sie kümmern.
Die Polizisten kommen tatsächlich nachts heraus auf die Station.-(schäm)

Was ich allerdings gemerkt habe: Vor meinem Mann hat sie Respekt. Wenn er zuhause ist, dann traut sie sich nicht anzurufen. Der hat ihr zwar nichts getan, aber der scheint ihr nicht geheuer zu sein. Dann macht sie einen Bogen um mich.
Das lassen wir am besten mal so, diese Situation!

Von mir hätte sie die Pflegestufe 2 nicht bekommen, wenn ich das zu entscheiden gehabt hätte.



Lg Plüsch
Zuletzt geändert von Plüschfussel am Sa 19. Feb 2011, 15:26, insgesamt 1-mal geändert.



iceage
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AW: Antrag ?

Beitrag von iceage »

Ohje,Deine Mama ist ja allerliebst :mad: .
Mensch Plüsch,wieso tust Du Dir das an :eek: ? Glaub mal nicht,dass Du die liebe Mama in der Tagespflege unter kriegst,denn entweder sie mischt den Laden auf oder die Tagespflege kündigt den Vertrag,was wohl eher der Fall sein wird.
Nee,zeig ihr mal ihre Grenzen und schick,wenn's nicht anders geht,den Rettungsdienst hin,dann wird sie bestimmt "ruhiger" mit den Notfällen ;) .

Bevor meine Schwiegereltern in's Heim gegangen sind,war meine Schwiegermutter vom selben Kaliber,bis mein Schwiegervater dann meinte,er hält den Mist nicht mehr aus und wollte alleine in's Heim. Das war der erste Schritt,dann hat er sich im Heim möglichst weit weg von ihr legen lassen,was Schritt 2 war und Schritt 3 war dann,dass Opa,wenn wir die Beiden besucht haben,mit uns alleine raus in ein Cafe gegangen ist,während Oma nicht mal wusste,dass wir da waren.
Das ging so ca. 6 Wochen und seitdem ist sie wie ausgewechselt :D .

Deine Mama ist aber nun alleine und so musst Du nun die Reissleine ziehen und Stopp sagen,sonst gehst Du mit zugrunde !



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punky126
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AW: Antrag ?

Beitrag von punky126 »

Kannn das auch sein das deine mutter vieleicht langeweile hat und meinte alle hin und her zu scheuchen also nur mal wirklich kleiner tipp wenn sie meint sie hääte ne blasendzündung sag ihr erst mal viel trinken. oder es gibt ja bei der Apotecke so urin döschen dann kannst du ihr ja sagen du bringst es dan zum arzt. Dann würdest du es ja auch Unterbinden. Vileicht braucht sie eine freundinn in ihren alter

Sie fände es toll, wenn man sie mit einem Sauerstoffgerät durch die Gegend fahren würde.


das klingt für mich so ob sie das so haben will ich bin ja so krank das sie es alle welt zeigen möchte


Is nicht Böhse gemeint und das mit den Duschen sag einfach mal nein dafür is echt der pflegedienst da. wenn sie im Altenheim währe könntest du sie ja auch nicht jeden tag duschen.



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Gelber Engel
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Beitrag von Gelber Engel »

Hallo Plüsch
für die Ps ist die Gesamtheit der Zeit von Bedeutung,die Zeit die Du mit der Grundpflege verbringst und die Zeit die der PD verbringt.Für die Med.stellung braucht der Pd eine Verordnung mit eindeutiger Diagnose wie zB. Demenz ,Depression oä.Das wird als SGB5 Leistung mit der Krankenkasse abgerechnet.Das ist natürlich ziemlich schwierig aus dieser Situation zu kommen,vielleicht braucht deine Mutter eine Aufgabe,vielleicht fühlt sie sich überflüssig und aufs Abstellgleis geschoben.Damit könnte sie vielleicht einen Sinn in ihrem Alltag sehen.Eine Möglichkeit wäre noch das betreute Wohnen,da hat sie eine Wohnung für sich,gleichaltrige um sich und ein bißchen Beschäftigungsprogramm drum rum

lg


Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.

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-Felicitas-
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AW: Antrag ?

Beitrag von -Felicitas- »

Plüschfussel,

es gibt immer zwei... eine, die einen ausnimmt und eine, die es mit sich machen läßt!

Wenn sie eine Blasenentzündung hat, ja, was bitte sollst dann DU daran machen? Draufpusten ;-) ?
Entweder sie läßt den PD vorbeischauen oder der HA kommt zum Hausbesuch. Alle anderen Tätigkeiten wie viel trinken oder Wärmeflasche auf den Bauch o.ä kann die nicht demente Dame selbst erledigen. Medikamente kann die Apotheke bringen - auch kein Grund für Dich, für anderthalb Std. das Medi-Taxi zu spielen.

Was den Pflegedienst angeht - wenn sie Pflegehandlungen ablehnt, dann wäre ein Durchführen Körperverletzung, also geht der PD wieder und berechnet die Hausbesuchspauschale. Passiert es öfters, gehen viele PD's hin und teilen dem Kunden schriftlich mit, dass wenn der Dienst nicht mind. 24 h vorher abgesagt wird, wird die ausgefallene Leistung wegen der verlorenen Zeit (bei anderen Kunden kann man nicht ohne Weiteres früher ankommen) trotzdem voll in Rechnung gestellt.

Und wenn ich das so sehe, dann war sie am beschriebenen Dienstag penetrant genug, dass sie dann doch die 10-fache Gummipunktzahl abkassieren konnte? Auf den Knochen ihrer angeschlagenen Tochter?
Wie rücksichtslos ist das denn?

Solche Übergriffe würdest Du im Beruf nicht tolerieren. Das Umziehen nachdem der PD gerade erst da war - das ist auch so ne Sache, die Grenzenziehung erfordert.
Entweder Du lernst es flugs, dies nicht nur beruflich sondern auch bei Deiner Mutter durchzusetzen, oder wir lesen demnächst einen Thread von Dir mit der Überschrift "Ich kann nicht mehr!"

Schau, dass die Arztbesuche wegorganisiert werdem, und sei es, dass ein Taxi sie fährt - das Leben ist teuer und wenn sie zuhause leben will, dann muss sie dafür IHR Geld ausgeben - und nicht den Sprit und die Zeit ihrer Tochter.

Du bist für DEIN Wohlergehen zuständig. Denn außer (wahrscheinlich) Deinem Mann kümmert sich da wohl niemand drum. Erst recht nicht Deine eigene Mutter.

Mach was, Mädel, steck die Grenzen fester und lass keine Ausweitung oder gar Penetration dieser Grenzen mehr zu, sonst.... siehe oben. Du bist nicht die erste aufgebrauchte Angehörige und auch unser Beruf schützt uns davor nicht - im Gegenteil... wir Helfenden sind gerne bevorzugte Kandidaten dafür, uns ausnutzen zu lassen.

lg
Felicitas


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schwarzer sonnenstrahl
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AW: Antrag ?

Beitrag von schwarzer sonnenstrahl »

so hart wie es klingt aber ich würde an deiner stelle vll mal ne kurzzeitpflege beantragen,die werden ihr schon nen paar dinge beibringen oder ihr am telefon sagen das wenn sie körperliche beschwerden hat, sie nicht dich sondern gleich den hausarzt oder notarzt anrufen soll...

wir haben auch so eine bewohnerin die echt die komplette familie tyranisiert hatte als sie noch zuhause lebte und die schweigertochter(die die vollmachten hat von der bewohnerin erteilt bekommen hat, weil ihr sohn schon sehr lange verstorben ist), steckte sie dann zu uns.anfangs ging es der dame noch ganz gut, nach einem sturz konnte sie gar nix mehr, nicht mal sich drehen im bett....ja ne ist klar...aber auf toilette gehen konnte sie...sie klingelte ständig.
es war sogar so das sie beim waschen das komplette bad unterwasser setzte und grinste als eine MA fast deswegen hingeflogen wäre, tat so als wenn sie die beine nicht waschen könnte,aber eincremen konnte sie komischerweise alleine als ich wegen einem notfall aus dem zimmer kurz musste.

werd konsequenter... deine mutti nimmt dich sonst mit ins grab, oder du gehst eventuelle sogar noch früher.... :confused:


ich schreibe hier alles in kleinschrift, weil man beim sprechen auch nicht großspricht!

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Griesuh
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Beruf: GuK, PDL, Inhaber eines ambul. Pflegedienstes, jetzt in Rente
Einsatz Bereich: ambul. Pflege
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AW: Antrag ?

Beitrag von Griesuh »

hallo, wenn deine Mutter die Pflegestufe II Kombileistung hat, stehen ihr 1040€ pro Monat zu die der Pflegedienst verbrauchen könnte. Alle Leistungen die ihr euch kauft und die über diesen Betrag gehen sind privat zu bezahlen, neben den Invstitionskosten.
Verbraucht der PD weniger, so wird das prozentual umgerechnet und der prozentuale Restanteil wird dann vom niedrigeren Pflegegeld an den Pflegebedürftigen ausgezahlt.
Deine Fahrten zum Arzt zählen nicht. Es ist erforderlich, dass du deine Mutter begleitest. Die Arztbesuche müssen mind. einmal wtl. erfolgen und medizinisch notwendig sein. Rezepte holen zählt nicht, wie alle sogenannten psychosozialen Tätigkeiten auch nicht pflegerelevant sind. Auch deine Wegezeiten werden nicht anerkannt.
Du kannst wenn du vollberufstatätig bist, nicht die Hauptpflegeperson sein, da du tgl. mind. 8 Stunden von zu Hause weg bist. Bei dir kommt noch hinzu, dass du, wie du schreibst eine einfache Fahrtzeit von 40-50 min. zu deiner Mutter hast. Alleine das schließt schon aus, dass du die Hauptpflegeperson sein kannst da du zu weit weg wohnst.
Die Medikamentengabe und das Richten kann der PD per Verordnung, ausgestellt vom Arzt, übernehmen und direkt mit der Krankenkasse abrechnen. Das ist unabhängig einer Pflegestufe möglich und nennt sich Behandlungspflege.

LG
Zuletzt geändert von Griesuh am So 20. Feb 2011, 09:45, insgesamt 1-mal geändert.


Gute Pflege braucht mehr Zeit

Plüschfussel
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AW: Antrag ?

Beitrag von Plüschfussel »

Das ist sehr lieb Grisuh, herzlichen Dank.-
Liebe Grüße Christina



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