Versicherungsschutz - Pause - Berufsgenossenschaft

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kevindani
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Versicherungsschutz - Pause - Berufsgenossenschaft

Beitrag von kevindani » Di 6. Dez 2011, 18:18

Hallo zusammen,
letztens habe ich einer WG für Senioren ausgeholfen, sonst arbeite ich ambulant. In der WG gibt es offiziell 30 min. Pause. Meine PDL meint man darf die WG aus Versicherungstechnischen Gründen auch in der Pause nicht verlassen. Man dürfte auch nicht mal eben zum Bäcker gehen. Was meint Ihr dazu?
Gruß
Andreas



Alexandra1
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Beitrag von Alexandra1 » Di 6. Dez 2011, 18:45

Diese versicherungstechnischen Gründe würden mich mal interesieren. Sollte dir z.b. auf dem Weg zum Bäcker etwas zustossen bist du über deinen AG berufshaftpflichversichert. FRag doch mal deine PDL nach den Gründen.



silversurfer
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Beitrag von silversurfer » Di 6. Dez 2011, 18:57

Hallo Kevindani

Entscheident für den Versicherungsschutz ist dass der Weg in der Mittagspause ausschliesslich deshalb zurückgelegt wird um unmittelbar darauf zu essen. Also, wenn du zum Bäcker gehts um dir etwas zu kaufen dass du in deiner Pause isst. Kaufst du für zu Hause ein bist du nicht versichert. Beim Besuch eines Gasthauses endet und beginnt der Versicherungsschutz an der Grundstücksgrenze des Gasthauses. Die Zeit der Nahrungsaufnahme ist nicht versichert egal wo du isst, in der Kantine. im pausenraum. zu Hause oder im Gasthaus.

Gruss Silversurfer



kevindani
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Beitrag von kevindani » Di 6. Dez 2011, 19:49

[quote=""Alexandra1""]Diese versicherungstechnischen Gründe würden mich mal interesieren. Sollte dir z.b. auf dem Weg zum Bäcker etwas zustossen bist du über deinen AG berufshaftpflichversichert. FRag doch mal deine PDL nach den Gründen.[/quote]

Ich habe mir mein Brötchen und Kaffee für die Pause beim Bäcker um die Ecke gekauft, meine PDL meint der Weg dorthin (und zurück) ist nicht versichert wenn mir was zustösst.
Weiter meint der der Versicherungsschutz für den Arbeitsweg beginnt erst vor der Haustür und nicht vor der Wohnungstür (ich wohne in einem Mehrfamilienhaus)
Viele Grüße
Andreas



Alexandra1
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Beitrag von Alexandra1 » Di 6. Dez 2011, 20:36

Der direkte Weg zum Bäcker und zurück zur Arbeitsstätte, bei dem bist du gesetzlich unfallversichert. Ich betone,den direkten Weg ohne irgendwelche Umwege.Anbei ein Link vieleicht hilft der dir ein bisschen weiter.

http://www.haufe.de/personal/newsDetail ... 1777525.63

P.S. Der Versicherungsschutz beginnt erst vor der Haustüre, damit hat deine PDL recht.
Der Weg zur Arbeitsstätte, der dann auch gesetzlich unfallversichert ist, beginnt mit dem Verlassen des häuslichen Bereichs. Das heißt, dass der Versicherungsschutz mit dem Durchschreiten der Außentüre des Gebäudes, in dem du wohnst beginnt.

Das Durchschreiten der Wohnungstüre spielt dabei also keine Rolle bzw. das Treppenhaus deines Mehrfamilienhauses ist damit nicht gesetzlich unfallversichert. Für diesen Bereich müsste, sofern hier ein Unfallversicherungsschutz gewünscht wird, eine private Unfallversicherung eintreten.

Zu der Feststellung, dass der Unfallversciherungsschutz mit dem Durchschreiten der Außentüre beginnt, hat das Bundessozialgericht u. a. mit Urteil vom 11.11.1971 (USK 71157) entschieden.

Mein Schwager war mal Versicherungsvertreter der hat mir das mal erklärt .
Zuletzt geändert von Alexandra1 am Di 6. Dez 2011, 20:43, insgesamt 1-mal geändert.



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