I.m.

Pflege- und Sozialrecht.
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Griesuh
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Beitrag von Griesuh » Sa 7. Jul 2012, 07:07

@Thorstein, das ist auch nicht der Punkt meiner Frage. Ich betone nochmal:


Grundsätzlich nein. Du bist gesetzlich nicht verpflichtet.
Es kann dich auch keiner dazu zwingen, Tätigkeiten auszuführen bei denen du dir unsicher bist oder die du dir nicht zutraust.


Bei Doppelkeks geht es mir jedoch darum, sie wollte oder hat eine Zusatzausbildung in 5/2011 begonnen --- Palliativ Care, in deren Rahmen als Palliativ Care Pflegekraft ganz andere behandlungpflegerische Maßnahmen erfolgen müssen als " nur " eine einfache i.m. Injektion die sie sich nicht zu traut. ( was ja auch Ok ist).
Was macht sie bei Portnadelwechsel, bei Infusionen, bei Blutabnahmen ecta.??
Wenn sie sich das nicht traut, dann ist sie an der Stelle Palliativ Care nicht am richtigen Platz.

Das ist der Punkt bei Doppelkeks der sich meiner Ansicht nach beißt.


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FeBarth
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Beitrag von FeBarth » Sa 7. Jul 2012, 11:01

re


der vergleich zwischen einer portversorgung und einer i.m. injektion ist unsachlich.

das gefahrenpotential bei einer (eine gefährliche körperverletzung darstellenden) punktion eines muskels ist wesentlich größer als bei einer portversorgung.
das gilt selbst dann, wenn der port nur versorgt, aber nicht punktiert werden soll. (hast du beides eigentlich noch nie gemacht, griesuh??)

habe noch bei zwei anderen kursanbietern angerufen:

i.m. ist kein inhalt der palliative care - fb. außerdem ist es - und "sollte", wie man mir mehrfach [neben meinem eigenen fachwissen & meiner erfahrung] versicherte in der palliativmedizin die absolute ausnahme sein (gründe dürften wohl sehr eindeutig auf der hand liegen).

s.c. injektionen kann man übrigens nicht einfach so ablehnen - eine ausnahme, auch hinsichtlich der körperverletzung durch einen gegenstand.

tätigkeiten wie der wechsel der außenkanüle des TS oder punktionen (außer s c) etc sind auch hinsichtlich ihres charakters als eingriff mit verletzung der körperlichen integrität ärztliche tätigkeiten und u.U. deligierbar.

aber abschließend nochmal ganz deutlich:

jemand, der nicht i.m. spritzen kann oder will - ist in der palliative care dennoch genauso gut aufgehoben.
im zweifel einfach mal die fortbildungsanbieter kontaktieren - die erklären einem das dann gerne.



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Beitrag von Suse2 » Sa 7. Jul 2012, 19:06

[quote=""Griesuh""]@Thorstein, das ist auch nicht der Punkt meiner Frage. Ich betone nochmal:


Grundsätzlich nein. Du bist gesetzlich nicht verpflichtet.
Es kann dich auch keiner dazu zwingen, Tätigkeiten auszuführen bei denen du dir unsicher bist oder die du dir nicht zutraust.


Bei Doppelkeks geht es mir jedoch darum, sie wollte oder hat eine Zusatzausbildung in 5/2011 begonnen --- Palliativ Care, in deren Rahmen als Palliativ Care Pflegekraft ganz andere behandlungpflegerische Maßnahmen erfolgen müssen als " nur " eine einfache i.m. Injektion die sie sich nicht zu traut. ( was ja auch Ok ist).
Was macht sie bei Portnadelwechsel, bei Infusionen, bei Blutabnahmen ecta.??
Wenn sie sich das nicht traut, dann ist sie an der Stelle Palliativ Care nicht am richtigen Platz.

Das ist der Punkt bei Doppelkeks der sich meiner Ansicht nach beißt.[/quote]


@ Griesuh

hast du eine Pallaitiv care WB????

kennst du deren Inhalt, da geht es um ganz ganz ander Dinge als behandlungspflegersiche Maßnahmen :confused:


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Beitrag von *Angie* » Sa 7. Jul 2012, 23:54

Also ich hab während meiner Arbeit im Hospiz nicht EINE i.m - Injektion mitbekommen und es entzieht sich auch meiner Kenntnis, dass Sterbenden solche "Schmerzen" zugefügt werden - denn i.m. spritzen tut weh.

Naja, wird hier und dort wahrscheinlich unterschiedlich sein ...


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Beitrag von Mendax » So 8. Jul 2012, 00:23

[quote=""Griesuh""]Bei Doppelkeks geht es mir jedoch darum, sie wollte oder hat eine Zusatzausbildung in 5/2011 begonnen --- Palliativ Care, in deren Rahmen als Palliativ Care Pflegekraft ganz andere behandlungpflegerische Maßnahmen erfolgen müssen als " nur " eine einfache i.m. Injektion die sie sich nicht zu traut. ( was ja auch Ok ist).
Was macht sie bei Portnadelwechsel, bei Infusionen, bei Blutabnahmen ecta.??
Wenn sie sich das nicht traut, dann ist sie an der Stelle Palliativ Care nicht am richtigen Platz.[/quote]

Palliative Care zu arbeiten oder weitergebildet zu sein bedeutet noch lange nicht, speziellen Behandlungspflegen oder Tätigkeiten ärztlicher Delegation durchzuführen. Das ganze ist ersteinmal nur ein Oberbegriff.
Im Prinzip ist ja jede Pflege, Betreuung & Behandlung eines irreversibel, tödlich erkrankten Menschen Palliative Care. Dazu gehört auch die Pflege eines Alzheimererkrankten. Dies nennt man auch "Allgemeine Palliativversorgung". Sozusagen macht jeder ambulante Pflegedienst oder jedes Heim eine Allgemeine Palliativversorgung auch ohne Palliativkräfte.
Bei Hospizen, Palliativstationen oder Palliative Care- / SAPV-Teams spricht man von spezialisierter Palliativversorgung.
Was ich damit sagen möchte ist, dass die Palliativweiterbildung nicht zu spezialisierter Pflege oder ähnliches Qualifiziert. Dieser Kurs dauert 160 Stunden und ist auf 4 Blöcke nach einem Jahr vorbei.
Die spezialisierte Pflege passiert, zum Beispiel bei SAPV-Teams, im Rahmen der ärztlichen Delegation und wird gesondert in internen und externen Fortbildungen beigebracht. Das ist in dieser Versorgungsform einfach realisierbar (und auch Sinnvoll), weil zwischen Arzt und Pflege ein direktes Dienstverhältnis besteht. Der Arzt weiß genau, was Pflege kann und was nicht.... Das einzige was das mit der Qualifikation zutun hat ist, dass die Kassen im SGB V nach §37b und §132d die Weiterbildung 160 Stunden Palliative Care für Pflegekräfte (DGP, Kern, Müller... Zertifikat) vorschreiben.
Ebenfalls wird die spezialisierte Pflege oft, in aufbaukursen doziert, haben aber im "Basiscurriculum" der Grundqualifikation wenig relevanz.

Zum Thema i.m. Injektion in der Palliativversorgung:
Hab ich erst einmal erlebt. Öfter kommen Portversorgungen oder die Versorgung über periphere Venenzugänge vor.

Gruß,
Mendax



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Beitrag von Suse2 » So 8. Jul 2012, 06:54

jeep Mendax

genauso ist meine WB gelaufen...


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Beitrag von Griesuh » So 8. Jul 2012, 09:23

Zitat:
das gefahrenpotential bei einer (eine gefährliche körperverletzung darstellenden) punktion eines muskels ist wesentlich größer als bei einer portversorgung.
das gilt selbst dann, wenn der port nur versorgt, aber nicht punktiert werden soll. (hast du beides eigentlich noch nie gemacht, griesuh??)
Zitat Ende

Im Gegensatz eines Users/inn die das anscheinenmd wirklich noch nie gemacht hat,
ist das verabreichen von i.m u. das wechseln von Portnadeln bestandteil unser Leistungsangebotes.
Weiter möchte ich auf solche nichts taugenden und persönliche Angriffe, die dem Thema in keinster Weise nützlich sind, nicht eingehen.

In Thorsten's verlinkter Studie gibt es die 5 R und die 4 Ü
die genau das besagen was ich die ganze Zeit sage:
die 5 R:
1. der richtige Mitarbeiter,
2. am richtigen Ort,
3. zur richtigen Zeit,
4. mit der richtigen Maßnahme,
5. beim richtigen Klienten

Von den 4 Ü das erste.
1. Überforderung

wenn sich doppelkeks eben diese speziellen Behandlungspflegen nicht zu traut, dann ist es ihr gutes Recht die Tätigkeit zu verweigern.
Dann jedoch ist sie nicht die richtige Mitarbeiterin am richten Ort
.

Gerade in der ambulanten Versorgung nimmt die Behandlungspflege einen immer weiteren Raum ein, der inzwischen im Schnitt bei 45-50% der Tätigkeiten eines ambulanten PD's liegt. ( vorausgesetzt der PD bietet diese Behandlungspflege an, was er laut Zulassungsvoraussetzungen in HESSEN muss)
Eine Pflegefachkraft mit 3 Jähriger Ausbildung, die nichts neues hinzu lernt, sich beruflich nicht weiter entwickelt, wird auf dem Markt trotz Pflegefachkräftemangel schlechte Karten haben.
Es ist in jedem Beruf und nicht nur in der Pflege, unabdingbar sich weiter zu entwickeln, sein Können u. Wissen auszubauen u. zu vertiefen, sonst bist weg vom "Fenster"
Zuletzt geändert von Griesuh am So 8. Jul 2012, 09:46, insgesamt 1-mal geändert.


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Beitrag von Griesuh » So 8. Jul 2012, 09:40

Angie, wenn richtig gespritzt wird tut eine i.m. gar nicht, bzw. nicht mehr "weh" als eine s.c.
Hinzu kommt noch was gespritzt wird.
Haste schon mal ein Lokalanästhetikum s.c. gespritzt?
Da kannste beim 1. Einstich an die Decke hüpfen.


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Beitrag von *Angie* » So 8. Jul 2012, 10:12

Nö - ich bin auch gar nicht befugt,
ein Lokalanästhetikum zu spritzen,
bin AP und kein Arzt ;)
und auch das ist hier gar nicht das Thema.

LG und nen schönen Sonntag :wave


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Beitrag von FeBarth » So 8. Jul 2012, 10:51

hier gehts doch eh mal wieder nur um recht-haben. schade.

:/


schönen sonntag auch von mir



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Beitrag von Griesuh » So 8. Jul 2012, 11:11

@ Angie: » Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in einer Garage steht. « (Albert Schweitzer)

Der Spruch ist super :yo


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Beitrag von Griesuh » So 8. Jul 2012, 11:20

@ Suse2 haste den Text aus meinem Beitrag vom 6.7.12 um 12.55 Uhr gelesen?
Dort steht welche Aufgaben eine Fachpflegekraft für Palliativpflege hat:

Fachkrankenschwestern und Fachkrankenpfleger für Palliativ- und Hospizpflege haben folgende Aufgaben:unheilbar kranke und sterbende Patienten pflegerisch betreuen

wo zu auch gehört:

ärztliche Verordnungen ausführen einschließlich Verabreichung von Medikamenten und Injektionen

Wunden versorgen, Verbände anlegen

Punktionen, Infusionen, Transfusionen, Blutentnahmen, Spülungen und ähnliche Maßnahmen durchführen bzw. dabei assistieren


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Beitrag von Stupsi » So 8. Jul 2012, 11:42

Grundsätzlich sehe ich es sogar als PFLICHT Tätigkeiten die ich nicht behersche erstmal abzulehnen , natürlich mit der Folge das ich mich dann nochmal von einer anderen Fachkraft die dieses beherscht anleiten und einweisen zu lassen. Lehne ich diese ( obwohl ich mir unsicher bin und es nicht kann ) nicht ab, und es entstehen für den Klienten daraus gesundheitliche Folgen kann man mich haftbar machen. Dieses Risiko würde ich persönlich nicht eingehen. Habe selber nach meinem Examen nicht sicher i.m spritzen können. Gespräch mit der PDL >> erneute Anleitung und Einweisung durch sie >> und schon hat sich das Thema erledigt erledigt :-) Nur was ich bei sowas absolut fatal und falsch finde .... eine Fachkraft mit einem Defizit in irgend einem Bereich abzuwerten , das führt dazu das Defizite totgeschwiegen werden anstatt offen damit umzugehen um sie aus der Welt schaffen zu können.


Wenn du wüsstest was ich denke, wäre das Gespräch längst beendet

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Beitrag von FeBarth » So 8. Jul 2012, 13:18

absolute zustimmung.

das sind ja zudem auch ärztliche tätigkeiten - gerade i.m. abzulehnen ist kein problem.

und im palliativbereich hat ist das - neben der generellen (relativen) seltenheit von i.m. injektionen - nochmal weniger ein problem. palliativpatienten, die tatsächlich nur i.m. mit einem bestimmten medikament versorgt werden können, sind mE hochrisikopatienten, bei denen es doppelt sinn machen sollte, dass der arzt solche eingriffe selber vornimmt.

und nochmal:

eine portversorgung ist kein invasiver eingriff. den port zu punktieren allerdings schon. ich selber mache das nur, wenn ich sehe, dass der arzt nicht klarkommt (das ist in den letzten zehn jahren - bei ungezählten portversorgungen - bislang zweimal vorgekommen).



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Beitrag von KVie » So 8. Jul 2012, 16:04

Bin froh, dass es in meiner Palliative Care Ausbildung um pflegerelevante Dinge ging (Kommunikation, Schmerzmanagement, Übelkeit, Erbrechen, Basale Stimmulation.....UND BERATUNG; BERATUNG; BERATUNG). Es ging nicht zu lernen Hilfstätigkeiten für den Arzt zu verrichten. Ich bin Pflegefachkraft!!!!
Wenn ich medizinische Maßnahmen übernehme und mir unsicher bin, bitte ich um Unterweisung und/ oder Fortbildungsmaßnahmen bzw. kümmere mich selbst darum.
Eigentlich läuft es immer ziemlich komplikationslos, z.B. Portversorgung - Übernahme aus KH, Schulung in Sosta, Unterweisung vor Ort, bin ich mit immer noch unsicher, treffe ich mich nochmal mit einer Kollegin oder Kollegen (Einverständnis des Patienten vorausgesetzt)

Liebe Grüße von KVie



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Beitrag von Griesuh » Mo 9. Jul 2012, 07:16

@ KVie du schreibst:

Wenn ich medizinische Maßnahmen übernehme und mir unsicher bin, bitte ich um Unterweisung und/ oder Fortbildungsmaßnahmen bzw. kümmere mich selbst darum.


Und genau darum geht es.
Sich weiter und fortzubilden um neues zuerlernen und sein Wissen zu vertiefen.


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Beitrag von FeBarth » Mo 9. Jul 2012, 09:54

eigentlich ging es aber darum, ob i.m. inhalt der PCare-fortbildung ist.


darauf lautet die relativ schlichte antwort: eigentlich nie.

und die antwort auf die frage, ob man es denn dann in der praxis für PCare patienten trotzdem braucht: eigentlich nie.



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Beitrag von hauptstadtpfleger » Di 11. Sep 2012, 15:47

hallo!

du hast grundsätzlich alles zu unterlassen, was das patientenwohl gefährdet. du musst alles ablehnen, was du nicht kannst, egal worum es sich handelt oder anders herum: du kannst rechtlich zu nichts gezwungen werden, was du nicht kannst. kein gericht in deutschland wird dich verurteilen eine i.m. injektion auszuführen. wie sich dein unvermoegen eine i.m. injektion durchzuführen auf dein arbeitsverhaeltnis grundsätzlich auswirkt ist eine andere sache.

grundsätzlich gilt:

1. i.m. injektionen kann man lernen. ist nicht schwer.

2. eine s.c. injektion bzw. das punktieren eines ports oder eines ohrlaeppchens bzw. der fingerbeere zum zwecke der be zur bz-bestimmung erfuellen ebenso den objektiven tatbestand einer gefaehrlichen kv.

3. wie fuer jede andere taetigkeit gilt auch bei der i.m. injektion, dass sie sach- und fachgerecht ausgefuehrt nicht uebermaessig gefährlich ist. bei der einen injiziere ich in einen groesseren skelletmuskel bei der anderen in die subcutis.

ich verstehe die aufregung nicht.



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