Arbeitszeit

Pflege- und Sozialrecht.
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Schwester Ambrosius
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Arbeitszeit

Beitrag von Schwester Ambrosius » Mo 18. Feb 2008, 10:36

Hallo zusammen!
Ich habe da mal eine kurze Frage. Ich arbeite in der Regel 12 Tage durch und habe dann 2 Tage frei. Täglich 7 h minus eine halbe Stunde Pause also 6,5h.Das sind also in der Woche 6x 6,5h = 39h. In meinem Arbeitsvertrag steht aber eine 38,5h Woche. Werde ich da nicht jede Woche um eine halbe Stunde betrogen? Oder ergibt sich ein anderer Berechnungsschlüssel bei einer 5,5 Tage Woche? Kann mir da jemand helfen? :confused:



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*Angie*
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Beitrag von *Angie* » Mo 18. Feb 2008, 14:07

... hm - bei uns gleich es sich dadurch am Ende wieder aus, dass der Spätdienst etwas kürzer ist als der Frühdienst - wir sind immer froh, wenn am Monatsende die Stunden gepaßt haben (haben sie aber fast nie - immer Überstunden angesammelt)

Im Prinzip hast Du recht ... Wöchentlich 1/2 unbezahlte Stunde.
Machste jeden Dienst 5 Min länger Pause - dann haste das wieder drin,gg ...


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Qualitäter
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Beitrag von Qualitäter » Di 19. Feb 2008, 10:07

Wir arbeiten nach dem Jahresarbeitszeitkonto,das heißt, am Anfang des Jahres wírd die Arbeitszeit für jeden MA im Jahr berechnet. Monatlich bekommt jeder MA eine Stundneabrechnung, dann kannst Du ja sehen, wieviele + oder - Stunden Du hast. Am Ende des Jahres sollten Deine Arbeitsstunden möglichst auf 0 sein. Wir sind AVR Bayern, doch die Methode wird ja bei sehr vielen Tarif oder Arbeitsverträgen angewandt. Oder bist Du in einem privaten Heim?



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doedl
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Beitrag von doedl » Di 19. Feb 2008, 19:44

Hallo Alle

also die tatsächlichen Stunden, die erarbeitet werden, stimmen ja meist nicht mit dem vereinbarten Stundensoll überein; darum sollten ja auch auf dem Dienstplan- oder alternativ in einem Dienstplanprogramm- die geleisteten Stunden errechnet und als Plus- oder Minusstunden in den nächsten Dienstplan übernommen und ausgeglichen werden.

Das wär die gängige Praxis- zur praktischen Erläuterung: eine Nachtwache hat einen 38,5 Stunden Vertrag; arbeitet aber 7 Tage à 10 Stunden durch. Hat demnach 70 Arbeitsstunden in einer Woche erarbeitet und erhält dafür x Tage frei.

Gruß Doedl


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johannes
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Beitrag von johannes » Di 19. Feb 2008, 21:25

in unserem Hause wird - ähnlich wie bei Qualitäter - ebenfalls die Jahresarbeitszeit am 1.1. oder bei Arbeitsaufnahme im Dienstplan hinterlegt. Am Ende jeden Monats ist die real erarbeitete Zeit und die Restarbeitszeit ausgewiesen. Sind bei ordnungsgemäßer Arbeit am Ende des Jahres Arbeitsstunden nicht verbraucht, verfallen sie, so daß jeder MA am 1.1. wieder mit einem unbelasteten Arbeitszeitkonto beginnt. In 2006 beliefen sich die unverbrauchten Stunden durchschnittlich auf ca. 150 Stunden, in 2007 lediglich auf ca. 55 Stunden. Sind durch außergewöhnliche Bedingungen Mehrarbeitsstunden angefallen, werden sie auf Stundenbasis zusätzlich vergütet. Doch dies ist bisher noch nicht vorgekommen!

Überstunden sind vom Grundsatz her eben verboten - sie sind schließlich in der Regel auch nicht erforderlich. Ich denke, das ist ein organisatorisches Element, das der Dienstplangestalter im Griff haben sollte.

johannes



Waschbär
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Beitrag von Waschbär » Mi 20. Feb 2008, 17:41

warum habe nur das gefühl das wir allesammt über den tisch gezogen werden :-(

p.s ich habe eine 5 Std woche ... aber bei misserplanung müsste ich bis zu 8 tagen durch arbeiten.

müsste weil - fachgerechter wiederstand hilft allen unken rufen zu wieder immer ! ich muss ja auch an die Armen Bewohner denken ... wenn ich mich kapput gerakkert habe , dann ist ja keiner mehr da der die pflegt und Wäscht .-/

jeep,der beitrag ist voll ironie


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*Angie*
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Beitrag von *Angie* » Mi 20. Feb 2008, 17:57

Off-Topic:

[quote]p.s ich habe eine 5 Std woche [/quote]
Das wär schön, hm Waschbär?
Wir arbeiten immer 12 Tage durch - das ist leider "üblich", sowie auch das Ansammeln von Ü-Stunden ...


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Beitrag von Waschbär » Mi 20. Feb 2008, 18:11

Pflege engel,
jeep, der waschbär der Wäscher der Armen alten und Schwestern Weisen .-()
Im ernst wie überlebt jemannd eine 12 Tage Woche ?????
Wir kämpfen hier allerdings auch immer um den Erhalt der 5 Tage Woche !
Und wegen den Überstunden ... habt ihr keinen BR ? oder habt ihr einen BR und der bracht hilfe ? Wegen dem Thema ?

Oder ... bist du in Hamburg oder bist du im Reise gebiet von HH ? Weil wir suchen immer Engel .... ? (Ist ernst!)


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Beitrag von *Angie* » Mi 20. Feb 2008, 18:25

Off-Topic:

[quote]eine 12 Tage Woche ?????[/quote]
Nöööööööööö - die haben wir nun auch nicht *lach* - hab ich das geschrieben *grübel*

Also man überlebt das so:
- 12 Tage in Wechselschicht nacheinander arbeiten - dann 2 Tage zuhause Kampfschlafen, um fit zu sein für die nächsten 12 Tage. Leben gibt es dabei nicht mehr - dazu ist man viel zu kaputt ...
Am Ende kommt dabei raus, dass alle möglichen Leute kündigen und die, die die Bewohner nicht verlassen wollen, weil ja sonst keiner mehr da wär, arbeiten bis zum Umfallen = Burnout ... Ob das dann die Lösung ist???
Oder ... bist du in Hamburg oder bist du im Reise gebiet von HH ? Weil wir suchen immer Engel .... ?
Reisegebiet - hab aber in HH gelernt. Wo bist Du denn dort? Auch gerne per PN ... ;-)
BR ... sowas ham wa nich ...


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Beitrag von Fafnir09557 » Di 4. Mär 2008, 20:02

Naja, also ich seh das ganz realistisch.... wer 12 Tage am Stück arbeitet und nur 2 Tage frei hat, kriecht auf kurz oder lang auf dem Zahnfleisch!!! Euer Krankenstand ist sicherlich enorm, oder??? Also ich könnt`s verstehen, ganz ehrlich!!! OHNE WORTE!!!!



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Beitrag von johannes » Di 4. Mär 2008, 20:35

12 Tage in Wechselschicht nacheinander arbeiten - dann 2 Tage zuhause Kampfschlafen, um fit zu sein für die nächsten 12 Tage. Leben gibt es dabei nicht mehr - dazu ist man viel zu kaputt ...
Dieser Standard wird über den grünen Klee gelobt, natürlich in tausenden Fällen nicht nur die gewöhnliche Wechselschicht. Nicht zu vergessen die unendlichen Überstunden, die auch in diesem Forum tagtäglich dokumentiert werden. Und auf diesem Hintergrund, der ja nun wirklich kein Einzelfall ist, wird folgendes als Ausbeutung deklariert:

7 Tage arbeiten - 10 Stunden - ohne Überstunden - 7 Tage frei. Kampfschlaf? Fehlanzeige! Ja, da kann man noch leben! Das kann man auch noch mit 60 Jahren verkraften! Bin ich froh, daß unsere Uhren anders gehen.

Johannes



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Beitrag von *Angie* » Di 4. Mär 2008, 21:22

Ansich ging es mit dem Krankenstand immer ... bis der "Laden" dann verkauft wurde und das wenige, aber engagierte Personal noch reduziert ...


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