Jens Spahn

Alles zum Beruf Pflege was nicht mit der Pflege direkt zu tun hat.
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Jens Spahn

Beitrag von doedl » Di 27. Feb 2018, 22:44

Soll Gesundheitsminister werden.
Was meint ihr dazu?


Wir müssen die Änderung sein, die wir in der Welt sehen wollen- Mahatma Gandhi

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Re: Jens Spahn

Beitrag von resigniert » Di 27. Feb 2018, 23:55

Er hat in Münster mit einer GuK Klasse gesprochen/diskutiert und subjektiv den Eindruck vermittelt nicht hinter der Pflege zu stehen/die Pflege stärken zu wollen. Eher schon die Ärzte und die gewinnorientierten Gesundheitsbetriebe.
Also gut für alle privaten Betriebe und Aktionäre
Subjektiver Eindruck!



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Re: Jens Spahn

Beitrag von RR77/38 » Do 1. Mär 2018, 12:16

Vor laufender Kamera hat Herr Spahn vor wenigen Tagen immerhin zugegeben, dass die laut Koalitionsvertrag zu schaffenden 8000 Stellen für Pflegefachkräfte mit dieser Absichtserklärung noch nicht besetzt wären, da ja Pflegefachkräfte fehlen.

Wer dann logisch weiter denkt, dem wird klar werden, dass durch diese Planung die Zahl der unbesetzten Stellen einfach nur um 8000 steigen wird, auf irgendeinen Wert über 30000. Es wird also trotz diese Absicht weiter schlimmer werden. Bis diese Stellen besetzt sind, werden weitere Stellen fehlen. 40000? 50000? Ohne Betreuungsassisten wäre doch schon längst Schicht im Schacht.



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Re: Jens Spahn

Beitrag von doedl » Fr 2. Mär 2018, 08:07

Was mir Sorgen macht, ist die Verbindung mit der Pharmalobby
https://deutsch.rt.com/inland/65835-jen ... gstraeger/


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Re: Jens Spahn

Beitrag von resigniert » Fr 2. Mär 2018, 11:41

Na ja, Sorgen ist ein Understatment



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Re: Jens Spahn

Beitrag von resigniert » Fr 2. Mär 2018, 11:41

Doppelpost



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Re: Jens Spahn

Beitrag von doedl » Fr 2. Mär 2018, 18:48

Ochjo nun gleich noch ein Interwiew.....https://www.tagesspiegel.de/politik/jen ... 98692.html


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Re: Jens Spahn

Beitrag von resigniert » Fr 2. Mär 2018, 22:13

Ja, Prima, näh!



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Re: Jens Spahn

Beitrag von Griesuh » Sa 3. Mär 2018, 18:18

Wird dann die Pflegeversicherung und die Krankenkassenach "Rassen" eingeteilt?
Oder wie stellt sich das der Rechtsaussen der Union vor?


Gute Pflege braucht mehr Zeit

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Re: Jens Spahn

Beitrag von *Angie* » Di 6. Mär 2018, 11:01

Man muss den Spahn nur mal bei lobbypedia ...

Ähm-jo.


» Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in einer Garage steht. « (Albert Schweitzer)

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Re: Jens Spahn

Beitrag von doedl » Mo 19. Mär 2018, 06:32

Deutscher Pflegetag- der Auftritt von Jens Spahn

http://www.zeit.de/politik/deutschland/ ... legeberufe

Dann wollen wir mal sehen, wie die hehren Worte in die Tat umgesetzt werden sollen.


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Re: Jens Spahn

Beitrag von ohswe » Di 20. Mär 2018, 09:40

Griesuh hat geschrieben:
Sa 3. Mär 2018, 18:18
Wird dann die Pflegeversicherung und die Krankenkassenach "Rassen" eingeteilt?
Oder wie stellt sich das der Rechtsaussen der Union vor?
Moin zusammen,
was hat diese Polemik mit der Sache zu tun??

Bisher kann man feststellen:
Auch der neue Minister befaßt sich zunächst mit der professionellen (gewerblichen!) Pflege - leider. Dies ist weder rechts- noch linkslastig, sondern folgt vielmehr der übergewichteten gewerblichen Pflege, deren Kosten die Leistungen der Pflegeversicherung bei weitem übersteigt und ohnehin von den Pflegebedürftigen gezahlt werden müssen.

Mit solch unterirdischer Polemik (s. o.) wird nichts bewirkt ...
... die Aufmerksamkeit von Ministser und Regierung sollte vielmehr auf die häusliche Pflege gelenkt werden, die besonders preiswert für die Pflegekassen ist und noch beträchtlicher Hilfe und Unterstützung bedarf!

Konstruktive Sachlichkeit und - nota bene - Kenntnisse sind wünschenswert.

Gruß
OH


Man muss die Dinge nehmen wie sie kommen - man sollte jedoch dafür sorgen, dass sie so kommen, wie man sie nehmen möchte!

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Re: Jens Spahn

Beitrag von doedl » Di 20. Mär 2018, 18:38

Hallo Ohswe

wir brauchen alle: die häusliche, durch Angehörige geleistete Pflege, wie auch die professionelle Pflege.
Dass Letztere kostenträchtiger ist, rührt daher, dass meine Kollegen von ihrem Gehalt leben müssen.

Mir sind alle Fakten der Pflege durch Angehörige bekannt:
hohes Armutsrisiko im Alter
unglaubliche Belastung durch 24 Stunden- 365 Tage.

Es geht nicht gegeneinander, sondern miteinander.

Welche Prioritäten Jens Spahn nun setzt?

Sein Vorgänger hat 8000 Pflegekräfte für die stationäre Altenpflege versprochen- mehr als überfällig. Die Pflege in den Heimen kann keine wirkliche Pflege mehr sein, weil meine stationären Kollegen weit über ihrem Limit arbeiten müssen.

Wir werden in der BRD ohne beides nicht auskommen:
nicht ohne die pflegenden Angehörigen, nicht ohne die professionellen Pflegekräfte.

Was Griesuh mit "Rassen" gemeint hat, habe ich auch nicht richtig verstanden; vielleicht mag er es nochmal erläutern.

Gruß Doedl


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Re: Jens Spahn

Beitrag von Winkelspinne » Mi 21. Mär 2018, 10:55

Bisher kann man feststellen:
Auch der neue Minister befaßt sich zunächst mit der professionellen (gewerblichen!) Pflege - leider. Dies ist weder rechts- noch linkslastig, sondern folgt vielmehr der übergewichteten gewerblichen Pflege, deren Kosten die Leistungen der Pflegeversicherung bei weitem übersteigt und ohnehin von den Pflegebedürftigen gezahlt werden müssen.

Mit solch unterirdischer Polemik (s. o.) wird nichts bewirkt ...
... die Aufmerksamkeit von Ministser und Regierung sollte vielmehr auf die häusliche Pflege gelenkt werden, die besonders preiswert für die Pflegekassen ist und noch beträchtlicher Hilfe und Unterstützung bedarf!


Konstruktive Sachlichkeit und - nota bene - Kenntnisse sind wünschenswert

Hallo,

also als besonders konstruktiv empfinde ich Deinen Beitrag nicht. Er spiegelt lediglich eine sehr
einseitige Sicht der Dinge.

Warum stellst Du die häusliche Pflege über die stationäre? Eine Verbesserung der häuslichen Pflege
erzeugt selbstverständlich auch höhere Kosten. Und auch nach einer Verbesserung ist Pflege anstrengend,
das ist nun mal eine Tatsache.

Doedel hat Recht, es ist ein miteinander und beides muss verbessert werden.

Wenn wir deinen Faden mal weiterspinnen und die Heime vernachlässigt werden, könnten einige Angehörige
zuhause pflegen denen es so nicht möglich ist. Aber auf der anderen Seite sinkt durch die fehlende Unterstützung
die Qualität der Pflege und die Belastung der Pflegekräfte in den Heimen steigt weiter.

Sollte die Unterstützung der häuslichen Pflege gar in höheren Zahlungen vonstatten gehen würde dieses, und der
zuvor genannte Punkt, auch die Gefahr mit sich bringen das Angehörige, welche psychisch nicht dazu in der Lage sind zu pflegen,
den Pflegebedürftigen trotzdem zuhause zu pflegen. Und glaub mir, ich kenne nicht nur einen Fall von Misshandlung
eines Pflegebedürftigen und bin daher froh das jeder die Wahl hat.

Weiterhin sind viele Angehörige berufstätig und können nicht einfach kündigen um zuhause zu pflegen. Sollen diese
daher minderwertigere Pflege in den Heimen erhalten weis Du die häusliche Pflege als wichtiger empfindest?

Ja, die PK muss bei den Heimen mehr zahlen, aber das ist den Angehörigen eher gleich, denn diese sehen nicht die
Pflegekosten sondern das Gesamte was gezahlt werden muss, also inkl. Unterkunft, Verpflegung und Investitionskostenanteil.
Aber jeder kann in einem Heim pflegen lassen. Die einen haben Geld, die anderen bekommen Unterstützung vom SOZ,
die restlichen tun mir leid weil sie erst alles was sie sich im laufe des Lebens erarbeitet
haben einsetzten müssen bevor das SOZ einspringt. Gerecht ist das nicht, aber das Leben ist nun mal so, leider.

Womit wir wieder beim Geld sind. Nur um zu sparen zuhause zu pflegen wäre ein Desaster, denn - Pflegedienst hin
oder her - nicht jeder kann das zuhause leisten, auch wenn er es gerne wollte.

Gruß
Winkelspinne



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Re: Jens Spahn

Beitrag von doedl » Do 22. Mär 2018, 07:53

Ergänzung:

die Bereitschaft der Angehörigen zu pflegen, nimmt laut einer Studie immer mehr ab.

Leider haben wir in der BRD noch bismarcksche Auffassung, dass gefälligst die Familie ihre Pflegebedürftigen zu versorgen hat; in anderen EU Staaten ist das nicht so. Das System der häuslichen Pflege kann aber nicht aufgehen:

wer pflegt, verdient nichts- bekommt später nur wenig Rente.
wer pflegt, ist im Vergleich zu nicht pflegenden Altersgenossen kränker

Meine Überzeugung : wir müssen unbedingt weg von dieser Teilkasko- Pflegeversicherung.
Menschen die ein Leben lang gearbeitet haben, dadurch vielleicht Grund und Boden erworben haben, müssen dies im Alter wieder einsetzen, damit ihre Pflegekosten bezahlt werden können.

Oder die Kinder werden für die Kosten heran gezogen- will auch keiner.


Wir müssen die Änderung sein, die wir in der Welt sehen wollen- Mahatma Gandhi

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Re: Jens Spahn

Beitrag von Griesuh » Mo 26. Mär 2018, 15:43

ohswe dein Beitrag war aber nicht sehr konstruktiv.
Das ging völlig daneben.
Und deine Kenntnisse reichen aus um einer PDL sagen zu wollen wo es lang geht.?

Macht aber nichts.

Mit dieser Politik die hier betrieben wird, wird es der Pflege, und nicht nur der Pflege im häuslichen Bereich, nicht besser gehen.

Wir brauchen eine Lobby für die Pflege.
Und was nützt das Geschwätz, sorry Doedel, 8000 neue Arbeitsplätze für Pflegefachkräfte zu schaffen?
In der BRD können die ca. 30.000 unbesetzen Srtellen im Pflegebereich nicht besetzt werden.
Nach unseren Politikern haben wir dann rund 38.000 offene Stellen im Pflegebereich die unbesetzt bleiben.
Der Pflegeberuf muss atraktiver gestaltet werden, die Löhne müssen deutlich steigen ( bringt leider auch höhere Beiträge für sozialversicherunspflichtige und höhere Zuzahlungen für den Pflegebedürftigen.
Was noch getan werden muss?
Großkonzerne und Spekulanten von der Pflege ganz , ganz weit weg halten.
Zuletzt geändert von Griesuh am Mi 28. Mär 2018, 12:39, insgesamt 1-mal geändert.


Gute Pflege braucht mehr Zeit

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Re: Jens Spahn

Beitrag von Winkelspinne » Mo 26. Mär 2018, 19:46

Was noch getan werden muss?
Großkonzerne und Spekulanten von der Pflege ganz , ganz weit weg halten.

Oh ja, da unterschreibe ich doch glatt. Obwohl, egal welcher Träger, PH sind immer
Wirtschaftsunternehmen, so leid es mir tut das zu sagen, es ist einfach Fakt.

Gerade die großen Konzerne haben so viele Mittel Gelder verschwinden zu lassen, so
das sie auf den Überprüfungen nicht als Gewinn erscheinen, das ist erschreckend.

Gruß
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Re: Jens Spahn

Beitrag von ohswe » Mo 26. Mär 2018, 20:11

Griesuh hat geschrieben:
Mo 26. Mär 2018, 15:43
ohswe dein Beitrag war aber nicht sehr konstruktiv.
Das ging völlig daneben.
Und deine Kenntnisse reichen aus um einer PDL sagen zu wollen wo es lang geht.?
Mein lieber griesuh,

wenn ich Deinen Beitrag über Jens Spahn kritisierte, dann hatte das mit Deiner Vermutung zu tun, dass er Selektionen nach dem Kriterium "Rasse" vorzunehmen gedenkt. Wir sind uns sicher einig, dass man das nicht als einen Beitrag zur Versachlichung einer schwierigen Diskussion nehmen kann. Einige Anmerkungen - aus dem tiefen Fundus meiner Kenntnisse und Erfahrungen :mrgreen: - kann ich mir nach Deinem letzen Beitrag nicht verkneifen:

1. Mehr als 70 % aller Pflegebedürftigen
werden daheim gepflegt. Quelle: http://www.handelsblatt.com/politik/deu ... 650.html// Das ist der Grund, weshalb ich in der Diskussion für ein höheres Gewicht der häuslichen Pflege votiere - ich kenne sehr viele Menschen, die gradezu einen "Horror" vor eine Einweisung in ein Pflegeheim haben. Das liegt sicher nicht an den vielen engagierten Pflegerinnen und Pflegern - läßt aber Rückschlüsse auf das "System Pflegeeinrichtung" zu.

2. Wenn in der stationären Pflege
gegenwärtig PflegerInnen fehlen, um alle Heimbewohner angemessen zu pflegen/betreuen, dann hat das ja wohl auch damit zu tun, das die Verantwortlichen Heimleiter immer neue Pflegebedürftige (Motto (?): ein Bett ist noch frei?) gegen viel Geld aufnehmen - ohne Rücksicht darauf, dass sie nicht über genügend Pflegepersonal für eine angemessene Pflege verfügen.

3. Wenn Pflegebedürftige für einen sehr hohen Preis
in die Heime aufgenommen werden, obwohl mangels Pflegepersonal eine ordnungsgemäße Pflege nicht gewährleistet werden kann, wird verantwortungslos agiert und gutes Geld gegen mangelhafte Betreuung kassiert.

4. Ich habe noch nicht gehört,
dass die Pflegekosten gesenkt wurden, weil die Kosten der Betreiber sanken, weil nicht genügend Pflegepersonal im einem Heim vorhanden und damit eine nur eingeschränkte Pflege (z. B. in der Nacht) möglich war.

5. griesuh,
meine Ehrfurcht vor Pflegedienstleitern außer Dienstes ist eine begrenzte - insbesondere dann, wenn sie ihren Diskussionspartnern mangelnde Kenntnisse unterstellen - und sagen wollen "wo es lang geht".

6. "Großkonzerne und Spekulanten von der Pflege ganz, ganz weit weg halten."
Das unterschreibe ich auch.

7. Alllerdings:
Wenn eine gemeinnützige Einrichtung zu unserer/meiner Unterstützung eine Haushaltshilfe einsetzt und über die Pflegekasse abrechnet (125 € mtl.), dann erhalten wir dafür weniger als 4 Stunden Putzhilfe - die gemeinnützige Einrichtung erhält je Stunde mehr als 30 € und zahlt der Mitarbeiterin lediglich 10,80 € pro Stunde auf der Basis eines MiniJobs.

8. Man kann also feststellen:
Man muß also kein Großkonzern oder ein Spekulant sein, um derartige Merkwürdigkeiten zu erzeugen.

9. Übrigens:
Wenn ich eine solche Putzhilfe über einen Minijob direkt in meiner Familie einstelle, dann könnte ich der Hilfe 12,00 € je Stunde zahlen und würde jeden Monat ca. 10 Stunden Unterstützung erhalten - leider würde das jedoch die Pflegeversicherung nicht zahlen (!!). Sowas nennt man erfolgreiches Lobbying der "gemeinnützigen" Pflegeeinrichtungen.

10. Für griesuh persönlich:
Ich weiß sehr wohl, warum diese Haushaltshilfen ausschließlich über die professionellen Einrichtungen bei Abrechnung über die Pflegeversicherungen eingesetzt werden dürfen. Die bei uns eingesetzte Haushaltshilfe hat jedoch nicht mit meiner kranken Frau zu tun, sondern erledigt lediglich jene Arbeiten in unserem Hause, die man gemeinhin einer Putzhilfe/Reinigungskraft überträgt - Kenntnisse einer alljährlichen pflegerischen Unterweisung werden dafür nicht benötigt.

Vielleicht widerlegt mich ja der PDL (jetzt in Rente) - ich bin für jede Erweiterung meines Horizontes dankbar.

Mit freundlichem Gruß
OH


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Re: Jens Spahn

Beitrag von Griesuh » Di 27. Mär 2018, 17:00

Mir wird es einfallen, auf solch einen Beitrag Erwiderungen zu geben.
So was von Hochnäsigkeit wie von dir ausgeht ohswe sucht seines gleichen.

Nur soviel dazu:
arbeite einmal genauso lange wie ich in der Pflege, über 35 Jahre,
dann als PDL mit eignem ambul. Pflegedienst,
nehme an Verhandlungen mit den Pflegekassen/Krankenkassen teil,
nehme einem Berufsverband/Pflegeverband an Verhandlungen zu Landesgestezen in den Landes - Fachausschüßen teil.
Beteilige dich jahrzentelang am Aufbau einer Lobby für die Pflege.

Hast du das, dann reden wir zwei wieder.


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Re: Jens Spahn

Beitrag von thomas09 » Di 27. Mär 2018, 19:10

Ach Griesuh,
du bist der Größte, du bist der Beste und hast den Längsten.
Wie mich diese Rechthaberei und in fast jedem thread deine persönlichen Angriffe ank...
Kaum ein thread in dem du sachlich bleibst und dich nicht angegriffen fühlst.
Ja, auch andere Menschen haben Fachwissen, du hast deine Erfahrungen gemacht und andere Menschen machen andere Erfahrungen, warum muss da immer gleich persönlich werden und draufhauen?

@claudia:
Vielleicht auch ein Grund, dass da immer weniger Lust haben sich in dem Forum zu beteiligen.

Ja und jetzt kommt die Erwiederung, dass das alles ja ganz anderst ist und die Anderen... und du ja nur ...
Bitte nicht.



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