Absicherung

Pflege- und Sozialrecht.
Hier gepostete Beiträge und Antworten ersparen im Ernstfall nicht den Gang zum Anwalt!
Antworten
Benutzeravatar
Schwester_Doreen
Beiträge: 602
Registriert: Do 3. Apr 2008, 11:17

AW: Absicherung

Beitrag von Schwester_Doreen » Do 14. Jan 2010, 08:28

Hi Lisamarie

wir machen in so einen Fall eine Fallbesprechung. Team und auch Angehörige auch Arzt setzen sich an einen Tisch und es werden alle Probleme aufgeschrieben. Was wurde bereits getan, was kann man tun und was wollen wir erreichen.
Diese Fallbesprechung wird dann von allen Teilnehmern unterschrieben. Jeder bekommt eine Kopie. da heißt Altenheim, Arzt, Angehörige (nicht jeder Mitarbeiter)

Gespräche mit Bewohnerin sind auch wichtig. Ursachenforschung von Seitens des Arztes und Pflegepersonal. Manchmal sind es so kleine Sachen, warum Bewohner auf einmal nichts mehr Essen. (zahnprothese drückt)

Wichtig ist das ihr alles schriftlich festgehalten habt und dies Fallbesprechung wiederholt in regelmäßigen Abständen. Je nach Problem.
Zuletzt geändert von Schwester_Doreen am Do 14. Jan 2010, 08:34, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Ergänzung


Liebe Grüße
Doreen
________________
Früher litten wir unter Verbrechen, heute unter Gesetzen :(

Benutzeravatar
johannes
Beiträge: 3704
Registriert: Sa 17. Nov 2001, 23:53
Kontaktdaten:

AW: Absicherung

Beitrag von johannes » Do 14. Jan 2010, 11:18

Könnte es sein, daß eine 90-jährige "alt und lebenssatt" ist? Das wäre jedenfalls auch ein Thema, das man zu ergründen hätte.

Da reden alle von Menschenwürde und Selbstbestimmung. Aber wollen wir, die Pflegenden, vielleicht einfach nicht wahrhaben, daß sie "abgeschlossen" hat? Ich denke, auch das sollte in die Überlegungen mit einbezogen werden.



Benutzeravatar
Schwester_Doreen
Beiträge: 602
Registriert: Do 3. Apr 2008, 11:17

AW: Absicherung

Beitrag von Schwester_Doreen » Do 14. Jan 2010, 11:20

Hi Johannes

ja das könnte auch sein. Das stimmt wohl.


Liebe Grüße
Doreen
________________
Früher litten wir unter Verbrechen, heute unter Gesetzen :(

Herbstkind
Beiträge: 129
Registriert: Mi 22. Okt 2008, 10:26

AW: Absicherung

Beitrag von Herbstkind » So 17. Jan 2010, 23:32

ich denke mal, wenn ihr immer dokumentiert dass sie alles ablehnt und dann den arzt drüber informiert,wird er wohl eine infusion anordnen, also bei uns ist es so, haben auch gerade so einen "fall"... :confused: und die pdl hat ein gespräch mit dem betreuer geführt, wegen evtl.peg und dieser hat unterschrieben dass sie abgelehnt wurde.



andrea
Beiträge: 3406
Registriert: Di 16. Jul 2002, 19:15

AW: Absicherung

Beitrag von andrea » Mo 18. Jan 2010, 12:13

[quote=""lisamarie""]
Wie sichert das Heim sich rechtlich ab wenn eine bewohnerin über 90 plötzlich nicht mehr essen und trinken will, Arzt lehnt Nacl ab weil wir sollten uns mehr bemühen das sie trinkt, so ein Unsinn, wir versuchen allen, die Dame sagt sie will nicht stösst es ab verweigert.....??
[/quote]
Hallo
ihr müsst alle gescheiterten Versuche die Dame zum Trinken (Essen) zu animieren eintragen,natürlich auch die Reaktionen der Bewohnerin darauf. Mindestens 1xtägl. Rücksprache dazu mit dem Hausarzt.
Er muß darauf reagieren, kann sich dann auch nicht damit herausreden, dass ihr euch nicht ausreichend bemüht.
Unabhängig davon ob die Dame für sich entschieden hat, zu sterben, dürfen wir nun mal nicht tatenlos zusehen, ohne uns strafbar zu machen.
Durch ordnungsgemäße Dokumentation und Weitergabe haben wir unsere Pflicht erfüllt.
Gruß andrea



Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast