Doku bei Verhungern im Heim

Pflege- und Sozialrecht.
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siggi72
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Doku bei Verhungern im Heim

Beitrag von siggi72 » Fr 6. Jun 2008, 14:19

Hallo, kann/will mir jemand sagen, was das Personal einer Pflegestation tun muß, wenn z.B. eine wg. Durchblutungsstörung im Arm aus dem Krankenhaus zur Kurzzeitpflege aufgenommene 95-jähr. Bewohnerin die Nahrung verweigert u. wg. Schmerzen beim Schlucken kaum trinken will/kann? Gibt es Regelungen/Vorschriften? (Details auf R.)
Danke.



DieJuli
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Beitrag von DieJuli » Fr 6. Jun 2008, 16:24

warum hat sie die schmerzen, helfen keine schmerzmittel?
ich denke als erstes muss das personal den ursachen auf den grund gehen und versuchen, diese zu beseitigen! Das wohl mit Hilfe des Arztes... Den Flüssigkeitshaushalt könnte man dann EVENTUELL mit s.c. Infusion regeln...
Warum verweigert sie die Nahrung? Wie fit ist sie kognitiv und körperlich?



siggi72
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AW: Doku bei Verhungern im Heim

Beitrag von siggi72 » Fr 6. Jun 2008, 19:43

Hallo, danke für R.
Schmerzen gab es wg. Schnitt in Armbeuge u. einwachsende Fäden, vor allem durch absterbenden Arm, was niemanden im Heim interessierte. Kein Arzt, keine Info an meine Adresse-Nichts. Ich lag in Herzklinik nach 2 Infarkten u.OP, meine 95-jähr. kam vom Krankenhaus direkt in dieses Heim zur Kurzzeitpflege.
Staatsanwalt/Heimaufsicht: das Pflegepersonal hat Wunsch Ihrer Mutter, keine Nahrung aufzunehmen "akzeptiert". Basta.Einstellung.

Frage: darf ein Heim so etwas? Was müßte zumindest dokumentiert sein in der Pflegeakte? Ist es nicht strafbar, in einem solchen Falle nicht mal einen Arzt hinzuzuziehen??? Übrigens, das war 2004. Jetzt verweigert mir Heim Einsicht in die Doku wg. Verjährung.



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doedl
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AW: Doku bei Verhungern im Heim

Beitrag von doedl » Fr 6. Jun 2008, 22:12

Hallo Siggi

aus deinen Aussagen entnehme ich, dass deine Mutter verstorben ist und du nun Ursachenforschung betreibst, ob der Tod verhinderbar gewesen wäre.

Grundsätzlich glaube ich nicht, dass dieses Forum für solche Rechtsfragen geeignet ist, aber trotzdem hätte ich gerne ein paar Infos dazu.

1. Wieso "starb" der Arm ab? Was war die Diagnose dazu- ich mein, das erste, was "abstirbt" ist vielleicht ein Zeh- aber ein Arm???

2. Trat dieser absterbende Arm erst im Heim auf, oder war das Problem bereits im Krankenhaus bekannt und als nicht therapierbar nach Hause entlassen?

Meine nächste Frage: was war das Grundproblem dieses Menschen? Wie kommt es zu derart schwerwiegenden Durchblutungsstörungen- wie groß waren die Schmerzen- so groß, dass dieser Mensch sterben wollte?

Wenn ein Mensch mit 95 beschließt- ich will nicht mehr- darf er das dann oder darf er das nicht? Wie alt muss ein Mensch werden, bis er sterben darf?

Wie wäre die Alternative gewesen? Zwangsernährung- PEG Sonde- haufenweise Infusionen... nur um dann festzustellen- der Mensch hat echt keine Lust mehr zu leben?

Was hätte deiner Meinung nach passieren sollen- nochmalige Einweisung ins Krankenhaus- nochmalige Operation- hallo! Deine Mutter war 95!!!!

Meine Mutter ist 82; mir graut schon heute vor dem Tag, wo mir klar wird, sie wird sterben- aber genau da beginnt dann meine Verantwortung: ich weiss nämlich, dass sie gehen muss; ich weiss, ohne sie wirds nie mehr sein wie vorher; aber ich kenne die Kehrseite- das Lebenverlängern ohne Sinn und Verstand; das Hinvegetieren, weil Maschinen Deine Lebensfunktionen übernommen haben; das Nicht-Sterben-Können, was für mich das unmenschlichste ist, was man einem Menschen antun kann.

Ich glaube nicht, dass ein Prozess Deiner Trauer und Deinem Verlust hilfreich ist; eher die Einsicht, dass Leben nun mal in Gottes Hand liegt und jedem irgendwann "die Stunde schlägt", egal ob wir das nun toll finden oder nicht.

Was die Frage nach der Pflegedoku angeht- da gibts keine "Verjährung" es streiten sich die Geister zwischen 10 und 30 Jahren Aufbewahrungsfrist....

Gruß Doedl


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AW: Doku bei Verhungern im Heim

Beitrag von siggi72 » Sa 7. Jun 2008, 09:55

Hallo Doedl,plötzlich waren morgens die Finger der re. Hand geschwollen.Krankenhaus,OP-Eingriff: Armvenen(?) ok, Verstopfung im Brustraum, gut mit Medikamenten zu beherrschen. Alles ok und dann meine Herzinfarkte. Ich sah meine Mutter noch auf der Int.-Station, bevor ich in einer anderen Stadt operiert wurde. 5 Wochen später fand ich im Heim(aus dem Krankenhaus dort hingebracht) ein wimmerndes Häuflein Mensch wieder, vom Tode gezeichnet. Es wurde der Wunsch meiner Mutter, zu verhungern, akzeptiert. Lächerlich, meine Mutter hatte nur einen Wunsch, zu leben, allein schon, um einen großen Teil ihrer Rente den Enkeln zu geben. Monate vorher hatte ich noch mit einem Riesenaufwand eine Wohnung so umgestaltet, dass sie dort mit ihrem Rolli umherfahren u. zur Toilette/Dusche kommen konnte. Nach meiner festen Überzeugung hat man auf der personell völlig unterbesetzten Station das leichte Verhungernlassen der schwierigeren Pflege vorgezogen. Angeblich wollte sie es ja. Heimaufsicht u. Staatsanwalt glauben das und stellen ein. Aber Hallo, auch aus der Antwort lese ich heraus, alt genug, ist doch kein Problem. Ich will wissen, wer hat entschieden, Gott zu spielen (Heim- u. Pflegedienstleitung waren kurz nach Beginn meiner Anfrage nach Akteneinsicht weg, die neuen Leute unwissend. Die Heimaufsicht wurde hins. Arzt belogen, was nicht einmal kontrolliert wurde. Und so etwas nicht in Hintertupfingen sondern im Raum Düsseldorf, in Deutschland.

Noch immer aber weiß ich nicht, darf ein Heim Menschen vom Leben zum Tode führen ohne hierüber irgendetwas mit Zeugen festzuhalten und ohne auch nur einmal einen Arzt hinzuzuziehen.?



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AW: Doku bei Verhungern im Heim

Beitrag von sophie » Sa 7. Jun 2008, 10:37

Hallo Siggi,

ich verstehe dein Entsetzen, da du nicht weisst was in diesen 5 Wochen passiert ist. Könnte es sein, dass deine Mutter sich aufgrund ihres fortschreitenden Krankheitsbildes dazu entschlossen hat zu sterben?

Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Heim einen Menschen absichtlich verhungern lässt. Im Gegenteil, wir bieten an und überreden usw.
Die Heimaufsicht wurde hins. Arzt belogen, was nicht einmal kontrolliert wurde.
Sicherlich gab es einen Hausarzt der deine Mutter in der Zeit im Heim begeleitet hat?
Und so etwas nicht in Hintertupfingen sondern im Raum Düsseldorf, in Deutschland.
Haben die Leute aus Hintertupfingen nicht den gleichen Anspruch auf gute Pflege?


Grüsse aus dem Grünen
sophie


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Beitrag von siggi72 » Sa 7. Jun 2008, 11:10

Hallo Sophie,
der Hausarzt wurde vom Krankenhaus nicht informiert.Das Heim holte keinen Arzt, nicht einmal die OP-Fäden wurden nach Anweisung des Khs. gezogen, wuchsen ein und der ganze Arm war ein einziger Schmerz. Als ich nach 5 Wochen aus der Herzklinik kam u. sofort zu meiner Mutter eilte, fand der einzige Pfleger auf der Heimstation nicht einmal ein Schmerzmedikament für meine Mutter.
Ich kann mir das mit dem Verhungernlassen auch nicht vorstellen, zumal meine Mutter da nie gewollt hätte, aber, so war es. Wie schlecht das Gewissen des Heimes ist, sagt für mich ja schon die Verweigerung auf Doku-Einsicht, obwohl ich eine gültige Vorsorgevollmacht von damals habe.

Mit Hintertupfingen meinte ich nur die dünne Arztbestückung im Vergleich zum Raum Düsseldorf. Entschuldigung, das hat nichts mit den Menschen dort zu tun.

Das ist meine letzte Antwort hier, denn niemand will oder kann sich zu der eigentlichen Frage äußern, ob und was ein Heim dokumentieren muss, wenn es sich entschließt, einen Menschen einfach und völlig sinnlos sterben zu lassen. Es gab weder den Willen dazu noch eine nicht beherrschbare Krankheit.



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Eine Krähe...

Beitrag von Dirk Höffken » Sa 7. Jun 2008, 14:03

Hallo,

das ich nicht zu dem Personenkreis zähle, der Ärzte und Pflege unter Pauschalverdacht stellt dürfte unstreitig sein. Trotzdem kam mir beim lesen des Threads ein Satz in den Sinn:

Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus!


Pflege nimmt sich einmal mehr die Ärzteschaft zum Vorbild.

Unstreitig ist der Fragesteller emotional involviert. Daraus allerdings ableiten zu wollen, seine Aussagen entsprächen von vorneherein nicht der objektiven Realität und müssten psychologisch interpretiert werden ist vollkommen neben der Sache! Auf diese Art und Weise lässt sich jede Fehlersuche im Gesundheitswesen effektiv und mit reinem Gewissen abblocken.

Hallo siggi72.

[quote=""siggi72""] ...„Das ist meine letzte Antwort hier, denn niemand will oder kann sich zu der eigentlichen Frage äußern, ob und was ein Heim dokumentieren muss, wenn es sich entschließt, einen Menschen einfach und völlig sinnlos sterben zu lassen. Es gab weder den Willen dazu noch eine nicht beherrschbare Krankheit.“[/quote]
Das du hier nicht mehr Antworten willst ist bedauerlich allerdings durchaus nachvollziehbar.

Setz erst einmal dein Einsichtsrecht in die Dokumentation durch. Hier kann dir ggf. der Landesdatenschutzbeauftragte helfen. Ansonsten empfiehlt sich ein Rechtsanwalt, bevorzugt ein Fachanwalt für Medizinrecht.

Vielleicht teilst du uns trotzdem noch mal mit, wie die Sache weitergeht.

Ich wünsche dir, dass du eine für dich befriedigende Antwort findest.

Gruß Dirk



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AW: Doku bei Verhungern im Heim

Beitrag von sophie » Sa 7. Jun 2008, 15:49

Off-Topic:

Hallo Dirk,

hier unterliegst du einem Irrtum was deine Interpretation angeht. Ich habe andere Gründe, die ich aus Rücksicht auf den Fragesteller nicht öffentlich machen möchte.

Grüsse Sophie


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Lernen an Fällen

Beitrag von Dirk Höffken » Sa 7. Jun 2008, 16:03

Off-Topic:

Hallo sophie,

ich lerne gern an Fällen. Wenn du Lust hast und es gegen keine anderen Pflichten (z.B. Schweigepflicht) verstößt , teil mir die Gründe doch einfach mal per PN oder E-Mail (auf Wunsch/im Notfall auch verschlüsselt) mit.

Gruß Dirk



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AW: Doku bei Verhungern im Heim

Beitrag von doedl » Sa 7. Jun 2008, 18:34

Hi Dirk

vielleicht hast Du es überlesen: der Todesfall wurde bereits von der Staatsanwaltschaft untersucht mit dem Fazit, dass dem Heim keine Pflichtverletzung vorgeworfen werden konnte.

Nachdem ich solche staatsanwaltschaftlichen Aktionen im Heim schon mehrfach erlebt habe, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass - gerade bei der herrschenden Medienmeinung- die Ermittlungen nicht oder schlampig geführt wurden.

Ich finde es meinerseits daneben, mir (zwar nicht namentlich, aber ich postete ja am längsten) Vetternwirtschaft oder Unter-den-Teppich-Kehr Methoden zu unterstellen!

Gruß Doedl


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AW: Doku bei Verhungern im Heim

Beitrag von siggi72 » So 8. Jun 2008, 10:27

Hallo doedl, hallo Dirk, lasst bitte die Luft raus. Ich bewundere, dass sich Menschen für den Pflegeberuf entscheiden, auch unter den oft so unerträglichen Bedingungen in Heimen. Auch als Betreuer (in anderer Sache) stelle ich fest, dass überwiegend - aus Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes- geschwiegen wird, was ich auch verstehe. Um so sauberer müßten hier u.a, die Heimaufsichten arbeiten. Was ich kennengelernt habe, sind z.T. enge Verbindungen zwischen den immer gleihen Prüfern u. den Heimen,m.E. auch nach dem Motto"lieber schlechte Heime, als keine". Ein Prüfer sagte mir mal, "wohin denn mit den Menschen ?".
Dass aber in meinem Fall eine unabhängige Staatsanwaltschaft so arbeitet, wie in den 4 Jahren geschehen, bleibt mir ein Rätsel. Vielleicht löst es der Generalstaatsanwalt, bei dem die Akten seit vielen Wochen liegen.
Inzwischen erreichte mich (direkt) eine E-Mail mit der vollständigen Beantwortung meiner eigentlichen Frage. Vielen Dank. Ich werde nun versuchen, auf dem Klageweg Einsicht in die Pflegedoku zu erhalten.

Bezeichnend erscheint mir, dass weder Geschäftsführung noch AR-Vorsitzender der betreff. Heimgruppe auf meine Schreiben antworten. Es handelt sich um eine Gruppe, über die man sehr viel im Internet lesen u. bisher in Fernsehsendungen (z.B. Hart aber Fair) erfahren konnte.



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AW: Doku bei Verhungern im Heim

Beitrag von sophie » So 8. Jun 2008, 11:23

Hallo Siggi,

ich persönlich kenne keine Heimaufsicht die irgendwelche Bande mit Heimbetreibern knüpft und auch deine geschilderte Aussage ist nicht zutreffend. Ich könnte mir schon vorstellen, dass es auch in deiner Gegend leerstehende Betten gibt, also könnte man die Leute ohne Probleme in eine gute Einrichtung umziehen lassen.

Halt uns mal auf dem Laufenden, wie das Ergebnis der Untersuchung durch den Generalstaatsanwalt aussieht.

Sophie


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Beitrag von siggi72 » So 8. Jun 2008, 11:33

sophie, "von enge Bande knüpfen" habe ich nicht gesprochen und Deine Ansicht von überall freien Betten verweise ich ins Reich der Märchen, zumindest in NRW. Aber eigentlich gehört das kaum zum Thema.



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Friedenspfeife

Beitrag von Dirk Höffken » So 8. Jun 2008, 15:47

Hallo Christel,

so ein bisschen wundert mich deine Reaktion. OK, die Formulierung ist etwas unglücklich. Du warst allerdings nicht im speziellen gemeint. Für mich ist das ein systemimmanenter Fehler. Systeme als deren Teil man sich betracht werden nur allzu häufig viel zu unkritisch betrachtet. Denken wir hier nur an das Milgram-Experiment. Das die Staatsanwaltschaft involviert ist/war ist mir nicht entgangen. Wie die Strafverfolgungsbehörden arbeiten ist mir, wenn auch nicht in Heimen, hinlänglich bekannt.

Rauchen wir an der Stelle die Friedenspfeife!

Noch was anderes: Ich hab gelesen du bist bald wieder in Hanau?

Hallo siggi72.

[quote=""siggi72""] ... „Inzwischen erreichte mich (direkt) eine E-Mail mit der vollständigen Beantwortung meiner eigentlichen Frage. Vielen Dank. Ich werde nun versuchen, auf dem Klageweg Einsicht in die Pflegedoku zu erhalten.“ ... [/quote]
Dann hoffe ich, du wurdest auch auf das Prozesskostenrisiko sowie den Unterschied zwischen Straf- und Zivilrecht hingewiesen. Klagen ohne Anwalt ist meist sinnlos. Eine Rechtschutzversicherung wird nicht einspringen.

Meiner Erfahrung nach geht das auf anderem Wege am Anfang meist günstiger.

Gruß Dirk



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Beitrag von sophie » So 8. Jun 2008, 16:41

sophie, "von enge Bande knüpfen" habe ich nicht gesprochen und Deine Ansicht von überall freien Betten verweise ich ins Reich der Märchen, zumindest in NRW. Aber eigentlich gehört das kaum zum Thema.
von engen Banden habe ich nicht gesprochen, sondern irgendwelchen und das hast du ja meiner Meinung nach in deinem obigen Post angedeutet. nämlich hier:
Was ich kennengelernt habe, sind z.T. enge Verbindungen zwischen den immer gleihen Prüfern u. den Heimen,m.E. auch nach dem Motto"lieber schlechte Heime, als keine". Ein Prüfer sagte mir mal, "wohin denn mit den Menschen ?".
in der Stadt in der ich lebe gibt es zur Zeit etwa 100 leere Betten in Pflegeeinrichtungen und ich weiss auch von anderen Regionen die Leerstände haben, also sind wir wieder im Reich der Realität angelangt und dich bei Adebar und Meister Lampe.

Sophie


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Beitrag von siggi72 » So 8. Jun 2008, 17:11

Was soll das, sophie? Enge Verbindungen knüpfen ist etwas völlig anderes, als wenn sich durch lange u. immer gleiche Zusammenarbeit Bindungen ergeben, wie es mir in der Realität jedenfalls so erschienen ist in mehreren Fällen.

Und - in unserem Raum gab es 2004 keine Menege leerstehender Betten, kaum eines. Heute ebenso nicht und dazu müssen sie ja auch noch für die meist auch älteren Angehörigen in etwa noch erreichbar sein.

Selbst 100 freie Betten hätten in meinem Fall ja auch nichts verändert. Ich lag in Bad Oeynhausen mit 2 Infarkten, OP mit 4 Bypässen in der Klinik u. wußte nicht, dass meine Mutter in Düsseldorf zu Tode gepflegt wird.

Ich wollte zwar schon gestern aufhören, aber manches kann ja so nicht stehen bleiben.



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Beitrag von doedl » So 8. Jun 2008, 17:43

Hallo Alle

erstmal an Siggi: keine Sorge, Dirk und ich haben ab und an fachliche Differenzen, ist nicht schlüüümm

an Dirk: nix Pfeife, rauch Zigaretten. Dein Glück, dass Hanau grad vorbei ist, sonst hätte ich Dir persönlich ans Bein getreten (war das nun ne Angstfrage, ob ich in Hanau bin??? hihi). Nö ist OK- wollte nur klarstellen, wo mein Standpunkt ist.

Nochmal an Siggi: es wundert mich wenig, dass der GF des Betreibers sich nicht dazu äussert, da werden die Anwälte schon deutliche Warnungen ausgesprochen haben.

Schönen Restsonntag

Doedl


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Beitrag von sophie » So 8. Jun 2008, 19:09

Hallo Sigi,

ich werde diese Diskussion an diesem Punkt beenden, weil ich den Eindruck habe, dass du mir versuchst das Wort im Munde umzudrehen.

Wer lesen kann ist klar im Vorteil
Sophie


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Dirk Höffken
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Beitrag von Dirk Höffken » So 8. Jun 2008, 23:52

Off-Topic:

Hallo Christel.

[quote=""doedl""]
... „an Dirk: nix Pfeife, rauch Zigaretten. Dein Glück, dass Hanau grad vorbei ist, sonst hätte ich Dir persönlich ans Bein getreten (war das nun ne Angstfrage, ob ich in Hanau bin??? hihi). Nö ist OK- wollte nur klarstellen, wo mein Standpunkt ist.“ ...[/quote]
Schade, Gelegenheit verpasst. Nein, keine Angstfrage ;-) .

Hanau ist ja bekanntlich nicht weit von Frankfurt. Wäre schön den ein oder anderen aus dem Team nach fast 5 Jahren mal mehr und mal weniger schwieriger Zusammenarbeit persönlich kennen zulernen.

Gruß Dirk



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