Umgang mit Dokumentationsinhalten

Pflege- und Sozialrecht.
Hier gepostete Beiträge und Antworten ersparen im Ernstfall nicht den Gang zum Anwalt!
erläuchtung
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Umgang mit Dokumentationsinhalten

Beitrag von erläuchtung » Mi 16. Mär 2011, 11:43

Hallo zusammen,

darf ein Vorgesetzter aktuell geführte Dokumentationsinhalte einfach zerreißen und vernichten, weil ihm die darin enthaltene Wortformulierung nicht gefiel, da aus den Unterlagen nun ersichtlich wurde, daß bestimmte Pflege- und Aufsichtsprozesse später durchgeführt als beschrieben bzw. aus organisatorischen Gründen so nicht durchführbar waren?

Welche Konsequenzen kann solch ein Verhalten nach sich ziehen?

Danke



malenurse
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Beitrag von malenurse » Mo 21. Mär 2011, 09:43

Nein, darf sie nicht! Die Doukumentation ist mit Dokumentenechten Schreibwerkzeugen durchzuführen damit sie nicht abgeändert oder verfälscht werden kann ("Tipp Ex", Bleistifte etc, verboten). Sie zählt rechtlich als "Urkunde".
Welche Folgen kann das haben - schau mal bei "Urkundenfälschung" nach! Aber, wo kein Kläger, da kein Beklagter!


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erläuchtung
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Beitrag von erläuchtung » Di 22. Mär 2011, 15:50

Danke.

[quote=""malenurse""]
... Aber, wo kein Kläger, da kein Beklagter![/quote]

Der Inhalt wurde unwiederbringlich vernichtet und ein Fehlen durch Ersetzen eines neuen Blattes ist nun nicht mehr zu erkennen somit auch nicht mehr nachweisbar :mad:

Abgesehen von dem Tatbestand der Urkundenfälschung, zeigt diese Reaktion doch aber auch einen deutlich mangelnden Respekt gegenüber seiner Fachkraft.

Das Vertrauensverhältnis ist jedenfalls hin, wer weiß wie oft das in der Vergangenheit schon vor kam :confused:



malenurse
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Beitrag von malenurse » Do 24. Mär 2011, 10:27

Vor allem zeugt es auch von mangelndem Unrechtsbewußtsein. Wenn jemand mit meinen Eintragungen nicht einverstanden ist, kann er sie ergänzen. Kein problem! Aber das Vernichten von Dokumentation zeugt schon von einem gewissen krimenellen Potential!

Sieh nur zu, dass Du da nicht in irgendwas reinrutschst! Wenn da mal was passiert bist Du als Mitwisser mindestens wegen Unterlassung mit vor dem Kadi!

Ich rate nicht oft zu soetwas, aber ich an deiner Stelle würde mir was neues suchen! Auf dieser Grundlage ist eine Zusammenarbeit, meiner Meinung nach, nicht mehr möglich!


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erläuchtung
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Beitrag von erläuchtung » Fr 25. Mär 2011, 12:23

Danke, Du hast vollkommen Recht.

An welche Stelle müßte ich mich wenden, um es zur Anzeige zu bringen -
ist die Heimaufsicht dafür zuständig oder gar die Polizei ?
( um ehrlich zu sein, habe ich mich mit soetwas noch nie beschäftigen müssen)
So wie es aussieht, passierte es wohl unter Zeugen.

Einfach zu kuschen ist nicht meine Art, dafür bin ich zum einen schon zu lang in diesem Beruf und zum anderen ist da mein Rechtsempfinden zu sehr ausgeprägt.

Auch wäre mit meinem Abgang dem Übel nicht an der Wurzel gepackt.



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pegean
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Beitrag von pegean » Fr 25. Mär 2011, 12:55

So wie es aussieht, passierte es wohl unter Zeugen
Hast Du mit diesen gesprochen ?
Wären sie bereit das Vorgehen der WBL zu bestätigen ???

Hast Du mit PDL /HL/ GF gesprochen ?

Da ja das Beweismaterial
unwiederbringlich vernichtet
wurde sieht es für Dich sehr schlecht aus.

LG


Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss ja auch mit jedem A...h klar kommen!
Bildung kommt nicht vom Lesen, sondern vom Nachdenken über das Gelesene.(Carl Hilty)

Dirk Höffken
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Beitrag von Dirk Höffken » Fr 25. Mär 2011, 21:41

[quote=""erläuchtung""]
ist die Heimaufsicht dafür zuständig oder gar die Polizei ?
( um ehrlich zu sein, habe ich mich mit soetwas noch nie beschäftigen müssen)
[/quote]
Zuständig für die Verfolgung von Straftaten ist die Staatsanwaltschaft! Anzeige kann auch bei jeder Polizeidienststelle gestellt werden.

Seh es realistisch! Kein Staatsanwalt wird sich mit so einer "Lapalie" großartig auseinandersetzen. Kommt zwar auf die Gesamtumstände an, bei einem durchschnittlichen Staatsanwalt und einem halbwegs brauchbaren Verteidiger wird das Verfahren höchstwahrscheinlich eingestellt!

Die Rechtssprechung sieht es im übrigens auch heutzutage noch nicht sonderlich gern, wenn Arbeitnehmer ihre Arbeitgeber anzeigen.

Mir fällt dabei Dieter Hildebrandt ein, der einmal sagte:

Es hilft nichts, das Recht auf seiner Seite zu haben. Man muss auch mit der Justiz rechnen.


Gruß Dirk



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Beitrag von thorstein » Fr 25. Mär 2011, 22:48

Diese Diskussion ist mir ein bisschen zu inkonsequent. Was bedeutet es, wenn ich es Vorgesetzten oder wem auch immer, durchgehen lasse, dass von mir erstellte Dokumente vernichtet werden?
Strafrechtlich muss man hier ja noch nicht vorgehen, aber hat dieser Vorgesetzte keine Vorgesetzten? Kann man nicht zunächst den Vorgang intern anzeigen? Käme zur eigenen Absicherung nicht zumindest auch die Androhung einer Unterlassungsklage in Frage?
Diesen Vorfall könnte ich nicht auf sich beruhen lassen. Selbst wenn es mich den Job kosten würde.



Dirk Höffken
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Beitrag von Dirk Höffken » Fr 25. Mär 2011, 23:13

Natürlich kann man intern dagegen vorgehen! Dazu sollte man tunlichst die Strukturen und Bande kennen. Ob hier eine Unterlassungsklage zulässig wäre, bezweifel ich etwas.

Am Ende geht es um nichts weiter als gekränkten Stolz. Mund abwischen und weitermachen! Einen Kampf bei dem es nichts zu gewinnen gibt, führt man nicht.

Gruß Dirk



thorstein
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Beitrag von thorstein » Sa 26. Mär 2011, 00:27

Hallo Dirk,

dass es hier nichts zu gewinnen gibt, liegt auf der Hand. Mir geht es darum, was man verlieren könnte. Man gerät hier schnell in ein falsches Fahrwasser.

Grüsse



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Beitrag von erläuchtung » Sa 26. Mär 2011, 19:34

Es geht hier nicht um eine 'Lapalie'!

Es wurden von zwei MA die Arbeitsleitungen dokumentiert,welche zur Absicherung der eigenen Arbeitsleitungen und auch zum Wohle des Bew. dienten.
Diese Aufzeichnungen mißfiel der WBL, diese damit zur PDL ging und diese widerum die Aufzeichnungen von den zwei MA im Beisein der WBLvernichtete.
GB gibt es nicht, da privat.

[quote=""Dirk Höffken""]
Am Ende geht es um nichts weiter als gekränkten Stolz. Mund abwischen und weitermachen! Einen Kampf bei dem es nichts zu gewinnen gibt, führt man nicht.

Gruß Dirk[/quote]

Diese Einstellung kann ich in keinster Weise teilen!!!
Es geht hier nicht um gekränkten Stolz, sondern Manupulation von Dokumenten!
'Mund abwischen und weitermachen'...und 'Klappe halten' ...das ist in meinen Augen genau die verkehrte Einstellung. Auch die Leitungen sind an Vorgaben gebunden und können nicht einfach machen,was wie wollen.

Ich denke nicht direkt an einen Prozeß, jedoch müßte so ein Verhalten doch irgendwo an der richtigen Stelle gemeldet werden können für einen Denkzettel,damit soetwas nicht mehr vorkommen kann.



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Monchichi
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Beitrag von Monchichi » Sa 26. Mär 2011, 20:20

Ich würde die Klappe halten!
Ist natürlich jetzt nicht so leicht,was dazu zu sagen,wenn man nicht weiß,was da nun genau drin stand und warum es vernichtet wurde.
Natürlich es darf nicht sein,es ist Urkundenfälschung,strafbar und überhaupt,aber wenn Du das jetzt weitermeldest,was hast Du davon?
Sag intern,was Du davon hälst,frage nach dem Warum und gut ist.

Manchmal stehen im Bericht Sachen,die da einfach nicht reingehören-konnte wegen Personalmangel nicht geduscht werden-oder so und ganz ehrlich,wenn WBL und PDL was vernichten,dann stand da massiver Quatsch-meine Meinung-und dennoch,natürlich dürfen die es nicht,also ganz ehrlich,ich würde es vergessen,Du hast nichts davon,macht nur graue Haare und Falten.
Sollten die sowas ständig machen und auch wegen Geschriebenen,was nicht nachvollziehbar ist,dann würde ich mich fragen,ob ich da weiter arbeiten möchte,aber mehr auch nicht.
Bei uns stand vor ein paar Tagen im Bericht:Frau O. hat gut gegessen.Nein doch nicht.
Also wäre das nicht gegen Ende des Berichteblattes gewesen,sondern am Anfang und ich hätte vorher was geschrieben,ganz ehrlich,ich hätte diejenige gefragt,ob wir das Blatt nicht rausnehmen sollen und nochmal neu schreiben.
Ich schreibe auch nicht perfekt,muß halt alles zak,zak gehen und ich habe auch schon manches mal hinterher gedacht,daß hätte ich besser formulieren können,aber manche Sachen gehen echt gar nicht :) .
Vielleicht habe ich ja leicht kriminelle Energie*lach*,aber ich glaube,bei manchen Einträgen würde es mir auch in den Fingern kribbeln-auch bei sowas:

Hat rote Stelle am Po.(keine Größe ausgemessen und Po)
Pampers wurde gewechselt.
Wegen Zeitmangel oder Personalmangel nicht geduscht oder nur Hände/Gesicht/Intimbereich gewaschen.

Aber ich bin keine Vorgesetzte und streiche etwas ordentlich durch,schreibe Falscheintrag dahinter,wenn ich mal zu schnell drauf los geschrieben habe und mich vertan habe...

Ich habe es auch schon erlebt,daß was vernichtet wurde,wir haben es alles neu geschrieben,weiß nicht mehr,worum es da ging und war nicht an meinem jetzigen Arbeitsplatz,irgendwann mal,es kam einmal vor,der Grund war nachvollziehbar und wir haben alle mitgemacht ohne uns aufzuregen.

Echt wenn sonst alles in Ordnung ist und das mal eine Ausnahme war,dann lohnt die Aufregung nicht!!!!!

LG,MOnchi


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Beitrag von silversurfer » Sa 26. Mär 2011, 20:35

[quote][/quote]

Na dann passt mal schön auf auf was ihr euch da einlasst!!!!
Beim nächstenmal sagt die PDL: Was regst du dich den so auf. Hast es ja schon selber gemacht. Also sei besser mal still!!!

Wegen Zeitmangel oder Personalmangel nicht geduscht oder nur Hände/Gesicht/Intimbereich gewaschen

Und wenns so war finde ich es richtig das zu dokumentieren. Im nachhinein musst die Pflegekraft beweisen warum sie was nicht gemacht hat. Und wenns dokumentiert ist muss sich der AG rechfertigen.

Altenpflege! Quo vadis???

Ein fassungsloser Altenpfleger
Zuletzt geändert von silversurfer am Sa 26. Mär 2011, 20:48, insgesamt 1-mal geändert.



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Beitrag von überflüssig » Sa 26. Mär 2011, 20:46

Hallo,
ich bin auch fassungslos.
Streichungen, Löschen und Dokumentenvernichtung mit anschliessender "genehmerer" Wortwahl ist schlichtweg Dokumentenfälschung.
Wenn die Mitarbeiter nicht in der Lage sind dokumentengerechte Formulierungen zu finden, könnte eine Einweisung helfen.
Wenn überall einfach so munter vor sich hingelöscht wird und Dokumente nachträglich manipuliert werden, muss sich niemand wundern, dass bei berechtigten Klagen bezüglich stattgehabter Behandlungsfehler die Opfer chancenlos sind.
VG



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Beitrag von Monchichi » Sa 26. Mär 2011, 21:19

Personalmangel,Zeitmangel gehört da nicht rein!!!Da bin ich fassungslos und packe mir am Kopf-ganz ehrlich.
Wenn es denn mal vorkommen sollte,dann rede ich mit dem Bew.,wir einigen uns auf einen anderen Tag und trage dann ein,daß der Bew. lieber am Donnerstag(oder wann auch immer)geduscht werden möchte.
Und sauber durchstreichen,so daß man es noch lesen kann darf man sehr wohl...

LG-MOnchi


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Beitrag von Monchichi » Sa 26. Mär 2011, 21:50

Man hat ja auch so viel Langeweile und nichts zu tun,daß man mal eben ständig was vernichtet und neu schreibt?Wer macht das denn?Niemand!!
Ich habe das jetzt einmal erlebt in 20 Jahren,es ging um eine bevorstehende MDK-Überprüfung und es fehlten Berichtseinträge zu der Verschlechterung,die dann nachgetragen wurden-Himmelhergott hätte ich es mal nicht zugegeben.
Sobald einer ausfällt und man mal Katzenwäsche macht,ja gleich rein in den Bericht und nicht zu vergessen,das Wort Personalmangel...
Tut mal ruhig alles,um den Arbeitgeber schlecht zu machen,eins rein zu würgen...(Bin auch grad fassungslos).

Monchi


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Beitrag von silversurfer » Sa 26. Mär 2011, 22:05

Wenn es denn mal vorkommen sollte,dann rede ich mit dem Bew.,wir einigen uns auf einen anderen Tag und trage dann ein,daß der Bew. lieber am Donnerstag(oder wann auch immer)geduscht werden möchte.

Und wenn der Bewohner sich nicht mit dir einigt und du absolut keine Zeit hattest und dann, wann auch immer, wieder keine Zeit hast!

Es geht doch hier nicht darum was in den Bericht reingehört, sondern darum wie mit diesen Einträgen umgegangen wird. Und die Berichte dann zu fälschen oder vernichten geht schon gar nicht.

Letztendlich ist doch jede PK selber dafür verantwortlich was sie reinschreibt.Und wenns auch noch so ein Mist ist.

Und wer fälscht oder vernichtet Dokumente?

Der, der etwas zu verbergen hat und der, der Angst vor Konsequenzen hat.

Mitgefangen ist mitgehangen

Gruss Silversurfer



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Beitrag von überflüssig » So 27. Mär 2011, 10:29

Off-Topic:

Hallo Monchichi,
erläuchtung hat gefragt, ob Dokumentationsinhalte von Vorgesetzten einfach zerissen und vernichtet werden und diese dann durch neue Dokublätter ersetzt werden dürfen.
Wohlgemerkt handelt es sich nicht um unwichtige Einträge sondern:
[quote]Es wurden von zwei MA die Arbeitsleitungen dokumentiert,welche zur Absicherung der eigenen Arbeitsleitungen und auch zum Wohle des Bew. dienten.
[/quote]Du bringst zusätzlich die eigentlichen Inhalte ins Spiel. Das ist auch eine interessante Facette der Diskussion.
Bei nicht dokumentengerechten Einträgen, wie
[quote]Pampers wurde gewechselt[/quote], oder fehlende Größenangaben zu Dekubiti würde ich die entsprechenden KolegInnen aufmerksam machen, damit diese selbst dokumentenecht ändern können. Als positiven Nebeneffekt gäbe es so auch ein Dazulernen und die Einträge würden sich für die Zukunft qualitativ verbessern.
[quote]Und sauber durchstreichen,so daß man es noch lesen kann darf man sehr wohl...[/quote] Das ist richtig und es hat auch niemand etwas anderes behauptet.
Aber: Dokumentenvernichtung und nicht nachvollziehbarer Austausch durch neue nachträglich erstellte Angaben?
[quote]Man hat ja auch so viel Langeweile und nichts zu tun,daß man mal eben ständig was vernichtet und neu schreibt?[/quote]
Offensichtlich gibt es doch aber Leute, die für so etwas die Zeit haben, auch, wenn es in Deinem Heim vielleicht nicht der Fall ist. Nur weil es bei Dir so schön zu sein scheint, heisst das nicht, dass es woanders auch gut läuft. Und die Kollegen, die einen Arbeitsplatz haben, wo die Regeln nicht eingehalten werden und sich nicht alle liebhaben, müssen das Recht haben, den Mund aufzumachen, sich hier Rat zu holen und sich gegen Ungerechtigkeiten zu wehren.
Das hat rein gar nichts mit:
[quote]Tut mal ruhig alles,um den Arbeitgeber schlecht zu machen,eins rein zu würgen.. [/quote]zu tun.
Schöner „Rundumschlag“ an alle „Querolanten“, das nur nebenbei.
Niemandem macht es Spass „Streit“ am Arbeitsplatz auszuhalten, aber manchmal muss es sein und da helfen Ratschläge, wie „sei lieber still“, „hast eh keinen Chance“, „bloss nicht auflehnen“, „die Chefs wissen schon was sie tun“ etc. nicht viel.
VG überflüssig



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Beitrag von Monchichi » So 27. Mär 2011, 20:27

Siversurfer,warum sollte ich denn an dem vereinbarten Tag wieder keine Zeit haben?Ich arbeite nicht in einem unterbesetzten Heim,wenn es mal vorkommt,daß sich kurzfristig einer krankmeldet und wir diejenige mit ersetzen müssen und deshalb nicht duschen,dann ist das eine absolute Ausnahme-wofür der Bew. auch Verständnis hat oder er ist nicht in der Lage es zu realisieren und sollte es jemand sein,der so großen Wert darauf legt daß es absolut nicht verschoben werden kann,dann wird es halt auf später,aber an dem Tag noch geschoben-da findet sich schon eine Lösung.
Und sollte es auf Donnerstag verschoben sein,dann wird es auch Donnerstag gemacht,denn einen 2. Tag arbeiten wir nicht unterbesetzt,da wird schon für Ersatz gesorgt und dann klappt auch alles was geplant ist.

Überflüssig:Mich würde ja jetzt mal interessieren aus was für einem Heim er kommt,wie da miteinander umgegangen wird,ob da die Vorgesetzten mit ihren Mitarbeitern zusammen oder gegeneinander arbeiten?Und ob das jetzt das erste Mal war oder ob sowas öfters gemacht wird.
Im Grunde reicht es ja zu sagen,schreib das beim nächsten mal nicht rein,das ist auf jeden Fall besser wie zerreißen,weil das zeugt echt von wenig Respekt gegenüber demjenigen der es geschrieben hat.
Aber was passiert,wenn man sich dagegen auflehnt?Man macht es nicht besser,oft ist es der Anfang vom Ende,so daß ein weiteres arbeiten da keinen Sinn mehr macht.
Da würde ich mir lieber die Nerven schonen und mir was anderes suchen ohne vorheriges Theater zu veranstalten,also wenn ständig sowas passiert und die generell respektlos behandelt werden.

LG-Monchi


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Beitrag von careumexplorer » Mo 28. Mär 2011, 08:53

Nur kurzer Input, die News zur elektronischen Patientenakte ist noch spannend.

Ein Auszug daraus:

"Für den Klinikchef besonders wichtig: „Patientendaten stehen auch im Notfall jederzeit vollständig zur Verfügung“, so Gerhard Rettinger. Diagnosen also, Klinikaufenthalte, verabreichte Medikamente, bisherige Behandlungen, die gesamte Verlaufsdokumentation. Dazu eine Vielzahl an überaus nützlichen Informationen für den Klinikbetrieb: Die Belegung der Betten unter anderem, die Verweildauer der Patienten, ihr aktueller Aufenthalt bis hin zu Dienst-, Urlaubs- und OP-Plänen. Nicht zu vergessen viele im System hinterlegte wertvolle Hilfen für das ärztliche Personal: Checklisten, Skizzen, Formulare, Textbausteine und Routinevorgänge vom Riech- und Schmecktext bis zur kompletten Allergiediagnostik. Keine Frage, dass auch Fotos problemlos integriert werden können, bei plastischen Eingriffen zum Beispiel, vorher und danach. „Gerade junge Kolleginnen oder Kollegen können sich an den Vorgaben entlang arbeiten und orientieren“, betont Dr. Kastl, „die Struktur gibt praktisch den Untersuchungspfad vor“."
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