Boxerhandschuhe!!!

Pflege- und Sozialrecht.
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Christian88
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Boxerhandschuhe!!!

Beitrag von Christian88 » Mo 21. Jan 2013, 18:07

Hallo zusammen,

ich freue mich wieder, das ich hier schreiben kann, und euren rat und tipps mir einzuhollen!

Und zwar Haben wir einen sehr jungen Bewohner Bj. 1972 Korsakow Syndrom.

Der BW entfernt nachts im Bett ständig seine Einlagen und uriniert ins Bett, Wir wissen von seinem Bruder das er mit Alkohol sich umbringen wollte, und er alle pflegemaßnahmen nicht akzeptiert, er zieht auch immer an seinem PEG Schlauch, aber er hat keine Patientenverfügung gar nichts.
Jetzt müssen wir so wie er das beste daraus machen!

Jetzt hat die PDL Boxherhandschuhe bestellt, damit kann er nicht mehr an die Hose und an die PEG, der Arzt findet das wunderbar, bloß sind 50% vom Pflegeteam dagegen weil sie sagen das ist freiheitsentziehende Maßnahme, was meint ihr dazu ??



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doedl
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Beitrag von doedl » Mo 21. Jan 2013, 18:39

Hallo Christian,

auf welche Ideen manche Leute kommen.......

Ja, das Pflegeteam hat meiner Ansicht nach recht: alle Maßnahmen, die einen Menschen an der freien Ausübung seines Tuns hindern, sind freiheitsentziehend.

Ich bin mir allerdings ziemlich sicher, dass Du unter keine Aufstellung von freiheitsentziehenden Maßnahmen Boxerhandschuhe finden wirst: so exotische Ideen hat ja kaum einer. :confused:

Wie denkt der Rest unserer Pflegemeinde hier?

Gruß Doedl


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benny34
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Beitrag von benny34 » Mo 21. Jan 2013, 19:01

Er meint bestimmt die hier:
http://www.pflegeoverall24.de/patienten ... tlinge.php

Diese Handschuhe verwenden wir in der Klinik bei B-Phase-Patienten, die noch nicht adäquat genug agieren und sich selbst z.B. TKs ziehen würden etc.
Die Maßnahme wird im Protokoll der freiheitsentziehenden Massnahmen dokumentiert.

Meist ist diese Maßnahme aber oft nur für kurze Zeiträume notwendig, bis der Pat. wieder klarer ist.



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doedl
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Beitrag von doedl » Mo 21. Jan 2013, 19:04

Ui danke Benny,

ich lerne dazu!! War mir nicht bekannt, dass es sowas gibt. Danke

Doedl


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Kati123
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Beitrag von Kati123 » Mo 21. Jan 2013, 19:22

Darf ich mal fragen, wie er sonst drauf ist ? Korsakow gibt es ja in verschiedenen Ausprägungen. Wie ist den sein mentaler Zustand ? Hat er eine kognitive Minderung, kann er alltägliche Fähigkeiten ausführen ? Ist dies eine Frustreaktion, bekommt er Medikamente ( nimmt er die auch ? ) oder ist er einfach nur überfordert mit sich und seiner Situation ? Gibt es eine hinreichende Biografie ? Ist er so pflegebedürftig, dass er komplette Übernahme der Pflege braucht ? Warum hat er die PEG ? Schluckstörungen, Unterernährung ???

Ich hatte mal eine ähnliche Patientin, 38 Jahre Jung, hat pro Tag 7 liter Wein getrunken ( hat keinen Schnaps vertragen ;) ) ! Sie kam zu uns in einem völlig verwahrlosten Zustand. Totale Desorientierung, 5-Punkt-Fixierung wurde gerichtlich genehmigt, war bis dato nur in einer "Fachklinik" ans Bett gefesselt und hatte entsprechende Wunden. Wir haben uns mit ihr und ihrem Umfeld beschäftigt ( hatte 5 kleine Kinder und Mann ), haben uns Hilfe hinzugeholt in Form von Psychologen, Musiktherapeuten ( sie war Klavierlehrerin ) und einem Sozialarbeiter ( zur Betreuung der Bewohnerin und der Familie ). Sie wurde von uns pflegerisch vorbereitet und dann mehr und mehr integriert in einen Tagesablauf, den ihr ein normales Altenheim gar nicht bieten konnte. Ich bin immer der Meinung, dass eine solche Form der Erkrankung in eine spezielle Einrichtung gehört. Ein solch junger Mensch findet in einem Altenheim nicht genug Ressourcen und auch wenn ihr euch sehr um ihn bemüht, alleine werdet ihr dem Mann nicht gerecht werden. Allein mit dem Suizid - Hintergrund empfinde ich es für ihn, aber auch für alle an der Pflege / Betreuung beteiligten personen eine hohe Herausforderung und Belastung.

Zur eigentlichen Frage: auch mit Boxhandschuhen wird er, wenn er den Willen dazu hat, die Schläuche irgendwann entfernen können. Da wird nur eine 5 -Punkt- Fixierung helfen und wer mal einen Menschen in dieser Situation erlebt hat, weiß, dass dies kein Dauerzustand sein kann. Ich persönlich würde klären, ob er überhaupt die PEG braucht. Was sagt denn der Betreuer dazu ? und der Neurologe ? Ist bekannt, warum er keinen Lebenssinn mehr sieht ? Vielleicht ist da ein Ansatzpunkt ?

Ich sehe da noch mehr Probleme auf euch zukommen. Ist er denn mobil oder bettlägrig ? Ist er schon durch den Entzug durch ?


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schwarzer sonnenstrahl
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Beitrag von schwarzer sonnenstrahl » Mo 21. Jan 2013, 19:24

Liebe ulli,
Wir haben selbst bei uns zwei bewohner die diese pflegeoveralls nachts tragen.
Wir haben alles mögliche ausprobiert damit sie die einlagen und schlafklamotten nicht mehr ausziehen können.von doppelt und dreifach anziehen über nachthemd zuknoten bis zu diesem pflegeoverall...es brint bei diesen menschen nix.
Beide haben das system herrausgefunden und ziehen sich manchmal innerhalb von 10minuten im bett liegend mit bettgitter aus,urinieren und koten überall hin.
Wir waren sogar soweit dass wir nachthemd,schlafanzughose,netzschlüpfer,overall und ein eingeschnittenen bettbezug benutzten...nix half...die leute haben zeit und schaffen es trotzdem aus diesen klamotten raus.erstaunlich!

Obwohl ich solche FEM nicht gut finde,besonders weils nicht für den eigenschutz sondern meistens für den schutz der pflegekräfte ist,solltet ihr vll die handschuhe mal ausprobieren.
Zuletzt geändert von schwarzer sonnenstrahl am Mo 21. Jan 2013, 22:09, insgesamt 1-mal geändert.


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Kati123
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Beitrag von Kati123 » Mo 21. Jan 2013, 19:32

achso... es gibt spezielle Korsagen, die man über den Torso zieht, so dass der Bewohner nicht mehr an Schläuche kommt. Bringt aber wie die Handschuhe auch nur etwas, wenn er es sonst nicht schafft, sich davon zu befreien. PS: die Pflegeoveralls halten nicht vom Herausreißen ab, die sorgen nur dafür, dass sich Bewohner mit Desorientierung nicht ständig nachts ausziehen. Ich hab Bewohner, die schaffen es, trotz Bauchgurt und Pflegeoverall mit Reissverschluss hinten ( hinterlässt übrigens unschöne Druckstellen ) sich die Vorlage aus der Netzhose durch die Beine zu wurschteln und bis vor die Zimmertür zu befördern :D

Ich hab eben mal mit unserer Therapeutin gesprochen. Sie meinte, wenn er sich den Schlauch rausreißt, dann wird nach dem 3. mal kein neuer mehr gelegt. Dies sollte unserer Meinung nach auch ein Betreuer entscheiden, keine PDL. Ich persönlich finde es nicht menschlich einen jungen Mann mit Boxhandschuhen auszustatten und ihm so jegliche alltäglichen Fähigkeiten zu rauben. Wir binden ja auch keinen fest, damit sie nicht fallen ( hoffentlich ! ). Wer fällt, fällt ( mit Glück weich ) und wer ne Sonde zieht, zieht ne Sonde. Wer weiß, was er tut, wenn man ihm die Boxhandschuhe anzieht ( die arme Pflegerin :eek: oder der arme Bewohner ... ) und Kontrakturen fördert es zudem...
:confused: :confused: :confused:


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Beitrag von schwarzer sonnenstrahl » Mo 21. Jan 2013, 22:11

@ ulli, solche pflegeoveralls sind für leute ganz gut die zb am gesäß die ganze nacht die finger drin haben, oder für leute die willkürlich die fingerbewegungen machen, für leute die noch ansatzweise noch gedankenzusammenhänge zustande bekommen und sich ein paar handgriffe merken können, ist das ding absolut nix(bei unseren beiden ist das der fall).


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Beitrag von Suse2 » Mo 21. Jan 2013, 23:45

wir kennen und haben die Overalls in verschiedenen Varianten..
aber BW die nachts wach werden, sind äußerst kreativ... :hehe
irgendwie kommen sie ran, auch wenn wir nicht immer nachvollziehen
können wie sie das in kürzester Zeit schaffen

die Handschuhe sind sicher in manchen Situationen sinvoll und hilfreich
beim beschriebenen Fall finde ich , ist es ein no go... :confused:


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Beitrag von Kati123 » Di 22. Jan 2013, 09:25

@ Christian88: Man könnte weitaus mehr helfen, wenn man mehr über den Bewohner weiß. :confused: Pauschal kann ich derzeit nur sagen: Find ich doof. Würde aber gerne fachlich an das Problem rangehen und dazu braucht es Infos.


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Christian88
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Beitrag von Christian88 » Di 22. Jan 2013, 20:45

Wow ich finde das voll toll das ihr alle so rege mitdiskutiert, spannend!!

Mehr Infos zu dem Bewohner ok!!

Also der BW ist 41 Jahre alt, normalgewichtig!

Er kann nicht mehr laufen er wird in einen Multifunktionsrohlstuhl raus mobilisiert, er wird über eine PEG ernährt, ausscheiden tut er auf normale wege.
Seine Hände sowie kopf kann er einwandfrei bewegen, sprechen kann er nicht mehr, aber durch minik und gestik kann er sich äußern, er bekommt schon alle mit was man zu ihm sagt, seine Haut ist ziemlich gereizt, durch den ganzen Urin, wenn er abends im Bett seine einlage zieht uriniert er sich ja total ein!!

Medikamente bekommt er:

Vitamin B1 ein mal wöchentlich I.M
Ramipril 2,5 1-0-0-0
Belock zock 47,5 1-0-1-0
Simvastatin 40 1-0-0-0
Omep 20 1-0-0-1

Alles über die PEG sonde
Er hat keine sedierende Medis, das will der Hausarzt nicht, wir wissen aber nicht warum!!
Der Hausarzt sagt immer Um gottes Willen nicht sedieren :-o ??
Aber Boxerhandschue findet er total toll der Hausartz!!!

Also das sind richtige Boxerhandschuhe aus dem Sportgeschäft, die PDL hat die da bestellt und gekauft!!

Aber dem BW gefallen die glaube ich nicht, er macht immer ein ganz böses gesicht wenn er die anbekommt, er hatte mal so ein pflegeoveral an wo man hinten zu macht, aber er hat den kaputt gemacht unten am schritt aufgerissen das hat er geschaft!!

Ich fragte mal den Hausarzt ist das keine freiheitsentziehende maßnahme, er sagte doch schon aber es ist auch gleichzeitig eine gesetzteslücke weil nirgends steht das , dass eine freiheitsentziehende maßnahme sei!!

ich kann mich nicht richtig entscheiden ob ich es gut oder schlecht finde einer seite finde ich es total bescheuert, andere seite sehe ich den hautzustanf der intimbereich ist total verkratzt und gerötet.



Christian88
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Beitrag von Christian88 » Di 22. Jan 2013, 20:50

[quote=""Kati123""]Darf ich mal fragen, wie er sonst drauf ist ? Korsakow gibt es ja in verschiedenen Ausprägungen. Wie ist den sein mentaler Zustand ? Hat er eine kognitive Minderung, kann er alltägliche Fähigkeiten ausführen ? Ist dies eine Frustreaktion, bekommt er Medikamente ( nimmt er die auch ? ) oder ist er einfach nur überfordert mit sich und seiner Situation ? Gibt es eine hinreichende Biografie ? Ist er so pflegebedürftig, dass er komplette Übernahme der Pflege braucht ? Warum hat er die PEG ? Schluckstörungen, Unterernährung ???

Ich hatte mal eine ähnliche Patientin, 38 Jahre Jung, hat pro Tag 7 liter Wein getrunken ( hat keinen Schnaps vertragen ;) ) ! Sie kam zu uns in einem völlig verwahrlosten Zustand. Totale Desorientierung, 5-Punkt-Fixierung wurde gerichtlich genehmigt, war bis dato nur in einer "Fachklinik" ans Bett gefesselt und hatte entsprechende Wunden. Wir haben uns mit ihr und ihrem Umfeld beschäftigt ( hatte 5 kleine Kinder und Mann ), haben uns Hilfe hinzugeholt in Form von Psychologen, Musiktherapeuten ( sie war Klavierlehrerin ) und einem Sozialarbeiter ( zur Betreuung der Bewohnerin und der Familie ). Sie wurde von uns pflegerisch vorbereitet und dann mehr und mehr integriert in einen Tagesablauf, den ihr ein normales Altenheim gar nicht bieten konnte. Ich bin immer der Meinung, dass eine solche Form der Erkrankung in eine spezielle Einrichtung gehört. Ein solch junger Mensch findet in einem Altenheim nicht genug Ressourcen und auch wenn ihr euch sehr um ihn bemüht, alleine werdet ihr dem Mann nicht gerecht werden. Allein mit dem Suizid - Hintergrund empfinde ich es für ihn, aber auch für alle an der Pflege / Betreuung beteiligten personen eine hohe Herausforderung und Belastung.

Zur eigentlichen Frage: auch mit Boxhandschuhen wird er, wenn er den Willen dazu hat, die Schläuche irgendwann entfernen können. Da wird nur eine 5 -Punkt- Fixierung helfen und wer mal einen Menschen in dieser Situation erlebt hat, weiß, dass dies kein Dauerzustand sein kann. Ich persönlich würde klären, ob er überhaupt die PEG braucht. Was sagt denn der Betreuer dazu ? und der Neurologe ? Ist bekannt, warum er keinen Lebenssinn mehr sieht ? Vielleicht ist da ein Ansatzpunkt ?

Ich sehe da noch mehr Probleme auf euch zukommen. Ist er denn mobil oder bettlägrig ? Ist er schon durch den Entzug durch ?[/quote]

Die Betreung hat die Mutter, sie hängt auch ziemlich an der flasche ihr ist alles egal, der Neurologe von ihm ist auch so ein Fall der macht nichts was der Hausarzt nicht auch will,wegen dem keine sedierende medis, also Biographisch wissen wir das er Schwul ist und damit nicht umgehen konnte , aber er hat eine Tochter , die noch nie da war wir kennen sie auch nicht!!
Und der Hausarzt kennt ihn auch erst seit dem Heim er hat ihn da übernommen.
lg



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Beitrag von agidog » Mi 23. Jan 2013, 03:55

Die Betreung hat die Mutter, sie hängt auch ziemlich an der flasche ihr ist alles egal,
Da fragt man sich aber schon, ob sie nach § 1897 BGB überhaupt die Voraussetzungen erfüllt, die ein Betreuer haben soll, oder?

Auch wenn diese Voraussetzungen ziemlich dehnbar sind wurden genau deshalb dem Betreuer einer Patientin bei mir die Betreuung entzogen!


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Beitrag von benny34 » Mi 23. Jan 2013, 07:20

Was ich schon sehr seltsam finde, daß eure PDL richtige Boxhandschuhe besorgt hat. Er will ja wohl nicht in den Ring steigen :-)
Ausserdem hinterlässt eine solche Maßnahme schon einen merkwürdigen Eindruck für Aussenstehende.

Die Pflege-Schutzhandschuhe (mein Link) sind aus ganz anderem Material: Baumwolle mit Fütterung, die Hand wird in den Handschuh gesteckt und die Polsterung befindet sich auf der Handunterseite.
Bei Boxhandschuhen ist es ja gerade umgekehrt - und Boxer schaffen es auch mit Handschuhen, sich Schuhe zu binden!

Die Handschuhe sollen ja nur die Greiffunktion erschweren, nicht komplett behindern.
Ich hatte schon Patienten, die sich mit viel Geschick die Nasensonde gezogen haben, trotz der Handschuhe.
Es wird aber deutlich schwerer für den Patient und die meisten lassen es dann.

Ansonsten scheinen die Kontaktpersonen eures bewohners ja sehr kontraproduktiv zu sein....



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Beitrag von legolas » Mi 30. Jan 2013, 23:34

hallo allerseits,

egal was man von den boxhandschuhen hält, sie schränken die freiheit zwar ein sind aber keine freiheitsentziehenden maßnahmen. sonst wären es die gerontostrampler auch.

mal aus neugier: wieviel unzen haben die handschuhe denn? ;-)



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benny34
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Beitrag von benny34 » Mi 30. Jan 2013, 23:46

[quote=""legolas""]hallo allerseits,

egal was man von den boxhandschuhen hält, sie schränken die freiheit zwar ein sind aber keine freiheitsentziehenden maßnahmen. sonst wären es die gerontostrampler auch.

mal aus neugier: wieviel unzen haben die handschuhe denn? ;-) [/quote]

Wir müssen hier mal unterscheiden zwischen den Schutzhandschuhen und Overalls - 2 komplett verschiedene Ansätze.

Ich habe morgen Nachtdienst - da werde ich mal einen der Kollegin überziehen und fotografieren..



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