Elternunterhalt - Petition für klare Gesetze und Gerechtigkeit

Pflege- und Sozialrecht.
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doedl
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AW: Elternunterhalt - Petition für klare Gesetze und Gerechtigkeit

Beitrag von doedl » Do 21. Sep 2006, 12:48

Hallo Antonia

wenn ich unsere Gäste richtig verstanden habe, so scheint es sehr unterschiedliche Vorgehensweisen zu geben (trotz einschlägiger Gerichtsurteile).

Die Düsseldorfer Tabelle berechnet vornehmlich den Unterhalt an Kinder; der Elternunterhalt ist niedriger angesiedelt, da noch unterhaltspflichtige Kinder, der eigene Lebensstandard, sowie Vorsorgeaufwendungen für das eigene Alter berücksichtigt werden.

Habe nun eine Art Berechnungstabelle gefunden:

http://www.seniorenberatung.de/pflege.h ... -12-&r=110

vielleicht hilft das erstmal weiter.

Lieben Gruß

Doedl


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Teddy
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Beitrag von Teddy » Fr 22. Sep 2006, 07:01

Habt Ihr eine Wohung oder sonstige Immobilien, in denen Ihr nicht lebt und die vermietet sind, vielleicht sogar, um den Kredit, der darauf lastet abzubezahlen, werdet ihr diese Immobilie hergeben müssen.
Also da kann ich bei uns nich ganz so zustimmen.
Meine Oma war zu lebzeiten auch nur mit einer kleinen Rente bestückt. So das ich dann für sie einen Antrag auf unterstützung beim sozialamt (Amt für Soziales und Wohnen) gestellt habe.
Zuerst wollten diese natürlich auch nicht zahlen, klar. Sie meinen ja es sei noch Familie da. Ich hab denen dann mitgeteilt, das meine Eltern Schulden wegen dem Haus haben (ok sie leben dort auch selbst drin) und mein Bruder ebenfalls ( aber er hatte sein Haus zu dem moment noch vermietet gehabt) und ich noch zu dem Zeitpunkt in Ausbildung sei.
Das ganze wurde natürlich überprüft. Und letzendlich wurden WIR nicht zur unterhaltspflicht herangezogen und meine Oma bekam Geld vom Amt.
Ich muss auch dabei sagen, es gibt keine weiteren leiblichen Kinder meiner Oma die sie da hätten heranziehen können.

Aber wie ja bekannt is, entscheiden Ämter immer unterschiedlich und das finde ich schon komisch.


Gruß Teddy



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doedl
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Beitrag von doedl » Mo 25. Sep 2006, 20:30

Hallo vorletzter, studierender Gast

Deine Ausführungen wirken auf mich irgendwie pathetisch, sorry.

Du wirst nie heiraten, nie Kinder haben, nie ein Eigenheim bauen können, das Studium ist für die Katz, da Deine ungeliebten Eltern wahrscheinlich langlebig sind, wirst Du ein Leben lang zahlungspflichtig sein.

Ich war in 2 Heimen PDL, in einem HL- ich komme heute durch meine Tätigkeit in viele Altenheime- aber mir ist kein Fall bekannt, in dem Kinder bis zum Existenzminimum von den Sozialämtern zur Kasse gebeten würden.

Mich würden mal Zahlen interessieren; nachdem hier ja einige Betroffene öfter ins Forum kommen: was sind denn die Beträge, die Ihr für Eure Eltern monatlich zahlen sollt?

Und - wir haben hier ja auch viele PDLs und HLs- wie sieht es bei Euch in den Heimen aus? Wer kennt Angehörige, die für den Heimaufenthalt ihrer Eltern Unsummen zahlen sollen?

Sollte jemand zufällig bei einer Sozialhilfeverwaltung arbeiten- oder jemand kennen, der jemand kennt, so ist derjenige auch gerne eingeladen, sich zu äussern.

Jedenfalls werde ich an das Bundesministerium für Gesundheit und Soziales eine Anfrage schicken; mal gucken, was die so dazu wissen.

Gruß Doedl


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Beitrag von doedl » Di 26. Sep 2006, 09:07

Hallo Gast

[quote=""Gast""]Hallo doedl,

ich verstehe Deine Frage nicht ganz. Gast[/quote]

Meine Frage war simpel- wieviel Euro sollst Du für Deine pflegebedürftigen Eltern im Heim zahlen- pro Nase pro Monat? Bzw-an alle- welche Unterhaltsbescheide in welcher Höhe stehen hier eigentlich zu Debatte?


[quote=""Gast""]Ich werde 1400 Euro plus 50% des darüber hinausgehenden bereinigten Nettogehaltes als Selbsbehalt haben."Gast[/quote]

Und bereinigt heisst doch-
abzüglich: Kinderbetreuungskosten, Kreditrückzahlungen, berufsbedingte Aufwendungen, Hpothekenrückzahlungen, Vorsorgeaufwendungen für das eigene Alter, Versicherungen, Kinderfreibeträge.


[quote=""Gast""]
Was möchtest Du mir mit Deinem Beitrag eigentlich sagen? Daß ich mich seit 6 Jahren falsch informiert habe, daß alle meine Anwälte Mist geredet haben, daß es unsinnig ist drei Betroffenenforen anzugehören oder daß ich Stuß rede und daß das nicht wirklich Sorgen von mir sind?
Gast[/quote]

Ich möchte Dir damit sagen:

Wenn mich heute jemand bittet, eine Petition zu unterzeichnen, dann muss mich derjenige zuerst von der Notwendigkeit und Angemessenheit dieser Petition überzeugen. Ich gehe schließlich auch nicht zur Wahl, ohne mich zu informieren und vor allem- Hintergründe zu wissen.

Dies geschieht durch sachliche Informationen, nicht durch Beschreibung eines möglichen Szenarios, welches bei Dir wohl noch garnicht eingetreten ist.

Wenn wir nun schon bei Szenarien sind - dann bitte auch folgendes:

Wir haben schon heute in der Altenpflege unzureichende Finanzierung
Die Reform der Pflegeversicherung für 2008 wird die Situation für die Heime noch verschärfen, da die Pauschalbeträge für die Pflegestufen I und II gekürzt werden sollen
Der Anteil der Schwerstpflegebedürftigen im Heim wird sich dadurch drastisch erhöhen
Die Belastung der Pflegekräfte wird noch mehr steigen
Die Reduzierung der Pflegekassenzuzahlungen wird automatisch eine höhere Beanspruchung der Sozialhilfeträger ergeben
Die demografische Entwicklung lässt nicht darauf hoffen, dass sich dieser Zustand positiv verändern wird

Die Refinanzierung dieser Pläne kann nur durch Steuereinnahmen erfolgen.
Steuern kann Staat am einfachsten bei den sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmern einholen (da Gewinne von Großunternehmen oder gar Konzernen gaaanz einfach durch Rückstellungen, Investitionen etc. keine Gewinne mehr sind) Beispiel: BASF zahlt seit der Gewerbesteuerreform 50 MIO Euro weniger, Daimler Chrysler zahlt: überhaupt keine!!

Letztendlich sieht es dann so aus:

Steuererhöhungen und Erhöhungen der Pflegeversicherungsbeiträge werden das Realeinkommen der sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer noch mehr schrumpfen lassen.

Für unterhaltspflichtige Kinder mittleren Einkommens soll die Unterhaltspflicht- laut Eurer Petition- auf 46 Euro pauschal gesenkt werden, dadurch steigen die Ausgaben für die Sozialhilfeträger nochmal- also nochmal rauf mit den Steuern

Für meinen Sohn- Nettoeinkommen 1100.- Euro (nicht bereinigt und davon muss er seine kleine Familie ernähren!) bedeutet dies dann- sowieso höhere Steuerzahlungen und nochmal Mitzahlen für einkommensstärkere Staatsbürger?

Vielleicht kann mir jemand den Sinn erklären- oder mir was anderes vorrechnen!

Eine Diskussion über unterhaltspflichtige Eltern zu beginnen, halte ich für nicht sinnvoll, da diese Diskussion bei weitem noch nicht abgeschlossen ist.

Gruß Doedl


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Beitrag von doedl » Di 26. Sep 2006, 17:29

Hallo

Diese Frage habe ich auf S. 1 schonmal beantwortet.....

Gruß Doedl


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Beitrag von doedl » Di 26. Sep 2006, 17:57

Hallo Gast

genau so stehts ja auch in dem Link drinne- oder?

Gruß Doedl


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Beitrag von doedl » Fr 29. Sep 2006, 14:57

Halloooo Marianne

vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Leider bin ich im Moment arbeitsmässig so stark eingespannt, dass ich keine Zeit finde, mich mit einer fundierten Antwort zu beschäftigen.

Ich hoffe auf Ende Oktober- da sollte ich wieder Land sehen, ggg.

Mal eine Bitte an andere User: mir fällt auf, dass sich zu diesem Thema nur sehr wenige überhaupt äussern. Ich find das sehr schade, denn es hat ja sehr wohl was mit der Pflege zu tun. Ich geb zu, es ist aufwändig, sich in die Materie reinzulesen.....

Gruß Doedl


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Beitrag von doedl » Sa 30. Sep 2006, 10:33

Hallo Marianne

das hab ich bereits getan und in Deinem Forum etwas quergelesen- aber wie gesagt: im Moment fehlt mir die Zeit, mich damit zu beschäftigen.

Aber versprochen: das Thema bleibt in der Diskussion.

Leider hat bisher noch keiner eine Aussage über die Höhe der monatlichen Elternunterhalte gemacht- wär doch interessant....

Gruß Doedl


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