Versetzung hinnehmen???

Pflege- und Sozialrecht.
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ex.martin
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Versetzung hinnehmen???

Beitrag von ex.martin » Do 24. Jun 2010, 14:15

Hallo zusammen!

Folgende Problematik:

Ich bin examinierter Altenpfleger und arbeite 19,23% in einem Altenpflegeheim. Das sind zwei Wochenenden im Monat. Warum so wenig? Nun, "Hauptberuflich" studiere ich Management im Gesundheitswesen.
Nun zum eigentlichen Problem.
In besagtem Pflegeheim arbeite ich seit etwa zweieinhalb Jahren. Angefangen habe ich auf einem geschlossenen Wohnbereich für dementiell erkrankte Menschen. Dort arbeitete ich für ca. ein Jahr, bis mir schliesslich mitgeteilt wurde, dass ich auf einen anderen Wohnbereich versetzt werde. Grund hierfür war ein durchgeführtes Personalcontrolling in welchem festgestellt wurde, dass auf meinen Wohnbereich zu viele ex. Kräfte sind. So weit, so gut. Erfahren habe ich von meinem Wohnbereichswechsel 10 Minuten (!) vor dem Teamgespräch und nicht etwa von der WBL oder der PDL, nein,...!!!...von einem 1-Euro-Jobber!!! Der Wortlaut war ungefähr folgender: "Na, du musst ja jetzt auch auf nen andern Wonbereich nä?" Und ich wusste von nichts!!! Die PDL und die WBL haben mich dann 5 Minuten vor dem Teamgespräch informiert! Die mangelnde Führungskompetenz sei nunmal dahingestellt, dass tut in diesem Fall nichts zur Sache.
Ich habe den Wohnbereichswechsel akzeptiert und muss sagen, dass ich auf meinem neuen Wohnbereich mittlerweile lieber arbeite als auf meinem alten. Der Wechsel hat sich für mich im nachhinein also als etwas positives erwiesen.
Nun ist es so, dass mich gestern meine WBL angerufen hat, um mir mitzuteilen das ich ab August wieder auf einen anderen Wohnbereich muss. Jetzt die Ironie des Schicksals: auf meinen alten Wohnbereich!!!
Ich kann es kaum fassen und finde es so paradox, dass ich fast schon darüber lachen muss!
Meine Frage ist nun die folgende. Muss ich einer weiteren Versetzung einfach so zustimmen, also können "die" mich einfach da platzieren wo sie mich wollen, oder hab ich Chancen wenn ich sage das ich nicht bereit bin den Wohnbereich zu wechseln???
Das ich nach der ersten Versetzung und deren Mitteilung darüber, nicht gerade ein vertrauensvolles Verhältnis zu meiner Einrichtung habe ist, glaube ich, nachvollziehbar. Darunter leidet auch die Identifikation mit der Einrichtung und mit dem neuerlichen Plan mich wieder zu versetzen vergrault mich mein Arbeitgeber mehr als das er mich hält!: mad:


Ich hoffe ich bekomme einige Antworten, Tipps oder andere Anregung und bedanke mich schonmal!

Liebe Grüße

Martin


Lieber daheim im Heim als allein daheim!

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pegean
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AW: Versetzung hinnehmen???

Beitrag von pegean » Do 24. Jun 2010, 14:31

Dein AG darf Dich versetzen er kann sein Direktionsrecht ausüben :

http://www.arbeitsratgeber.com/direktio ... -0296.html

LG


Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss ja auch mit jedem A...h klar kommen!
Bildung kommt nicht vom Lesen, sondern vom Nachdenken über das Gelesene.(Carl Hilty)

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Fraggleline
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AW: Versetzung hinnehmen???

Beitrag von Fraggleline » Do 24. Jun 2010, 14:48

:confused: Du bist ja bei dieser Einrichtung beschäftigt, und nicht auf einem spezifischen Wohnbereich. Von daher werden Kräfte auch schonmal umgesetzt, um dem Bedarf entsprechen zu können.

Bei deinem geringen Stundenumfang ist es ja auch so, dass du keine Bezugspflege ausübst, sondern die Wochenenden unterstützt.. nun, da bietest du dich zum "Versetzen" geradezu an.. auch wenns schwer fällt!

Trotzdem würde ich das Gespräch suchen, und deine Wünsche mitteilen, vielleicht kannst du ja auch sachlich begründen, warum und weshalb es dir wichtig wäre, auf deinem jetzigen Bereich zu bleiben.. viel Erfolg seh ich da aber nicht.

Teile aber auch mit, dass du dich "vergrault" fühlst! Letztlich ist es so, dass eine Einrichtung auf examinierte Kräfte mit deinem Stundenumfang angewiesen ist, und die sind echt nicht leicht zu kriegen! Es ist ja auch tatsächlich so, dass du jederzeit in einer anderen Einrichtung anfangen könntest.. obs da dann aber besser läuft, ist fraglich..

Wäre es denn für dich so unerträglich, diese beiden Wochenenden im Monat woanders arbeiten zu müssen? Ich für meinen Fall könnte mich damit arrangieren, sind ja nur die paar Stunden.. nun weiß ich aber nicht, warum du deinen vorherigen Wohnbereich nicht mehr magst..?

Wie gesagt, such das Gespräch- wenn auch nur, um zu sagen, du hast es versucht..

Lieben Gruß, Käthe :D



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ex.martin
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AW: Versetzung hinnehmen???

Beitrag von ex.martin » Do 24. Jun 2010, 15:02

Hallo Käthe!
Danke für deine Antwort.
Unerträglich wäre es nicht.
Es ist ja nicht so, dass ich meinen alten WB nicht mehr "mag". Es ist einfach immer schwierig sich "neu" einzuarbeiten. Bei meinen wenigen Stunden ist es da nochmal schwerer. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, außerdem mag ich meine jetzigen Bewohner sehr und fände es einfach sehr schade sie nicht mehr pflegen zu dürfen.
Das Gespräch werde ich aber auf alle Fälle suchen!!!


Lieber daheim im Heim als allein daheim!

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Fraggleline
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AW: Versetzung hinnehmen???

Beitrag von Fraggleline » Do 24. Jun 2010, 15:16

:) Sich umgewöhnen ist immer schwer.. und Abschied nehmen auch! Und ich verstehe völlig, dass gerade dein Stundenumfang es schwierig macht.. andererseits warst du ja schonmal dort, und es wird sich ja hoffentlich nicht alles grundlegend verändert haben, oder ? ;)

Ich sag immer: Pflege ist Pflege.. wenn deine Grundeinstellung zum Beruf ok ist, kommst du überall klar.. (Bewohnerbezogen jetzt, Leitungen sind ja leider nicht immer gleich :hehe )

Viel Erfolg bei deinem Gespräch!

Käthe :smile



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Monchichi
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AW: Versetzung hinnehmen???

Beitrag von Monchichi » Do 24. Jun 2010, 21:39

Versuch es einfach-viel Glück wünsche ich Dir.Und wenn es nicht klappt,Du gewöhnst Dich bestimmt schneller wieder um,als Du denkst...


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