Pflegegeld und Hartz 4

Pflege- und Sozialrecht.
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Silke
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Pflegegeld und Hartz 4

Beitrag von Silke » Sa 11. Nov 2006, 14:54

Guten Tag !!
Jetzt hab ich aber auch mal ne Frage, habe im Netz gestöbert und konnte sie mir nicht restlos sicher beantworten:
Die Mutter meiner Freundin ist in ein Altenheim gezogen. Genauer gesagt ist es ein Haus mit betreutem Wohnen, die Mutter hat dort eine eigene kl. Wohnung und hat eine Klingel. Es sind immer PP im Hause. Es wurde ihr die Pflegestufe 1 genehmigt. Ihre Tochter, meine Freundin , unterstützt sie in allen Belangen. Sie ist arbeitslos, bekommt Hartz 4 und hat einen 400 Euro Job, der natürlich angegeben ist. Kann sie sich nun als Pfegeperson bei der Arge angeben, ohne dass ihr das Pflegegeld angerechnet , d.h. abgezogen wird? Natürlich steht sie dem Arbeitsmarkt weiterhin zur Verfügung.
Im Netz habe ich mehrere Gerichtsurteile gelesen, aus den meisten ging hervor, dass Pflegegeld nicht angerechnet wird, aber schon die Tatsache, dass es immer wieder vor Gericht ging, heisst ja schon, dass es nicht ganz sicher zu sein scheint.
Vielleicht weiss jmd was genaueres?
LG- Silke



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wundmentor
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AW: Pflegegeld und Hartz 4

Beitrag von wundmentor » Sa 11. Nov 2006, 16:04

Hallo Silke
zuerstmal steht deiner Freundin kein Pflegegeld zu.
Die Mutter deiner Freundin lebt in einem Altenheim.
Das Pflegegeld wird an das Heim bezahlt.
Deine Freundin sollte sich deshalb keine Gedanken machen in Konflikt zu Hartz 4 und 400 Euro-Job mit ihrem Engagement die Mutter zu betreuen.
Das Pflegegeld wird sie sicherlich nicht erhalten, da ihre Mutter im "betreuten Wohnen" lebt und das muss ja auch finanziert werden.
Würde deine Freundin die Mutter in ihre eigene Wohnung/Haus zurückholen, sähe das anders aus.
Deine Freundin könnte dann Pflegegeld bekommen das nicht auf das
"Hartz 4" angerechnet wird. Ausserdem erhält deine Freundin eine Rentenanwartschaft für die geleistete häusliche Pflege ihrer Mutter.
Wäre doch eine ihrer Freundin vorzuschlagende Alternative.
Hoffe auf weitere Forenbeiträge......
Gibt es eigentlich Beratungsstellen für diesen von Silke geschilderten Fall?

Mit freundlichen Grüssen
wundmentor


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Silke
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Beitrag von Silke » Sa 11. Nov 2006, 16:17

Wie cool ich das finde, dass so schnell geantwortet wird...Toll, echt !! :D
Nee, Du, die Idee mit dem Zusammenwohnen ist uns schon gekommen und wir haben eine Dreier- WG gegründet.... Ich erhole mich gerade davon... keine gute Idee, wir haben es ein Jahr wirklich versucht, aber es hat nicht geklappt.
Ihr kann schon Pflegegeld zustehen, dass ist es ja. Die Mutter wohnt in einem Heim, in dem es auch Pflegestationen, aber halt auch diesen Bereich gibt, in dem die Bew ihre eigenen angemieteten 1 oder 2 Zi- Whg haben. Sie können jede Hilfestellung des Personals in Anspruch nehmen, können aber auch private Pflegepersonen benennen, die sie pflegen, einkaufen, putzen usw. Sie zahlen Miete für die Whg und die Klingel, alles weitere wird individuell vereinbart. Das gezahlte Pflegegeld kann ja auch gesplittet werden....
Jo, so siehts aus. Ich hoffe, dass noch mehrere sich die Mühe machen, so nett zu antworten..... :smile



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wundmentor
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Beitrag von wundmentor » Sa 11. Nov 2006, 16:52

Hallo Silke,
so cool finde ich es nicht.
Es ist schliesslich die Mutter deiner Freundin die in würdigen Verhältnissen ihren Lebensabend verbringen soll.
Nun Silke berate deine Freundin selber wie ihr aus der Mutter noch Kapital schlagen könnt.
Aus deinen vorherigen Beiträgen ist das ja herauszulesen.

Mit freundlichen Grüssen
Wundmentor
Zuletzt geändert von wundmentor am Sa 11. Nov 2006, 17:13, insgesamt 1-mal geändert.


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Beitrag von *Angie* » Sa 11. Nov 2006, 17:21

Hallo Silke,

werde morgen mal mit einer Freundin telefonieren, die arbeitet bei der Arge, sprich hat täglich mit Hartz 4 zu tun und sollte mit dieser Thematik dann auch vertraut sein. Sobald ich was weiß, poste ich nochmal...

LG,A.


» Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in einer Garage steht. « (Albert Schweitzer)

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Beitrag von Silke » So 12. Nov 2006, 01:17

[QUOTE=wundmentor;46808]Hallo Silke,
so cool finde ich es nicht.
Es ist schliesslich die Mutter deiner Freundin die in würdigen Verhältnissen ihren Lebensabend verbringen soll.
Nun Silke berate deine Freundin selber wie ihr aus der Mutter noch Kapital schlagen könnt.
Aus deinen vorherigen Beiträgen ist das ja herauszulesen.

????????????????????????
Was ist das denn? Ich finde es cool- als Erklärung für dich: "cool" -vielleicht eher jugendlicher Sprachgebrauch..auch so viel wie "toll" oder "super"...dass so schnell geantwortet wurde...
Wieso greifst Du mich so an, ohne auch nur den Hauch einer Ahnung von dem Hintergrund zu haben? Das ist eine Unverschämtheit.
Nach dem Tod des Ehemannes der Mutter gaben wir die Wohnung und das bisherige Leben auf und zogen zu dritt in eine behindertengerechte Wohnung. Haben nichs eigenes mehr gemacht, ausser arbeiten und für sie da sein. Haben geputzt, eingekauft, gekocht, gewaschen, haben ihr in den schweren Zeiten beigestanden und den RTW gerufen, wenn "das Emphysem und COLD wieder zuschlugen". Haben dafür nichts erhalten und hatten keine Freizeit mehr.
Es geht nicht um Profit, sondern um das Pflegegeld der Pflegestufe 1, was pflegende Angehörige erhalten. Meine Freundin besucht sie 2 mal täglich, kauft ein, wäscht die Wäsche und duscht sie. Und das, lieber Wundmentor, muss die Mutter ja nicht selber zahlen, sondern bekommt sie von der Pflegekasse.
Was für vorherige Beiträge?
Dein Beitrag hat mich geschockt



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Silke
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Beitrag von Silke » So 12. Nov 2006, 09:57

Hallo Falko,
ich meine ja auch, dass das kein Problem sein dürfte. Die Frage ist nur , ob das Geld auf die Zahlungen des Hartz4 angerechnet wird. Da geht es ja nicht um ein Geschenk der Mutter an die Tochter, da die Tochter dann als Pflegeperson benannt wird. Der ambulante Dienst ist in dem Haus integriert, alle Beteiligten stehen in konstantem Austausch miteinander. Das wäre kein Problem. Die Pflegebdürftigkeit bleibt aufgrund der Erkrankungen und des Aufwandes (z.B. 24 Std am Sauerstoffgerät) bestehen.
Und an Pflege- Engel: Vielen Dank, ich bin wirklich sehr gespannt, was Deine Freundin zu der Gesetzeslage sagt.... :)
LG- Silke



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