Wechsel von stationär zum ambulanten Dienst

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doedl
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AW: Wechsel von stationär zum ambulanten Dienst

Beitrag von doedl » Mo 9. Feb 2015, 18:52

Hallo,

ich denke, Ihr wollt doch beide das Gleiche; andere Bedingungen. Das will ich auch, das wollen zur Zeit ganz viele Leute aus der Pflege.

Ob wir es noch erleben? Momentan bin ich gedämpft zuversichtlich, weil das Thema Pflege in vieler Munde ist, grad mal kein Sommerloch füllt und soviele politische Aussagen getroffen werden, wie kaum zuvor.

Ich bin dagegen, schwarz- weiß zu malen, hab zuviel grau, grauer, hellgrau, dunkelweiß während meiner Berufsjahre erlebt. Bei genauerem Hingucken erweist sich vieles als sehr differenzierter.

Mein Credo: wer Pflegeethik und Menschenwürde die Wirtschaftlichkeit voran stellt, muss sich nicht wundern, welche Gewächse daraus entstehen- soviel zu den schwarzen Schafen unserer Branche.

Wer schon vor 40 Jahren wusste, dass die Demografie uns einholt und wenig bis nichts zur Vorsorge tat, gehört gehauen. Leider ist von dieser Generation Politikern kaum noch jemand vorhanden und wenn, wären es uralte Leute, die man dann eben nicht haut.

Wer heute als Politiker von Tariflohn für Pflegekräfte, von würdigem Alter spricht, muss der Bevölkerung auch klipp und klar sagen:

Das kostet ALLE eine Stange Geld.

Wer damit nicht einverstanden ist, soll seinen Segen dafür geben, dass Pflege unwürdig ist und bleiben wird.

Wenn sich für solche pflegeethischen Voraussetzungen keine Pflegekräfte mehr finden werden.... dann müssen eben Pflegeroboter her; dann macht auch dies der Bevölkerung klar.

Gruß Doedl


Wir müssen die Änderung sein, die wir in der Welt sehen wollen- Mahatma Gandhi

resigniert
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AW: Wechsel von stationär zum ambulanten Dienst

Beitrag von resigniert » Mo 9. Feb 2015, 20:20

Nein @jenny,
wie lange arbeitest du schon in diesem Beruf?
Ich seit 1976 ununterbrochen.
Du aber bist dir noch nicht einmal klar, ob du für diesen Beruf häufig Auto fahren magst, geschweige denn 6-Tage-Woche und geteilte Dienste.
Ich glaube auch kaum, dass wir hier den Beruf nicht mehr mögen.
Wir mögen die Umstände der Berufsausübung nicht!



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pegean
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AW: Wechsel von stationär zum ambulanten Dienst

Beitrag von pegean » Mo 9. Feb 2015, 20:37

@jenny : mach doch endlich die Ausbildung zur AP u.o. GuK .
Mit Deiner Helferausbildung kannst Du zwar stationär u.o. ambulant arbeiten ,
aber mehr auch nicht .


Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss ja auch mit jedem A...h klar kommen!
Bildung kommt nicht vom Lesen, sondern vom Nachdenken über das Gelesene.(Carl Hilty)

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pegean
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AW: Wechsel von stationär zum ambulanten Dienst

Beitrag von pegean » Mo 9. Feb 2015, 22:38

Off-Topic:

[quote] mir passt es eigentlich momentan so wie es ist [/quote]
Wer finanziert Deinen Lebensunterhalt ?
Du bist noch jung (aber Du bleibst es nicht!!!) -Dein Freund wird kaum viel älter sein .
Hast Du überhaupt keinen Ehrgeiz für eine solide Basis zu sorgen ?
Oder auch mal ein "Wagnis" einzugehen ?


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Svea
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AW: Wechsel von stationär zum ambulanten Dienst

Beitrag von Svea » Di 10. Feb 2015, 12:20

So, ich melde mich auch wieder zu Wort.

Ich hatte doch bei dem betreffenden PD abgesagt...
Eben rief mich der Geschäftsführer an und meinte, dass sie mich unbedingt haben möchten, was er tun kann damit ich dort anfang zu arbeiten ��
Ich hab halt gesagt, dass ich Probleme mit dem Gleichaltrigen hatte, also nicht von der Arbeit her, sondern emotional.
Er meinte, er spricht mit den Mitarbeitern, ob es ein Problem wäre, wenn ich den Jungen nicht versorgen würde.
Ich meinte, ich will keinen Konflikt zwischen Kollegen herbeiführen.
Er sagte, er klärt es ab und ruft mich zurück.

Da bin ich ja nun mal gespannt...



newlife
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AW: Wechsel von stationär zum ambulanten Dienst

Beitrag von newlife » So 6. Sep 2015, 22:22

Hallo zusammen,

da ich kürzlich erstmalig in einem amb. PD angefangen habe und früher nur in Kliniken ( bin KPH ) und dann in Pflegeheimen gearbeitet habe, hat mich dieser Thread hier sehr interessiert und habe die Diskussion mit großem Interesse gelesen.

Zunächst möchte ich mal eine Bresche für die amb Pflege schlagen. Ich bin zwar noch im Einarbeitungsstress ( ist doch ein großer Unterschied zur stationären Pflege ), glaube aber sicher, daß ich noch viel Freude an dieser Arbeit haben werde, wenn ich erstmal routinierter bin. Die zu pflegenden sind m.E. viel glücklicher und entspannter als im Pflegeheim.

Besonders aufmerksam las ich die Diskussion den Personalmangel betreffend und das vom Jobcenter nix gescheites kommt.

Ich bin mit mehrjähriger Unterbrechung wegen meiner Kinder seit über 20 Jahren in diesem Beruf.......
Ich war jetzt über ein Jahr lang auf Jobsuche, keiner hat mich eingestellt..... warum?
Ich bin zu "unflexibel"!! Als alleinerziehende Mutter von zwei Kindern kann ich nicht das volle Programm an Schichten machen. Ich kann keine Spätschicht machen und nicht schon morgens um 6.00 Uhr anfangen. So wurde ich nicht genommen. Sieht man mal davon ab, daß ich keine Spätschicht machen kann, im Frühdienst werden doch nicht alle BW gleichzeitig versorgt, die Grundpflege morgens erstreckt sich doch meistens bis 10.00 Uhr oder oft noch später. Als Antwort habe ich meist nur bekommen, daß das nunmal so wäre und es möglicherweise Konflikte unter den MA geben könnte.
Ich denke auch angestellte MA freuen sich über Entlastung, sowas kann man doch klären, oder ?
Nun habe ich das Glück gehabt auf einen PD zu stoßen, der das flexibel handhabt. Ich arbeite an Schultagen von 7.30-12.30, an WE und in den Ferien kann ich auch schon um 6.00 Uhr beginnen. So wird meine Tour zusammengestellt.

Wenn man die Arbeitszeiten für Personen wie mich etwas familienfreundlicher gestalten würde, müssten erfahrene Pflegekräfte nicht im Jobcenter sitzen. Meine Sachbearbeiterin dort rauft sich teilweise die Haare, sie betreut viele arbeitslose Pflegekräfte unterschiedlicher Qualifikationen.....



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doedl
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AW: Wechsel von stationär zum ambulanten Dienst

Beitrag von doedl » Di 8. Sep 2015, 19:59

Hallo Newlife,

schön dass Du einen PD gefunden hast, der auf Deine familiäre Situation Rücksicht nimmt.

Leider ist es nicht soo ganz einfach, Touren zusammen zu stellen; es erfordert schon eine Menge Organisation. Am besten scheint uns, wenn zwei Pflegekräfte mit gleichen Wünschen eingestellt werden, so dass man die Touren dann unter den beiden aufteilen kann.

Dann weiterhin viel Spaß und toi toi

Doedl


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Skjaldar
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AW: Wechsel von stationär zum ambulanten Dienst

Beitrag von Skjaldar » Do 8. Okt 2015, 14:31

Einen schönen guten Tag,

Ich klinke mich hier auch mal ein bevor ich einen neuen Thread eröffne.

Ich arbeite seit nunmehr 5 Jahre als Ex. Ap in einer stationären Einrichtung.

Ich verfolge die Diskussion hier und lese oft das im Amb. Dienst die Personaldecke dünn sei, und man im stationären Bereich es besser abdecken kann, da mann dort "springen" kann usw.

Das stimmt rein theoretisch, praktisch sieht es dann aber so aus, das die, die arbeiten, einen verdammt harten Tag haben! Der Dienst ist dann zwar abgedeckt aber mit sehr sehr viel Mehrarbeit verbunden, dass kann vllt sogar mehr frustrieren, als einspringen, aber "normal"/entspannt arbeiten.

Ich hatte "nur" 2 Monate Erfahrung in meiner Ausbildung, habe mit einem flotten Mitarbeiter gearbeitet, der zwar ruhig und entspannt war, aber nicht trödelte, und wir mussten nie mit 70 durch die Stadt, hatten oft noch 2 bis 5 Minuten Zeit vor jedem Patienten.

Das empfand ich als sehr angenehm.

Nun überlege ich mir, in den Ambulanten Dienst zu wechseln, da die stationären Bedingungen immer "kritischer" werden, man immer mehr Arbeit in kürzester Zeit zu erledigen hat, und eigentlich nur unter Druck arbeitet.

Da habe ich nun auch ein paar fragen.

Einige PD bieten an den PKW auch Privat zu nutzen. Klingt warscheinlich toll, ist aber sicher kaum möglich da ich mir nicht vorstellen kann das ein PD mehr PKW als nötig besitzt, oder?

Andere Punkt: Teildienste.Ist es wirklich so, dass viele Pflegedienste solch "unmenschliche" Teldienste haben, wo ein Tag über 10 Stunden geht, oder ist das eher die Ausnahme? 4 Morgens, 3 Mittags, oder Abends, mit sowas hätte ich kein Problem.

Muss ich bei einer Bewerbung angeben wo ich derzeit arbeite, oder reicht es wenn ich schreibe, dass ich in einer stationären Einrichtung tätig bin?


Ich merke, dass ioch derzeit einfach "versumpfe", dass ich nicht weiterkomme, beruflich wie persönlich, dass ich auf der Stelle trete! Normale Arbeitstage auf schlechte folgen, mich meine Arbeit herunterzieht! Daher will ich nun was Neues, und der Ambulante hat mir damals schon sehr viel Spaß in der ausbildung gemacht.

Patient anfahren, Arbeit abliefern, und wieder raus, frische Luft, nächster Patient! Ich bin eher der Mensch für's fachliche, weniger der Betreuungsmensch ( Spielangebote, lustige Runden usw). Daher denke ich doch, passt es.

Wie sieht es mit Rezepten und Medis aus, kümmern sich da die Pks drum, oder eher die angehörigen?

Viele fragen die sich mir stellen und sich sicher auch alle ergeben wenn ich erstmal im Amb. Dienst wäre, daher stelle ich garnicht alle!

Ich hoffe es können mir einige hier noch etwas auskunft geben! ;)

Ps: 100% stelle, ca 2800 Brutto, 1700 bis 1800 netto, in NRW, ist das utopisch? Möchte gehaltstechnisch ja nicht zurückfallen! ;)

LG

Skjaldar



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Elfriede
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AW: Wechsel von stationär zum ambulanten Dienst

Beitrag von Elfriede » Do 8. Okt 2015, 21:25

Moin Skjaldar !

Lange Fragenliste. Kurze Antworten : Alles Verhandlungssache !
!!! Wichtig : Lasse alle Absprachen in den Arbeitsvertrag schreiben !!!

Teildienste : Ja. Durchaus üblich.

Bewerbung : Nö. Deinen letzten AG (besonders wenn das Arbeitsverhältnis noch besteht) musst Du natürlich nicht nennen.

Dienstwagen zur privaten Nutzung : Gibt es durchaus. Aber Vorsicht !
Immer hinterfragen wie der Versicherungsschutz lautet und wie das steuerlich aussieht ! (auch im Vertrag fixieren lassen)

Rezepte und Medis : Besorgst Du. Inkl. AVO`s. Versichertenkarten nicht vergessen einlesen zu lassen. (Krumme-Hacken-Tour)

Gehalt : Kann ich nicht beurteilen. (hier vom Deich aus)

LG, Frieda
Zuletzt geändert von Elfriede am Do 8. Okt 2015, 21:32, insgesamt 1-mal geändert.


Es gibt keine dummen Fragen - nur dumme Antworten.

Skjaldar
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AW: Wechsel von stationär zum ambulanten Dienst

Beitrag von Skjaldar » Do 8. Okt 2015, 21:34

Kurze und knackige Antworten! Danke! ;)

Es ist ja alles Pflege, aber doch ein großer Unterschied.

LG



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doedl
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AW: Wechsel von stationär zum ambulanten Dienst

Beitrag von doedl » Fr 9. Okt 2015, 07:27

Hallo Skaldjar,

trau Dich!

Wir haben einige Pflegekräfte aus der stationären Pflege, die zu uns gewechselt sind; jeder beschreibt den Arbeitstag in der ambulanten Pflege als viel angenehmer.

Zu Teildiensten:

wenn es ein großer ambulanter Dienst ist, der gut organisiert ist, gibt es i.d.R. keine Teildienste. Da würde ich bei der Bewerbung sehr gut achten.

Dienstauto: Das Problem ist nicht die Versicherung, sondern der geldwerte Vorteil, der Dir durch Privatfahrten entsteht. Hier muss der Betrieb schauen, dass Du diesen Vorteil versteuerst.

Die private Nutzung sieht bei den Diensten, die ich kenne, so aus: bist Du eingeteilt, kannst Du mit dem Auto nach Hause fahren, hast Du frei, musst Du das Auto abgeben; denn wie Du schon sagtest: die PDs haben eine begrenzte Anzahl an Autos.

Zur Bewerbung: ich würde angeben, wo ich jetzt arbeite- warum auch nicht? Die Vorstellung, dass alle AG untereinander anrufen und fragen, wie denn der Bewerber beim alten AG so sei, ist unrealistisch. Gerade heute ist jeder AG froh, eine Pflegefachkraft zu kriegen (außerdem sind derartige Nachfragen auch nicht rechtens).

Zu den Verordnungen: kommt drauf an, wie das im PD geregelt ist; bei uns macht das normalerweise nicht die Pflegekraft.

Ein Haar in der Suppe hätte ich allerdings: eine 100 % Stelle wirst Du im ambulanten kaum bekommen.

Zu Deinen Gehaltsvorstellungen: hier mal ein Gehaltsrechner mit einigen Tarifen, vielleicht hilfts Dir ja weiter.

http://oeffentlicher-dienst.info/wohlfahrt/

Gruß Doedl


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AW: Wechsel von stationär zum ambulanten Dienst

Beitrag von stormrider » Fr 9. Okt 2015, 09:20

[quote=""Elfriede""]Rezepte und Medis : Besorgst Du. Inkl. AVO`s. Versichertenkarten nicht vergessen einlesen zu lassen. (Krumme-Hacken-Tour)
[/quote]
Das kommt darauf an, wie das in jedem Pflegedienst geregelt ist.

Der Alltag in der ambulanten Pflege ist durchaus nicht angenehmer als in der stationären. Du wirst da genauso gehetzt wie auf der Station. Auch in der ambulanten werden Mitarbeiter krank und dann mußt du zusätzlich arbeiten. Kann dann durchaus sein, dass du morgens und Vormittags einen Frühdienst machst und dann noch einen Spätdienst durchziehen sollst. Da landest du mit deinen Arbeitszeiten meist jenseits der 12 Stunden.

Auch in der ambulanten Pflege muß die Arbeit getan werden. Hier kann man auch nicht mal eben jemanden von einer anderen Station holen. Das Personal ist immer knapp bemessen. Was anderes kann sich ein Pflegedienst heutzutage auch nicht mehr leisten. Die Kassen bezahlen ja nur die getane Arbeit.

Belastungen wie zu kurz geplante Zeiten einschl. zu kurz geplanter Fahrzeit, Parkplatzprobleme kennst du nicht aus der stationären Arbeit. Knappe Pflegezeiten gibt es zwar auch stationär, aber hier hast du auch noch das Problem mit der Unzufriedenheit deiner Kunden, die du direkt abbekommst. Bei der stationären Arbeit bist du auch immer im trockenen. In der ambulanten Pflege mußt du immer raus, egal ob es 40 Grad draussen sind oder Bindfäden regnet. Es ist schon körperlich belastend mit den enormen Temperaturschwankungen, denen du ausgesetzt bist. Vor allem im Winter, wenn du rein in die überheizten Wohnungen mußt und anschließend wieder in die Kälte. Fahren bei Eis und Schnee sind sehr nervend.

Einen großen Vorteil gibt es für diejenigen, die lieber Einzelkämpfer sind. Das kannst du in der ambulanten Pflege gut ausleben, denn du bist auf deiner Tour in der Regel alleine. Das heißt aber auch, dass du beim Paitenten niemanden rufen kannst, der dir mal eben helfen kann. Die Kollegen sind ja auf ihren eigenen Touren und dort unabkömmlich.

Achte sehr auf die Aussagen im Arbeitsvertrag. Und rechne auch damit, dass sich die Leitung an keine Gesetzmäßigkeiten halten wird, z.B: Arbeitszeitgesetz, ständig Dienstplanänderungen.

So am Rande bemerkt: Man kann sich auch wehren. Beispiel: Ein Dienstplan darf nicht ohne Absprache mit dir geändert werden.



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AW: Wechsel von stationär zum ambulanten Dienst

Beitrag von newlife » So 11. Okt 2015, 14:16

Ich arbeite seit ein paar Wochen in der amb. Pflege und mir gefällt es viel besser!! Bin nach der Frühschicht längst nicht so kaputt wie früher. Ok, ich arbeite nur in Teilzeit und muss keinen Spätdienst machen. Meine Kollegen ( teilweise in Vollzeit beschäftigt ), sind auch sehr zufrieden. Kommt halt auf den AG an. Bei uns gibts keine unabgesprochenen DP-Änderungen, man darf auch nein sagen. Ich habe mir beim Vorstellungsgespräch den DP zeigen lassen und habe zwei Probetage gemacht. Sowas kann man nur empfehlen.
Sicher ist man Einzelkämpfer, hat aber auch Vorteile. Und wenn man sich über einen Kunden mal sehr geärgert hat, kommt man im Auto wieder schön runter.... Das ewige Geklingel im Heim vermisse ich z.B überhaupt nicht.
Probiere es aus !


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