Sterbebettvisionen und andere Phänomene

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Nordlicht25
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Sterbebettvisionen und andere Phänomene

Beitrag von Nordlicht25 » Mo 30. Okt 2017, 11:04

Hallo,

ich habe mich heute bei euch angemeldet und freue mich hier sein zu dürfen.
Momentan arbeite ich nicht in der Pflege direkt, sondern betreue ältere Menschen und führe entsprechend Beratungsgespräche o.ä. durch. Dabei arbeite ich eng mit einem gemeinnützigen Verein und diversen Pflegediensten zusammen. Seit dem ich diese Arbeit mache kommt es immer mal wieder vor, dass mir von Phönomenen berichtet wird oder ich sie sogar miterleben darf, die ich für mich nicht wirklich einordnen kann. Dazu muss ich sagen, dass ich ein sehr wissenschaftlicher Mensch bin und für so ziemlich alles eine logische Erklärung suche.

Es geht um die sog. "Sterbebettvisionen", in denen Menschen die dem Tode nahe sind noch ein mal klare Momente haben, bevor sie für immer einschlafen. Ein Fall ist mir ganz besonders im Gedächtnis geblieben, wo eine schwer demenzkranke Frau um die 90 schon seit mehreren Monaten selbst die engsten Angehörigen nicht mehr erkannt hat. Nahrungsaufnahme, waschen und alles andere funktionierte nur noch mit intensiver Betreeung. Gesprochen hat sie zum Schluss auch nicht mehr. Bis auf wenige Minuten vor ihrem Ableben. Zufällig war ich vor Ort, als sie sich etwa 10 Minuten vor ihrem Tod plötzlich aufgerichtet hat. Dann bedankte sie sich für die langjährige Pflege und verabschiedete sich in einer Klarheit, die mal gar nicht zu ihrem Krankheitsbild passte. Und das verblüffendste passierte als sie sagte, dass ihre Eltern (sie nannte die Namen) sowie ihre jüngere Schwester sie bereits abholen kommen. Sie strahlte über das ganze Gesicht und verließ in einem unglaublichen Frieden diese Welt. Weil ich mit ihrer Schwster einige Wochen vorher noch ein Gespräch geführt habe (sie war geistig noch völlig gesund) erklärte ich mir das als Einbildung, weil sie ja noch leben musste und noch nicht in dieser "anderen Welt" sein konnte. Falsch gedacht, ihre Enkelin klärte mich kurze Zeit später auf, dass sie etwa zwei Wochen vorher ebenfalls verstorben ist. Die demenzkranke Frau selbst hatte man über diesen Vorfall allerdings nicht unterrichtet, weil sie ohnehin in ihrer Wahrnehmung offensichtlich sehr eingeschränkt war.

Bei den Kollegen aus dem Pflegedienst höre ich solche Geschichten immer mal wieder. Irgendwie ist es nur so, dass man darüber nicht allzuhäufig spricht oder es abtut. Man kann es eben einfach nicht erklären und belässt es dabei. Hauptsache man bleibt irgendwie im "hier und jetzt" und gerät nicht in den esoterischen Sumpf. Nun ich muss sagen, ich weiß im Moment nicht mehr so richtig was ich glauben kann und soll. Wenn man so etwas mal mitbekommt und dann noch die Erzählungen der Kollegen hört ist das schon erstaunlich. Inzwischen gibt es ganze Bücher voll mit solchen Fallbeispelen. Ich würde gerne einfach mal darüber sprechen und euch nach euren Erfahrungen fragen. Was denkt ihr dazu? Ist das wissenschaftlich erklärbar? Sind wir vielleicht mehr als wir glauben? Gerade weil man hier anonym berichten kann muss niemand fürchten in eine Ecke gedrängt zu werden und kann kann objektiv seine Erfahrungen schildern. VIelen lieben dank für eure Anteilnahme und noch einen schönen Brückentag wünsche ich euch. =)

Euer Nordlicht.



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Elfriede
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Re: Sterbebettvisionen und andere Phänomene

Beitrag von Elfriede » Mo 30. Okt 2017, 18:33

Das "Phänomen der völligen Klarheit vor dem Tode" ist mir wiederholt begegnet. Meist war sich der Patient auch seines Zustands bewusst.
Ich maße mir nicht an, das "wissenschaftlich" zu hinterfragen. Ob man das nun "Phänomen", "Segen" oder "Fluch" nennen mag ----
--- (es kamen sowohl positve, wie auch negative Dinge) ---
Wir sollten es (als Pflegekräfte gem. § 203 StGB ) für uns behalten. Es sei denn, der Patient hätte uns ausdrücklich darum gebeten,
populärwissenschaftliche Projekte zu unterstützen.


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Nordlicht25
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Re: Sterbebettvisionen und andere Phänomene

Beitrag von Nordlicht25 » Di 31. Okt 2017, 08:21

Hallo Elfriede,

es ist vollkommen selbsterklärend, dass wir derartige Erlebnisse niemals mit irgendwelchen Daten von Patienten in Verbindung bringen. Ich habe es mir zum Ziel gemacht viel von diesen Menschen lernen zu wollen, was mir nur mit etwas tiefgreifenderen Gedanken und dem Austausch gelingen wird. Ich kann es einfach nicht greifen, weil es gegen jegliche heutige naturwissenschaftliche Logik spricht, aber dennoch vorhanden und so faszinierend ist. Momentan bleibt mir nichts anderes übrig als in Erwägung zu ziehen, dass dort noch "etwas ist". Diese Erkentniss würde ich gerne nutzen um anderen Menschen oder Trauernden Mut zu machen. Deshalb würde mir nur zu sehr die Erfahrung anderer interessieren.

Viele Grüße vom Nordlicht



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Re: Sterbebettvisionen und andere Phänomene

Beitrag von sowas2 » Di 31. Okt 2017, 08:52

Hallo Nordlicht
Muss denn alles naturwissenschaftlich bewiesen sein?
Zwei Jahrtausende hat es Menschen Halt gegeben, dass die oben etwas ist.
Ich begleite seit mehreren Jahren Menschen beim Sterben und habe oft auch die Angehörigen mit dabei.
Ja dieses Aufklaren erlebt man häufig. . Aber aüch den Halt den alte, vertraute, in unserer sogenannten modernen Zeit ,als nonsens abgelehnte
Rituale bieten. Seltsamerweise sind dann ,, der da oben,, und seine ierdischen Vertreter sehr gefragt, obwohl der sogenannte moderne Mensch, damit angeblich nichts mehr am Hut haben will.
Auch mir gibt der Glaube ,dass da oben noch etwas ist, die Kraft die Sterbebegleitung durchzuführen.

Liebe Grüße
Sowas



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Re: Sterbebettvisionen und andere Phänomene

Beitrag von doedl » Di 31. Okt 2017, 10:05

Hallo Nordlicht,

Du schreibst richtig, dass viele Pflegekräfte sowas schon erlebt haben, ich auch.

Nun bin ich nicht unbedingt esoterisch, sondern eher die logische Person, aber wissenschaftlich erklären kann ich das auch nicht.

Wer allerdings Jahrzehnte lang Sterbeforschung betrieben hat, ist Elisabeth Kübler- Ross; vielleicht liest Du mal etwas von ihr. Als Psychiaterin hat sie mit Menschen gesprochen, die z. B. reanimiert wurden, hat anscheinend auch selbst Todeserfahrungen gemacht.

Meine Lektüre ihres Buches ist schon einige Jahre her, daher habe ich die Details nicht mehr so parat. Aber es lohnt sich allemal, ihre Bücher zu lesen.

Gruß aus dem Süden

Doedl


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Re: Sterbebettvisionen und andere Phänomene

Beitrag von Nordlicht25 » Di 31. Okt 2017, 13:50

Hallo ihr zwei,

danke für euer Feedback.
Vielleicht hätte ich dazu sagen sollen, dass ich in diesem Berufszweig noch relativ neu bin. Habe vorher Jahre in der freien Wirtschaft gearbeitet und nun prassen diese ganzen Eindrücke und Schilderungen auf mich ein.
Deshalb danke ich erst mal für eure Erfahrungen, es hat ja tatsächlich sogar etwas tröstliches.

Habe mich derweil ein mal mit dem neurologischen Wissen der Menschen beschäftigt und musste dabei feststellen, dass wir eigentlich noch so gut wie fast gar nichts über uns und unser Gehirn wissen. Nicht woher Bewusstsein kommt, wieso wir schlafen müssen, wieso wir träumen, wo Erinnerungen gespeichert sind, wie Gefühle entstehen, einfach gar nichts. Es gibt scheinbar nur Hypothesen welche uns als moderne Wissenschaft verkauft werden. Wirklich einheitlich und gleichbleibend erscheinen mir dabei unabhängig von Glauben und Kultur Sterbebettvisionen, Nahtoderfahrungen und sehr interessant Erinnerungsfälle von kleinen Kindern an vergangene Leben. Schaut man sich die Entwicklung künstlicher Intelligenz in der IT an scheitert es genau an den Punkten, die uns Menschen ausmachen. Ich habe mir auf Empfehlung das Buch "Endloses Bewusstsein - Pim van Lommel" bestellt und bin sehr gespannt auf die Lektüre. In einem Videobeitrag wird erklärt, das Gehirn könne eine Art Empfänger für das Bewusstsein sein und produziere es nicht. Zugegeben ich fühle mich auch nicht wie ein Biocomputer.

Sehr freue ich mich über weitere Berichte und Empfehlungen. Ich finde es schade das in der Gesellschaft allgemein kaum über solche Themen gesprochen wird. Oder sind diese Phänomene doch nur absolute Ausnahmen und auf Medikamentengabe etc. zurückzuführen?

Ich brauche es nicht unbedingt wissenschaftlich, aber mit einer für mich nachvollziehbaren Logik.

Schönen Feiertag euch, euer Nordlicht.



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Re: Sterbebettvisionen und andere Phänomene

Beitrag von Elfriede » Di 31. Okt 2017, 16:20

Moin Nordlicht25 !

Diese Phänomene sind nicht sehr häufig, aber sie sind doch recht regelmäßig zu beobachten.
Ob das auf Medikamentengabe oder dem Absetzen von Medikamenten in der Finalphase zurückzuführen ist?
--- Glaube ich eher nicht.
Was IT anbelangt : Inzwischen ist die IT ja derart komplex geworden, dass auch dort Phänomene beobachtet werden, die sich die Macher nicht erklären können (habe ich gelesen).
Zusammenfassend : Genau wie im Internet, geht im menschlichen Gehirn nichts verloren. Es wird höchstens verschüttet oder verlegt.
Wenn nun durch den Sterbeprozess die "menschliche Festplatte" neu formatiert wird, tauchen Dinge wieder auf --- dass man mit den Ohren wackelt.
Okay ! Ein etwas hilfloser Erklärungsversuch. Einen Besseren habe ich nicht.

--- Und was den Feiertag - bzw. die Feiertage - anbelangt :
Bislang ist der Föderalismus noch im Grundgesetz verankert.
Sei es den Südlichtern vergönnt.

L.G. Frieda


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Re: Sterbebettvisionen und andere Phänomene

Beitrag von Sa-Biene » Di 31. Okt 2017, 20:56

Naja....was jemand mit Demenz mitbekommt oder nicht....bzw. ob die hier erwähnte Dame tatsächlich dement war oder das Verhalten andere Ursachen hatte.... das kann man nie 100% sicher sagen. Ich habe mich auch schon gewundert, was jemand mit weit fortgeschrittener Demenz alles mitbekommen und vor allem erinnert hat.
Das andere... In der Sterbephase werden vermehrt Endorphine ausgeschüttet, die sorgen zum einen für eine körpereigene Schmerzstillung, zum anderen wirken sie auch stimmungserhellend. Dazu kommt manchmal noch das Bedürfnis, letzte Dinge zu klären.



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Re: Sterbebettvisionen und andere Phänomene

Beitrag von Nordlicht25 » Mi 1. Nov 2017, 11:19

Guten Morgen,

es kann schon sein, dass körpereigene Stoffe dieses "mystische" Verhalten beeinflussen. Aber gerade das mit Ihrer Schwester, was sie nun wirklich nicht wissen konnte, ich weiß nicht. In dieser finalen Phase wird ja immer wieder berichtet, dass liebe verstorbene Angehörige die Situation aufsuchen. Wenn es sich um Einbildung oder Endorphine handelt wäre doch davon auszugehen, dass es auch lebende Angehörige sind, zu denen man ein momentan gutes Verhältnis hat?
Ich gehöre zwar keiner Glaubensrichtung an, aber das Erlebte hat mich beeindruckt. Ich beschäftige mich nun mit dem Einfluss vom Gehirn auf unser Bewusstsein.
Vielleicht führt der Weg zu Erkenntnissen, wobei ich auch dort ein paar skurile Dinge zu lesen bekomme.

"Hin und wieder tauchen in medizinischen Fachpublikationen und Büchern Berichte über Menschen auf, die Erstaunen in der Fachwelt der Medizin auslösen.

So sorgte 1980 Professor Dr. John Lorber, ein britischer Neurologe der Universität von Sheffield, auf einer Konferenz für großes aber nur kurzes Aufsehen. Der Arzt berichtete von Kindern, bei denen man den sogenannten Wasserkopf (Hydrozephalus) diagnostizierte.

So schildert Dr. Lorber beispielsweise in einem Aufsatz für das Magazin Developmental Medicine and Child Neurology, dass zwei Kinder ohne Großhirnrinde (der Sitz des menschlichen Geistes) bis zu ihrem (frühen) Tode vollkommen normal aufwuchsen. Die ansonsten verheerende Fehlbildung schien die Entwicklung der Kinder nicht zu beeinflussen.

Als sensationell ist ein Mann zu bezeichnen, den Dr. Lorber untersuchte. Der Mann hatte zwar einen etwas überdurchschnittlich großen Kopf, aber eine enorme mathematische Intelligenz. Sein IQ wurde mehrfach mit 126 gemessen und seine Schulnoten waren hervorragend. Doch die Untersuchung von Dr. Lorber erbrachte, dass der Mann kein Gehirn hatte. Lediglich eine etwa ein Millimeter dünne Schicht Gehirnzellen war in seinem Schädel zu finden, alles andere war Wasser. Wie konnte der Mann überleben? Die Medizin stand vor einem Rätsel." Quelle: Freenet.de

Ein menschliches Gehirn umfasst in normaler Ausprägung etwa 1,5kg. Viele Mathematiker bezweifeln, dass diese Datenmenge im Verlauf unseres Lebens von solch einer vergleichsweise geringen Kapazität aufgemommen werden kann.

Ohje, ich gelange in den Esoterikbereich. Und das alles nur weil man diese ganzen Phänomene nicht im Ansatz erklären kann.

Euer Nordlicht



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Re: Sterbebettvisionen und andere Phänomene

Beitrag von Sa-Biene » Mi 1. Nov 2017, 12:36

Nordlicht25 hat geschrieben:
Mi 1. Nov 2017, 11:19

es kann schon sein, dass körpereigene Stoffe dieses "mystische" Verhalten beeinflussen. Aber gerade das mit Ihrer Schwester, was sie nun wirklich nicht wissen konnte, ich weiß nicht. In dieser finalen Phase wird ja immer wieder berichtet, dass liebe verstorbene Angehörige die Situation aufsuchen. Wenn es sich um Einbildung oder Endorphine handelt wäre doch davon auszugehen, dass es auch lebende Angehörige sind, zu denen man ein momentan gutes Verhältnis hat?
Das Leben und Sein des Sterbenden ist oft nicht mehr mit dem "Diesseits" beschäftigt, dass dann der Fokus auf bereits Verstorbenen liegt, ist demnach naheliegend. Und wer sagt denn, dass niemand ihm nahestehende Menschen "sieht", die noch leben?
Auch ohne Sterbephase erzeugt unser Gehirn oft Bilder, die nur für uns real snd - genau genommen ist alles, was wir Realität nennen, nur unsere jeweils ureigene Realität. Warum sollte dasalso im Sterben, wo alles außer der Norm läuft, anders sein?

Menschen mit Demenz werden oft unterschätzt, was ihre tatsächliche Aufnahmefähigkeit betrifft. Auch ohne Sterbephasegibt es immer wieder "lichte" Momente, wo die Betroffenen erstaunlich klar sind. Also eigentlich gar nicht sooo schrecklich ungewöhnlich.

So sorgte 1980 Professor Dr. John Lorber, ein britischer Neurologe der Universität von Sheffield, auf einer Konferenz für großes aber nur kurzes Aufsehen. Der Arzt berichtete von Kindern, bei denen man den sogenannten Wasserkopf (Hydrozephalus) diagnostizierte.
...
Als sensationell ist ein Mann zu bezeichnen, den Dr. Lorber untersuchte. Der Mann hatte zwar einen etwas überdurchschnittlich großen Kopf, aber eine enorme mathematische Intelligenz. Sein IQ wurde mehrfach mit 126 gemessen und seine Schulnoten waren hervorragend. Doch die Untersuchung von Dr. Lorber erbrachte, dass der Mann kein Gehirn hatte. Lediglich eine etwa ein Millimeter dünne Schicht Gehirnzellen war in seinem Schädel zu finden, alles andere war Wasser. Wie konnte der Mann überleben? Die Medizin stand vor einem Rätsel." Quelle: Freenet.de


Da es hierfür keinerlei verlässliche Quellen gibt, und ich nur einen Hinweis gefunden habe, dass spätere Untersuchungen zeigten,dass das Gehirn des Mannes wesentlich größer (ca. 50% des "normalen") war, halte ich das ganze für ein Ammenmärchen.
Ein menschliches Gehirn umfasst in normaler Ausprägung etwa 1,5kg. Viele Mathematiker bezweifeln, dass diese Datenmenge im Verlauf unseres Lebens von solch einer vergleichsweise geringen Kapazität aufgemommen werden kann.
Ähm.... wenn mir mal ein Vergleich zur Entwicklung der Festplatte im Computer gestattet sei: die Dinger sind inzwischen winzig klein im Vergelich zu den ersten Modellen und trotzdem passt da wesentlich mehr drauf. Das Gehirn funktioniert nicht mit Kisten und Schubladen,sondern über elektrische Verschaltungen und Botenstoffe, um das mal stark zu vereinfachen. Die wiegen nicht so wirklich viel.... Die Masse ansich ist da nicht wirklich ausschlaggebend, was sich schon darin widerspiegelt, dass auch Menschen mit nur einer Hirnhälfte leben können.


Ich weiß nicht, ich habe gerade in diesem eine ganze Reihe von Menschen auf ihrem letzten Weg begleitet. Manche machten sich Sorgen um ihre Angehörige und hatten Mühe loszulassen, andere hatten alles erledigt und sind ruhig eingeschlafen. Manche haderten mit ihrem Schicksal, andere nicht, bei manchen war de Familie da, andere haben gewartet, bis sie allein waren.

Die ganze mystische Verklärung um den Sterbevorgang ist für mich vor allem der Angst der Überlebenden vor der dem Ungewissen geschuldet.

PS: Mein eigener Großvater hat an der Zimmerwand das Tor zur Hölle gesehen ... Unerklärlich? Nö, er war kein guter Mensch und hatte unglaublich Angst, zur Rechenschaft gezogen zu werden.



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Re: Sterbebettvisionen und andere Phänomene

Beitrag von Nordlicht25 » Mi 1. Nov 2017, 14:58

Hallo,
Da es hierfür keinerlei verlässliche Quellen gibt, und ich nur einen Hinweis gefunden habe, dass spätere Untersuchungen zeigten,dass das Gehirn des Mannes wesentlich größer (ca. 50% des "normalen") war, halte ich das ganze für ein Ammenmärchen.
Der Kopf war etwas größer als normal, falls du vom Mathematikstudenten redest. Bilder vom Hirnscan findest du problemlos.
Und wer sagt denn, dass niemand ihm nahestehende Menschen "sieht", die noch leben?
Das behauptet niemand, es wird nur nicht von solchen Fällen berichtet. Siehe mein Beispiel oben mit der vorher verstorbenen Schwester. Interessant sind auch die Todesnäheerfahrungen kleiner Kinder, die grundsätzlich von ihren verstorbenen Großeltern und anderen toten Angehörigen berichten, die sie nicht gekannt haben. Ich denke kleine Kinder von weniger als 6-7 Jahren in einer Notsituation sollten eher von ihren Eltern erzählen, wenn sie während des Herzstillstandes "phantasieren". Der Bezug kleiner Kinder ist ja insbesondere zu Ihren Eltern besonders stark. Ist natürlich nur meine Meinung, Quellen gebe ich bei Bedarf gerne raus.

Weil du gerade ansprichst, dass Menschen mit nur einer Hirnhälfte leben können. Mir ein Rätsel wie sie nach solch einer OP dennoch ihre Erinnerungen behalten können. Bei anderen reicht wiederrum ein Schlag auf den Kopf um Dinge zu vergessen, die Zahl Pi bis zur zwanzigsttausendsten Stelle nach dem Komma aus dem Kopf aufsagen zu können oder perfekt Klavier spielen zu können.

Du findest im Gehirn keine Gedanken, Gefühle oder Erinnerungen. Die Neurowissenschaft sieht nur bestimmte Bereiche bei bestimmten Aktivitäten aufleuchten. Doch was dieses Aufleuchten bedeutet und wo unser Wesen überhaupt zu finden ist weiß letzendlich kein Mensch.

Aber das Ungewissheit über das herrscht, was nach dem Tod kommt, da sind wir uns einig.

Grüße Nordlicht



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Re: Sterbebettvisionen und andere Phänomene

Beitrag von Sa-Biene » Do 2. Nov 2017, 07:50

Verlässliche Quellen,nicht irgendwelche paranormal-esoterisch angehauchte Internetseiten....Tut mir leid, aber ich bevorzuge wissenschaftliche Puplikationen.
Weil du gerade ansprichst, dass Menschen mit nur einer Hirnhälfte leben können. Mir ein Rätsel wie sie nach solch einer OP dennoch ihre Erinnerungen behalten können. Bei anderen reicht wiederrum ein Schlag auf den Kopf um Dinge zu vergessen, die Zahl Pi bis zur zwanzigsttausendsten Stelle nach dem Komma aus dem Kopf aufsagen zu können oder perfekt Klavier spielen zu können.
Schrieb ich etwas von OP? Oder das nach einem entsprechenden Unfall alle Erinnerungen noch vorhanden wären? oder alle Fähigkeiten? Nö.
Du findest im Gehirn keine Gedanken, Gefühle oder Erinnerungen. Die Neurowissenschaft sieht nur bestimmte Bereiche bei bestimmten Aktivitäten aufleuchten. Doch was dieses Aufleuchten bedeutet und wo unser Wesen überhaupt zu finden ist weiß letzendlich kein Mensch.
Falsch. Menschen mit Verletzungen im Fronto-Temporal-Lappen weißen signifikante Veränderungen in ihrem Gefühlsleben und im Sozialverhalten auf. Auch zu beobachten bei entsprechenden Formen von Demenz.
Schlaganfallpatienten zeigen entsprechende Veränderungen je nachdem, welcher Teil des Gehirns betroffen ist. Genauso gehen Fähigkeiten und Erinnerungen verloren, in Abhängigkeit davon, welcher Teil des Gehirns betroffen ist.
Störungen bei Neurotransmitteren lösen Depressionen aus - auch bipolare Störungen.

"Unser Wesen" - welch großer Begriff. Ein Zusammenspiel aus organischen/genetischen und sozialen Komponenten, die bei jedem Menschen einzigartig sind? Oder die Seele, die nach dem Tod wohin auch immer entfleucht?
Renes Descartes meinte, die Seele sitzt in der Zirbeldrüse...

Wie auch immer,ich klinke mich hier wieder aus.



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Re: Sterbebettvisionen und andere Phänomene

Beitrag von Nordlicht25 » Do 2. Nov 2017, 18:48

Hallo Sabine,

es scheint mir gerade, als hättest du irgendwie einen nervlichen Defizit mit meinen Äußerungen, weil es sich so ließt, als wenn ich doch eigentlich längst wissen sollte, dass unser Gehirn für alles verantwortlich ist. Ich hoffe mir sei für meine offene Art verziehen. Die Neurologie ist für mich noch keine 100% sichere Wissenschaft. Momentan ist sie etwa auf dem Stand, als wenn ein Neandertaler in den Sternenhimmel blickt und sich über die vielen verschiedenen Sterne wundert, ohne etwas von ihnen zu verstehen. :)

Erst ein mal die Quelle des Mathematikstudenten, der mit einer Hirnmasse von ca. 100 Gramm (normal sind 1500) und einer Hirnrinde von etwa 1mm Dicke einen IQ von 126 zugesprochen bekommen hat. Das sein Gehirn nicht im geringsten beeinträchtigt war und er einen akademischen Abschluss in Mathe hat, obwohl sein Schädel zu 95% mit Hirnflüssigkeit gefüllt ist und kaum Hirngewebe vorhanden ist kannst auch du mir nicht erklären. P.S. mein Hirn hat ein "normales Volumen", trotzdem habe ich mich nach dem Ingenieursgrundstudium für eine andere Richtung entschieden. :)
http://science.sciencemag.org/content/210/4475/1232

Das mit den Neurotransmittern bei einer Depression ist wieder so eine spekulative Hypothese der Neurowissenschaft. Man geht davon aus, dass der Neurotransmitterhaushalt gestört ist und die Gefühlswelt davon beeinflusst ist. Die Wiederaufnahme des Serotonins soll durch die Psychopharmaka gemindert werden, wie es z.B. bei Escitalopram der Fall ist. Warum eine Depression entsteht und vorallem wie diese tollen Pillen wirken, man weiß es überhaupt nicht und stellt nur Vermutungen an. Nur eins ist klar, es lässt sich eine Menge Geld damit verdienen.

Genau wie die Messungen im Gehirn, sei es durch EEG, MEG, fMRT oder PET-Scan. Daraus wird unheimlich viel interpretiert und "bewiesen". Was genau sagen uns denn diese tollen Bilder und Diagramme genau? Es werden Veränderungen der Durchblutung und Aktivitäten in bestimmten Gehirnarealen gemessen. Beim denken und konzentrieren kommt man auf eine gesteigerte Durchblutung von etwa 30%, weil die Neuronen dabei mehr Energie verbrauchen, wahnsinn. Dabei sind die Messungen je nach Mensch vollkommen unterschiedlich, weshalb sich ableiten lässt, dass die neuronalen Netze als Vermittler unserer Gedanken, Gefühle und Erinnerungen beteiligt sind. Es bedeutet aber NICHT, dass diese Gehirnzellen auch unsere Gedanken und Gefühle erzeugen und speichern. Diese zusammenhängenden Strukturen unseres Gehirns ermöglichen unser Bewusstsein hier auf unserer Welt, doch wie dieses Bewusstsein erzeugt wird steht noch gänzlich aus. Es liegt also auch nahe, dass Störungen im o.g. System Einschränkungen in der bewussten Wahrnehmung zur Folge haben, wie du sie ja bereits genannt hast. Die Empfindungen können sich ganz klar ändern. Aber bist du schon ein mal auf die Idee gekommen, dass die Veränderung der Persönlichkeit auch mit dem folgenden Schicksal eines Schlaganfalles zu tun haben könnte? Stell dir vor du stehst mitten im Leben und kannst auf ein mal nicht mehr richtig sprechen oder sitzt im Rollstuhl. Also meine Persönlichkeit würde sich stark ändern bis ich wieder zu mir finde, mitunter auch i.F.v. Wut, Trauer und anderen Defiziten. Diese verlorenen Erinnerungen kommen bei Demenzpatienten wie du schon sagtest häufig wieder zurück. Es ist neurologisch absolut unerklärbar wie dieser Vorgang bei einem so stark intakten Gehrin insbesondere kurz vor dem Tod von statten gehen kann. Die Medizin stehr hier vor einem großen Rätsel, das sollte uns zu denken geben. Die Zirbeldrüse enthält DMT, was in allen lebenen Organismen dieser Welt zu finden ist. Ob dort ein Zusammenhang besteht und dadurch die Verbindung zu einer anderen Dimension hergestellt werden kann überlasse ich den Esoterikern.

Ich sehe den Menschen in seiner Art als einzigartig. Sein Wesen ist so sehr komplex, dass man hierüber genau gar nichts weiß. Diese ganzen offenkundigen Interpretationen der Wissenschaften soll uns als biochemische Maschine deklarieren, in die man künstlich eingreifen kann. Ich für meinen Teil glaube es erst, wenn mir Bewusstsein, Gefühle oder mein Wesen nachweisbar wissenschaftlich gezeigt werden können. Dafür reichen keine bunten Bilder des Gehirns, welche sich alle zwei Sekunden aktualisieren und letzendlich gar nichts aussagen, über die 1000000000000000000000000 (10^24) Aktionen, die unser Gehirn in jeder Sekunde bei Tagesbewusstsein ausführt. Wenn du mal in dich hineinfühlst oder den Menschen die von solchen "übernatürlichen Phänomenen" einfach glaubst, ohne sie abzutun und auf deine Hypothesenwissenschaft zu pochen, dann wäre das ein großer Gewinn für alle. Hätte ich dir damals erklärt die Erde ist eine Scheibe hättest du es mir vermutlich anstandslos geglaubt, innerhin war es zu der Zeit gar nicht anders denkbar. Wer möchte schon am unteren Ende der Kugel runterfallen? :)

Zum Schluss und um sich dem eigentlichen Thema wieder zu nähren noch eine Buchempfehlung (ohne Esoterik natürlich): https://www.amazon.de/Neuromythologie-S ... 9646208732
"Neuromythologie: Eine Streitschrift gegen die Deutungsmacht der Hirnforschung"
Wirklich sehr sehr lesenswert.


'Das Buch ist so lesenswert, weil sich hohe Kompetenz mit Verständlichkeit und sachlicher Polemik paart. Empfehlung: unbedingt lesen.' (Karl-Heinz Heinemann, WDR 5 Leonardo, 19.04.2013)

'Das Buch ist gut verständlich geschrieben und fesselt von Beginn an durch Haslers scharfsinnige Gedanken. Es ist ein Muss für die Auseinandersetzung mit den aktuellen Strömungen in der Psychiatrie.' (Gabriella Hunziker, Deutsches Ärzteblatt, 3/110 (2013))

'Felix Haslers Buch [...] ist ultraklug. Es verstört die Richtigen. Die gründlichste und eisigste Kritik dieses in den jüngsten Dekaden hoch subventionierten Wissenschaftsspiels.' (Jan Feddersen, taz, 23./24.03.2013)

Nun bitte wieder zun eigentlichen Thema:
Es ist mein Bestreben mich über die eingangs erwähnten Erfahrungen auszutauschen. Von mir aus auch gerne wie bereits geschehen per PN. Wie hier ersichtlich kommt man schnell in die esoterisch-durchgeknallte Ecke beim Versuch sich der Wissenschsftskeule auch mal zu entziehen. Ich möchte hier etwas lernen und nicht über Hypothesen diskutieren.

Ich wünsche dir / euch noch einen schönen Abend. :)



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Re: Sterbebettvisionen und andere Phänomene

Beitrag von Sa-Biene » Do 2. Nov 2017, 19:17

Klar, ein nervliches Defizit... ganz bestimmt. :roll:

Mir war schon klar, dass wir keine Basis finden.



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Re: Sterbebettvisionen und andere Phänomene

Beitrag von Nordlicht25 » Do 2. Nov 2017, 19:25

Ich habe die Ausrucksweise gedeutet, entschuldige wenn das vorschnell war. Bitte back to topic, mich interessieren alle Erfahrungen in dem Bereich, egal ob als biochemische Fehlinterpretation oder die Seele des Menschen gedeutet. :)



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Re: Sterbebettvisionen und andere Phänomene

Beitrag von Elfriede » Fr 3. Nov 2017, 21:04

Zum Thema sind ... Bücher geschrieben/verbrochen worden.
Mit mehr oder weniger fachlichem Hintergrund.
Egal, welche Theorien die Autoren auch immer aufstellen ---
--- Unsere Bewohner/Patienten schaffen es immer wieder, uns zu überraschen.
@ Nordlicht25
Du kannst Dir noch so viele Fallbeispiele suchen: Du wirst immer wieder dastehen und an Deinem Verstand zweifeln.


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Re: Sterbebettvisionen und andere Phänomene

Beitrag von Nordlicht25 » Fr 3. Nov 2017, 22:17

Hallo Elfriede,

schön das du dich noch mal meldest. :)
Ja die Bücher können es nicht erklären, die Bewohner selbst nicht und wir letztenlich auch nicht. Niemand kann das momentan, damit werde ich mich abfinden müssen. Die Tatsache, dass Sterben nicht immer ein schlimmes Phänomen für den Betroffenen selbst sein muss und manchmal sogar mit Leichtigkeit bis hin zur Euphorie passiert stellt uns vor ein Rätsel.

Was meinst du mit ich werde auch nach etlichen Fallbeispielen noch an meinem Verstand zweifeln?
Kannst du mir das genauer erklären? :)
Ich versuche jetzt einfach nur noch anzunehmen und zu lernen. Natürlich höre ich nach wie vor auch andere Erlebnisse sehr gerne, gerade um zu verstehen, dass es nicht nur mir so geht. Wenn man so da steht und einfach in dem Moment nicht so wirklich das begreift, was passiert kann man den Verstand durchaus in Frage stellen. Das bestärkt gerade auch meinen Impuls mich austauschen zu wollen. Ich finde man darf nur nicht die Augen verschließen.

Viele Grüße und ein schönes Wochenende



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Re: Sterbebettvisionen und andere Phänomene

Beitrag von doedl » Sa 4. Nov 2017, 06:15

Hallo Nordlicht,

mich irritiert gerade der Begriff, Sterben sei nicht immer ein schlimmes Phänomen....

Eine Geburt ist sehr viel dramatischer als der Tod; der kommt i.d.R. leise und die Menschen gehen auch undramatisch aus dem Leben.

Was den Tod- denke ich- für viele "schlimm" macht, ist nicht zu wissen, ob man mit oder ohne Schmerzen sterben muss, ob man mit dem Gefühl geht, Unerledigtes, Unverziehenes zurück zu lassen. Und natürlich auch die Frage: was kommt danach- kommt überhaupt etwas oder war es das dann.

Gruß Doedl


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Re: Sterbebettvisionen und andere Phänomene

Beitrag von Nordlicht25 » Sa 4. Nov 2017, 11:30

Hallo doedl,

mit schlimm meine ich die Angst der Betroffenen, die Existenzängste haben oder nicht loslassen können, dass sich der Sterbeprozess qualvoll in die Länge zieht.

Die Ausnahme sind eben diese Menschen, die allem Anschein nach Dinge sehen die wir nicht verstehen können. Dort lösen sich die Ängste plötzlich auf und das Sterben scheint sogar angenehm zu sein.

Ob da nun was kommt oder nicht, das ist hierbei die Frage die sich mir auftut. Ich habe hier ein YouTube-Video wo das Phänomen passend beschrieben wird. Der Kanal macht auf mich einen esoterischen Eindruck, jedoch finde ich die Worte zu den Phänomenen dort passend. Vielleicht fühlt sich dabei ja jemand angesprochen.

https://youtu.be/LqFCCk95XlU

Mich interessieren Meinungen egal welcher Art. :)

Viele Grüße



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Elfriede
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Re: Sterbebettvisionen und andere Phänomene

Beitrag von Elfriede » Sa 4. Nov 2017, 18:58

Nordlicht25 hat geschrieben:
Fr 3. Nov 2017, 22:17
Was meinst du mit ich werde auch nach etlichen Fallbeispielen noch an meinem Verstand zweifeln?
Du kannst noch soviel darüber lesen oder hören. Du wirst in der Praxis immer wieder überrascht.

Bzgl." Sterben schlimm oder nicht " :
- Manche begrüßen den Tod als Freund/Erlösung.
- Manche akzeptieren ihn als natürlichen Vorgang.
- Manche empfinden ihm als Heimkehr.
(Warum man wohl die Religion erfunden hat)
- Andere wehren sich/Klammern.
- Wieder andere nehmen das Sterben nicht mehr (erkennbar) war.

Schlimm ist es immer für die Hinterbliebenen und/oder die Pflegenden.
Jeder Tod ist ein Trauma für uns.
Solche "letzten Dinge" verstehen zu wollen, ist ein legitimer Wunsch - aber unerfüllbar.



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