Nachtdienst im Pflegeheim allein ohne Bereitschaft ?

Pflege- und Sozialrecht.
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mavler
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Nachtdienst im Pflegeheim allein ohne Bereitschaft ?

Beitrag von mavler » Fr 12. Jun 2009, 08:56

Hallo zusammen !

Im Altersheim des gleichen Trägers soll ab Mitte Juli die Nachtwache ohne Bereitschaft gemacht werden. Es sind 35 Bewohner verteilt auf zwei getrennten Stockwerken. Unten ist die Demenzstation, oben die Pflege. Bisher hatte die Nachtwache eine Bereitschaft von 21,30 Uhr- 6,00Uhr mit Pause von 0-4 Uhr.
Mit der Begründung, dass für so wenig Bew. eine Nachtwache ausreichend sei, soll die eben wegfallen.
Hat jemand rechtlich fundierte Begründungen, warum eine Bereitschaft da sein muss ?Wie sieht es bei Dementen aus? Was für eine Rolle spielt die örtliche Lage der Stationen? Nachtwache muss nachts auch in den Keller zum Wäschewaschen und trocknen !Kann sie das dann ablehnen?
Also ich persönlich würde dann einfach alle Arbeiten, die nicht die Pflege und Versorgung der Bew. betreffen ablehnen ( Medis richten, Wäsche waschen, putzen,...), aber nicht alle trauen sich das, sinnvoll ist auch eine rechtlich unterlegte Argumentation.

Bin gespannt auf Eure Antworten.

LG
mavler



Palmarium82
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AW: Nachtdienst im Pflegeheim allein ohne Bereitschaft ?

Beitrag von Palmarium82 » Fr 12. Jun 2009, 09:51

Hallo,
ich habe mal als Nachtwache in einer Residenz gearbeitet und war für 3 Etagen alleine zuständig. Die mittlere war die reine Pflegestation und die beiden anderen Etagen so ne Art betreutes Wohnen. Ich hatte keine Pause von 0Uhr bis 4 Uhr. Wenn ich Glück hatte, ne halbe Stunde zwischen der ersten und zweiten Runde. Das war alles ganz schön stressig und hektisch. Da es auch mal Notfälle bei uns gab, wo einfach jemand kolabiert ist und ich dann in der anderen Residenz anrufen musste, um jemanden zuholen ( habe die ältere Dame nicht alleine hoch bekommen ). DIe andere Residenz lag aber zu Fuß mindestens 10 MIn. entfernt.
Das war alles nicht mehr schön und war regelrecht erleichtert als man mich gekündigt hatte ( Jahresvertrag abgelaufen uvm. ).
Habe dann in einen reinen Demenz-Pflegeheiim als Nachtwache gearbeitet. Da war es richtig entspannt. Für jede Etage gab es eine NAchtwache. Ausser die ersten beiden Etagen. Da war nur eine für zuständig. Aber das waren die Etagen wo die BEwohner nur selten mal einen Demenz-Anfall bekamen.
Also ich würde mich da weigern, irgendwelche wäsche zumachen und so weiter. Und mich mal erkundigen ob es überhaupt rechtens ist, was man da alles verlangt.

LG Palmarium



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menina
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AW: Nachtdienst im Pflegeheim allein ohne Bereitschaft ?

Beitrag von menina » Fr 12. Jun 2009, 20:17

[quote=""Palmarium82""]Aber das waren die Etagen wo die BEwohner nur selten mal einen Demenz-Anfall bekamen.
[/quote]
Hallo,

was ist ein Demenz- Anfall?



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doedl
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AW: Nachtdienst im Pflegeheim allein ohne Bereitschaft ?

Beitrag von doedl » Fr 12. Jun 2009, 21:50

Hi Alle

grundsätzlich ist gegen eine Nachtwache für 35 BW nichts einzuwenden.

Wenn nachts nicht viel zu lagern ist, spricht wirklich nichts dagegen, dass die Mitarbeiter auch nicht- pflegerische Tätigkeiten ausführen: immer vorausgesetzt, sie können auch im Keller den Notruf hören.

Was dann aber sein muss: es gibt offiziell keine wirkliche Pause, da sich die Fachkraft ja nicht mal so eben entfernen kann. Sprich- Anwesenheitszeit ist auch bezahlte Arbeitszeit.

Gruß Doedl


Wir müssen die Änderung sein, die wir in der Welt sehen wollen- Mahatma Gandhi

mavler
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AW: Nachtdienst im Pflegeheim allein ohne Bereitschaft ?

Beitrag von mavler » Fr 12. Jun 2009, 22:10

Liebe doedl !

Also daran hab ich noch gar nicht gedacht. Das würde ja dann aber bedeuten, dass die Dauer der Nachtschicht verkürzt werden müsste, es sind bisher 10.5 h, davon wird eine Stunde Pause abgezogen. Laut Arb.z.g. dürfen aber max. 10 h gearbeitet werden, oder lieg ich da falsch?

LG
mavler



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MoonKid
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AW: Nachtdienst im Pflegeheim allein ohne Bereitschaft ?

Beitrag von MoonKid » Sa 13. Jun 2009, 00:13

Ich bin mal wieder völlig schockiert, wie normal es für euch ist 35 Bewohner Nachts alleine zu versorgen.

Ok, 35 Bewohner oder 35 Patienten mag ein Unterschied sein.

Denoch kann ich nur bei meinen bisherigen Argumenten bleiben, die ich bereits in anderen Threads angebracht habe.

Es ist schlichtweg falsch alleine Nacht zu machen.



mavler
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AW: Nachtdienst im Pflegeheim allein ohne Bereitschaft ?

Beitrag von mavler » Sa 13. Jun 2009, 09:08

Hallo moonKid !

Stimme Dir unbedingt zu !
In diesem Heim gibt es seit über 15 Jahren eine Bereitschaft, Anzahl der Bew. ist immer gleich und auf einmal soll sie wegfallen. Ich möchte meine MAV-Kollegen eben unterstützen, um das zu verhindern, habe aber keine konkrete gesetzl. untermauerte Argumente. Laut Heimgesetz wird ab einer Bew. von 50 eine zweite Kraft gefordert. Da ist eben nichts klar vorgegeben. In unserem Haus haben wir Schwerstpflege mit PS III+ (vier an der Zahl) und eine Verteilung auf drei Stockwerke, somit müssen wir zu zweit sein. Aber die haben keine III+ und zwei Stockwerke.
Mich würde eben interessieren, ob manche Kollegen auch schon vor diesem Dilemma standen und ihre Helferkraft durchgesetzt bekommen haben.

LG
mavler



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Kati123
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AW: Nachtdienst im Pflegeheim allein ohne Bereitschaft ?

Beitrag von Kati123 » Sa 13. Jun 2009, 09:58

Ich kann mich ganz dunkel daran erinnern, dass auch Bewohnern mit PST 3 eine Versorgung mit 2 PK zusteht. Viel interessanter empfinde ich die Frage, was denn abläuft, wenn Notfall dazwischenkommt oder jemand in einer langen Sterbephase liegt. Läßt man dann die anderen einfach liegen ? Ich hatte in meinen Nächten schon oft Notfälle, wo es ganz schnell gehen mußte. Ich konnte den Bewohner nicht alleine lassen, sollte aber dann Überleitbogen ausfüllen, RR Gerät holen, unten die tür aufschließen... dann dauerte es vielleicht auch noch 15- 20 Minuten, bis der Notarzt da war, die mußten den Bewohner stabilisieren ( nochmal 10 - 15 Minuten). Da kannst Du ja nicht weg!
Und was passiert wenn jemand stürzt? Wie hebt ihr den dann alleine auf ??? Was ist wenn mit der Pflegekraft etwas passiert ? Ich weiß ja nicht...

In meiner Ausbildungeinrichtung war es damals auch Usus, dass wir Wäsche gemacht haben und Schränke gewischt haben, allerdings mußten wir das nicht machen, es war einfach immer so ruhig, dass wir uns Beschäftigung gesucht haben.
Ich denke, es kommt auch immer auf die Einrichtung an. Meine Letzte Nacht in meiner jetzigen Einrichtung ( 58 Bewohner pro Station ) war der pure Horror. Klingelmarathon hoch zehn.

Aber mal zur Pause: Die Pause darf doch nicht einfach nicht angerechnet werden. So nach dem Motto, hab ich keine Pause, hab ich einfach 0,5 h mehr. Die Pausen stehen dem MA zu.


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Palmarium82
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AW: Nachtdienst im Pflegeheim allein ohne Bereitschaft ?

Beitrag von Palmarium82 » Sa 13. Jun 2009, 10:24

Hallo Kati123,

ich kann dir nur sagen, wie es bei mir war.
ich hatte meine Runde, wie sie es da immer gesagt haben, gestartet, bin bei einer Bewohnerin angekommen und sie frgate ob ich sie zur Toilette begleiten kann. Auf den Weg zum WC ist sie kolabiert, lief blau an und alles. Somit habe ich mit Notruf anrufen und was da alles zugehört insgesamt 40 Minuten im Zimmer verbracht. Ich war die ganzen 40 MInuten bei ihr. Somit haben alle anderen Bewohner auf den 3 Etagen warten müssen. Durfte mir natürlich auch was anhören. Was ich auch verstehen konnte. Sie zahlen für eine gute Pflege und Versorgung. Die wenigsten Bewohner hatten es verstanden.
Es war eine unzumutbare Pflege und das passierte nicht nur einmal in der Nacht bzw. in meiner ganzen Nachtwachen-Zeit.

LG PAlmarium



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agidog
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AW: Nachtdienst im Pflegeheim allein ohne Bereitschaft ?

Beitrag von agidog » Sa 13. Jun 2009, 10:31

@ all

Meine Zeit als Nachtwache ist nun schon etwas her, aber bei mir wars so:

3 Stockwerke, EG nur Pflegefälle, die anderen Pflegefälle auf den anderen 2 Etagen verteilt.
Ich als APH allein.
Richtlinie im Haus: BW alle 2 Std auf Nachtstuhl setzen um InkoMaterial zu sparen.

Medis keine zu richten, aber dafür Wäsche waschen der BW.

Pausen keine - 11 Std Dienst angerechnet pro Nacht.
7 Nächte Dienst - 7 Nächte frei.

:wave agidog


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-Felicitas-
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AW: Nachtdienst im Pflegeheim allein ohne Bereitschaft ?

Beitrag von -Felicitas- » Sa 13. Jun 2009, 11:01

sdffds
Zuletzt geändert von -Felicitas- am Mo 1. Mär 2010, 01:32, insgesamt 1-mal geändert.



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Kati123
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AW: Nachtdienst im Pflegeheim allein ohne Bereitschaft ?

Beitrag von Kati123 » Sa 13. Jun 2009, 11:33

@Felicitas: Sicherlich gibt es Gesetze und der AG hält sich ja auch dran, aber über die Sinnigkeit einiger Vorgaben sollte doch eine Diskussion erlaubt sein. Vorallem weil ich als Fachkraft dafür gerade stehe, wenn etwas passiert. So habe ich z.B. mit 3 Kräften Nachtwache gemacht. 3 STationen, insgesamt 144 Bewohner. Wir haben es stationsweise aufgeteilt. Ganz ehrlich, ich war fix und fertig. Ich bedauere wirklich unsere festen Nachtwachen. Allein die erste Runde dauerte fast 3 Stunden, weil viele Bewohner noch nicht zu Bett wollen ( ich finde auch gut, dass sie das nicht müssen ). Aber zu einer ausschließlichen Lagerungs- oder Inkorunde kommt man gar nicht, weil es ständig zwischendurch klingelt, die Helfer von den anderen STationen anrufen, ich dann runter mußte, ich überall abzeichnen mußte, Einträge machen, Medis verteilen, bei schweren Bewohnern helfen etc. Und dann kam ein Notfall dazwischen. die Bewohnerin lief blau an, RR im Keller. Wäre meine Helferin nicht zur Stelle gewesen, wäre diese Frau mit Sicherheit gestorben. Sie hatte eine Lungenembolie. Ich hab mich um die Dame gekümmert und meine Kollegin hat den Rest übernommen.
Und in solchen Fällen interessiert mich der Geldbeutel meines AG ehrlich gesagt herzlich wenig. Er hat die Pflege und Versorgung zu gewährleisten und in meinen Augen ist 1 Kraft für 50 Bewohner viel zu wenig.

Es wäre mir auch zu einsam als einzige Nachtwache. Kein Austausch die ganze Dienstzeit über... neee, dat wäre nichts für mich.


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AW: Nachtdienst im Pflegeheim allein ohne Bereitschaft ?

Beitrag von agidog » Sa 13. Jun 2009, 11:46

@ Kati123

gab es diese Bestimmung > 50 BW auch schon vor 10 Jahren oder ist das neueren Datums?

Hab nämlich grad in meinem Zeugnis von damals nachgeschaut - bei mir waren es 55 BW aufgeteilt auf 3 Stationen und ich allein.

Ich kann dir sagen- es ist einfach schrecklich wenn das ganze Haus unter Magen - Darminfektion leidet!

Betten beziehen im Rekordtempo - das kann ich :D

:wave agidog


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johannes
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AW: Nachtdienst im Pflegeheim allein ohne Bereitschaft ?

Beitrag von johannes » Sa 13. Jun 2009, 12:38

Bevor ich meine eigene Einrichtung eröffnet hatte, war ich im Nachtdienst bei 85 Bewohnern auf 6 Etagen in zwei Häusern allein. So war das eben.

Jetzt sieht das jedoch um einiges anders aus, wir haben ja nur 17 Bewohner. Reine Arbeitszeit sind durchschnittlich 5 bis 6 Stunden mit allem, was anliegt. Da ist die Wäscheversorgung und die Reinigung des Aufenthaltes mit berücksichtigt.

In Baden-Württemberg wird allerdings von den Behörden mit einer Nachtwache für bis zu 50 Bewohnern ausgegangen. Die Heimaufsicht schreibt regelmäßig in den Begehungsbericht, daß für eine ausreichende Versorgung der Heimbewohner in der Nacht die Heimleitung, resp. die PDL verantwortlich ist, da nach heimrechtlichen Vorschriften eine ausreichende Besetzung vorhanden ist.

Um einmal einen Dienstplan vorzustellen, der auch für die Nachtwachen geregelte Verhältnisse und ausreichend Zeit schafft versuche ich mal, einen DP anzuhängen. Bei 30 Bewohnern ist nur eine Nachtwache vorzusehen. Damit diese ihre Pausen einhalten kann, besteht z. B. die Möglichkeit, eine Teilzeitkraft (s. Dienstplan) erst um 17:00 Uhr oder 19:00 Uhr beginnen zu lassen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

Es scheinen Unklarheiten aufgetreten zu sein über die verschiedenen Dienste im anhängenden Dienstplan. Darum hier noch einmal eine Klarstellung:

D = Fachkraft in Vollzeit; D 1 = Pflegehelfer in Teilzeit, hier 78 % Stelle; D 2 = Fachkraft in Teilzeit, hier 75 %-Stelle; D 3 = Pflegehelfer in Vollzeit; F = Frühdienst mit jeweiligem Stellenanteil; S = Spätdienst mit jeweiligem Stellenanteil; Dieser Dienstplan basiert auf der realen Stellenbesetzung eines Pflegeheimes, das nach einem für sie realisierbaren Dienstplan fragte.

Der hier geplante Frühdienst wird von einer beschäftigten Teilzeitkraft wahrgenommen, um die Morgenpflege zu entspannen. Der hier geplante Spätdienst beginnt zweckmäßigerweise seinen Dienst ca. 17:00 Uhr, um die Spätversorgung der Bewohner bis 22:00 Uhr zu unterstützen. Sollten weitere Fragen bestehen, bitte melden.

Gruß

Johannes
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Zuletzt geändert von johannes am So 8. Nov 2009, 22:44, insgesamt 1-mal geändert.



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Nacht Frosch
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AW: Nachtdienst im Pflegeheim allein ohne Bereitschaft ?

Beitrag von Nacht Frosch » So 14. Jun 2009, 15:56

Hallo zusammen,
ich bin Dauernachtwache im Altenheim mit 100 Bew.
Wenn wir Glück haben sind wir zu Dritt. Aber die meiste Zeit nur mit zwei Pflegekräften.
Wir haben uns mit unserem Chef geeinigt ,das er uns keine Pause abzieht. Weil man zu zweit nun mal keine Pause machen kann. Wir arbeiten 10 Stunden. Mehr ist auch nicht zulässig. Ab 6 Stunden müßte man normal 30 min Pause bekommen und nach 9 Stunden insgesamt 45 min. Wie kommt man bitte schön auf eine Stunde Pause?
ich weiß nur eins, wir werden alle schön ausgenutzt. Immer wird der Faktor der erhöhten Kosten erwähnt, aber wer denkt an uns und an die Bew ???
Rechtlich ist es wirklich so , das man mit einer Nachtwache für 35 Bew. auskommt. Erst ab 50 Bew. muß eine zweit Pflegekraft dazu kommen.Aber ich würde mich absolut dagegen weren, andere Aufgaben außer der Pflege zu übernahmen. Medikamente in der Nacht zu stellen ist nicht zulässig ! und warum sollen die Pflegekräfte Nachts Wäsche waschen? Habt ihr darüber denn keine Dienstvereinbarung?. Frag doch mal was billiger ist, entweder eine Wäschfrau neu einzustellen oder die Bereitschaft zu zahlen.
Immer schön auf den Rücken der Pfleger Geld sparen, das ist das, was mich am meisten nervt
LG von einer überarbeiteten Nachtwache



Knülpf
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AW: Nachtdienst im Pflegeheim allein ohne Bereitschaft ?

Beitrag von Knülpf » Do 25. Jun 2009, 21:20

(Nur ein kleiner Gedanke am Rande: 100%ige Sicherheit gibt es nicht, auch mit 2 Nachtwachen und Bereitschaft kann der Betrieb aus dem Ruder laufen. Stich-/Sprichwort "ein Unglück kommt selten allein", auch die NAchtwache im Dienst kann ausfallen, Bereitschaft nicht schnell kommen, mehrere Notfälle auf einmal - mehr oder weniger dringend, aber wer weiß das schon in dem Moment... vernünftig ist, sich am üblichen Bedarf zu orientieren und wenn eine Bereitschaft fast nie gebraucht wird kann man (natürlich mit dem BR) über einen Extremspät-/Ultrafrüh(bereitschafts)dienst nachdenken um die Pause der Nachtwache zu organisieren - um die der AG aber einfach nicht herumkommt.)



nixe5518
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AW: Nachtdienst im Pflegeheim allein ohne Bereitschaft ?

Beitrag von nixe5518 » Sa 27. Jun 2009, 17:30

hm bei uns wird die halbe stunde Pause bezahlt weil man eben die Station nicht verlassen kann Wäsche müssen wir nicht machn aber wir räumen auch auf und wischen schränke aus wenn es die Zeit zulässt



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