§ 87b

Pflege- und Sozialrecht.
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Griesuh
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Beitrag von Griesuh » Mi 14. Apr 2010, 12:59

Hm, wie so bist du als Dementenbetreuer für die Nahrungsaufnahme und Zwischenmahlzeiten zuständig? Habe ich das richtig verstanden?
Das gehört nicht zu den Aufgaben einer dementen Betreuung.
Du sollst die Dementen zur Alltagsbewältigung anleiten, in dem du vorhandene Fähigkeiten fördererst und oder erhälst. Erkläre einmal genauer was du so alles als betreuungskraft machst.
Hier einmal ein Link zu den Richtlinien des 87b SGB XI.

http://www.diakonie-rwl.de/cms/media//p ... 9-8-08.pdf
Hier erfährst du welche Qualifikation erforderlich ist und was zu den Aufgaben einer Betreuung nach §87 b SGB XI gehört.

LG


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punky126
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Beitrag von punky126 » Mi 14. Apr 2010, 14:29

Ich habe ehrenamtlich im altenheim gearbeitet habe auch demenzbetreuer kenngelernt die dürfen keine nahrung reichen weil Pfl sagt dafür sind die anderen da weil es ein teil der Pflege ist was ich verstanden habe die sind nur für die bewohner zuständig die Demenz haben oder Körperlich Behindert sind
Bie uns war das so das sie mit den leuten eine gruppe gemacht hat sie hat mir erzählt das sie sogar ein Haushalt tag macht mit den Hawai toast macht oder sie hat mit den jüngeren leute karten gespielt

Ich denke da mus mehr eingestelt werden sehe das da weil die Zeit hast du nicht um 38 leute zu betreuung aber das mit dén 12 Tagen am stück das weis ich nicht



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pegean
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Beitrag von pegean » Mi 14. Apr 2010, 14:51

Hallo Gast k !

Wie Griesuh schon schrieb hast Du andere Aufgaben .
Druck Dir die Datei aus und sprich mit Deiner WBL der Du das ausgedruckte
auf ihren Schreibtisch legst.
So dann schau mal in die Akten ob alle 38 Bew. überhaupt eine Betreuung nach
§ 87 genehmigt bekommen haben. Da habe ich so meine Zweifel.
Sollte die WBL weiter meinen daß Deine Hauptaufgabe Essen anreichen ist
wirst Du zum PDL gehen müssen.

LG
Zuletzt geändert von pegean am Mi 14. Apr 2010, 15:30, insgesamt 1-mal geändert.


Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss ja auch mit jedem A...h klar kommen!
Bildung kommt nicht vom Lesen, sondern vom Nachdenken über das Gelesene.(Carl Hilty)

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Griesuh
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Beitrag von Griesuh » Do 15. Apr 2010, 07:23

Hallo Gast K., wie pegean schon schrieb, öffne den von mir eingestellten Link zur Richtlinie für Betreuungsleistungen nach §87b SGB XI, drucke das ganze aus und lege dies deiner WBL und deiner PDL vor. Denn deine Hauptufgabe als Betreuuer ist es nicht Nahrung zu reichen.
Was deine Aufgaben als Betruungskraft sind, steht eindeutig in den Richtlinien.
Euere Einrichtung muss sich Ihr Konzept zur Betreuung nocheinmal gründlich überdenken.
denn mit der Zulassung durch die Pflegekassen für §87b hat euer Haus Verträge unterschrieben und die Richtlinien anerkannt.
Somit verstoßen sie eindeutig dagegen.
Wie Pegan, bezweifle auch ich, dass alle 38 BW's als PEA = Personen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz eingestuft und anerkannt wurden.

LG


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pegean
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Beitrag von pegean » Do 15. Apr 2010, 20:26

Die Arbeitszeiten unserer Betreuungskräfte richten sich nach den Zeiten wo
sie auch die dementen Bew. beschäftigen können.
Vor 09.00 Uhr fängt keine an ,einige sind nur nachmittags da.

LG


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thorstein
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Beitrag von thorstein » Sa 17. Apr 2010, 13:31

Hallo Gast,

Hilfe bei der Nahrungsaufnahme war normalerweise Bestandteil deine Ausbildung. Das kann auch als Anleitung zur Alltagsbewältigung definiert werden. Meiner Ansicht nach aber nur in begründeten Einzelfällen. Hier wurde wohl wieder eine Lücke gesucht und gefunden.

Finanziert werden diese Stellen von den Pflegekassen, zuständig ist daher der MDK. Entweder direkt an die Pflegekasse oder den MDK wenden. Geht auch anonym.

grüsse



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punky126
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Beitrag von punky126 » Sa 17. Apr 2010, 18:36

Ja genau und es ist auch der Bestandteil in der ausbldung die
Lehrgangsaufbau
Der Lehrgang umfasst 280 Unterrichtsstunden in
Theorie und Praxis bei ARBEIT UND LEBEN sowie 12
Wochen Praktikum in Einrichtungen der Altenhilfe,
in denen die Teilnehmer/-innen unter Anleitung
von erfahrenen Praxisanleitern Arbeitsaufträge aus
dem Unterricht umsetzen.
Der Unterricht vermittelt Kenntnisse in folgenden
Bereichen:
Grundwissen über Demenz
Pflegerisches Grundwissen
Kommunikation mit Demenzerkrankten
Milieugestaltung und Biografiearbeit
Persönlichkeitsentwicklung, Entwicklung von
hilfreichen Grundhaltungen
Tagesgestaltung
Recht
Haushaltsorganisation und Budgetplanung
Altersgerechte Ernährung
Zusammenarbeit mit Angehörigen


Zu ihren Aufgaben gehören:
das Managen eines Haushaltes
die Organisation alltäglicher Anforderungen wie
Einkauf, Wäsche und Essenszubereitung,
das gemeinsame Gestalten eines Alltags in einer
Wohngemeinschaft
gemeinsame Essenszubereitung und gemeinsame
Mahlzeiten
die Wahrnehmung und Berücksichtigung von
Ruhe- und Aktivitätsbedürfnissen der demenziell
veränderten Menschen
Unterstützung und Entlastung von pflegenden
Angehörigen.


Hab das mal Kopiert
Der Lehrgang umfasst 280 Unterrichtsstunden in
Theorie und Praxis bei ARBEIT UND LEBEN sowie 12
Wochen Praktikum in Einrichtungen der Altenhilfe,
in denen die Teilnehmer/-innen unter Anleitung
von erfahrenen Praxisanleitern Arbeitsaufträge aus
dem Unterricht umsetzen.
Der Unterricht vermittelt Kenntnisse in folgenden



thorstein
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Beitrag von thorstein » So 18. Apr 2010, 00:28

Hallo tina,

120 h sind nur das Minimum, nach oben gibt es keine Grenze!
Und in der Pflege gibt es (leider!!) immer noch die 6-Tage Woche, d.h. dann 12 Tage arbeiten und dann das Wochenende frei. Das sich das viele AG immer noch leisten können, bleibt mir ein Rätsel.

Hilfe bei der Nahrungsaufnahme gehört zu den Leistungen, die auch bei der Einstufung berücksichtigt werden und daher vom verhandelten Pflegepersonal zu erbringen ist. Wird das Essen nur noch von den Demenzbegleitern gereicht, ist das Betrug. Das ergibt sich schon daraus, dass es ich ja gerade nicht um eine zusätzliche Leistung handelt.

In Einzelfällen und mit der von dir beschriebenen Zielsetzung - kein Problem. Aber darum geht es hier glaube ich nicht.

grüsse



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