Wer bezhalt Medikamente wenn man stationär im Krankenhaus ist?

Bietet pflegenden und betreuenden Angehörigen die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen, Unterstützung bei Konflikten mit Heimen oder ambulanten Pflegediensten oder fachkundigen Rat in speziellen Fragen zur Pflege und Betreuung.
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stormrider
Beiträge: 218
Registriert: Sa 1. Jul 2006, 15:34

Wer bezhalt Medikamente wenn man stationär im Krankenhaus ist?

Beitrag von stormrider »

Ist es richtig, dass Patienten jetzt ihre Medis mitnehmen müssen?

Wer stellt die Medikamente dann?

Ich rede hier nicht von speziellen Medikamenten sondern von alltäglichen wie Blutdrucktabletten etc.



resigniert
Beiträge: 318
Registriert: Mi 6. Feb 2013, 20:35

AW: Wer bezhalt Medikamente wenn man stationär im Krankenhaus ist?

Beitrag von resigniert »

Wer ins KH kommt, bekommtdie Medis vom KH. Spezielle Medis sollten mitgegeben werden, bis das KH diese bestellt und bekommen hat. Nicht verschreibungspflichtige, vom Patienten gewünschte Medis können wir oftmals nicht bestellen (Gingko, NEMs).
Ich arbeite im KH auf Innere Station in einem großen Verbund (nicht privat)



stormrider
Beiträge: 218
Registriert: Sa 1. Jul 2006, 15:34

AW: Wer bezhalt Medikamente wenn man stationär im Krankenhaus ist?

Beitrag von stormrider »

So kenne ich das auch. Gibts da denn irgendwelche gesetzlichen Regelungen?
Es schaut so aus, als wollten einige Krankenhäuser die Medikosten auf die Patienten abwälzen ohne die Probleme dahinter zu berücksichtigen.

Abgesehen davon, das es auch keine Koordination gibt, wenn Medis in Patientenhand sind. Hab ich selbst erlebt im KH. Es gab keine Absprache zwischen mir und dem Personal. Aussagen die das KH gemacht hat wurden dann plötzlich nicht eingehalten. War ein ziemliches Chaos damals.



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agidog
Beiträge: 895
Registriert: Mi 15. Apr 2009, 11:31

AW: Wer bezhalt Medikamente wenn man stationär im Krankenhaus ist?

Beitrag von agidog »

Mein Neuro wörtlich: Er ist nicht dafür da und hat kein Budget dafür, dass er für die Zeit im KH die Medikamente verschreibt!

Ist irgendwie ja auch einzusehen, oder?

Ich nehme für die erste Zeit meine Medis mit, dann hat das KH dafür zu sorgen, dass die da sind.

Ist bei mir manchmal etwas schwieriger, da bestimmte Medis aut idem verschrieben werden.


Wer mein Schweigen nicht versteht, versteht auch meine Worte nicht


Viele Menschen sind zu gut erzogen, um nicht mit vollem Mund zu sprechen, aber sie haben keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun (Orson Welles) 8)

Thanos

AW: Wer bezhalt Medikamente wenn man stationär im Krankenhaus ist?

Beitrag von Thanos »

Hallo,

die Regelungen/ Absprachen sind von Region zu Region unterschiedlich.
Hier werden zum Beispiel die Medikamente*vom Krankenhaus für drei Tage mitgegeben,*ggf. werden auch Rezepte ausgestellt. Im Gegenzug ist es natürlich sinnvoll auch für drei Tage die eigenen Medikamente mitzunehmen, da nicht immer sofort die Krankenhausapotheke alles besorgen kann.*

Aber wie gesagt, das hängt schon stark davon ab*wie die einzelnen Organisationen in ein Netzwerk eingebunden sind und Absprachen getroffen*und eingehalten werden. Insbesondere Einzelspieler können die Norm brechen.

Es gibt Überlegungen, dass die Patienten ihre Medikamente von zu Hause mitbringen ins Krankenhaus. Hier geht*es um Sicherheit (Verträglichkeit) und Kostenreduktion*(es bezahlt eh immer die Krankenkassen).



stormrider
Beiträge: 218
Registriert: Sa 1. Jul 2006, 15:34

AW: Wer bezhalt Medikamente wenn man stationär im Krankenhaus ist?

Beitrag von stormrider »

[quote=""Thanos""]Es gibt Überlegungen, dass die Patienten ihre Medikamente von zu Hause mitbringen ins Krankenhaus. Hier geht*es um Sicherheit (Verträglichkeit) und Kostenreduktion*(es bezahlt eh immer die Krankenkassen).[/quote]
Na dann müßte sich das Management im KH aber daran anpassen. Davon sind die noch weit entfernt.

Ich hatte 2014 eine Hirn-OP - Hirntumor entfernt -.
Hatte angeboten meine Rheumamedis mitzubringen und ies bei Aufnahme auch mitgeteilt mit dem Hinweis, das man mir sagt, was ich nehmen soll, angepasst an die evtl. notwendigen Medis durch die OP. Zum Glück konnte ich irgendwie den Überblick behalten mit meinen Medis.

Nix wurde abgesprochen. Gott sei dank hatte ich aber mitbekommen, dass man mir Kortison vom Krankenhaus gestellt hatte. Normalerweise gehört das Kortison nämlich zu meiner Rheumatherapie.

Außerdem kannte man nicht den Unterschied zwischen Tildin 8/100 mit Retard Wirkung und Tilidin Tropfen ohne retard Wirkung. Das fand ich schon sehr bedenklich.

Ich habe bei meiner Hausärztin angerufen. Fakt ist, die Hausärzte dürfen keine Tabletten für den Zeitraum im KH rezeptieren. Da hat sich also nichts geändert.

Ergo ist das KH in der Pflicht.



Benutzer 10209 gelöscht

AW: Wer bezhalt Medikamente wenn man stationär im Krankenhaus ist?

Beitrag von Benutzer 10209 gelöscht »

AUA !!!!!!!!!!!!!!!!!!!

I´wo habe ich mal gehört, dass es einen
"Expertenstandard Entlassungsmanagement" gibt.

In der ambulanten Pflege nennen wir es "Überleitung".

Wenn ein geplanter Klinikaufenthalt meines Patienten
ansteht, schliesse ich mich vorab mit der Klinik
(idealerweise mit der aufnehmenden Station) kurz
und kläre die Medikamentenversorgung ab.
Besonders wenn mein Patient "Exoten" bekommt.
Wenn so etwas bei Euch nicht passiert; es keinen
Standard dazu gibt, oder dieser nicht implementiert ist;
habt Ihr ein Qualitätsproblem!

Die zweite Aktualisierung dieses Expertenstandards
ist gerade im Anrollen / in aller Munde.

Notfalleinweisungen sind natürlich eine andere Baustelle.
Aber auch hier ist es zwingend notwendig, dass aus Eurem
(mitgegebenen) Medikamentenplan hervorgeht, von welchem
Arzt welche Medikamentenverordnung stammt.

Superschön wäre es natürlich, wenn die Kliniken
ähnlich denken würden ......................................



Suse2
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Beruf: AP - PDL - Stellv. HL
Einsatz Bereich: Seniorenheim
Wohnort: NRW
Interessen: Lesen, Schwimmen, Stricken

AW: Wer bezhalt Medikamente wenn man stationär im Krankenhaus ist?

Beitrag von Suse2 »

[quote=""Thanos""]Hallo,

die Regelungen/ Absprachen sind von Region zu Region unterschiedlich.
Hier werden zum Beispiel die Medikamente*vom Krankenhaus für drei Tage mitgegeben,*ggf. werden auch Rezepte ausgestellt. Im Gegenzug ist es natürlich sinnvoll auch für drei Tage die eigenen Medikamente mitzunehmen, da nicht immer sofort die Krankenhausapotheke alles besorgen kann.*

Aber wie gesagt, das hängt schon stark davon ab*wie die einzelnen Organisationen in ein Netzwerk eingebunden sind und Absprachen getroffen*und eingehalten werden. Insbesondere Einzelspieler können die Norm brechen.

Es gibt Überlegungen, dass die Patienten ihre Medikamente von zu Hause mitbringen ins Krankenhaus. Hier geht*es um Sicherheit (Verträglichkeit) und Kostenreduktion*(es bezahlt eh immer die Krankenkassen).[/quote]


so auch bei uns, es gibt regelmäßigen Austausch (Treffen) zwischen KH
und Heimen, das es in einer von den 2 Kliniken keine Apotheke mehr gibt,
ist schon die Bitte, wenn eben möglich, gerade spezielle Sachen - für 2Tage mitzugeben - besonders am Wochenende mitzugeben..
so wie wir es eben bei E am Freitag/Samstag auch gerne möchten..
und es klappt auch...


Auch wer nicht zählen kann, zählt mit!
Auch wer nicht sprechen kann, hat was zu sagen!
Auch wer nicht laufen kann, geht seinen Weg!

stormrider
Beiträge: 218
Registriert: Sa 1. Jul 2006, 15:34

AW: Wer bezhalt Medikamente wenn man stationär im Krankenhaus ist?

Beitrag von stormrider »

Huhuuuuuuuuuu ihr schießt da gerade ein wenig über das Ziel hinaus. Nur weil ich selbst Mitarbeiterin in der Pflege war, heißt das jetzt nicht, dass hier ein Pflegedienst involviert ist.

Deswegen steht die Frage ja auch im Angehörigenforum. Ich habe eher als Privatmensch gefragt, ob es mittlerweile eine Regelung gibt, dass das KH nicht mehr für die Medikamente zuständig ist.

Abgesehen davon gibt es oft Fälle, wo der Pflegedienst erst einmal garnicht involviert ist. Ein Arzt stellt eine Einweisung aus und der hat dann auch für den Mediplan zu sorgen. In der Regel rufen dann die Angrhölirgen an und teilen mit, dass der Patient im KH ist.



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