Fragen zu Personalbemessung

PQSG, QM, IQM, Jeder der eine Frage oder Anregung hat sollte hier fündig werden......
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doedl
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Beitrag von doedl »

Hallo Gast

die Gesamtbesetzung-inklusive Nachtwachen- errechnet sich aus dem vereinbarten Pflegeschlüssel, also hat Dein Arbeitgeber recht.

Eine Berechnung könnte wie folgt aussehen:

Der Pflegeschlüssel ergibt z. B. eineBesetzung von 40 Planstellen- dieses wären pro Jahr ca 64 000 Stunden. Je nach Schichtmodell (meist wird ein 3 Schicht- System praktiziert) ergibt dies ca 8300 Schichten, die dann auf die Wohnbereiche- inklusive Nachtwache und sozialer Betreuung- verteilt werden können.

Dass dies wirtschaftsorientiert ist, ist vom Gesetzgeber so gewollt- daran kann auch Dein Arbeitgeber nichts ändern.

Was die Ernennung zur WBL angeht- grundsätzlich würde ich vorher die Modalitäten aushandeln.

Gruß Doedl


Wir müssen die Änderung sein, die wir in der Welt sehen wollen- Mahatma Gandhi

Hametum
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AW: Fragen zu Personalbemessung

Beitrag von Hametum »

Die Pflegestellen berechnen sich in der stationären Pflege nach Kennzahlen, die jährlich von Schreibtischtätern festgelegt werden und in den verscheidenen Bundesländern variiren können.
Es wird wie doedl schon angemerkt der gesamte Personalbestand einer Pflegeeinrichtung gerechnet, wo die Nachtwachen nicht ausgeschlossen sind.

z.B

1 Pflegekraft für 2,47 Bew Pflegestufe 3
1 Pflegekraft für 4,85 Bew Pflegestufe 2
1 Pflegekraft für 6,24 Bew Pflegestufe 1

Was mich dabei eher vewundert ,was hat eure QM damit zu tun ?

Die Aussage der PDL, dass Sie genaue Vorgaben hätte, wie lange Dienste zu dauern haben ist HUMBUK. So etwas gibt es nicht. Jedes Haus kann sein eigenes Dienstzeitmodel entwickeln und leben, solang die Fachkraftquote stimmt und sich an gültige Arbeitszeitgesätze gehalten wird.


Gruß
Hame



Lizzy
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AW: Fragen zu Personalbemessung

Beitrag von Lizzy »

Nachdem ich seit Jahren nur lesender Gast in diesem Forum bin habe ich mich heute registrieren lassen, um auch mitreden zu können!
Der Einsatz der Mitarbeiter errechnet sich an Hand der vorhandenen Pflegestufen der Bewohner einer Einrichtung. Bei uns derzeit:
PST 0 = 1 : 7,0
PST 1 = 1 : 3,0
PST 2 = 1 : 2,25
PST 3 = 1 : 1,9

Der Personaleinsatz erfolgt rund um die Uhr, also ist sämtliches Pflegepersonal ob Tag- oder Nachtschicht, in den Pflegeschlüssel eingerechnet. Wir arbeiten maximal 38,5 Stunden pro Woche. Die Personalplanung erfolgt individuell angepasst an dem Klientel der Bewohner. Ich achte sehr auf die Ruhephasen der Mitarbeiter. Wir haben ein Wunschbuch, in dem jeder Mitarbeiter seine Wünsche nach Frei, etc. eintragen kann, welche ich verwirkliche, was mir annähernd in 99 % aller Fälle gelingt. Azubis werden bei uns mit 0,33 Stellenanteil berechnet, Praktikanten werden nicht auf den Schlüssel mit angerechnet.
Mich verwundert oft sehr bei den Beiträgen in diesem Forum, wie leichtfertig und mit wenig Wissen (Arbeitsrechtlich) Leitungskräfte mit der Mitarbeitereinsatzplanung umgehen. Für mich gilt: nur ein zufriedener Mitarbeiter ist ein guter Mitarbeiter.
In dem obengenannten Fall scheint die QM Ahnung zu haben, was man von der PDL nicht behaupten kann. Was hat diese denn für eine Qualifikation?
Gruß
Lizzy



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doedl
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AW: Fragen zu Personalbemessung

Beitrag von doedl »

Hallo Lizzy

in diesem Fall waren die Angaben zur PDL eher spärlich- die PDL habe genaue Zeitvorgaben, wie lange die Dienste zu dauern hätten.

Eher normal, würde ich sagen. Jegliche Dienstzeitveränderung ist zustimmungspflichtig (Betriebsrat) und eine Überlappung des Früh- und Spätdienstes um eine Stunde- ja da hätte ich als PDL auch gewaltig Bauchgrummeln........... aber sonst geb ich Dir recht. Allerdings glaube ich nicht, dass die Planung immer aus Nichtwissen heraus geschieht; es scheint mir eher so, als sei das die Firmenpolitik, die Arbeitsrecht einfach ausklammert.

Schön übrigens, dass Du Dich registriert hast.

Gruß Doedl


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