Kluge Dienstplangestaltung?

Pflege- und Sozialrecht.
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resigniert
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AW: Kluge Dienstplangestaltung?

Beitrag von resigniert » Di 26. Nov 2013, 14:57

[quote=""johannes""]



Da ich selbst auch heute noch Nachtwache mache - anfangs vollständig jeden Tag des Jahres - muss ich sagen, dass es wohl von der persönlichen Fitness abhängig ist, wie lange man nach der Nachtwache schläft. Ich bin da mittags regelmäßig schon wieder auf und habe den ganzen Nachmittag für meine Besorgungen zur Verfügung. Anfangs so gegen 12:00 Uhr, heute so gegen 13:30 - 14:00 Uhr. Übrigens - ich bin jetzt 65 Jahre alt. [/quote]

Jetzt ist es schon eine Sache der Fitness wieviel Schlaf jemand benötigt?
Ich benötige 7-8 Stunden Schlaf - bin ich deshalb nicht fit?
Das Schlafbedürfnis ist so individuell wie ein Fingerabdruck und hat wenig mit Fitness zu tun.
Und was hat das individuelle Schlafbedürfnis mit deinem Arbeitszeitmodell zu tun?
Warum hast du es nötig zu erwähnen, dass du mit 65 Jahren nach dem Nachtdienst nur 4-6 Stunden Schlaf brauchst?
Warum kannst du nicht akzeptieren, dass es Menschen/Arbeitnehmer gibt, für die dein Arbeitszeitmodell nicht das non plus ultra ist?
Ich persönlich arbeite lieber nur den "halben" Tag mit einem flexiblen Dienstplan und nehme dafür "Abhängigkeiten" in Kauf.
Andere sind glücklich mit deinem Modell.



resigniert
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AW: Kluge Dienstplangestaltung?

Beitrag von resigniert » Di 26. Nov 2013, 15:02

[quote=""johannes""]
Dein letzer Satz offenbart Deine Intention - stänkern - unübersehbar! Ich gehe mal davon aus, dass Du noch nicht ganz ausgeschlafen warst, als Du diesen Beitrag verfasst hast. Da ich Deine Beiträge zu anderen Themen anderer User ebenfalls gelesen habe, zeichnest Du schon ein interessantes Bild Deiner Persönlichkeit, das Du mit diesem Beitrag deutlich unterstreichst.

[/quote]

Unter die Gürtellinie?
Auch bei deinen Beiträgen gibt es "interessante Witze", die evtl. nicht zu deiner Signatur passen



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johannes
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Beitrag von johannes » Di 26. Nov 2013, 15:45

@resigniert
Jetzt ist es schon eine Sache der Fitness wieviel Schlaf jemand benötigt?
Nein, gewiß nicht. Ist mir schon klar, dass jeder ein anderes Schlafbedürfnis hat. So losgelöst vom Zusammenhang wirkt das vielleicht so. Meine Aussage bezog sich ja wohl auf die Äußerungen von Großstadtpfleger.
Warum kannst du nicht akzeptieren, dass es Menschen/Arbeitnehmer gibt, für die dein Arbeitszeitmodell nicht das non plus ultra ist?
Sicher kann ich das akzeptieren. Ich habe doch kein Problem damit. Euer Problem mit meinem Lösungsansatz scheint mir viel größer zu sein.

Für jene, die so, wie sie arbeiten alles in Ordnung ist, die sich nicht über ihre Arbeitsbedingungen beklagen, sind meine Ausführungen doch gar nicht gedacht. Sie sind doch nur ein Angebot für jene, die mit ihren derzeitigen Arbeitsbedingungen unzufrieden sind, auch andere Möglichkeiten in Erwägung zu ziehen.

Sieh mal, ich mach mir soagr die Mühe das, was Großstadtpfleger meint "kritisch" zu beleuchten, zu erklären. Du machst daraus ein "nicht akzeptieren" können. Sicher bin ich davon überzeugt, dass unsere Arbeitszeitordnung eine bessere Alternative darstellt zum Schichtdienst. "Einer sucht für ein Problem eine Lösung - ein Anderer sucht für eine Lösung ein Problem."

Wenn Du oder der Großstadtpfleger mit euren Diensten völlig zufrieden seid, braucht ihr ja gar nicht darauf einzugehen. Wie sagt meine Frau immer: "Das tangiert mich extrem peripher." Kannst Dich also ganz cool zurück lehnen. Es ist alles in bester Ordnung.
Warum hast du es nötig zu erwähnen, dass du mit 65 Jahren nach dem Nachtdienst nur 4-6 Stunden Schlaf brauchst?
Nun ja, wenn es doch hier Spezis gibt, die der Auffassung sind, dass unsere Arbeitszeiten nichts mehr für ältere Mitarbeiter sind, dient das nur zur Erinnerung, dass diese damit offensichtlich kein Problem haben, wie so mancher Jüngling.
Ich persönlich arbeite lieber nur den "halben" Tag mit einem flexiblen Dienstplan und nehme dafür "Abhängigkeiten" in Kauf.
Ich find's toll, dass Du bei Deiner Arbeitszeit gern "Abhängigkeiten" in Kauf nimmst. Darum habe ich ja von Dir bisher auch noch keinerlei Beschwerden über irgendwelche Einschränkungen und Nachteile lesen können ...


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AW: Kluge Dienstplangestaltung?

Beitrag von erläuchtung » Mi 27. Nov 2013, 07:32

[quote=""johannes""]
...
Nun ja, wenn es doch hier Spezis gibt, die der Auffassung sind, dass unsere Arbeitszeiten nichts mehr für ältere Mitarbeiter sind, dient das nur zur Erinnerung, dass diese damit offensichtlich kein Problem haben, wie so mancher Jüngling.
...
[/quote]
Schließe doch nicht immer generell von Dich auf andere!

Auch wenn DU und Deine Kollegen mit dieser täglich langen Arbeitszeit zurecht kommt, heißt es aber noch lange nicht, dass dies alle anderen Kollegen (ob nun jünger oder älter) annehmen würden.
Habe Dein Arbeitszeitmodell unseren Kollegen vom Tagdienst mal vorgestellt und die Reaktion war wie erwartet. Gerade die älteren Kollegen lehnten dies kategorisch ab, denn sie sind heil froh, wenn die Schicht nach jeweils 7 h zu ende ist und sie würden freiwillig diesen Arbeitsmarathon über 7 Tage nicht leisten wollen. Selbst die anschließende Freiwoche wäre für sie kein Zugmittel, dieses Arbeitszeitmodell zu akzeptieren.

Auch, wenn ich selbst als Dauernachtwache in diesem Rhythmus arbeite und damit gut zurecht komme, kann ich die Meinung meiner Tagdienstkollegen annehmen und sogar gut verstehen.
Zuletzt geändert von erläuchtung am Mi 27. Nov 2013, 07:43, insgesamt 1-mal geändert.



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Beitrag von johannes » Mi 27. Nov 2013, 07:54

@erläuchtung
Schließe doch nicht immer generell von Dich auf andere!
Tja, genau das macht ihr mit euren Vorurteilen, von euch auf andere schließen.
Habe Dein Arbeitszeitmodell unseren Kollegen vom Tagdienst mal vorgestellt und die Reaktion war wie erwartet.
Schließlich geht ihr ja von eurem Dienstmarathon über 12/11 Tage Dienst und 2/3 Tage frei aus. Logisch, dass sich das niemand vorstellen kann, würde ich auch nicht!
... denn sie sind heil froh, wenn die Schicht nach jeweils 7 h zu ende ist ...
Wenn Du schon von Arbeitsmarathon sprichst, dann trifft das wohl eher den Schichtdienst mit den von Dir so glorifizierten Auswüchsen, als da wären:

- die ungeplanten Überstunden,
- die Arbeit mit nach Hause nehmen,
- die Tretmühle, rechtzeitig seine Arbeit geschafft bekommen, damit sich die Kollegen der nächsten Schicht nicht beklagen
- den geteilten Dienst
- die nicht nehmbaren Pausen, weil man ja sonst nicht mit der Arbeit durchkommt
- das aus dem Frei holen
- die unzureichenden kurzen Urlaube


das lässt auch Du alles geflissentlich unter den Tisch fallen, weil Dir sonst die Argumente schwinden ... Dann könntest Du ja die Haltung >Ich bin dagegen, weil ich dagegen bin< nicht aufrecht erhalten.

Du hast völlig Recht - dann wäre ich auch heilfroh, wenn die Tretmühle endlich vorbei ist!


Wer den Kollegen nur die halbe Wahrheit erzählt, hat immer noch eine ganze Lüge verbreitet. Ich denke, das ist auch Dir bewußt.

Ich kenne niemanden, der über 29 Wochen absolutes Frei im Jahr - und dann noch bezahlt - unglücklich wäre.

- Hast Du Deine Kollegen auch gefragt, wer es unmöglich findet, bei real 23 Wochen Arbeit im Jahr bei voller Bezahlung zu arbeiten?
- Hast Du Deinen Kollegen auch gesagt, dass die Bewohner dann ausgeglichener werden und die Arbeit leichter machen?
- Hast Du Deinen Kollegen auch gesagt, dass die Bewohner wieder immer mehr selber machen können - ganz im Sinne von SGB XI, § 28?
- Hast Du Deinen Kollegen auch gesagt, dass die Bewohner zufriedener werden?
- Hast Du Deinen Kollegen auch gesagt, dass sie durch die geringere Belastung weniger krank werden?
- Hast Du Deinen Kollegen auch gesagt, dass sie nicht mehr aus ihrem Frei geholt werden, sondern diese verlässlich planen können?

Ich gehe mal davon aus, dass Du das weder weißt noch erwähnt hast. Das würde schließlich kontraproduktiv sein ...

Und nein, bevor wieder jemand herkommt und meint, ich würde mich aufregen - stimmt nicht.


Ich rede nur von den Absurditäten, die ihr vom Stapel lasst und manchmal amüsiere ich mich, mit welcher Zähigkeit ihr an eurem Leiden festhaltet (ich erinnere nur noch mal an Deine Aussage [... denn sie sind heil froh, wenn die Schicht nach jeweils 7 h zu ende ist ...]
Zuletzt geändert von johannes am Mi 27. Nov 2013, 08:05, insgesamt 1-mal geändert.


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Beitrag von peri » Mi 27. Nov 2013, 08:34

@ johannes

Im Grunde ist deine 10-Stunden Schicht mit 2 Stunden Unterbrechung auch ein Teildienst. Die Teildienste in meinem Betrieb sehen eine 3-stündige Unterbrechung vor. Die sind dann aber auch als Teildienste deklariert. Und man ist ebenfalls von morgens 6:45 bis abends 20:30 im Betrieb. Ähnlich wie bei Dir, zumindest was die Stundenanzahl angeht.

Eine Frage, deren Antwort sich mir bisher aus deinen Ausführungen nicht erschließt, habe ich noch. Was genau machst du, wenn jemand, der sich gerade in seiner Arbeitswoche befindet, krank wird. Hast du einen Bereitschaftsdienst geregelt oder wird die anfallende Arbeit auf weniger Mitarbeiter verteilt?

Du sagst ja, dass niemand, der sich im Frei befindet, aus selbigem geholt wird.

Mfg,
peri


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Beitrag von erläuchtung » Mi 27. Nov 2013, 09:25

Ich kann mit der Aussage meiner älteren Kollegen, sie möchten keine 10 h am Stück arbeiten, gut umgehen und nehme diese auch einfach an. Wie gesagt, ich arbeite anders, was lange nicht heißt, andere würden es gleich tun.

Es wäre auch nicht im Sinne des Bew. / eher kontraproduktiv, genervte MA in der Betreuung zu haben, die nach 7 h einfach nicht mehr können.
Auch werden die Bew. mit VÜ der Pflege, weil sie nunmal nichts mehr allein können auch durch Dein Arbeitszeitmodell nicht wieder fitter.

[quote=""johannes""]
..
Ich rede nur von den Absurditäten, die ihr vom Stapel lasst und manchmal amüsiere ich mich, mit welcher Zähigkeit ihr an eurem Leiden festhaltet (ich erinnere nur noch mal an Deine Aussage [... denn sie sind heil froh, wenn die Schicht nach jeweils 7 h zu ende ist ...][/quote]

Ich persönlich finde es sehr schade, dass Du immer wieder gern die Sachebene verläßt, um persönlich zu werden.
Ich zitierte hier die Aussagen meiner Kollegen und kann, wie gesagt, deren Meinung sehr wohl akzeptieren, im Gegensatz zu Dir.
Zuletzt geändert von erläuchtung am Mi 27. Nov 2013, 11:38, insgesamt 1-mal geändert.



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Beitrag von johannes » Mi 27. Nov 2013, 15:28

@peri
Im Grunde ist deine 10-Stunden Schicht mit 2 Stunden Unterbrechung auch ein Teildienst. Die Teildienste in meinem Betrieb sehen eine 3-stündige Unterbrechung vor. Die sind dann aber auch als Teildienste deklariert. Und man ist ebenfalls von morgens 6:45 bis abends 20:30 im Betrieb.
1. Ich gehe mal davon aus, dass Du sehr wohl weißt, dass es sich nicht um einen Teildienst handelt, weil es keine 2-stündige Unterbrechung gibt, sondern 3 Arbeitspause.

2. So, wie Du es darstellst mit eurem Teildienst, kommst Du auf eine Anwesenheitszeit von 13:45 Stunden mit einer Arbeitsunterbrechung von 3 Stunden. Somit werden definitiv 10:45 Stunden gearbeitet. Dazu muss ich ja wohl kaum etwas sagen.

3. Was Du nicht sagst ist, wieviele Arbeitstage ihr auf einen Zeitraum von 2 Wochen habt. Da ich selbst auch den Teildienst aus eigener Erfahrung kenne, erübrigt sich das für mich. Der Fairness halber solltest Du das aber für die anderen Leser mitteilen, damit sich sich von Euren Arbeitszeiten ein realistisches Bild machen können.

Du hattest noch eine weitere Frage
Was genau machst du, wenn jemand, der sich gerade in seiner Arbeitswoche befindet, krank wird.
Hierfür steht ein MA mit 0,8 Planstellen und ein weiterer mit 0,3 Planstellen in Reserve.


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Beitrag von johannes » Mi 27. Nov 2013, 16:23

@erläuchtung
Ich kann mit der Aussage meiner älteren Kollegen, sie möchten keine 10 h am Stück arbeiten, gut umgehen ...
Stell Dir vor, das kann ich auch.
Ich zitierte hier die Aussagen meiner Kollegen und kann, wie gesagt, deren Meinung sehr wohl akzeptieren, im Gegensatz zu Dir.
Du bist lustig! Hast ja auch ne interessante Fragestellung gehabt ... Tja, es kommt halt immer auf das Ziel an, das ich mit einer Frage generieren will. Du wolltest ein Nein - und hast es mit Deiner Fragestellung bekommen. Also ist doch alles in Butter und du kannst zur Tagesordnung übergehen. Wollte ich ein NEIN von meinem Gegenüber, würde ich wahrscheinlich die gleiche Frage stellen wie Du - selbstverständlich kann ich dann deren Meinung genauso wie Du akzeptieren.

Welche Antwort würdest Du denn von Deinen Mitarbeitern bekommen, wenn Du sie fragst ob sie lieber

- ungeplanten Überstunden machen wollen,
- die Arbeit mit nach Hause nehmen wollen,
- in der Tretmühle bleiben wollen, rechtzeitig ihre Arbeit geschafft zu bekommen, damit sich die Kollegen der nächsten Schicht nicht beklagen
- den geteilten Dienst machen wollen,
- die nicht nehmbaren Pausen hätten, weil man ja sonst nicht mit der Arbeit durchkommt
- aus dem Frei geholt werden oder
- unzureichende, kurze Urlaube hätten


anstatt na, Du weißt ja was ... hab ich ja oft genug geschrieben.

Merkst Du was?
Es wäre auch nicht im Sinne des Bew. / eher kontraproduktiv, genervte MA in der Betreuung zu haben, die nach 7 h einfach nicht mehr können.
Da muss ich Dir uneingeschränkt zustimmen. Ich gehe mal davon aus, dass Du alle die Berichte von Pflegekräften in diesem Forum, die genau davon reden, bisher nie gelesen hast ...
Genau deshalb gehen wir einen anderen Weg!

Keine genervten Mitarbeiter mehr, die nicht mehr können,
sondern Mitarbeiter, die auf einmal Zeit für die Bewohner haben,
die sich auch mal hinsetzen können und Zeit haben für die Freuden und Sorgen und Nöte der Bewohner.

Ja, das ist dann was anderes, über das man besser nicht nachdenkt, sonst bekommt man noch die Krise.
Auch werden die Bew. mit VÜ der Pflege, weil sie nunmal nichts mehr allein können auch durch Dein Arbeitszeitmodell nicht wieder fitter.
Nur,
weil Du Dir etwas nicht vorstellen kannst, heißt das noch lange nicht, dass es nicht möglich ist!


Dir scheint nicht klar zu sein, dass bei eurer Arbeitsweise lediglich eine satt - sauber - trocken - Pflege möglich ist. Mehr gibt euer Arbeitszeitmodell einfach nicht her. Und solltest Du etwas anderes behaupten - ich bin gern bereit, mich davon persönlich zu überzeugen. Du sollst wissen, ich hab im Gegenteil zu Dir noch nicht ausgelernt. Und wenn es was zu verbessern gibt, wäre ich der Letzte, der die Gelegenheit nicht wahr nähme.

Ich gehe allerdings davon aus, dass es Dir gar nicht recht sein wird, wenn ich mich persönlich von den Sonnenseiten Eures Dienstes überzeugen wollte. Auf eine Einladung werde ich daher wohl bis zum St. Nimmerleinstag warten können. Ich würde mich freuen, wenn mein Eindruck falsch wäre. Im Gegenzug kann ich Dir eine Hospitation anbieten, weil ich die Ergebnisse unserer Arbeit kenne. Du weißt ja: "Tue Gutes und rede darüber!"


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Beitrag von peri » Mi 27. Nov 2013, 17:31

[quote=""johannes""]
2. So, wie Du es darstellst mit eurem Teildienst, kommst Du auf eine Anwesenheitszeit von 13:45 Stunden mit einer Arbeitsunterbrechung von 3 Stunden. Somit werden definitiv 10:45 Stunden gearbeitet. Dazu muss ich ja wohl kaum etwas sagen.[/quote]

Nicht so voreilig. Von den 10:45 Stunden musst du noch die regulären Pausenzeiten - jeweils eine halbe Stunde morgens und abends - abziehen. Unter dem Strich werden dann 9:45 gearbeitet.

[quote=""johannes""]
3. Was Du nicht sagst ist, wieviele Arbeitstage ihr auf einen Zeitraum von 2 Wochen habt. Da ich selbst auch den Teildienst aus eigener Erfahrung kenne, erübrigt sich das für mich. Der Fairness halber solltest Du das aber für die anderen Leser mitteilen, damit sich sich von Euren Arbeitszeiten ein realistisches Bild machen können.
.[/quote]

Regulär ist vorgesehen 12 Tage arbeiten, 2 Tage frei. Dir mag das ein Dorn im Auge sein, mir ist dieses Modell immer noch lieber als Deines - und ich sage ja nicht, dass meines generell besser ist - ist es ist lediglich für mich die bessere Alternative


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Beitrag von erläuchtung » Mi 27. Nov 2013, 17:55

@Johannes,

ich arbeite seit Jahren in Deinem Arbeitszeitmodell. Zwar ausschließlich im Nachtdienst, aber auch meine tägl. Arbeitszeit beträgt 11 h abzüglich der Pause an 7 Tagen in Folge. Ich kenne die Vor- und Nachteile und habe mich diesem Rhythmus in den Jahren angepaßt.
Du mußt mich persönlich also nicht überzeugen.

Aber ich kann gut verstehen, wenn es MA gibt, die nicht bereit sind oder wären, soviele Stunden am Stück zu arbeiten, ob nun Tag oder Nacht.

Und das ist völlig ok :)



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Beitrag von johannes » Mi 27. Nov 2013, 17:55

@peri

hast nichts von Pausen gesagt, also konnte ich wohl nicht von Pausen ausgehen!

Ja, die Arbeitszeiten mit 12 Tagen Dienst und 2 Tagen frei kenne ich.

- Hast Du all die tausende Beiträge in diesem Forum gelesen, die von den "Vorteilen" dieses Dienstes sprechen?
Ich bin froh, nach einem Frühdienst um ~14 Uhr zu Hause zu sein ...
Kann ich Dir gut nachfühlen. Da werden dann erst mal die Beine hochgelegt, richtig! Viel läuft da am Nachmittag nicht, das ist bekannt. Da bist Du nicht die Einzige. Sinnvolle Freizeitgestaltung am Nachmittag? Na ja, wenn man chillen als sinnvolle Freizeitgestaltung versteht ...

Wie schön, wenn man dann eine Woche Spätdienst hat und morgens länger schlafen kann. Aber dann hurtig, hurtig fertig machen, damit man rechtzeitig auf der Arbeit ist. Sinnvolle Freizeitgestaltung? War wohl n Schuss in den Ofen.
Dir mag das ein Dorn im Auge sein, ...
Nein, gewiss nicht! Wie kann etwas, das Menschen ruiniert, mir ein Dorn im Auge sein in Deinem Sinne, dass ich darauf neidisch wäre? Wo ich schließlich etwas anderes kenne, von dem Du bestenfalls träumen kannst. Während reihenweise Pflegekräfte im Schichtdienst verheizt werden, bitten meine Mitarbeiter, dass ich so lange weiter mache, bis sie in Rente gehen können - mit 65 wohlgemerkt. Frag mal bei Dir nach, wer von Deinen Kollegen auf Eure Weise bis 65 arbeiten möchte.

Nein, peri, ich glaube Dir nicht, dass Dein Arbeitszeitmodell die bessere Alternative ist - auch für Dich persönlich nicht - weil Du zu Deinem Arbeitszeitmodell noch gar keine Alternative ausprobiert hast. So etwas kann man nur sagen, wenn man tatsächlich Alternativen zu dem Aktuellen kennt. Erzähle mir also nichts von Alternative, wenn Du nur das Eine kennst.

Wer über das urteilt, was er nicht kennt oder erreichen kann, ist wie der Fuchs, der meint, die Trauben seien sauer, weil er sie nicht erreichen kann.


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Beitrag von johannes » Mi 27. Nov 2013, 18:02

Ja, erläuchtung, es wird immer MA geben,
die nicht bereit sind oder wären, soviele Stunden am Stück zu arbeiten, ob nun Tag oder Nacht. Und das ist völlig ok
Das ist ja auch nicht die Frage! Meine Ausführungen haben sich nie an jene gerichtet, die mit ihrer Arbeitsweise zufrieden sind. Immer geht es nur darum, jenen eine Alternative zu bieten, die Probleme haben.
Du mußt mich persönlich also nicht überzeugen.

Die verbale Auseinandersetzung zwischen uns sehe ich nicht so eng. Mir ist es ein Anliegen, Wege aufzuzeigen, wie etwas zum Besseren verändert werden kann. Dass Du kritisch hinterfragst, schafft nur die Gelegenheit, ander zum Nachdenken anzuregen und ggf. etwas zu unternehmen, ihre unbefriedigende Situation zu verändern. Von daher ist unsere Diskussion doch gut.


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Beitrag von peri » Mi 27. Nov 2013, 18:26

[quote=""johannes""]
hast nichts von Pausen gesagt, also konnte ich wohl nicht von Pausen ausgehen!
[/quote]

Ich kam lediglich auf die 3-Stunden Unterbrechung zu sprechen, weil es um Teildienste ging. Natürlich werden die jeweiligen Präsenzzeiten aber nochmals mit Pausen versehen.

[quote=""johannes""]
- Hast Du all die tausende Beiträge in diesem Forum gelesen, die von den "Vorteilen" dieses Dienstes sprechen?
[/quote]

Das interessiert mich nicht. Fakt ist, dass ich damit sehr gut zurecht komme.

[quote=""johannes""]
Kann ich Dir gut nachfühlen. Da werden dann erst mal die Beine hochgelegt, richtig! Viel läuft da am Nachmittag nicht, das ist bekannt.[/quote]

Wie kommst du zu dieser Annahme? Nach einem Frühdienst gehe ich erst einmal mit dem Hund raus. Da ich neben meinem Vollzeitjob in Vollzeit(!) studiere - was einem täglichen Arbeitsaufwand von circa zusätzlich 3 Stunden ausmacht - steht lernen auf dem Plan! Dadurch, dass ich bereits um 14 Uhr zu Hause bin, habe ich noch ausreichend Zeit, dem studieren nachzukommen. Bei deiner Schichteneinteilung wäre mir dies absolut nicht möglich, und bitte versuche nicht, mich vom Gegenteil zu überzeugen. Du magst erwidern, dass ich in meiner freien Woche ja noch mehr Zeit zum lernen hätte - das mag richtig sein - müsste ich jedoch die "verlorene" Arbeitswoche komplett aufholen und somit 6 Stunden täglich lernen. No go!

[quote=""johannes""]
von dem Du bestenfalls träumen kannst[/quote]

Von deiner Dienstplangestaltung träume ich mit Sicherheit nicht, wieso ist das so schwer zu akzeptieren? Ich könnte unter den von dir geschilderten Bedingungen unter keinen Umständen arbeiten. Nichtmal, wenn du mir das Doppelte bezahlst.

[quote=""johannes""]
Nein, peri, ich glaube Dir nicht, dass Dein Arbeitszeitmodell die bessere Alternative ist - auch für Dich persönlich nicht - weil Du zu Deinem Arbeitszeitmodell noch gar keine Alternative ausprobiert hast. [/quote]

Dieses Wissen beziehst du woraus...?

Wieso fällt es dir so schwer, diese einfache Tatsache zu akzeptieren? Ich habe mir deine Bedingungen und Dienstplangestaltung angeschaut und betrachte es bezüglich meiner momentanen Lebensführung und meinem Biorhytmus als absolut nicht tauglich. Basta!


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Beitrag von johannes » Mi 27. Nov 2013, 19:03

@peri

wenn Du sagst, Du willst nicht, wird ein Schuh draus. Dass Du nicht könntest, kann ich nicht erkennen. Aber das ist ja Deine ganz persönliche Entscheidung - Du mußt ja auch nicht ...
Dieses Wissen beziehst du woraus...?
Ganz einfach - aus praktischer Lebenserfahrung und der Möglichkeit, beides miteinander zu vergleichen. Schließlich kenne ich sämtliche Schichtformen aus eigener Erfahrung. Reicht das?


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Interessen: Mauern, Verputzen, Betonieren, grins

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Beitrag von doedl » Mi 27. Nov 2013, 20:06

Hi Alle

wie überall im Leben gibts Vor - und Nachteile.

Eine 12- Stunden Tag zzgl Fahrzeit schließt für diese Woche jegliche soziale Kontakte aus; außer arbeiten und schlafen kannst nix mehr weiter.

2 Stunden Pause am Arbeitsplatz ist sicherlich auch nicht jedermanns Sache.

Die Vorteile liegen auch klar auf der Hand:

Diese Dienste sind sehr planungssicher
selbst Freizeit in x MOnaten voraus lässt sich ablesen
gute Urlaubsplanung macht mehr Urlaub als im üblichen 3 Schicht- System
es sind mehr Pflegekräfte vor Ort (das hab ich mal vor Jahren schon für den Raabe Verlag als Beitrag geschrieben).

Für mich selbst wäre das Modell nicht akzeptabel; eine Rotation nach 5 Tagen fände ich schonender für die Arbeitnehmer.

Gruß Doedl


Wir müssen die Änderung sein, die wir in der Welt sehen wollen- Mahatma Gandhi

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Beitrag von peri » Mi 27. Nov 2013, 20:11

[quote=""johannes""]Schließlich kenne ich sämtliche Schichtformen aus eigener Erfahrung[/quote]

Das sind Erfahrungen die du gemacht hast. Andere haben andere und wohl weitaus positivere Erfahrungen mit anderen Schichtsystemen gemacht. Du unterstellt jedem, der nicht deinem System unterworfen ist, unglücklich zu sein.

Stell dir vor johannes, ich kann mir momentan kein besseres System als das meinige vorstellen!

So verschieden sind die Menschen.

Jetzt biste' baff?


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Beitrag von johannes » Mi 27. Nov 2013, 21:07

@peri
Das sind Erfahrungen die du gemacht hast.
Falsch! Das sind Erfahrungen, die sowohl ich als auch unendlich viele andere gemacht haben.
Stell dir vor johannes, ich kann mir momentan kein besseres System als das meinige vorstellen!
Hab ich kein Problem mit.
das ist ja Deine ganz persönliche Entscheidung - Du mußt ja auch nicht ...
Jetzt biste' baff?
Nein, bin nicht baff! Das berührt mich extrem peripher.


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Beitrag von johannes » Mi 27. Nov 2013, 21:14

@doedl
Für mich selbst wäre das Modell nicht akzeptabel;
Richtig, drum machst Du es auch gelegentlich ... ;)
Eine 12- Stunden Tag zzgl Fahrzeit schließt für diese Woche jegliche soziale Kontakte aus; außer arbeiten und schlafen kannst nix mehr weiter.
Ich hab Dich aber ganz anders in Erinnerung - unkaputtbar. Sag, was ist mit Dir passiert? Muß ich mal wieder zum Trösten rüberkommen? Naja, mußt ja nicht unbedingt 50 km rüberkommen und dann noch über Landstraßen. Da bist Du in HD sicher besser aufgehoben :hehe
ist sicherlich auch nicht jedermanns Sache.
Zum Glück muß ich nicht alle beschäftigen, die sich andere Zeiteinteilungen wünschen. Andere können ja auch mal ran. :D

Auf jeden Fall haste Dich hier nicht kaputt gemacht - dafür verbürge ich mich!


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Beitrag von johannes » Do 28. Nov 2013, 09:41

Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass es keine Notwendigkeit gibt, in die Tretmühle des Schichtdienstes zurück zu kehren. Außer der Suche nach Schwachstellen in der Alternative dazu kamen keine wirklich überzeugenden Argumente, die den allseits üblichen Schichtdienst als erstrebenswerter machten. Solange ich also hier noch von den Unmöglichkeiten des Schichtdienstes lese, werde ich selbstverständlich weiter von meiner Alternative reden. Mir ist hierbei klar, dass es immer jene geben wird, die Lösungen für Probleme bekämpfen, anstatt die Probleme anzugehen.

Mir liegt eben das Wohl der Pflegekräfte am Herzen!


Ich bedanke mich für die lebendige Diskussion zu diesem Thema.


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