polizeiliches Führungszeugnis

Pflege- und Sozialrecht.
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Schwester Ambrosius
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polizeiliches Führungszeugnis

Beitrag von Schwester Ambrosius » Mo 16. Jan 2017, 08:56

Hallo zusammen!
Eine Frage: Stimmt es, dass man sein polizeiliches Führungszeugnis als Altenpfleger alle 3 Jahre erneuern lassen muss?



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doedl
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Beitrag von doedl » Mo 16. Jan 2017, 09:58

Das kommt auf den Arbeitgeber an, was er explizit fordert.

Gruß


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Schwester Ambrosius
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Beitrag von Schwester Ambrosius » Mo 16. Jan 2017, 10:25

Meine Frage ist, ob es gesetzlich vorgeschrieben ist, dass alle Altenpfleger alle 3 Jahre das polizeiliche Führungszeugnis erneuern lassen müssen?



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pegean
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Beitrag von pegean » Mo 16. Jan 2017, 11:45

Nein es gibt keine gesetzliche Regelung .
Wenn der AG ein Führungszeugnis verlangt hat er die Kosten zu tragen .


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christ.ai
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Beitrag von christ.ai » Mo 16. Jan 2017, 14:36

@pegean
da kann ich nur zustimmen. gesetzlich vorgeschireben ist dies definitiv nicht. weder im BGB, SGB, Arbeitsrecht oder Taifverträgen.

wenn ein AG dies wirklich verlangt, sollte er m. M. einen guten Grund für dieses Mißtrauen den AN gegenüber haben + hat gefälligst die Kosten zu tragen!!!



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Beitrag von Elfriede » Mo 16. Jan 2017, 22:02

Nun ja, wenn er Spass dran hat ....

Ich gehe davon aus, dass der AG schlechte Erfahrungen gemacht hat, und sich diesen Check in seinen "Standard Personalmanagement" geschrieben hat.

~~~ Was kratzt es die Eiche, wenn ein Dackel sein Beinchen hebt ... ~~~

Auf jeden Fall darf er die Aktion selber bezahlen. Das ist nirgends gesetzlich - oder wie auch immer - gefordert.

Wurscht wider Wurscht : Setze den Zeitaufwand auf Deinen Stundenzettel !!!
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Beitrag von sophie » Di 17. Jan 2017, 06:17

Hallo,

das kommt auf den Arbeitsbereich an. In der Psychiatrie/Forensik wird beispielsweise jährlich ein Führungszeugnis verlangt.

Interessant wäre es, ob alle MA das vorlegen müssen oder nur vereinzelte oder explizit du.

sophie


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Schwester Ambrosius
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Beitrag von Schwester Ambrosius » Di 17. Jan 2017, 07:45

Die Sache ist die. Angeblich hätte bei der letzten Qualiprüfung des MDK dieser das Fehlen der 3 jährigen Erneuerung des polizeilichen Führungszeugnisses bemängelt.



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Beitrag von doedl » Di 17. Jan 2017, 09:18

Na das wäre mir ja mal ganz neu, dass der MDK nach Führungszeugnissen fragt.

Aber bei dem MDK Wahnsinn ist es durchaus denkbar, grins


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Beitrag von johannes » Di 17. Jan 2017, 14:52

Freut mich, dass Du noch grinsen kannst.

In den 25 Jahren bisher hat mich auch noch kein MDK nach nem Führungszeugnis für einen Mitarbeiter gefragt. Aber was nicht ist, kann ja noch werden ...


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Beitrag von Suse2 » Di 17. Jan 2017, 22:13

bei uns NRW Kreis Lippe- - hat sowohl der MDK als auch dei Heimaufsicht bei der
Regelprüfung gefragt, Heimaufsicht auch auch stichprobenhaft geguckt..


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Beitrag von Elfriede » Di 17. Jan 2017, 23:44

3-jährlich ???

Da klickt doch was !!!

Womöglich ackern wir hier auf der falschen Baustelle.

Da soll ja irgendwo so ein Gesetz herumgammeln, das besagt, dass Schichtarbeiter (Pflege per se) alle 3 Jahre einen Anspruch auf eine arbeitsmedizinische Untersuchung haben, und der AG darüber nachweispflichtig ist.

Die BGW informiert Euch da sicher gerne. Euer AG eher weniger.


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Beitrag von Suse2 » Mi 18. Jan 2017, 05:46

nein, 5 jährlich..-

und ich weiß zwar nicht, was die arbeitsmedizinische Untersuchung
mit der Farge an sich zu tun hat, aber ja so läuft es bei uns in der Einrichtung
alle MA im allg. 3jährigen Rhythmus zu AM Untersuchung, es sei den der Doc schrreibt was anders in seinen Bericht, dass macht er manchmal bei der Erstuntersuchung


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Beitrag von sophie » Mi 18. Jan 2017, 07:02

Ich könnte mir vorstellen, dass es mit den Vorfällen der letzten Zeit zu tun hat..... Gewalt in der Pfelge, BTM Missbrauch/Diebstahl......

Arbeitsmedizinische Untersuchungen: Elfriede ja, es gibt sogar Betriebe die machen das. ;-)

sophie


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Beitrag von Schwester Ambrosius » Mi 18. Jan 2017, 09:33

Sorry! Ich habe nochmals nachgefragt und in Erfahrung gebracht, dass nicht der MDK es verlangt hat, sondern die Heimaufsicht. Die Tatsache bleibt aber bestehen. Es ist doch schon fast beleidigend, von einem MA in der Pflege alle drei Jahre ein polizeiliches Führungszeugnis zu verlangen. Was kommt als nächstes. Elektronische Fußfesseln, damit man sich nicht in seiner Freizeit zu weit vom Arbeitsplatz entfernt und besser zum Einspringen zu orten ist? Was müssen wir uns eigentlich noch alles gefallen lassen, bevor wir uns endlich einmal gemeinsam erheben und dem ganzen Wahnsinn ein Ende setzten? Ich weiß, ein verzweifelter, frommer Wunsch, der sich nie erfüllen wird. Aber wie heißt es so schön: Die Gedanken sind frei.



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Beitrag von pegean » Mi 18. Jan 2017, 09:40

Ruf doch einfach selbst mal bei der Heimaufsicht an und frag nach .
Off-Topic:

einen ähnlichen thread gab es schon mal :
http://forum.pflegenetz.net/showthread.php?t=17522
LG


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Beitrag von ilios1966 » Mi 18. Jan 2017, 20:36

Hallo,

die Heimaufsicht verlangt ein Führungszeugnis der Einrichtungsleitung und der Pflegedienstleitung. Ansonsten muss der AG schriftlich nachweisen, wie er die Eignung der Mitarbeiter, die man einstellt, feststellt.
Das geht entweder über ein Konzept und nachweislicher Gesprächsführung mit jedem einzelnen Mitarbeiter, oder eben über die Vorlage eine Führungszeugnisses.
Wenn man dann mal überlegt, was "einfacher" und weniger zeitaufwendig durchzuführen ist, dann sicher, dass jeder MA alle 3 Jahre ein p.Führungszeugnis vorlegt. Kostet nur 13 Euro und ist aus meiner Sicht genauso aussagekräftig wie ein Gespräch mit Leitfaden, bei dem man den Menschen nur vor den Kopf schauen kann.

Denn was der Einzelne hinter verschlossener Türe macht....

Insofern kann ich den AG verstehen, vielleicht hätte er es einfach besser vermitteln müssen.
Außerdem, was ist schlimm daran? Wenn ich nix verbrochen habe, kostet mich der ganze Zauber 15 Minuten Zeit, Kosten werden erstattet, alles super :D

Lg ilios


Ich bin nicht nur für das verantwortlich was ich sage,sondern auch für das was ich nicht sage!

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Elfriede
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Beitrag von Elfriede » Mi 18. Jan 2017, 21:42

@ Sr. Ambrosius

Wieso glaubst Du, dass die "elektronische Fußfessel" nicht längst da ist?
In der ambulanten Pflege haben wir die Diensthandys ständig dabei.
Glaubst Du ehrlich, da sei keine versteckte Überwachungs-App drauf?
Wir fahren Dienstwagen. Meinst Du, da sitzt kein GPS-Tracker drin?
Der AG kann das mit "Diebstahlschutz" bemänteln, und wenn er eine soziale Ader hat, informiert er seine AN darüber. Allerdings sind mir sozialorientierte AG in 32 Jahren Pflege noch nicht begegnet.


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überflüssig
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Beitrag von überflüssig » Do 19. Jan 2017, 06:48

Moin,
Off-Topic:

ein Diensthandy......ist nur im Dienst verpflichtend mitzuführen. In der Freizeit wäre niemand.... immer noch nicht.... verpflichtet an´s Telefon zu gehen...
Die Überwachung des Dienstwagens wäre nur relevant, wenn das Auto auch privat genutzt würde. Bei genehmigten privaten Fahrten steht es dem AG nicht zu den Standort zu stalken (schliesslich wurde das Auto nicht gestohlen).
VG überflüssig



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Beitrag von Sebi95 » Mi 1. Feb 2017, 20:48

[quote=""Elfriede""]Allerdings sind mir sozialorientierte AG in 32 Jahren Pflege noch nicht begegnet.[/quote]

Puh, das macht mir ja Hoffnung :hehe


"Wann immer man sich auf der Seite der Mehrheit befindet ist es an der Zeit, sich zu reformieren." Mark Twain

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