Problem mit einem Mitarbeiter

Pflege- und Sozialrecht.
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Angie
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Problem mit einem Mitarbeiter

Beitrag von Angie » Sa 2. Jul 2011, 19:46

Hallo liebe Leser,

ich habe folgendes Problem:

Mitarbeiter riecht häufiger nach Alkohol, darauf hin wurde ein Gespräch geführt. Der Mitarbeiter sah es ein und ich habe diesbezüglich eine Gesprächsnotiz erstellt und ihm zum unterschreiben gegeben, mit dem Hinweis das dies ein Aufmerksam machen ist, da er im Anhang seines AV ja unterschrieben hat kein Alkohol/Drogen am Arbeitsplatz.

Er unterschrieb mir den Erhalt des Dokuments. (Für mich Thema erledigt)

Am nächsten Tag erscheint er zur Arbeit und macht ein rießen Drama um diese Gesprächsnotiz, steht auf geht mit der Aussage er geht nun zum Arzt und meldet sich für den Tag krank.

Ich bekomme die Krankmeldung und dort steht eine andere Adresse als mir mitgeteilt wurde.

Da einige Beschwerden von Kunden kamen und der MA auch verbal Kunden angegriffen hat, entschloss ich mich eine ordentliche Kündigung in der Probezeit zu machen.

Ich schickte die Kündigung an die mir mitgeteilte Adresse, nun kam raus er wohnt da nicht mehr, zwar gemeldet aber seit 6 Wochen nicht mehr dort wohnhaft.

Ich habe nun zwei Adressen und keine stimmt.

Welche Möglichkeiten habe ich.

Vielen Dank für die Antworten.


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Monchichi
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AW: Problem mit einem Mitarbeiter

Beitrag von Monchichi » Sa 2. Jul 2011, 20:00

Hi Angie,

Du hast die Adresse an die Dir bekannte,von ihm angegebene Adresse geschickt,wenn er die aktuelle nicht angegeben hat ist das meiner Meinung nach nicht Dein Problem.Du hast ihm fristgerecht gekündigt,es weggeschickt und fertig,ich meine,Du mußt Dir da jetzt kein Bein ausreißen um ihn ausfindig zu machen...

LG-MOnchi(Du hast aber "Glück" mit MA...)


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Angie
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AW: Problem mit einem Mitarbeiter

Beitrag von Angie » Sa 2. Jul 2011, 21:31

Hallo Monchichi,

das kann man laut sagen, irgendwie werden innerhalb der Probezeit immer zu Problemfällen.

LG Angie


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lonicera66
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AW: Problem mit einem Mitarbeiter

Beitrag von lonicera66 » So 3. Jul 2011, 20:18

liebe Angie,

ich würde vorsichtshalber die ordentliche Kündigung zur eigenen rechtlichen Absicherung noch einmal per Einschreiben versenden.

Das Schreiben wird natürlich mit Postvermerk zurückkommen,dient so als Beweis zu einer rechtskräftigen Kündigung.


liebe Grüße
Loni

thomas09
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AW: Problem mit einem Mitarbeiter

Beitrag von thomas09 » So 3. Jul 2011, 20:21

Das was ihr da empfiehlt entspricht aber nicht dem Deutschen Arbeitsrecht - das ist euch schon klar - hoffentlich?

Ein nicht zugestellte Kündigung ist nicht gültig.

Deshalb verschickt man auch keine Kündigung per Einschreiben.
Wenn dann als Einwurfeinschreiben - wenn aber die Adresse nicht bekannt ist?

Annahme verweigert, nicht zugestellt - nicht gültig! Selbst wenn ich dort Wohnen würde.

Kein Lohn bezahlen - dann meldet er sich schon und wenn er rein schneit - Kündigung aushändigen.
Zuletzt geändert von thomas09 am So 3. Jul 2011, 20:30, insgesamt 1-mal geändert.



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Angie
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AW: Problem mit einem Mitarbeiter

Beitrag von Angie » So 3. Jul 2011, 20:25

Hallo Zusammen,

wenn ein Mitarbeiter dem Arbeitgeber die falsche Adresse angibt, gilt dies als Betrug. Dies hat mir mittlerweile mein Anwalt erklärt.

Laut seiner Mutter wohnt er dort schon seit 7 Wochen nicht mehr, selbst sie hat keine aktuelle Adresse.


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thomas09
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Beitrag von thomas09 » So 3. Jul 2011, 20:29

Das mag schon sein.

Hilft dir aber bei deinem Zustellproblem nicht weiter.



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Angie
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Beitrag von Angie » So 3. Jul 2011, 20:39

Doch Thomas,
weil ich die Kündigung in den Zustellbereich mit Zeugen nochmals eingeworfen habe. Somit gilt sie als zugestellt.

Aussage genauer wird es so definiert:
Am sichersten lässt sich der Zugang der Kündigung nachweisen, wenn unter Anwesenheit der Zeugen die Kündigung (die sie gesehen haben) in den Umschlag gesteckt wurde, dieser Umschlag nicht aus den Augen gelassen und von den Zeugen als Boten dem Empfänger übergeben wurde. Falls dieser in der Wohnung nicht angetroffen wird, ist es sehr sinnvoll, sich aufzuschreiben, wo das Kündigungsschreiben eingeworfen wurde. Mit dem Einwurf in den Briefkasten ist die Kündigung dann im Empfangsbereich des Empfängers und damit zugegangen.


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AW: Problem mit einem Mitarbeiter

Beitrag von thomas09 » So 3. Jul 2011, 20:46

Jetzt verstehe ich nix mehr?

Wenn du es weißt wie es geht, warum frägst du dann?

Wenn er da nicht Wohnt, gibts aber noch nen Briefkasten?

Und obwohl du genau weißt, dass er da nicht mehr wohnt, stellst du in diesem Wissen eine Kündigung zu?

Oder hab ich da jetzt was durcheinander gebracht?

Das möchte ich keinem Richter erklären müssen im Zweifelsfall.

Einwurf unter Zeugen ist schon klar, wird ja häufig so gemacht.

Es ging aber hier um:

Kündigung kommt zurück
oder
Einschreiben kommt zurück
oder
Einschreiben wird nicht angenommen
=nicht gültig



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Angie
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Beitrag von Angie » So 3. Jul 2011, 20:50

Hallo Thomas,

mein Anwalt hat mir spät abends mitgeteilt, dass ich folgendes machen soll:

an die mir bekannte Adresse sollte ich die Kündigung nochmals unter Zeugen einwerfen, somit würde sie als zugestellt gelten.

Er ist an diesem Wohnort noch gemeldet, aber wohnt nicht mehr da.

Seine Mutter hat mir dann nach Einwurf des Briefes ein Fenster aufgemacht und mir diese Aussage gemacht.


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Beitrag von thomas09 » So 3. Jul 2011, 20:56

So entstehen Missverständnisse.

Ich habe jetzt angenommen, dass durch die Rücksendung deiner Kündigung erfahren hast, dass er dort nicht mehr Wohnt.

So wie du geschrieben hast, hast du ein Problem bei der Zustellung, warum eigentlich wenns doch nen Briefkasten gibt?

Du hast aber jetzt anscheinend doch unter der gemeldeten Adresse noch nen Briefkasten gefunden mit Namen -

dann hätte ich es auch so gemacht.



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Kati123
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AW: Problem mit einem Mitarbeiter

Beitrag von Kati123 » Mo 4. Jul 2011, 11:14

Er hat als Arbeitnehmer dafür zu sorgen, dass seine Anschrift dem AG umgehend gemeldet wird. Zudem ist er verpflichtet sich beim Einwohnermeldeamt umzumelden und für einen Nachsendeauftrag zu sorgen.
Meine Vorgehensweise wäre folgende. Kündigung per Einschreiben, kommt diese mit Vermerk "unbekannt verzogen" zurück, kurze Mitteilung ans Einwohnermeldeamt. Die Kündigung gilt als rechtskräftig, wenn sie zugestellt werden könnte.

Gehalt einfach so einbehalten ist nicht rechtens, aber das weiß Angie als AG auch. Das gibt richtig Ärger vor dem Arbeitsgericht und ich befürchte, da wird es enden. Leider. Wie gesagt, mach eine Meldung beim Einwohnermeldeamt, dass Du 2 Adressen hast und unter beiden Adressen ist er nicht mehr anzutreffen. Die kümmern sich da umgehend drum. Wie lange ist er denn krank geschrieben ? Er muss sich dann ja mal wieder melden, oder ?

Kurze Anmerkung noch: ich hoffe, Du hast keinen Grund in die Kündigung geschrieben oder dich auf irgendwelche Abmahungen wegen Alkohol bezogen... ??? Einfach Kündigung ohne Grund, fertig.
Zuletzt geändert von Kati123 am Mo 4. Jul 2011, 11:17, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Anmerkung zugefügt


Menschen mit Phantasie langweilen sich nie :hehe

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Angie
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AW: Problem mit einem Mitarbeiter

Beitrag von Angie » Mo 4. Jul 2011, 16:18

Hallo Zusammen,

mal ne kurze Rückmeldung zum aktuellen Stand.

MA kam zur Arbeit, ich bat ihn ins Büro, teilte ihm mit das er die Kündigung zugesandt bekommen hat. Darauf hin rastetete er aus, drohte mir und beschimpfte meinen mann und mich. Ich meinte ganz ruhig alles klar, hiermit möchte ich meinen Schlüssel und alles was der Einrichtung gehört. Er schrie herum, darauf bat ich ihn höflich aus dem Haus, mit den Worten, damit bekommen sie nun eine fristlose Kündigung.
Thema erledigt.

LG Angie

P.S danke für eure Antworten, haben mir sehr geholfen.


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