Palliativ-Care

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B-Tina :-)
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Beitrag von B-Tina :-) » Fr 18. Apr 2014, 12:12

Danke ...




Zephalagie
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Beitrag von Zephalagie » So 25. Mai 2014, 16:46




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Lilli2710
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Beitrag von Lilli2710 » So 25. Mai 2014, 18:08

Dankeschön Zephalagie ...



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johannes
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Beitrag von johannes » So 25. Mai 2014, 18:38

meine Analyse des Videos vom 10.04.2014

Was habe ich verbrochen, dass sich meine Knochen einfach auflösen ... (Patientin) - keine Antworten!

nicht streicheln, drücken ... Wunsch! (Patientin)

warten keine Aufforderung ab und setzen sich dazu ... (beide Ärzte) typische medizinische Betrachtungsweise

Untersuchungsergebnisse sind da, möchten sie sie erfahren? - warten keine Antwort ab und fahren einfach fort ... - wo bleibt das Eingehen auf die Patientin?

hypothetische Frage, die keine Antwort erwartend oder abwartend (Palliativärztin)

Sie klang so traurig ... (Patientin über Palliativärztin, als ob diese die Betroffene sei)

Palliativärztin erzählt irgendwas, das die Patientin überhaupt nicht interessierte - kein Zugang zur Patientin!

"möchte eine Frage stellen, die für sie vielleicht etwas schwierig ist zu beantworten - ist das so in ordnung für sie? (Palliativärztin)

Ich möchte dann Ruhe ... es soll nichts gemacht werden ... - eindeutiger, letzter Wille (Patientin)

Kurze, unpersönliche Begrüßung durch die Schwester auf der Palliativstation und dann ist sie auch gleich wieder weg ... - nach ihrem Befinden wird sich nicht erkundigt, sondern, ob der Pfleger zurecht kommt ... -EIN Fall von mehreren, nichts weiter.

Ein Blick - was geschieht jetzt mit mir - aber keiner sieht es oder reagiert darauf

man dreht ihr den Rücken zu, als wär sie nicht da ...

ein verständnisloser Blick des Pflegers, kann mit ihrem Gesichtsausdruck nichts anfangen ... - führt zur Fehleinschätzung

Patient wird nicht beachtet, sonder nur der Besucher - der Ehemann.

Tochter kommt - erste ernsthafte (echte) menschliche Regung und Anteilnahme! Betroffenheit! Zuwendung (streicheln)

Schwester kommt und redet von Tee, ohne Patientin anzusehen, ihr entgeht darum auch, wie sie auf die Ankündigung reagiert ...

1. Patientin versucht ihrer Tochter die Situation leichter zu machen: "Ich habe jahrelang gekämpft, aber jetzt ist es genug ..." - Patientin tröstet Tochter!

2. Kümmert sich um die Tochter - Richtet Blick der Tochter in die Zukunft (heiraten) und "Du hast ja Papa"

3. erst dann kommt sie selbst: "wieviel Zeit habe ich noch?"

Sehr vorsichtige Antwort des Arztes, aber er bleibt bei der Wahrheit

4. Patientin tröstet erneut ihre Tochter - nicht umgekehrt!

Gut gemeintes Mitbringsel entpuppt sich als gut gemeinte, aber falsche Liebestat. Patientin hat Wunsch, an die frische Luft zu gehen

Besucher sind gegenseitig genervt und lassen das vor der Patientin voll raus.

5. Patientin im Freien sorgt sich wieder um ihre Angehörigen, verteilt die Verantwortungen, zeigt, dass sie sich sehr gut auf ihren Abschied vorbereitet hat. Sie hat bereits los gelassen!

Ihr Mann hat die Entscheidung vor sich her geschoben, verdrängt und wird jetzt vollends von den Ereignissen überfallen.

6. Wieder ist es die Patientin, die tröstet, obwohl eigentlich sie die Betroffene ist und leiden müsste ... Sie denkt, er müsste loslassen ...

Dienstbestprechung: Schildert eine depressive Patientin, die sie offensichtlich nicht ist - schlechte Beobachtung ...

Ehemann würde sich sehr um Patientin kümmern - offensichtlich aber leidet er mehr unter seiner Verlustsituation - schlechte Beobachtung

Nach dem Tod der Patientin:

Waschung wird angeboten, dass sie helfen würde, mit der Trauer umzugehen

Es ist jedoch eine Ölung statt einer Waschung

Unabhängig davon - dieser persönliche Abschied ist etwas Besonderes


Ein Mensch existiert nicht - er lebt!
Keiner ist so blind wie der, der nicht sehen will.
Ich vertrete nicht immer die herrschende Meinung - aber ich habe eine Meinung!
Einer sucht für ein Problem eine Lösung - ein Anderer sucht für eine Lösung ein Problem

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Lilli2710
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Beitrag von Lilli2710 » So 25. Mai 2014, 20:39

Ich weiß nicht recht, ob das hierher gehört (wenn nicht, dann bitte verschieben) ... aber für mich ist diese junge Frau eine außerordentlich starke Persönlichkeit.
1 - 6 insgesamt ca 1 Stunde.

Interview einer Sterbenden 1/6 (hier fehlen am Anfang leider einige Minuten)
Interview einer Sterbenden 2/6
Interview einer Sterbenden 3/6
Interview einer Sterbenden 4/6
Interview einer Sterbenden 5/6
Interview einer Sterbenden 6/6



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pegean
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Beitrag von pegean » Di 3. Nov 2015, 12:12

"Das Sterben zu Hause bleibt ein Wunsch

Die meisten älteren Deutschen wollen in den eigenen vier Wänden sterben - Realität wird dies allerdings nur in den seltensten Fällen. Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung deckt krasse Defizite in der Palliativversorgung auf."

http://www.aerztezeitung.de/politik_ges ... schen.html


Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss ja auch mit jedem A...h klar kommen!
Bildung kommt nicht vom Lesen, sondern vom Nachdenken über das Gelesene.(Carl Hilty)

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pegean
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Beitrag von pegean » Do 12. Nov 2015, 23:13

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: "Jeder soll die Gewissheit haben, am Lebensende bestmöglich betreut und gut versorgt zu werden. Deshalb stärken wir die Hospiz- und Palliativversorgung überall dort, wo Menschen ihre letzte Lebensphase verbringen – sei es zu Hause, im Krankenhaus, im Pflegeheim oder im Hospiz. Die neue Forschungsinitiative ist ein wichtiger Schritt, um die Palliativversorgung am Lebensende weiter zu verbessern."
http://www.bundesgesundheitsministerium ... rgung.html


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