Intensivwohngruppe-Ideen zur Schichtbesetzung,Schichtzeiten und Abläufen

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Intensivwohngruppe-Ideen zur Schichtbesetzung,Schichtzeiten und Abläufen

Beitrag von *P* » Do 29. Sep 2011, 15:24

Hallo ihr lieben.Ich möchte mich mal eben vorstellen.Ich arbeite seit diesem Monat als Teamleiterin in einer Intensivwohngruppe welche erst seit kurzem Bestand hat.Mein Chef gab mir maximalen Handlungsfreiraum,er sagt es muss funktionieren,Hand und Fuss haben ansonsten ist er für jede kreative Idee offen.Ich hab schon einige Ansätze,möchte jedoch soviele Ideen wie möglich sammeln.Derzeit besteht ein 3 Schichtsystem mit je einer Examinierten Kraft und 2 Pflegehelfern auf 6 Beatmungspatienten, was ich für sehr wenig empfinde, jedoch konnte ich die rechtliche Komponente noch nicht in Erfahrung bringen, bin dabei.Wie stellt Ihr euch ein Mitarbeiterzufriedenstellendes Arbeiten vor?Wie stellt Ihr euch eine Leitung vor und was wird erwartet?Wir sind 2 Leitungen und unser Chef verlangt uns im Tagdienst,nur mit Ausnahme Schichten zu absolvieren.Meine Idee man könnte sich von 7 bis 18 Uhr z.b reinteilen und somit Dienst zum Teil abdecken, wer hat eine andere idee?



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-Felicitas-
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Beitrag von -Felicitas- » Do 29. Sep 2011, 18:42

Hier ein paar Eckdaten:

S2 Richtlinien:

http://www.heimbeatmung.de/pdf/DGP_S2_L ... _final.pdf

Hier steht zwar nix über die Minimalbesetzung, aber etwas über die nötigen Qualifikationen. Da es eh die Grundlage ist, auf die sich die Leistungsträger berufen werden, solltest Du Dir das Ding in seiner Gesamtheit zu Gemüte führen, ich fands spannend zu lesen. ;-)

Eine TL mit 200-Std Kurs, alternativ A/I-Zusatzquali, jede Schicht (und zwar komplett und nicht nur Teile davon) mit einer Exe, die entweder KS ist oder als AP die 80-Stündige FoBi aufweisen kann, idealerweise sollten auch alle KS diese 80-Stündige FoBi haben.

Diese äußeren Regeln werden zumindest im Beginn bei knapper und wahrscheinlich unterqualifizierter Teambesetzung dazu führen, dass das Dienstplanmodell sich hiernach richten muss.

Ich halte tagsüber 3 Kräfte für 6 WG'ler für ausreichend, auf WK-Stationen in Pflegeheimen gibts weniger Personalaber dafür eine Fachkraftquote von mind.


lg
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Beitrag von *P* » Do 29. Sep 2011, 20:50

danke für deine antwort!!!!3 kräfte für 6 wg ler aber davon ist nur eine examiniert!!was meinst dazu?auch wg der schichtaufteilung der leitungen?



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Beitrag von -Felicitas- » Do 29. Sep 2011, 21:36

Warst du schon einmal in einem Pflegeheim arbeiten?
Da gibt es für 30 Bewohner am Nachmittag oft ein oder zwei Pflegehelfer und eine Examinierte. Diese muss dann alle Tätigkeiten, die von Fachkräften erbraucht werden müssen (Med-Gabe, Verbandswechsel, Insulingabe etc.) übernehmen während die PH's die Grundpflege erbringen. Solange der DP so gestrickt ist, dass stets mindestens EINE Exe da ist, ist das okay. Es kann nicht so geplant werden, dass die TL um 18:00 Uhr nach Hause geht und um 20:00 die nächste Exe kommt, die den Nachtdienst beginnt. Man kann schließlich nicht "auf Vorrat" absaugen und den Klienten klar machen, dass sie jetzt in den nächsten 2 Std. keine Komplikationen haben dürfen.

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Beitrag von *P* » Fr 30. Sep 2011, 12:34

nei da hast du mich missverstanden ich würde doch nie ohne examiniertes personal planen!!!!es ist in jeder schicht eine examinierte kraft und ich hatte die idee dem team entgegen zu kommen indem wir beiden tl´s noch zusätzlich bis 18uhr vor ort sind sprich das der frühdienst mit 2 examinierten besetzt ist und im spät wenigstens bis 18 uhr 2 examinierte und 2 pflegehelfer sind.und zu deiner frgae ob ich im pflegeheim arbeitete-nein aber dafür seit 9 jahren auf intensivstationen und da machte ich mir gedanken ob es für 6 beatmete patienten okay ist nur eine examinierte kraft zu setzen und ich finde einen gewaltigen unterschied zwischen einem pflegeheim und einer beatmungseinrichtung



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Beitrag von -Felicitas- » Fr 30. Sep 2011, 13:07

Hallo!

Inzwischen gibt es einige sogenannte "Phase F"-Stationen, das sind meist einzelne Stationen eines Pflegeheims, die sich spezialisiert haben auf neurologisch schwerstgeschädigte Patienten, z.B. nach Apoplex, SHT, QSL usw.
Hier werden auch beatmete oder tracheotomierte Menschen aufgenommen, also im Prinzip das gleiche Klientel, das auch in Eurer Wohngruppe sein wird. Ich habe also nicht Äpfel mit Birnen verglichen, sondern eine außerklinische Beatmungssituation mit einer anderen außerklinischen Beatmungssituation.
Mein Fehler war im vorigen Posting, dass ich nicht auf diese Spezialstation ("Wachkomastation") hingewiesen habe, sondern der Eindruck entstand, dass ich von einer normalen Station eines Pflegeheims sprach, das konnte man nicht herauslesen aus dem Text, sorry.

Mit der klinischen Intensiv hat die außerklinische Intensivpflege meiner Meinung nach wenig zu tun. Die Menschen, die hierfür in Frage kommen befinden sich alle in einer einigermaßen stabilen gesundheitlichen Situation, sonst wären sie weiterhin Patienten einer Intensivstation. Sie sind "lediglich" ateminsuffizient.
Mal mehr und mal weniger übrigens. Zwischen der nächtlichen Beatmung und tagsüber Spontanatmung und sogar NUR Tracheotomie, aber nicht in der Lage, die Luftwege absaug- oder hustentechnisch selbst frei zu halten bis zur 24-Std. kontrollierten Beatmung ist alles drin.

Bei diesem Klientel reicht es meiner Meinung nach sicher aus, eine Exe und zwei (geschulte, gut angeleitete) PH's zu haben.

dass dann zu den Kernzeiten eine TL da ist, ist sehr gut, denn wenn mit einem Bewohner ein Ausflug gemacht wird, muss dort eine Exe mit dabei sein, dann wäre immer noch eine Exe in der Wohngruppe.

Denke aber bitte daran, dass auch Du und Deine TL nicht jeden Tag da seid - Wochenenden (52x2 Wochentage), Urlaub (20 Wochentage) und evtl. noch 2 Wochen krank (10 wochentage) plus Feiertage (geschätzte 10) im Jahr und schon ist *jede* von Euch 144 Tage im Jahr nicht anwesend, also habt Ihr an 288 Tagen im Jahr sowieso nur EINE TL im Dienst.

Ich würde bei diesen Berechnungen dem Chef vermutlich vorschlagen, dass die TL's zwar einen Kerndienst abdecken, aber diesen auch am Wochenende, so wäre den Kollegen viel geholfen und die Besetzung dünnt am Wochenende nicht so stark aus und die intensivpflegerische Kompetenz der TL's steht auch am Wochenende parat.

lg
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Beitrag von *P* » Fr 30. Sep 2011, 13:44

ok dann ist ja alles gut.missverständnisse sind da um geklärt zu werden :-) also wir haben anwesenheitspflicht unter der woche was heisst das es schwierig wird die we zu besetzen.er sagt er will uns da hauptsächlich sehent.wir wollen es schon so machen das wir ab und an ein we mitarbeiten,vorallem wenn es nicht zu besetzen ist.ein weiteres problem an den we sind die stunden-wir haben am we ein 2 schicht-system.wir würden unwahrscheinlich viele stunden sammeln.das ziel ist schon mit am bett zu sein und deshalb hatte ich erstmal die idee des 2 schichtsytems für uns tl´s und an den we muss ich mir was einfallen lassen...desweiteren der dienstplan...wie handhabt ihr das bei euch mit wunsch dienstplan und umsetzung und schichtverteilung?mich würde interessieren wie es andere häuser handhaben um ideenstützen zu bekommen 8)



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