Einheits - pro Kopfbeitrag zur KV

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Griesuh
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Einheits - pro Kopfbeitrag zur KV

Beitrag von Griesuh »

Das was sich unser noch im Amt befindlicher Gesundheitsminister da ausgedacht hat schlägt doch dem Fass den Boden aus. Was soll dieser Prokopf Beitrag für die KV/PV?
Es geht wieder einmal zu Lasten der Kleinen und zu Gunsten der Großen aus.

Denn es gibt z.Zeit eine Beitragsbemessungsgrenze. Krankenkassen und Pflegeversicherungsbeiträge werden nur bis zu dieser Beitragsbemessungsgrenze berechnet.
Die Beitragsbemessungsgrenze liegt z. Z. bei 3750€ mtl. Alles was über diesen 3750€ an Bruttoeinkommen verdient wird, wird nicht mehr zu den Beitragsberechnungen herangezogen.
Es werden 14,9% Kv und 1,95% PV von maximal 3750€ mtl. berechnet. Alles was darüberliegt bleibt beitrags frei !!!!
Dann gibt es noch eine Pflichtverischerungsgrenze von z. Zeit 4162,50€. Bis zu diesem Verdienst muss mann sich gesetzlich versichern, zahlt aber nur Beiträge für ein maximales Einkommen von 3750€ mtl. Alle die darüber liegen mit ihrem Verdienst zahlen NICHTS mehr in die Solidargemeinschaft ein. !!!!!!
Wer mehr als mtl. 4162,50€ verdient brauch sich nicht gesetzlich zu versichern. Dieses Klientel darf sich dann privat versichern und zahlt keinen Beitrag zur Solidargemeinschaft.
Das was der Politiker jetzt vorschlägt hilft wieder nur den Reichen. Denn er will, egal ob du 1000€ oder 1 Million € im Monat verdienst, dass alle den gleichen Kassenbeitrag zahlen.
Das kann's nun wirklich nicht sein. Du mit deinen 1500€ im Monat zahlst dann genau so wie der Millionär z.B. 500€ Krankenversicherung im Monat. Ist das gerecht? Ich finde nein !!!!!
Was gemacht werden müsste ?
Ganz einfach!
Die Pflichtversicherungsgrenze und die Beitragsbemessungsgrenze müssen abschafft werden. Somit würde und muss jeder egal ob er 1500€ im Monat oder 1 Million € im Monat verdient, seine 14,9% KV und seine 1,95% PV von seinem Bruttoeinkommen, wie jeder andere auch, zahlen.
Somit wäre die soziale Ungerechtigkeit ausgeglichen und die Reichen würden auch ihren Beitrag zur Solidargemeinschaft leisten und es würde nicht alles auf den Schultern des Kleinverdiensers lasten.
Aber das was jetzt gefordert wird geht wieder einmal zu Lasten der Kleinen und zu gunsten der Großen.
Hat man etwas anderes von dieser Schwarz/Gelben Großkapitalregierung erwartet??

LG Griesuh


Gute Pflege braucht mehr Zeit

Dirk Höffken
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Gerechtigkeit!?

Beitrag von Dirk Höffken »

Hi Griesuh,

erlaube mir ein Zitat aus dem Film “Wall Street” in dem Michael Douglas, wir erinnern uns alle, den skrupellosen Börsenhändler Gordon Gekko spielt: "Die Demokratie ist ein einziger Beschiss!".

Auch du überdehnst den anachronistischen Begriff der Solidargemeinschaft!

Ein Beispiel:

Ein gutverdienender Single zahlt 7,9 % seines Einkommens, na sagen wir mal aus der Hüfte 290,32€/Monat :) , ein geringverdienender Familienvater, Ehefrau ohne Einkommen mit 2 Kindern zahlt ebenfalls 7,9 % seines Einkommens sagen wir einfachheitshalber 160,00 €.

Daraus folgt 40,00 €/Monat Kassenbeitrag für jedes Familienmitglied, während der Single 290,33€/Monat für exakt die gleiche Leistung aufbringen muss. Dies ist mehr als das siebenfache!!!

Wo ist die Gerechtigkeit?

Ich sage nur: Weiter so Herr Dr. Rösler! Sie sind auf dem richtigen Weg!!!

Gruß Dirk
Zuletzt geändert von Dirk Höffken am Do 4. Feb 2010, 21:22, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Die Rechnung hat nicht gestimmt ;).



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marie-antonia
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AW: Einheits - pro Kopfbeitrag zur KV

Beitrag von marie-antonia »

Bei einer Kopfgeldpauschale von sagen wir mal 120 Euro würde der schlechtverdienende Familienvater nun also für sich und seine Familie 480,- zahlen müssen, während der gutverdienende Single mit 120 Euro dabei ist. Schön für ihn.

Der Familienvater kann das natürlich nicht zahlen, genauso wenig die/der Alleinerziehende. Also muss Vater Staat noch tiefer in die Tasche greifen,... was der auch nicht kann... der will ja jetzt schon bei Harz 4 einsparen.

ich weiß nicht... Kinder sind doch jetzt schon ein Armutsrisiko.
Selbst der gutverdienende Single ist vielleicht irgendwann Familienvater.Wer weiß wie lange er noch gut verdient.

Vielleicht bekommen wir dann ja irgendwann einmal ein Gesetz zur Krankenversicherung sozial schwacher Kinder und unser/unsere BundeskanzlerIn bekommt einen Nobelpreis weil sie/er den Menschen wieder Hoffnung macht...



Dirk Höffken
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Schluss mit dem Wohlfahrtsstaat!!!

Beitrag von Dirk Höffken »

Hi marie-antonia.

[quote=""marie-antonia""]“Bei einer Kopfgeldpauschale von sagen wir mal 120 Euro würde der schlechtverdienende Familienvater nun also für sich und seine Familie 480,- zahlen müssen, während der gutverdienende Single mit 120 Euro dabei ist. Schön für ihn.

Der Familienvater kann das natürlich nicht zahlen, genauso wenig die/der Alleinerziehende. Also muss Vater Staat noch tiefer in die Tasche greifen,... was der auch nicht kann... der will ja jetzt schon bei Harz 4 einsparen.2:::[/quote]
Das Modell unseres Gesundheitsministers geht leider nicht so weit! Wieso soll der Staat Teile der Krankenversicherungsbeiträge zahlen? Dies ist bei anderen Versicherungen auch nicht üblich! Wer sich keine Vollkaskoversicherung fürs Auto leisten kann, bekommt nichts im Falle eines Unfalls. Wer sich keine Krankenversicherung leisten kann, muss eben im Falle von Krankheit auf Hilfe verzichten! Letztendlich ganz einfach :) .

Mit dem Wohlfahrtsstaat muss Schluss sein!

Gruß Dirk



Benutzer 204 gelöscht

AW: Einheits - pro Kopfbeitrag zur KV

Beitrag von Benutzer 204 gelöscht »

Na prima dann haben wir ja bald amerikanische Verhältnisse.

Aber dafür ist Geld da :
LG
Zuletzt geändert von Benutzer 204 gelöscht am Mi 3. Feb 2010, 22:46, insgesamt 1-mal geändert.



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marie-antonia
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AW: Einheits - pro Kopfbeitrag zur KV

Beitrag von marie-antonia »

Hallo Dirk
...Wer sich keine Krankenversicherung leisten kann, muss eben im Falle von Krankheit auf Hilfe verzichten!...

wäre das denn mit dem Grundgesetz vereinbar? Stichwort: Sozialstaat

LG MarieA



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*Angie*
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AW: Einheits - pro Kopfbeitrag zur KV

Beitrag von *Angie* »

...Wer sich keine Krankenversicherung leisten kann, muss eben im Falle von Krankheit auf Hilfe verzichten!...
Was dann in meinem konkreten Fall zB hieße, falls der Krebs zurückkehrt, krepiere ich, weil ich es in Zeiten, als mir noch besser ging (finanziell und materiell) gewagt habe Kinder zu bekommen und somit die Versicherung nicht zahlen könnte - okay. Gute Aussichten, danke.

Du bist ja manchmal drauf, Dirk - echt.

*kopfschüttel*


» Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in einer Garage steht. « (Albert Schweitzer)

Dirk Höffken
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AW: Einheits - pro Kopfbeitrag zur KV

Beitrag von Dirk Höffken »

Hi.

@pegean
http://www.saarbruecker-zeitung.de/sz-b ... 25,3056528

Würde man dies etwas besser organisieren, ließe sich auf diese Art für Bedürftige eine medizinische Grundversorgung sicherstellen.

@marie-antonia,
Das ist wie alles andere einfach eine Frage der Definition. Art. 20 Abs. 1 und Art. 28 Abs. 1 GG beinhalten das Sozialstaatspostulat. Es wird aber keine Aussage über Art, Umfang und Charakter des Sozialstaats getroffen!

@*Angie*
Ich bin weder unsozial noch herzlos! Zudem weißt du ja, das ich selbst schwer krank war und Leistungen der Krankenversicherung in Anspruch nehmen musste und immer noch in Anspruch nehmen muss. Am morgigen Donnerstag steht z.B. eine Nachuntersuchung beim Gastroenterologen an. Die Frage aus welchem Grund unterschiedliche Beiträge für exakt die gleichen Leistungen erhoben werden, muss dennoch erlaubt sein!

Gruß Dirk



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*Angie*
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AW: Einheits - pro Kopfbeitrag zur KV

Beitrag von *Angie* »

Die Frage aus welchem Grund unterschiedliche Beiträge für exakt die gleichen Leistungen erhoben werden, muss dennoch erlaubt sein!
Absolut!

Es ging auch nur um den anderen Satz, der mir ziemlich bitter aufstieß.

Nix für ungut - jeder darf ja seine Meinung haben ;o)


» Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in einer Garage steht. « (Albert Schweitzer)

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Griesuh
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AW: Einheits - pro Kopfbeitrag zur KV

Beitrag von Griesuh »

Hallo Dirk, das ist deine Meinung zu dem Thema. Dies mag für dich gut sein.
Nur liegst du eben damit völlig daneben. So ist unser Gesundheitssystem nicht zu sanieren.
Es kann nicht angehen, dass der Rentner mit seinen 800€ im Monat genau soviel bezahlt wie der Großverdiener mit seinen Hunderttausenden im Monat.
Mit diesem Modell wird wieder einmal, wie so oft, nur der kleine Mann geschröpft. Die "Großen" werden wie immer bevorzugt. Das kann's ja nun wirklich nicht sein.
Ich erinnere nur an die neuen Steuerhinterziehungsfälle.
Uns kleinen schauen sie bis ins Essgefach und ziehen schon im Voraus die Steuern und Sozialabgaben ab, die Großen schieben Millionen am Fiskus und am Sozialstaat vorbei.
Das findest du gut ?? Ich nicht !!


Gute Pflege braucht mehr Zeit

Balot
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AW: Einheits - pro Kopfbeitrag zur KV

Beitrag von Balot »

Frage mich sowieso,warum wir nicht eine Krankenkasse bekommen mit einem Sitz in Stadt sowieso(oder von mir aus in jeden Bundesland 1 Sitz) .In anderen Ländern läuft es ja auch so.Da wird es über die Steuern finanziert und die Krankenkasse ist der Staat.Guckt euch doch mal alleine eine der großen KK an.Die ist aufgegliedert in Bundesländern und in jeden Bundesland wiederum verteilt in Städten steht eine Filiale.Die Filiale steht meistens noch in bester ,zentraler Lage und zahlt teure Miete.Jede Filiale hat einen Geschäftsführer,Sekretär,Dienstwagen,Angestellte u.s.w.,u.s.w..Was für eine Geldverschwendung!
Viele Grüsse

Bitte KEINE namentlichen Nennungen von Krankenkassen!
Gruss, A.
Zuletzt geändert von *Angie* am Do 4. Feb 2010, 20:10, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Name der KK entfernt!



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DollscheVita
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AW: Einheits - pro Kopfbeitrag zur KV

Beitrag von DollscheVita »

Puh, Dirk - hier ist aber Snob Alarm angesagt.
Kennst du den Spruch den man Herrn Westerwelle zugedacht hat? Als Werbeplakat aufgemacht, auf einem Springpferd reitend :?
"Eure Armut kotzt mich an"

Bitter, bitter böse.


LG - DollscheVita -

Dirk Höffken
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AW: Einheits - pro Kopfbeitrag zur KV

Beitrag von Dirk Höffken »

Hi.

[quote=""Griesuh""]…“Es kann nicht angehen, dass der Rentner mit seinen 800€ im Monat“… [/quote]
Der Ausschnitt zeigt ein gutes Vorbild für den Rentner:

http://www.youtube.com/watch?v=G3pHAFBsGLM#t=1m00s

In den USA geht das, warum nicht in Deutschland?

@DollscheVita
[quote=""DollscheVita""]"Puh, Dirk - hier ist aber Snob Alarm angesagt.
Kennst du den Spruch den man Herrn Westerwelle zugedacht hat? Als Werbeplakat aufgemacht, auf einem Springpferd reitend :?
"Eure Armut kotzt mich an"

Bitter, bitter böse."[/quote]
Sorry, ich weiß, aber mein Ziel die Welt zu verbessern ist Geschichte! :)

Gruß Dirk



thorstein
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AW: Einheits - pro Kopfbeitrag zur KV

Beitrag von thorstein »

Ich finde es gut, das die besserverdienenden Akademiker sich endlich offen gegen ihre Diskriminierung wehren. Schließlich haben sie sich ihre höheren Gehälter redlich verdient! Wer würde den auf die Idee kommen, die Arbeit einer Pflegekraft mit der eines Architekten, Rechtsanwalts oder Arztes zu vergleichen. Also gleiche Beiträge für gleiche Leistung, weg mit dem Solidaritätsprinzip, dann bleibt den Reichen mehr. Und die können mit dem Geld als die wahren Leistungsträger unserer Gesellschaft sowieso besser umgehen.



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DollscheVita
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AW: Einheits - pro Kopfbeitrag zur KV

Beitrag von DollscheVita »

Hallo,

[quote=""Dirk Höffken""]
Der Ausschnitt zeigt ein gutes Vorbild für den Rentner:
In den USA geht das, warum nicht in Deutschland? [/quote]

...wäre nicht mein germanischer Traum!
Off-Topic:

Wieso soll der Staat Teile der Krankenversicherungsbeiträge zahlen?


Wieso "rettet er Banken oder Konzerne"?
Und wer ist der Staat? Sind wir das oder nur die wenigen Regierenden?
Off-Topic:

Sorry, ich weiß, aber mein Ziel die Welt zu verbessern ist Geschichte! :)
....vergiss nicht du bist ein wesentlicher Teil dieser Welt.
Für deine bevorstehende Untersuchung wünsche ich dir alles Gute. Für den Fall eines positiven Bescheid, die bestmögliche Behandlung und Grüße von der Solidargemeinschaft. Ehrlich und aus reinem Herzen!


[quote=""thorstein""] Schließlich haben sie sich ihre höheren Gehälter redlich verdient! Also gleiche Beiträge für gleiche Leistung, weg mit dem Solidaritätsprinzip, dann bleibt den Reichen mehr. Und die können mit dem Geld als die wahren Leistungsträger unserer Gesellschaft sowieso besser umgehen.[/quote]

...ist nicht dein Ernst - oder?
Wenn doch, wird dir dieses Interwiev mit Peter Sloterdijk gut gefallen:

http://www.stern.de/kultur/buecher/pete ... 33494.html


LG - DollscheVita -

thorstein
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AW: Einheits - pro Kopfbeitrag zur KV

Beitrag von thorstein »

Hallo DollscheVita,

im Gegensatz zu dir schaffe ich es bei diesem Thema einfach nicht, ironiefrei zu argumentieren.
Sloterdijk kenne ich übrigens ganz gut: der Mann will in Wirklichkeit bloß spielen. Als staatlich finanzierter Hirnakrobat, immer auf der Suche nach einem neuen Gedanken, erfüllt er eine wichtige Funktion: mit seinen eigenen Dummheiten entlarvt er. Ernster sollte man daher die Reaktionen mancher Claqueure nehmen. Beifall erhält er wohl von dem asozialen Gesindel, das seine Millionen auf Schwarzkonten in der Schweiz bunkert.



Dirk Höffken
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AW: Einheits - pro Kopfbeitrag zur KV

Beitrag von Dirk Höffken »

Hi DollscheVita,

erstmal danke! Der Doktor will entgegen meinem Willen noch eine Coloskopie am Montag durchführen :) , aber ich denke es ist zum Glück überstanden!

Wo beginnt Solidarität und wo endet sie? Oder wie viel Solidarität in einer Gesellschaft ist notwendig und tragbar?

Ich bin nicht gegen eine solidarische Gemeinschaft!!! Die Frage ob der mehr als siebenfache Beitrag, faktisch ist es im obigen Beispiel so, den Rahmen der Solidarität sprengt wird sich verweigert. Griesuh will durch Aufhebung der Beitragbemessungsgrenze noch weiter zulangen! Ist das wirklich gerecht?

Und heucheln wir uns nicht alle etwas in die Tasche? Die solidarische Gesundheitsversorgung wird diskutiert und verteidigt, gehört es nicht auch zu einer solidarischen Gesellschaft jedem eine ausreichende Ernährung zu ermöglichen? Das ist in Deutschland nachweislich nicht mehr der Fall. Das Interesse dafür ist gering! Warum nur? Vielleicht weil es die Mittelschicht nicht trifft? Wo bleibt hier der Ruf nach Solidarität?

Gestatte mir mit einem Teil des Liedes “Schwein sein” von den Prinzen abzuschließen:
Daraus ziehst du Konsequenzen
und du schaltest um auf schlecht,
die Welt ist ein Gerichtssaal
und die Bösen kriegen Recht.
Und glaube mir oder auch nicht: Die Einsicht ist mir nicht leicht gefallen!!! :( Aber ich bin ehrlich und will gut leben! Geld allein mag nicht glücklich machen, aber es trägt einen erheblichen Teil zum Lebensglück bei.

Gruß Dirk



Hametum
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AW: Einheits - pro Kopfbeitrag zur KV

Beitrag von Hametum »

Das wird noch eine hitzige Diskussion werden. Ich für meinen Teil könnte mich Privat versichern, bin aber in der gesetzlichen Kasse. Die Leistungen sind bescheiden trotzdessen, dass ich den Höchstbetrag zahle. In der Privaten würde ich 50% sparen. Ich bin für die Solidarität, sonnst wäre ich auch nicht freiwillig in der gesetzlichen Krankenkasse. Aber ich Sage auch deutlich, wenn es diese Versicherungsgrenzen nicht gäbe und ich müsste nen Mercedes bezahlen und bekomme nur nen Quitscheendchen, dann bin ich schneller raus aus dem System als man schauen könnte. Deshalb halte ich einige Argumente für völlig sinnfrei. Einerseits tönen gleiche Leistung für alle und auf der anderen Seite unterschiedlich melken .

Also mein Fazit :

Ganz Klar "für Solidarität" aber nicht um jeden Preis.

Und davon ganz abgesehen wäre die Bürgerversicherung mein Favorit für eine solide Grundversorgung. Wer dann noch das Einzelzimmer oder 20 Massagen extra oder sogar das Patschhändchen des Chefarztes haben möchte könnte sich oben drauf versichern.

Gruß
Hame



Dirk Höffken
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Beitrag von Dirk Höffken »

Hi Hametum,

privat in der jetzigen Form ist auch nicht ohne Gefahren! Das sollten wir Beide schon eingestehen. :)

Gruß Dirk



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johannes
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AW: Einheits - pro Kopfbeitrag zur KV

Beitrag von johannes »

Nun Dirk, das derzeitige evolutionäre Endprodukt einer vorausgegangenen Entwicklungskette ist ein sinnfreies, überflüssiges, bald verschwindendes Individuum.

Der Selbsterhaltungstrieb, falls es diesen geben sollte, sorgt dafür, daß einzelne Individuen anders aufgestellt sind als die meisten anderen. Dennoch geht es den Bach runter, da geschichtslos und zukunftslos eben einfach so. Wenn solche sinnlosen Individuen nach Solidarität rufen, könnte man meinen, das sei lächerlich, da sie eh nur sinnlos vegetieren, Zufallsprodukte eben.

Anders ist es hingegen, wenn es um Menschen geht, die eine Herkunft und eine Zukunft haben. In deren Leben liegt ein Sinn. Sie leben bereits heute mit anderen, höheren Inhalten und Werten und arbeiten auf noch höhere Inhalte und Werte hin. Sie haben auch ein Ziel.

Auf dieser Grundlage macht dann auch eine solidarische Versichertengemeinschaft wieder Sinn. Und da eben heute mehr sinnlose Individuen die Welt bevölkern, wird Solidarität ganz praktisch immer mehr verloren gehen. Sie ist ein Relikt aus vergangenen Tagen. Wir leben in der nachchristlichen Zeit.

Aber - jetzt keine weitergehenden Diskussionen an dieser Stelle, wir haben unsere unterschiedlichen Grundauffassungen und damit auch unsere unterschiedlichen Lebensinhalte. Ich wollte meine Gedanken nur einmal mit eingeworfen haben.

so long



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