Tolle Seite von Verdi

Pflege- und Sozialrecht.
Hier gepostete Beiträge und Antworten ersparen im Ernstfall nicht den Gang zum Anwalt!
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wuselchen
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Tolle Seite von Verdi

Beitrag von wuselchen » Fr 20. Nov 2009, 11:05

Hallo,

ich hoff mal das ich hier im richtigen Forum bin....hab gestern mich dann doch mal an meine Mitgliedschaft erinnert und vor Langeweile mal rumgestöbert und dabei folgendes gefunden:

http://www.die-welt-ist-keine-ware.de/s ... /index.htm


Schön ist auch dieses: http://www.die-welt-ist-keine-ware.de/s ... chtung.htm

Ich finde ja das da viele Infos drin stehen zu den üblichen Fragen. Mir ist klar das dies (fast) jeder weiß, aber man sucht ja manchmal Seiten wo es schwarz auf weiß steht und das solche Seiten einen dann motivieren.

LG wuselchen



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Caretaker
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Beitrag von Caretaker » Fr 11. Dez 2009, 21:37

[quote=""wuselchen""]Hallo,

ich hoff mal das ich hier im richtigen Forum bin....hab gestern mich dann doch mal an meine Mitgliedschaft erinnert und vor Langeweile mal rumgestöbert und dabei folgendes gefunden:

http://www.die-welt-ist-keine-ware.de/s ... /index.htm


Schön ist auch dieses: http://www.die-welt-ist-keine-ware.de/s ... chtung.htm

Ich finde ja das da viele Infos drin stehen zu den üblichen Fragen. Mir ist klar das dies (fast) jeder weiß, aber man sucht ja manchmal Seiten wo es schwarz auf weiß steht und das solche Seiten einen dann motivieren.

LG wuselchen[/quote]

Diese Seiten kenne ich und bei alle "Korrektheit", sie beantworten einfache Fragen nicht. Wenn die Arbeitgeber beispielsweise keine Stellen für die Finanzierung von Fehlzeiten zurückhalten, dann können diese Fehlzeiten nur durch "Einspringen" ausgeglichen werden. Wenn niemand einspringen will, dann bleibt nur die Möglichkeit der Arbeitsvermittlung, was finanziert werden muss. Also, entweder mehr Leute im Dienst oder weniger einspringen, anders gesagt: entweder weniger Mitarbeiter im Dienst oder mehr einspringen. Was ist schlimmer?

Take Care



wuselchen
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Beitrag von wuselchen » Sa 12. Dez 2009, 08:43

Hallo Caretaker,

das man "mal" einspringt ist glaub ich jedem klar und würde wohl auch jeder machen.
Ich find es nur problematisch wenn man gezwungen wird.
Kleines Beispiel:

Meine Chefin rief mich an "Sie müssen einen Frühdienst machen", ich machte ihr klar das ich einen Termin in der Werkstatt habe und diesen nicht verschieben werde da ich auf das Auto angewiesen bin (hab ja schließlich 30km einfach zur Arbeit).
Sie war leicht sauer und legte auf. Wochen später, in meinem Probezeitgespräch hielt sie es mir vor und sagte mir folgendes "ich hätte von Ihnen erwartet das sie den Termin verschieben"
Ich habe ihr in dem Moment klar gemacht das ich immernoch entscheide wann ich in meiner Freizeit einspringe. Nachgekommen ist da nie was und ich habe die Probezeit "überstanden".
Andere Menschen, lassen sich gern unter Druck setzen und springen ständig ein, regen sich im nachhinein auf. So z.B. eine Kollegin:
Sie hat einen unbefristeten Arbeitsvertrag erhalten und musste sich aber im gleichen Atemzug vorhalten lassen das auch sie viel zu wenig einspringen würde und das man von ihr jetzt ein Entgegenkommen erwartet.
Sie macht sich nun Gedanken.

Viele Arbeitgeber drohen mit Dienstverpflichtung, klar auch weil sie nicht wissen wie sie die dünne Personaldecke besser besetzen können, aber ich denke immernoch: Ich entscheide wann ich einspringe, wenn ich nix vor habe dann spring ich gern mal ein...aber nur wenn ich es mir zumuten kann. Und diese Seite bestärkt doch eigentlich nur uns kleine Arbeitnehmer das ein Arbeitgeber keine Gewalt über unsere Freizeit hat.

Schönes Adventwochenende



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johannes
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Beitrag von johannes » Sa 12. Dez 2009, 09:08

Vergleicht doch einfach mal die Pflegesätze der verschiedenen Heime im Internet. Zum Beispiel auf http://www.aok-pflegeheimnavigator.de .

Liegen diese (für pflegebedingten Aufwand) auf dem gleichen Niveau wie in meinem Haus, dann ist die Aussage
Viele Arbeitgeber drohen mit Dienstverpflichtung, klar auch weil sie nicht wissen wie sie die dünne Personaldecke besser besetzen können
nichts weiter als Unfug. Bei diesem Pflegesatz gibt es keine dünne Personaldecke!

Und wenn sie da ist, dann sollte derjenige sich vielleicht mal mit korrektem Verhalten beschäftigen. Wer auf Gewinnoptimierung statt auf seriöse Arbeit ausgerichtet ist, sollte m. E. nicht unterstützt werden!



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hexe1070
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Beitrag von hexe1070 » Sa 12. Dez 2009, 09:51

Hallo,

meiner Meinung nach werden wir, gerade weil unser soziales Engagement gesehen und geradzu eingefordert wird oftmals für dumm verkauft(bezügliche finanzieller Spielräume).

Ich hab in der MAV mitgearbeitet und hab durchaus auch Zahlen zu sehen bekommen. Dass nicht immer perfekt gewirtschaftet wird ist sicher das eine aber dass wir quasi zum Wohle der Firma zu ehrenamtlicher Arbeit genötigt werden ist mit Hintergrund der Zahlen einfach eine Frechheit.

So, nun gibt es aber auch ne ganze Reihe von Menschen den ist ihr persönliches Feedback beim Kunden durchaus wichtiger als das was am Monatsende dabei rumkommt. Die setzten sich nach der Pflege zu den Leuten, trinken Kaffee, hören sich ihre Geschichte an und machen auch sonst noch diverse Kleinigkeiten, kommen dabei natürlich mit den Touren nicht klar und beschweren sich. Nicht dass diese Kollegen diese Zeit auch aufschreiben, nein sie machen das aus sozialem Engagement ehrenamtlich:"wir müssen ihnen doch zuhören" Ganz ernsthaft, ich hab eine Reihe von MA erlebt, die haben täglich frisches Brot zum Klienten mitgebracht:"weil Fr XY doch nichts zu essen hat!!" Keine Frage ich finde es wichtig diese Mißstände zu erkennen und geeignete MAßnahmen zur Beseitigung zu treffen, die sehen für mich aber doch nicht so aus, dass ich denen mein Essen mitbringe!?
Die/der nächste Kollege hat natürlich kaum eine Chance,wenn er nicht das gleiche Verhalten an den Tag legt, dass gehört doch dazu!


Was das Einspringen im Frei betrifft, so hab ich da in der Regel kein Problem, solange ich gefragt werde.Ich möchte schon selber bestimmen, ob meine persönlichen Kapazitäten das hergeben oder ob ich vielleicht selber schon Termine verplant habe. Bei uns ist es seit gut zwei Jahren wirklich eingerissen, dass bestimmt wurde: Du mußt!!! Das nicht etwa persönlich, sondern mit Zettelchen im Fach! Diese Zettelchen hab ich dann mehrfach zurückgegeben mit der Info drauf: Tut mit sehr leid aber ich kann da nicht, wenn du gefragt hättest hätte ich dir sagen können wann ich kann! 8) Seid dieser Zeit werde ich wieder gefragt! :yo


viele Grüße Hexe

Geh nicht immer auf dem vorgezeichneten Weg,
der nur dahin führt,
wo andere bereits gegangen sind!
(Alexander Graham Bell)

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Beitrag von hexe1070 » Sa 12. Dez 2009, 09:54

ups doppelt!


viele Grüße Hexe

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wuselchen
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Beitrag von wuselchen » Mo 14. Dez 2009, 08:22

Kann man denn anhand der Pflegesätze eine Aussage über Personal und eventuell auch das Gehalt machen?



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johannes
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Beitrag von johannes » Mo 14. Dez 2009, 13:41

Wenn man die Richtwerte des jeweiligen Bundeslandes kennt, ist das schon in etwa möglich. Beispiel: Die Bandbreite für eine Fachkraft Pflege liegt in Baden-Württemberg zwischen 36.000 und 43.000 p.a. für Ungelernte zwischen 20.000 und 31.000 p.a. bei den genehmigten Pflegesätzen (2003). Hierbei ist natürlich der AG-anteil mit berücksichtigt. Nimmst du den oberen Wert, kommst du in etwa auf die geringste Mitarbeiterzahl, nimmst du den unteren Wert, kommst du auf die maximale Mitarbeiterzahl. Wenn im Durchschnitt im pflegebedingten Aufwand 85 - 90 % die Personalkosten des Pflegepersonals berücksichtigt sind, der Rest sind Sach- und Personalnebenkosten, kann man damit schon ne Menge anfangen, wenn man kann.



Waschbär
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Beitrag von Waschbär » Di 15. Dez 2009, 12:41

@wuselchen,
dann Lade Verdi doch mal zu einer Ganzwaschung ein... Die kommen bestimmt DAMIT Du dein FREI erleben kannst.

Typisch Ver.di gross rum tonen WAS für rechte der AN hat, ABEr mit keinerlei Alternativen darüber nach denken, was alles passiren muss damit > Auf der Arbeit EIN miteinander von her geht, anstatt immer nur Konfrontation... mit Flyern...
Wobei es mit unter passiert... das der Verdi Anwalt dem AN vorm Richter im Regen stehen lässt....

Ich bin für klare Regeln UND Realismuss ! Klassenkampf und Wltverbesserung sind Themen die Passe sind.

Ein guter BR sollte mit dem AG BV abschielissen damit es nicht immer die gleichen trifft UND wenn schomn einspringen dann mit Verbindlichkeiten. ! Und einem Bonus .
Es ist wie es ist....
Es gibt KAUM noch FACHPERSONAL oder überhauptpersonal für den JOB

Da muss ich teilweise zumindest Caretaker zu stimmen.

Panic machen, Klug schittern ABEr keine lösung AUSSER MEHR PERSONAL muss her.... super ! Leute echt !
Vieleicht sollte der Peronalkörper mal mit Verdi Obermackern aufgefüllt werden ! Ausser rum Fliegen (dank gratis Flugstunden woher diese auch kommen mögen..)
ist ja sonst nichts zu hohlen. Bei den Rosa Roten Parolen !
Sorry, aber ich bin so was von Sauer auf den Verein. Die Kosten mir noch den Tarif...


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wuselchen
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Beitrag von wuselchen » Di 15. Dez 2009, 14:55

So nach einigen Tagen Urlaub und Abstinenz schreibe ich nun doch nochmal was...

@Waschbär: Ich wollte mit diesem Beitrag verdi garantiert nicht auf den goldenen Thron heben...ich verstehe nur nicht wieso Verdi ne Ganzwaschung für mich machen soll....mir gings eigentlich lediglich darum das auf diesen Seiten die Fakten stehen bis wohin ein Arbeitgeber gehen darf und bis wohin nicht. Fertig!

Wenn ich als Arbeitnehmer nach 6x einspringen beim 7 x immernoch JA sage (obwohl ich körperlich fertig bin), dann ist nicht bei Verdi was falsch sondern bei mir. Viele Arbeitnehmer machen das entweder aus Unwissen oder aus Angst vor dem Arbeitsplatz (was ich nicht nachvollziehen kann). In Betrieben wo der Arbeitnehmer gefragt wird und das auch akzeptiert wird wenn er NEIN sagt ist ja alles palletti, aber oft läufts nunmal nicht so.

Und einfach als Aufklärung ist die Seite doch gar nicht mal so schlecht.



Waschbär
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Beitrag von Waschbär » Mi 16. Dez 2009, 17:19

qWuschel,
dann nimm das mal mit zur Arbeit UNd bestehe auf EINHALTUNG !

....
Und einfach als Aufklärung ist die Seite doch gar nicht mal so schlecht...
STIMMT ! ABER was bringt es ?
Was hat die Schwester davon das sie ein Recht auf Pause hat ? ohne Störung ???????
Wie ist es bei dir ?
Steht AUF deinem Dienstplan > Drauf PAUSE von bis ?
und hast DU einen Raum wo Du Pause machen kannst OHNE Klingel oder das ein BW /Angehöriger Klopft ?
Hast du in der Zeit eine Vertrettung ????
JA ? Auch immer ???
Und nun zum Fall Praxis.... NACHTDIENST Pausen im Nachtdienst wie ist es da ? Wer kümmert sich um die einhaltung ?

Du im Ernst, ich könnte dir hier auch Rechte Erklären, da staunst du ! Soagar Urteile hätte ich....
Aber Du müsstest es auf der Arbeit durchsetzen ?!
Hilft dir das ODER macht dich diese OHNMACHt nicht wüterich ??? Du weist ja, wer seine Rechte kennt ABER nicht Durchbringt.
Hat selber Schuld.... zumindest im Haftungsfalll .

Ich wusste ich hätte es anders machen sollen,ABEr ich hatte KEINE Zeit... Das liebe Wuschel ist laut Rechtsprechung > eine Begünstigung zum Vorsatz und Vorsatz ist immer Schlecht.

Sicherlich hast Du recht... Vieles auf der Seite ist brauchbar... Aber im ernst,Du benötigst HILFE bei der Um und Durchsetzung. und OFT hilft NUr ein Kompromiss , ausser ihr wollt mit aller gewalt.... Aber wer will das schon grade Pflegekräfte sind ja nicht grade bekannt dafür DAs sie für ihre Rechte Kämpfen ? oder ist es bei dir anders ? Ist ja nicht schlimm. Zumindest meine Fleissigen Bienen, habem mich UND mein Dickes Fell (frage mal sr.wolle, was ich für ein dickesfell habe).

Aber ich bin nun mal nicht überall und ich bin nun schon rumgereist um auch für andre zu kämpfen....


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Beitrag von johannes » Mi 16. Dez 2009, 18:30

@ waschbär

bei uns steht im Dienstplan die Pause drauf - und ich bestehe drauf und kontrolliere, daß sie genommen wird.
Ja, wir haben eine Raum, in dem die Pause genommen werden kann. Selbst nach Hause gehen können und dürfen die Mitarbeiter, die Pausen sind lang genug, da ja kein Mitarbeiter aus Hamburg kommt.
Ja, Pause ist Pause. Dieser Mitarbeiter muß sich um nichts kümmern. Ausnahme: es geschieht eine Katastrophe, hatten wir aber noch nicht.
Auch Nachtdienst funktioniert. 2 Stunden Pause. 5 Stunden Arbeitszeit, 5 Stunden Bereitschaft. Diese Pause teilt sich die PK selbst ein, da sie ja nicht grad während ihres Kontrollganges Pause machen muß. Und unsere Bewohner sind so erzogen, daß sie nachts tun, was man üblicherweise nachts macht - schlafen. Funktioniert seit 17 Jahren.
Kann nur sagen: Geht nicht gibts nicht. Es müssen allerdings auch alle wollen. Die Chefs aber auch die Mitarbeiter. Sowas geht nur gemeinsam.



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Beitrag von Waschbär » Mo 21. Dez 2009, 10:00

@johannes,
das ist schön das es beu euch so supt klappt ! Recht haste... "Es müssen allerdings auch alle wollen. "
Alle müssen NUR wollen.

Aus meiner Zeit als AP in einem Heim mit 5 Häusern in einem Haus mit 5 Stockwerken (106 BWs)
hatten wir NUR zei Nachtdienstler, in den kleinen aussen Häusern (50 BW) war immer nur 1 !

War es leider SO das nicht alle Bewohner IMER Geschlafen hatten ! irgendeiner Klingelte immer ...

Sicher wir waren zu ZWEIT ABER einer war nur Geprüft ! Und es WAR so das GRADE immer dann in der Pause eine AP benötigt wurde ... .-(

Lieber JO,
Es freut mich das es bei dir SO supi läuft !

Leider habe ich meine zweifel DAS es überall so ist. Und ich denke EBEN grade an die Pflegekräfte die NICHT dein Glück haben.


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