Muss Oma Sozialhilfe beantragen

Pflege- und Sozialrecht.
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doedl
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AW: Muss Oma Sozialhilfe beantragen

Beitrag von doedl » Mi 13. Mai 2009, 23:19

Hallo Hassis

ich kann die Frage leider nicht beantworten, da mir einiges unklar ist.

Sind Oma und Opa verheiratet, wenn ja, haben sie dann Gütertrennung?
Wieso ist das Bankguthaben des Opas vom Vormundschaftsgericht gesperrt- dafür muss es ja Gründe geben. Wer ist der Betreuer, ist er aus der Familie?

Gruß Doedl


Wir müssen die Änderung sein, die wir in der Welt sehen wollen- Mahatma Gandhi

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doedl
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AW: Muss Oma Sozialhilfe beantragen

Beitrag von doedl » Mo 18. Mai 2009, 20:34

Hi Hassis

nun, wenn beide Zugewinngemeinschaft haben, dann steht der Oma ja nur der Zugewinn aus dem vorher vorhandenen Vermögen des Opas zu. Ob ihr 50 % der Rente zustehen, bezweifle ich auch.

Allerdings muss ich sagen, die Fragestellung übersteigt meine Kenntnisse.

Ich würde zu einer Rechtsberatung raten; die Amtsgerichte sind verpflichtet, solche Auskünfte zu erteilen; dann gibt es noch Sprechstunden bei den Rentenversicherungsträgern. Letztlich ist das Sozialamt ein Ansprechpartner.

Dann viel Glück

Doedl

PS- wenn einer der User mehr dazu weiss, bitte melden!


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Dirk Höffken
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AW: Muss Oma Sozialhilfe beantragen

Beitrag von Dirk Höffken » Mo 18. Mai 2009, 23:32

Hallo Hassis,

aus zeitlichen Gründen schematisch und vereinfacht:

1. Pflegebedürftige muss Kosten aus eigenen Mitteln decken (Rente, Ersparnisse, Pflegeversicherung, etc.)

2. Ehepartner ist einstandspflichtig (Vermögen gesperrt heißt erst mal nur Informationspflicht)

3. Angehörige ersten Grades in gerader Linie

Nach § 93 ff. SGB XII kann der Träger der Sozialhilfe Ansprüche der leistungsbeziehenden Person auf sich überleiten. Beantragt deine Oma also Sozialhilfe wird der Träger in der Regel einiges in Bewegung setzen, um sich einen Teil des Geldes zurückzuholen. Die Träger der Sozialhilfe werden zunehmend vernünftig und versuchen Lösungen außerhalb des Rechtsweges zu finden.

Gruß Dirk



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