Willkommenskultur

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doedl
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Willkommenskultur

Beitrag von doedl » Mi 25. Jan 2017, 17:55

Liebe Pflegenetz-User,

wir betreiben dieses Forum seit 2002- in dieser Zeit sind einige Moderatoren gegangen, neue gekommen.

Seit einiger Zeit beobachten wir eine gewisse Ruhe in diesem Forum; wir haben zwar haufenweise User, aber die wenigsten schreiben etwas.

Dies bewog uns zu der Überlegung, das Forum für pflegende Angehörige attraktiv zu machen; gleichzeitig das wichtige Thema Pflegeberatung aufzunehmen.

Leider wurde Kirsten Schiemann alles andere als freundlich hier begrüßt.

Sie ist ein Forumsneuling und es ist auch ihre erste Moderation gewesen. Wie ihr selbst wisst, ist es nicht so leicht, Abläufe, Gedanken und Gespräche so in Worte abzubilden, dass jeder auf Anhieb versteht, was gemeint ist und welche Usergruppe angesprochen ist, obgleich Kirsten ausschließlich im Angehörigenforum und im neuen Forum Pflegeberatung gepostet hatte

Ich vermisse sehr stark unser Motto- "miteinander nicht gegeneinander" in den Entgegnungen auf Kirschies Posts.

Kirschie wird sich wieder von uns verabschieden, was ich sehr, sehr schade finde.

Leider wurde eine gute Chance durch respektlose Kommunikation mit einem "Frischling" in Sachen Forumsarbeit vertan; ein Punkt, der auch bei einer von uns getätigten Umfrage genannt wurde.

Ich würde sehr darum bitten, dass die Beteiligten sich mal Ihren Spiegel vorhalten und sich fragen, ob sie in der Realität auch so mit Menschen umgehen, die sie gerade erst kennen gelernt haben.
Auf die jeweiligen Antworten wäre ich gespannt.

Gruß Doedl


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überflüssig
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AW: Willkommenskultur

Beitrag von überflüssig » Mi 25. Jan 2017, 20:02

Liebe Doedl,
du hast recht, in letzter Zeit ist es hier etwas schläfrig...kaum Beiträge. Vermutlich wird jeder seine Gründe haben...ich z.B. habe eine neue Stelle angetreten und die Prozente aufgestockt..weniger Zeit..
Allerdings habe ich oft mitgelesen und natürlich habe ich das neue Mitglied (in Personalunion als Moderatorin) wahrgenommen.
Der Themenbereich, den sie abdeckt(e) ist sicher interessant für viele. Ihr Schreibstil mag gefallen, oder nicht, mein Lieblingsstil war es nicht. Aber das ist nur meine ganz persönliche Meinung und hat mit den vermittelten Inhalten nichts zu tun. Viele der kritischen Kommentare waren ehrlicherweise nicht angriffig, sondern tatsächlich einfach nur andere Meinungen/Einstellungen/Erfahrungen, als sie sie hat.

Kirschie schrieb irgendwo was von „Platzhirschen“...witzig..ich hatte diesen Gedanken auch mal...da war ich ganz bei ihr. Da hätte es sich in meinen Augen gelohnt weiterzumachen...zumal als Moderatorin (hätte ich an ihrer Stelle zumindest länger als nur 4 Wochen versucht).
Natürlich darf und soll Kirschie ihre eigenen Entscheidungen treffen, wie sie mag, aber ....ist es wirklich der richtige Weg, sich bei „Gegenwind“ schnell beleidigt zurückzuziehen? (Natürlich nicht ohne vorher bei dir zu petzen? grins)
Also ehrlich... in früheren Zeiten habe ich hier schon ganz andere „Angriffe“ gelesen...konsequenzlos für die meisten „Täter“.

Ausser Frage steht allerdings natürlich, dass freche/respektlose Kommentare gar nicht gehen. Ich hoffe doch sehr, dass die Personen, die dafür verantwortlich sind ihre „Ermahnung“ erhalten haben, denn ein Vorwurf in die allgemeine Runde geworfen..so nach dem Motto „wem der Schuh passt“...bringt nicht viel..die Betreffenden müssen direkt angemahnt werden. Ist aber auch nur meine persönliche Meinung.
VG überflüssig



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johannes
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AW: Willkommenskultur

Beitrag von johannes » Mi 25. Jan 2017, 20:54

Willkommenskultur ist etwas Feines, ohne Frage. Es ist sicher wertvoll, wenn sich jemand einbringt.

Kommt aber ein Mensch neu in einen Kreis, gehört es gewiss nicht zum Guten Ton, wenn er neben sich keine andere Meinung stehen lässt. In einem kurzen Satz - ist eigentlich nicht so meine Art - habe ich es sicher gewagt, dieses Auftreten zu hinterfragen.

Da ich in der Pflege meiner Eltern und der Mutter meiner Frau eigene Erfahrungen gemacht habe, betrachte ich es als anmaßend, wenn ein Dritter meine Kompetenz in Frage stellt, wie es Kirschie getan hat. Zumal ich ja nicht gerade ein Pflegeneuling bin.

Wenn dies bereits Anlass gewesen sein soll, dass Kirschie sich wieder verabschiedet hat, macht sie deutlich, dass ihr nicht an einem Meinungsaustausch gelegen war. So, wie von unserer Seite Ihre Aussagen aufgegriffen und hinterfragt wurden, hatte auch sie diese Möglichkeit. Es scheint eher, dass sie als Moderatorin nur ihr eigenes Wissen präsentieren wollte, anstatt zu moderieren.

Das Sprichwort: "Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es zurück !" hat auch für sie Gültigkeit.


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stormrider
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AW: Willkommenskultur

Beitrag von stormrider » Do 26. Jan 2017, 11:48

Was verstehe ich unter dem Thema dem sich Kirschie angenommen hat?

Einerseits gibt es die theoretischen Vorgaben, die Kirschie ja auch präsentiert hat, andererseits gibt es aber unzählige Hindernisse, die die Umsetzung nicht möglich machen.

Ich persönlich erwarte in so einem Forum den konstruktiven Umgang mit dem Thema, auch in Form von alternativen Antworten, wenn man zum 100000ten Mal erkennt, dass eine Umsetzung der Theorie einfach nicht möglich ist.

Ich möchte darüber diskutieren was machbar ist, Erfahrungen bekommen was Pflegebedürftige akzeptieren.

Zum Thema Stolperfallen hätte ich dann gerne die Einleitung zu einer Diskussion gelesen was machbar ist. Wie lege ich dem Pflegebedürftigen nahe, seine Wohnung möglichst passend zu gestalten? Wie gehe ich auf die oft berechtigten Einwände der Pflegebedürftigen/Angehörigen ein? Welche Möglichkeiten gibt es, auch bei sehr beschränktem Budget eine Verbesserung zu erreichen?

Auch wenn es das Angehörigenforum ist, Angehörige profitieren doch auch von solch einer Diskussion. Vor allem erkennen sie dann auch, dass Pflegepersonal nicht einfach nur auf die Einhaltung der Theorie pocht sondern Lösungsansätze bieten kann, die nicht nur die theoretischen Ansatzpunkte berücksichtigen.



Thanos

AW: Willkommenskultur

Beitrag von Thanos » Do 26. Jan 2017, 17:06

Hallo doedl,

Du schreibst*hier*unter der Überschrift Willkommenskultur.
Ich denke nicht, dass Kirschies unwillkommen war.*Die Teilnahme an ihren Themen und Beiträgen zeigt ja eher, dass Interesse und Bedarf vorhanden ist an der Thematik Aufklärungsarbeit.

Ich bin ganz ehrlich, ich habe sie*hier nicht willkommen geheißen. Ich habe ihr keinen schönen Start gewünscht und ich habe ihr auch keine Hilfe angeboten.*Das habe ich bisher auch bei keinem gemacht, ich denke da sind die Moderatoren gefragt. Oder die entsprechenden Power- User.

Ich persönlich hatte Probleme mit inhaltlichen Aussagen die sie machte, weder mit ihr als Person, noch als Moderator noch als Beraterin. *
Zum einen*hatte ich Verständisprobleme was die von ihr beschriebenen Versorgungsstrukturen angeht, diese*unterscheiden sich scheinbar ganz extrem von Region zu Region.*Ich finde hier in der*Region läuft es teils suboptimal, aber hier herrscht scheinbar Luxus*im Vergleich*zu anderen Gegenden. Das fand ich sehr erschreckend und auch schwer nachzuvollziehen.*Dass sie dann teilweise vom schlimmsten Falls ausgeht, fand ich dann einleuchtend.

Ein anders*Problem hatte ich auch mit dem Bild was sie vom Gesundheitssystem vermittelte. Das*war teilweise an der Realität vorbei und auch in einzelnen Aspekten an den Vorgaben der Kostenträger vorbei. Das ist sehr*Schade. Leider kommen oft Angehörige mit eben jenen Vorstellungen ins Krankenhaus und haben*Erwartungen, die nicht erfüllt werden.*Nicht weil man nicht will,*nein, sondern weil die Kassen einfach derartiges nicht zulassen.*Sicherlich ist das schlecht, aber es ist nun mal so.*Hier falsche Hoffnungen zu wecken ist*nicht ganz angemessen.*
Gerade diesen Punkt habe ich aus Sicht einer Pflegekraft erlebt und auch als*Angehöriger/ Verwandtschaft. Die Angehörigen*suchen im Internet nach Infos, glauben gute zu finden und kommen dann ins Krankenhaus mit eben jeden Infos. Ich habe da fast eine halbe Stunde geredet und diskutiert. Die Ärzte noch mal und auch der Sozialarbeiter. Am Ende sind die Angehörigen vollständig aufgeklärt nach Hause gegangen, aber völlig gefrustet. Warum? Weil ganz einfach ihre Hoffnungen die sie auf Grund ihrer Ergebnisse aus dem Internet hatten völlig zerschlagen wurden.*
Letzten hat auch Verwandtschaft angerufen, im Internet*stehe, dass Patienten*nicht*entlassen werden dürfen wenn die Patienten nicht die richtigen Medikamente zu Hause haben. Nee, stimmt nicht - war meine Reaktion. Es gibt Möglichkeiten jederzeit und*rum um die Uhr nach Entlassung die Medikamente zu bekommen. Keine Kasse kann es*sich leisten wegen eines fehlenden aber organisierbaren Blutdruckmedikamentes für 3,72€ pro 100 Tabletten einen Patienten im Krankenhaus*zu lassen, was ja mal eben ein paar*Tausend Euro kosten kann.*

Bei*dem Thema Dekubitusprophylaxe war ich sehr gefrustet, aus*Sicht der Person welche von der Verwandtschaft angerufen wird weil man Pflege arbeitet. Ich habe*die roten Stellen am Hintern nicht bekommen und ich musste zum Glück auch nicht dafür sorgen, dass sie weg gehen.
Ich glaube das*Problem ist ein Rollenkonflikt? Hätte ich dazu schreiben sollen, dass ich den Beitrag sowohl*in jener als auch welcher Rolle las und beantwortete?

Kirschies hat ihre Entscheidung getroffen.*Ich persönlich finde es sehr schade für das Forum dass es genau diese war. Vielleicht findet sich ja irgendwann jemand anderes, welche die Meinungen der Pflegenden und die Erlebnisse der Angehörigen moderiert*und zusammenträgt. Vielleicht ist es in den Unterforen für Angehörige und Beratung sinnvoll den ersten Beitrag immer wieder zu verändern, gute Idee hinzuzufügen, Fragen zu ergänzen und dann später auch die Antworten die gegeben werden. Vielleicht ist der ersten Beitrag als moderierte Zusammenfassung besser*für das Verständnis*der Mitwirkenden und auch Interessierten.*
Zuletzt geändert von Thanos am Do 26. Jan 2017, 17:12, insgesamt 1-mal geändert.



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doedl
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AW: Willkommenskultur

Beitrag von doedl » Do 2. Feb 2017, 06:00

Hallo Alle,

nachdem sich Kirschie nun entschieden hat, hier nicht weiter zu machen, an dieser Stelle nun unsere Einschätzung als Moderatoren:

Zuerst sehe ich ein Manko bei mir selbst, weil ich davon ausging, dass Pflegeberatung sich an zwei Gruppen richtet; zum einen an die, die beraten, zum anderen an die, die Beratung brauchen und dieses keine nähere Erläuterung braucht. Dem war nicht so.

Die daraus resultierenden Probleme- User fanden Kirschies Beiträge zu unwissenschaftlich, zu unvollständig usw. uferten dann in gegenseitigen Rechtfertigungsposts aus.

Leider gabs dann auch Einschätzungen der Persönlichkeitsstruktur. Wenn ich nach 4 Wochen schon eine Meinung über einen Moderatoren haben muss, von dem ich nichts weiß, außer ein paar geschríebener Worte, ist mir das zu weit entfernt von unserem Motto miteinander statt gegeneinander.

Es ist immer schlecht, wenn Kommunikation darin besteht , sich permanent rechtfertigen zu müssen; weder von Kirschies Seite war das toll, noch von Seiten unserer User. Da lief was schief, wie wir erkannten.

Fazit für die Zukunft:

Den nächsten Moderator werden wir ausführlicher ankündigen und besser auf Euch vorbereiten (grins). Vielleicht gibts es erstmal auch keinen neuen Moderator, wer weiß.

Kirschie einen herzlichen Dank für ihren Versuch; ich bin sehr sicher, dass sie in der Praxis richtig, richtig gut rüberkommt und die Schwierigkeiten hier nichts mit ihrer zweifellos vorhandenen Fachlichkeit zu tun haben. Vielleicht bleibst Du uns ja als User erhalten liebe Kirsten.

Gruß vom Mod-Team


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Griesuh
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AW: Willkommenskultur

Beitrag von Griesuh » Do 2. Feb 2017, 10:36

Hm, wenn ich das so lese, fühle ich mich auch betroffen.
Für meine, evtl. etwas harten Worte zu Anfang, möchte ich mich entschuldigen.
Wie ihr schon erkannt erkannt wurde gab es hier einige erhebliche Missverständnisse und leider auch ungereimtheiten.

Krichie war neuling.
Keine Frage.

Sie hat auch ein großes Wissen.
Auch keine Frage

Was ich persönlich an ihren Einstellungen und Beiträgen ungünstig fand, war dass ihre Beiträge zu statisch und umfangreich waren.

Sie hat leider einfach nur zu den unterschiedlichsten Themenbereichen Gesetzestexte hier eingestellt, ohne einen eingehenden Bezug herzustellen und sie versäumte es, verständliche, auch persönliche Erläuter.ungen mit ein zu bringen.
Die Angehörigen und auch einige Pflegekräfte waren mit den puren Gesetzestexten völlig überfordert.

Sie hätte noch etwas Zeit und Geduld benötigt um ihre Beiträge mit eigenen Worten zu ergänzen und auf die sachliche Kritik und Ergänzungen eingehen sollen, bzw zu erklären wozu ihre Beiträge nützlich sind.

Die neu geschaffenen Rupriken , wie Pflegeberatung, werden doch hoffentlich erhalten bleiben.
Denn Pflegeberatung in jeder Art ist ein wichtiges Thema.

Schade dass sie nun dem Forum den Rücken kehrt.
Redet doch noch einmal mit ihr, ob sie es sich doch nicht noch einmal anders überlegen will.


Gute Pflege braucht mehr Zeit

stormrider
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AW: Willkommenskultur

Beitrag von stormrider » Do 2. Feb 2017, 12:41

Ich kann mich griesuh nur anschließen. Die Gesetzestexte kenne wir alle. Und wir wissen ganz genau, dass es unendlich schwer ist, die Gesetze wirklich so umzusetzen wie es sein soll.

Zur Pflegeberatung gehört aber genau das mit in die Diskussion, denn damit haben wir tagtäglich zu kämpfen.



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