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Pflege- und Sozialrecht.
Hier gepostete Beiträge und Antworten ersparen im Ernstfall nicht den Gang zum Anwalt!
doppelkeks
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Beitrag von doppelkeks » Do 5. Jul 2012, 06:52

Meine Frage:
Bin ich rechtlich dazu verpflichtet i.m. Zu spritzen?
Habe theorie in der Altenpflegeausbildung gehabt, aber nie in der praxis erfahrungen sammeln können. Habe gelernt das ich es verweigern kann wenn man sich nicht sicher fühlt.



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Griesuh
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Beitrag von Griesuh » Do 5. Jul 2012, 07:49

Grundsätzlich nein. Du bist gesetzlich nicht verpflichtet.
Es kann dich auch keiner dazu zwingen.



( persönliche Ansicht:
Jedoch ist es meiner Ansicht nach, und das ist in jedem Beruf so, wichtig und erforderlich sich auch im eigenen Interesse beruflich weiter zu entwickeln.
Das einmal erlernte ist nur der Grundbaustein des Berufes.

Auch in der Altenpflege sind die Zeiten lange vorbei wo es "nur" um satt, sauber und trocken ging.
Die Behandlungspflege sprich Wundversorgungen, Injektionen, katetherismus, Porternährung usw. gewinnen in der Altenpflege immer mehr an Bedeutung.
Diese Entwicklung ist sehr deutlch im ambulanten Bereich erkennbar, dort ist ein Großteil der Versorgung ausschließlich Behandlungspflege.
Um als Altenpflegefachkraft nicht plötzlich im Abseits zu stehen ist es schon angeraten sein Können und sein Wissen zu erweitern, auszubauen und zu vertiefen.)
Zuletzt geändert von Griesuh am Do 5. Jul 2012, 08:39, insgesamt 1-mal geändert.


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Beitrag von fmh » Do 5. Jul 2012, 07:51

Hallo doppelkeks,

grundsätzlich trägst Du die Verantwortung für die fachlich korrekte Durchführung Deiner Pflegehandlungen. Wenn Du Deine Kompetenz im Bereich i.m.-Spritzen als zu gering einschätzt, kannst Du die Delegation dieser ärztlichen Tätigkeit selbstverständlich ablehnen!

Im Bereich Injektionen sollte es eigentlich noch klarer, da sich der Arzt eigentlich zunächst von Deinem Können überzeugen muss, bevor er diese Tätigkeit delegiert.

Dazu ist dieser Link auch ganz lesenswert (speziell zu Injektionen steht im unteren Drittel des Textes etwas).

Gruß
fmh


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Beitrag von Griesuh » Do 5. Jul 2012, 09:34

@ Doppelkeks,
hab da mal an dich eine zusätzliche Frage die mit dem ursprünglichen Thema direkt nix zu tun hat:
was macht eigentlich deine Ausbildung zur Praxisanleiterin palliativcare?

Denn in 5/2011 schriebst du:
Hallo
habe bald meine Praxisanleiterprüfung und habe mich für eine FB Palliativcare bei Dementen entschieden ...............
Zuletzt geändert von Griesuh am Do 5. Jul 2012, 09:40, insgesamt 1-mal geändert.


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Beitrag von FeBarth » Do 5. Jul 2012, 11:09

Off-Topic:

macht vielleicht sinn, wenn du das per pm klärst.



thomas09
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Beitrag von thomas09 » Do 5. Jul 2012, 17:31

Eine dreijährig Ausgebildete, die nicht i.m. spritzen kann und sich weigert?
Bei einer dreijährigen braucht sich auch der Arzt nicht persönlich zu überzeugen, dass diese dies beherrscht, das Ausbildungs- und Prüfungsgegnstand.

Dann lass es dir ganz schnell zeigen.

Eine dreijährige, die sich weigert i.m. zu Spritzen und das nicht ganz schnell lernt (auffrischt), denn das gehört dazu wie griesuh schon schrieb, würde von mir auch nicht als 3jährige bezahlt werden.



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Beitrag von fmh » Do 5. Jul 2012, 18:13

Hallo Thomas,

[quote=""thomas09""]Bei einer dreijährigen braucht sich auch der Arzt nicht persönlich zu überzeugen, dass diese dies beherrscht, das Ausbildungs- und Prüfungsgegnstand.
[/quote]
sind Dir hierzu Urteile oder ähnliches bekannt? In der Literatur liest man bisher andere Meinungen und in Bezug auf §831 BGB erscheint mir das zumindest auch nachvollziehbar.

Gruß
fmh


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Beitrag von FeBarth » Do 5. Jul 2012, 18:39

das kenne ich allerdings auch anders.



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Beitrag von *Angie* » Do 5. Jul 2012, 23:37

Man selbst ist für DAS verantwortlich, was man tut oder auch unterläßt.

Ich habe auch i.m. in meiner Ausbildung gelernt, war aber nie in der Situation, i.m. spritzen zu müssen ...

Ebenso wurde uns auch gesagt, dass man i.m.-spritzen als Pfleger ablehnen darf - ohne, wie thomas09 wertend einwirft - in eine Bezahlung als Helfer
zurück zu fallen.

I.m. zu spritzen, wenn man es zwar erlernt hat, aber über Jahre nicht anwenden musste, ist nichts weiter als Fahrlässigkeit!

Also lass es, wenn Du nicht sicher bist oder bitte um Einweisung.


» Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in einer Garage steht. « (Albert Schweitzer)

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Beitrag von Griesuh » Fr 6. Jul 2012, 06:26

Es wäre schön, wenn sich der/die TE eröffnerin wieder melden würde.
Warum ich ich fragte was die Palliativcare -Ausbildung bei Doppelkeks macht hatte schon seinen Sinn.
Denn als Palliativcare Tätiger wirst du um I.m. Injektionen nicht herum kommen.
Deshalb bin ich unter anderem über diese Frage von Doppelkekes verwundert.


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Beitrag von FeBarth » Fr 6. Jul 2012, 10:59

palliative care ohne i.m. = kein problem - in fortbildung & praxis



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Beitrag von Griesuh » Fr 6. Jul 2012, 11:19



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Beitrag von FeBarth » Fr 6. Jul 2012, 11:44

Die Anwendung hat widersprüchliche Informationen bekommen. Ursache dafür kann die Benutzung bestimmter Web-Browser-Funktionen (z.B. Vorwärts- oder Zurück-Taste) sein.
Um derartige Probleme in Zukunft zu vermeiden, bitten wir Sie die entsprechenden Funktionen nicht mehr zu benutzen.

vielen dank, arbeitsagentur...



habe gerade nochmal bei zwei palliative-care-zertifizierten PD angerufen: ist keine notwendige voraussetzung - eigentlich nichtmal eine hinreichende.


p.s.:

wie oft in deiner berufskarriere hast du schon erlebt, dass palliativ-patienten i.m. injektionen gegeben werden mussten?



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Beitrag von Griesuh » Fr 6. Jul 2012, 12:55

Oft sehr oft.

schaut hier:

http://www.also-akademie.de/lehrgaenge/ ... -care.html

oder hier:

http://www.ukgm.de/ugm_2/deu/ugi_sbz/6316.html

hier noch mals zu finden im Berufe Net der Argen:



Aufgaben und Tätigkeiten (Kurzform)
Fachkrankenschwestern und -pfleger für Palliativ- und Hospizpflege übernehmen die pflegerische Betreuung unheilbar kranker oder sterbender Patienten. Im Bereich der Palliativpflege setzen sie entsprechende pflegerische Konzepte und Verfahren in die Praxis um. Ein wesentlicher Bestandteil ihrer Tätigkeit ist dabei die Sterbebegleitung. Fachkrankenschwestern und -pfleger für Palliativ- und Hospizpflege sorgen für eine möglichst angenehme Atmosphäre, beruhigen ihre Patienten bei Schmerzen oder Angst und sprechen ihnen und ihren Angehörigen Mut zu. Darüber hinaus ergreifen sie in Absprache mit den behandelnden Ärzten und Ärztinnen bzw. nach deren Anweisung pflegerische Maßnahmen, die die Lebensqualität der ihnen anvertrauten Menschen verbessern sollen. Sie kümmern sich u.a. um das Waschen, Betten und die fachgerechte Wundversorgung der Betreuten. Dazu gehört z.B. die Linderung der Nebenwirkungen bei medizinisch notwendigen Therapien, wie Chemo- oder Bestrahlungstherapie bei krebskranken Patienten, oder die Schmerzlinderung bei unheilbar Erkrankten. Fachkrankenschwestern und -pfleger für Palliativ- und Hospizpflege beobachten die Patienten, messen Blutdruck und Temperatur, verabreichen Medikamente und Infusionen nach ärztlicher Anweisung.

Organisatorische Maßnahmen wie die Pflegedokumentation oder die Teilnahme an Visiten und Besprechungen gehören ebenfalls zu ihren Aufgaben. Regelmäßig tauschen sie sich mit anderen an der Pflege Beteiligten, mit ärztlichen sowie psychologischen Fachkräften aus. Darüber hinaus beraten sie Patienten und Angehörige in pflegerischen und organisatorischen Fragen und stellen ggf. auch Kontakt z.B. zu Einrichtungen der ambulanten Hospiz- und Palliativpflege her. Sind sie im Hospizbereich tätig, übernehmen sie ggf. die Koordination der Tätigkeiten ehrenamtlicher Hospizhelfer.


(zum Seitenanfang)

Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen
Fachkrankenschwestern und Fachkrankenpfleger für Palliativ- und Hospizpflege haben folgende Aufgaben:
unheilbar kranke und sterbende Patienten pflegerisch betreuen

persönlichen Kontakt zu den Patienten herstellen; über durchzuführende pflegerische Maßnahmen informieren

Patientendaten ermitteln (Patienten, z.B. nach Operationen oder Therapien, auf Faktoren wie Aussehen, Appetit, Schlaf, Bewusstseinslage beobachten, Messwerte wie Temperatur, Blutdruck, Puls, Körpergewicht erheben)

pflegerelevante körperliche, seelische und soziale Bedürfnisse, Möglichkeiten und Probleme der Patienten erkennen und im Rahmen pflegerischer Aufgaben berücksichtigen

ärztliche Verordnungen ausführen einschließlich Verabreichung von Medikamenten und Injektionen

Wunden versorgen, Verbände anlegen

Punktionen, Infusionen, Transfusionen, Blutentnahmen, Spülungen und ähnliche Maßnahmen durchführen bzw. dabei assistieren
bei ärztlichen Maßnahmen assistieren, Instrumente und Geräte (z.B. Injektionsspritzen, Infusionsgeräte) vorbereiten

Patienten mit unheilbaren Erkrankungen auf palliativmedizinische Maßnahmen vorbereiten, sie ggf. zu solchen Maßnahmen begleiten, beim Umgang mit Ängsten unterstützen und ggf. während der Maßnahme pflegerisch betreuen

Organisieren und Verwalten

an Visiten und Besprechungen teilnehmen

Therapiewirkungen und -nebenwirkungen in das pflegerische Handeln einplanen, notwendige Maßnahmen zur Unterstützung der kranken Menschen organisieren

ärztliche Verordnungen registrieren, z.B. bei der Visite

Essensbestellungen, Materialanforderungen ausfüllen, Materialbestand überwachen

Arzneimittel nach Vorschriften verwalten

bei der Durchführung hygienischer und seuchenhygienischer Maßnahmen einschließlich Sterilisation und Desinfektion mitwirken

bei Maßnahmen interner und externer Qualitätssicherung mitwirken

pflegedienstbezogene Dokumentations-, Abrechnungs-, Organisations- und Verwaltungsarbeiten erledigen, dabei einschlägige Krankenpflegesoftwaresysteme anwenden

Patienten in besonderen Situationen betreuen

Aufnahmen in die stationäre und Entlassungen aus der stationären Behandlung (ggf. Übergang vom Krankenhaus nach Hause oder in ein Hospiz) vorbereiten und begleiten

bei Notfällen Hilfe leisten (z.B. bei Bewusstlosigkeit)

Sterbende betreuen und begleiten

Verstorbene versorgen

Betreuen, Beraten, Anleiten

unheilbar kranke Patienten bei der Auseinandersetzung mit Krankheit und Sterben betreuen (etwa trösten, Mut zusprechen), Angehörige informieren und beraten

Krankenpflegeschüler/innen und ggf. ehrenamtliche Hospizhelfer anleiten, die Fachaufsicht über sie wahrnehmen

Soviel zu Palliativ Pflegefachkräften.

Zum Ursprung zurück:
Für "normale" Pflegefachkräfte gilt bei i. m injektion:

Grundsätzlich nein. Du bist gesetzlich nicht verpflichtet.
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Zuletzt geändert von Griesuh am Fr 6. Jul 2012, 13:10, insgesamt 1-mal geändert.


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Beitrag von FeBarth » Fr 6. Jul 2012, 13:41

da musst du mir echt nochmal helfen - ich finde nirgendwo die stelle, wo i.m. injektionen stehen.

habe gerade bei der dame, die in diesem:
http://www.ukgm.de/ugm_2/deu/ugi_sbz/6316.html
dokument steht, angerufen; die sagte, sie meine übrigens auch, dass das kein inhalt sei, genauso wie die beiden zertifizierten pflegedienste, mit denen ich gesprochen habe.

wenn du ärzte hast, die bei "sehr vielen" palliativpatienten, wie du ja sagst, intramuskuläre injektionen verordnen - warum auch immer sie das tun - dann macht es vielleicht mal sinn, alternativen zu ergründen? gerade bei palliativpatienten ist ausgerechnet die i.m.-injektion ja wirklich nicht das mittel der wahl.



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Beitrag von Griesuh » Fr 6. Jul 2012, 13:48

Punktionen, Injektionen,
Exulzerierende Wunden; Portversorgung und zentralvenöse Zugänge
Schmerztherapie

Grundlagen der Palliativmedizin und Palliativpflege

WHO-Stufenschema

Schmerzanamnese- und diagnose

Pharmakologie und medikamentöse Therapie

Applikationswege
Symptomkontrolle (gastrointestinale, pulmonale, neuropsychiatrische und psychische Symptome, Ernährung und Flüssigkeitszufuhr)

Wer keine i.m Injektionen machen will wie will der dann : Portversorgung und zentralvenöse Zugänge
Punktionen, Injektionen ausführen??????


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Beitrag von FeBarth » Fr 6. Jul 2012, 13:53

meinst du die frage ernst?



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Beitrag von thorstein » Fr 6. Jul 2012, 15:35

Was soll diese Diskussion?
Grundsätzlich muss jede Pflegekraft für jede Behandlungspflege, die sie durchführt, fachlich und persönlich geeignet sein.
Wenn sich eine Pflegekraft fachlich unsicher ist, muss sie das dem AG mitteilen. Auch eine Form der Überlastungsanzeige. Und selbstverständlich kann über Anleitung und Fortbildungen das Problem behoben werden.
Nehmen wir mal ein etwas problematischeres Beispiel. Bew. mit Trachealkanüle. Fachkraft arbeitet zwar schon mehrere Jahre in der Pflege, aber hatte noch nie mit einer Trachealkanüle zu tun. Kann sie sich weigern?
Portversorgung ist ein ähnliches Beispiel.
Jetzt geht es aber um den Arbeitsplatz, den der Patient muss ja versorgt werden, und eine Fachkraft, die diese Versorgung ablehnt (egal wie gut begründet), ist dann nicht mehr einsetzbar.
Pflege- und arbeitsrechtlich durchaus spannend.
Aber die Frage, wie häufig i.m- Injektionen in der Palliativversorgung notwendig sind, ist natürlich auch brandheiss.



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Beitrag von FeBarth » Fr 6. Jul 2012, 16:35

wenn du die äußere kanüle meinst ist das mE etwas völlig anderes, als wenn es um die innere kanüle geht.

der punkt ist hier die invasive maßnahme - und soweit ich mich erinnere, ist s.c. die einzige ausnahme, bei der nicht verweigert werden kann.



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Beitrag von thorstein » Fr 6. Jul 2012, 17:01

Warum die invasive Massnahme der Punkt sein soll, erschliest sich mir nicht.Ich erkenne hier keinen Sonderfall.
Es geht um Behandlungspflegen, bei der eine Pflegekraft unsicher ist oder Probleme auftauchen, und ob daraus ein Verweigerungsrecht oder sogar eine Verweigerungspflicht folgt.

http://books.google.de/books?id=vhGXohk ... ng&f=false



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