Notrufklingel

Pflege- und Sozialrecht.
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andrea
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AW: Notrufklingel

Beitrag von andrea » Di 2. Okt 2007, 12:37

[quote=""Fibula""]
Da sind diese Sensormatten sinnvoll, die an das Klingelsystem angeschlossen sind. Man legt sie wie einen Bettvorleger auf den Boden vors Bett. Sobald der Pflegebedürftige aufsteht, klingelt es im Schwesternzimmer.?[/quote]
Hm ich finde, zumindestens bei uns sind die nicht unbedingt angebracht. Unsere BW stehen auf, laufen im WB, Küche und auch mal in anderen Zimmern umher, kramen rum und sitzen dann meist irgendwann im hell erleuchteten WB. Da alle sturzgefährdeten Personen die Hüftschutzhosen tragen oder auch Bodenschläfer sind, ist die Gefahr denke ich nicht ganz so groß. Ich würde es auch schrecklich finden wenn die BW sich nicht mehr frei bewegen dürfen weil jedesmal jemand ins Zimmer kommt sobald sie sich aus dem Bett erheben. Naja und eine Notrufklingel ist meines Wissens auch in jedem Zimmer. Wenn wirklich Not am Mann ist und ein BW fällt z.B. im Zimmer oder Bad, erreicht er wohl weder die Schelle mit dem Kabel noch die festinstallierte an der Wand. Und die totale Überwachung wollen wir doch auch irgendwie nicht oder?
Gruß andrea



toeffchen
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AW: Notrufklingel

Beitrag von toeffchen » Di 2. Okt 2007, 14:57

Hallo an alle die sich so Wortreich zu meiner Frage gemeldet haben !
Um hier nur noch einmal klar zu stellen:- auch ich halte Notrufklingeln für wichtig
Sicherheit wird meiner Meinung nach überwiegend durch Vertrauen, Nähe, Zuverlässigkeit und erst dann durch die Klingel vermittelt.
Frage allerdings war nicht bei Dementen allgemein ( die zum teil sehr wohl registrieren wozu dieses Knöpfchen dient) sondern bei Absolut körperlich und mental Bewegungsunfähigen Bewohnern.
Der Denk- Anstoß von ilios ging schon eher in meine Fragerichtung.
Werde mich jetzt aber mal bei MDK und Heimaufsicht erkundigen. Sollte ich etwas sinnvolles herraus finden gebe ich bescheid.

An Dodger.
Die Frage war nicht : Notrufklingel für das Pflegepersonal, sondern Sinnhaftigkeit bei körperlich und mental völlig Bewegungsunfähigen Bewohnern.

Mit katzischen Grüßen toeffchen
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Dodger
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AW: Notrufklingel

Beitrag von Dodger » Di 2. Okt 2007, 15:44

Ich halte es zwar auch für Unsinn, Klingeln mit ner Klingelschnur ans Bett von dementen Personen zu binden, das verleitet ja gerade zu daran zu spielen, aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass im ganzen Bewohnerzimmer, an keiner Wand ein Klingelknopf war. Ist nicht bei so ziemlich jedem System direkt neben der Anwesenheitstaste eine Klingeltaste, die dann auch im Notrufmodus fiept, wenn Anwesenheit an ist, und gleichzeitig geklingelt wird?
Doch doch das stimmt schon, nur wenn der Bewohner krampft, und du allein im Zimmer bist, ist es doch schwierig dann wegzurennen, um den Knopf neben der Tür zu drücken. Bettgitter waren an dem Bett nicht angebracht.


Gruss

Dodger



toeffchen
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Beitrag von toeffchen » Di 2. Okt 2007, 15:51

Hallo Dodger.
Wir verstehen uns immer noch verkehrt.
Ich rede eigentlich von Notrufklingeln die man dem Bew in die Hände geben muß selbst wenn diese nachweislich nicht mehr bewegt werden können.
Gruß toeffchen



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DollscheVita
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AW: Notrufklingel

Beitrag von DollscheVita » Di 2. Okt 2007, 17:27

Hallo toeffchen,

[quote=""toeffchen""]
Ich rede eigentlich von Notrufklingeln die man dem Bew in die Hände geben muß selbst wenn diese nachweislich nicht mehr bewegt werden können.
[/quote]

Wer schreibt dir denn vor, Notrufklingel in die Hand eines o.g. Bew. zu legen?
Frage diesen doch mal, wo diese Vorschriften, Bestimmungen, Empfehlungen nachzulesen sind.
Außerdem fördert das hineinlegen von Gegenständen die Spastik......


LG - DollscheVita -

toeffchen
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Beitrag von toeffchen » Do 4. Okt 2007, 18:17

Hallo DollscheVita.

Die "Klingel in die Hände" geben ist für alle Rahmenbedingungen in diesem Bezug gemeint, das heißt auch "in Reichweite" legen.

LG toeffchen



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