Von Bewohnerin "gemobbt"

Forum für Opfer von Mobbing und Gewalt in der Pflege (und natürlich auch anderen Branchen), Burn-Out und andere psychische Belastungen
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Smykke
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Von Bewohnerin "gemobbt"

Beitrag von Smykke » So 29. Jun 2014, 01:38

Hallo!

Also, ich bin Lehrling im 3. Jahr und im August fertig. Und ich werde in meinem Betrieb, auf dem selben Wohnbereich als Fachkraft übernommen.
Das ist ja schon mal sehr gut. ;)

Aber:

Eine Heimbewohnerin mit chronischen Schmerzen, vollständig orientiert, im elektrischen Rollstuhl selbständig unterwegs, immer ein "hohes Tier" irgendwo gewesen, sehr selbstbestimmt, im Heimbeirat:

Sie hat nur was an mir auszusetzen! Sie meckert an meinem Aussehen herum (ruft gleich mal durch den ganzen Speisesaal, dass ich grausam oder schlimm aussehen würde), neigt bei der Applikation der Augentropfen den Kopf nicht richtig zurück, so dass das Medikament unweigerlich aufs Jochbein tropft (und gibt mir dann die Schuld, dass ich es nicht richtig machen würde), reagiert missgelaunt, wenn ich bei ihr in der Pflege bin und redet kaum mit mir (auch auf von mir angefangene Gespräche reagiert sie kaum), meint, ich wäre ungebildet, weil ich irgendwelche Schauspieler, Tänzer usw. nicht kenne (was interessieren mich auch solche Persönlichkeiten?), lässt mich nicht an ihren Ulcus curis-Verband (hab's zwar gelernt, aber kann es ihres Erachtens nach nicht...) und so weiter und so fort. Die Liste wäre noch endlos lang, aber ich breche an dieser Stelle ab.

Ich bleibe immer sachlich und höflich. Grüße sie auch, verhalte mich zu ihr immer freundlich. Wie zu jedem anderen Bewohner auch.
Mittlerweile bin ich aber so weit, dass es mir jeden Tag graut, bei ihr in der Pflege zu sein oder etwas mit ihr zu tun zu haben.
Ich habe schon einige Mitarbeiter darauf angesprochen - sie meinten, ich solle es nicht persönlich nehmen etc. Aber mittlerweile tue ich es, ehrlich gesagt. Ich weiß einfach nicht, was ich noch machen soll.
Zur PDL rennen?
Ich werde bald übernommen und will nicht als "dumm" oder "kleinlich" da stehen. Ich möchte eine gute Fachkraft werden - dafür habe ich immerhin bald drei Jahre auf der Schulbank gesessen!

Und ja, ich bin feige, ich traue mich nicht, die Bewohnerin um ein Gespräch unter vier Augen zu bitten. Ich habe nie gedacht, dass ich es mal sage: Aber ich habe Angst vor einer Heimbewohnerin!


Mit freundlichen Grüßen,
Smykke

Thanos

AW: Von Bewohnerin "gemobbt"

Beitrag von Thanos » So 29. Jun 2014, 07:18

Hallo.

Es gibt hier nun sicher tausende von Möglichkeiten an die Sache heranzugehen und man könnte stundenlang Überlegungen anstellen was diese Frau nun zu dem antreibt was sie da tut.
Wichtig für Dich ist, Du bist Schüler und hast so ein Verhalten seitens der Bewohner weiterzuleiten. Weiterhin bist Du Schüler und kannst Hilfe und Beratung seitens der Anleitung und Leitung erwarten.
Solange Du zu der Bewohnerin nichts sagst wird sich auch nichts ändern. Reflektiere doch mal Dein Verhalten ihr gegenüber, wie ist es denn? Du sagst es doch selber, sachlich und höflich. Vielleicht sogar etwas distanziert? Merkt sie Dir Deine Angst an, bzw. versteht sie Dein Verhalten ihr gegenüber nicht?
Wenn Sie Dich von jetzt auf gleich beleidigen kann, kannst Du mit Ihr das Thema auch ohne Ankündigung und Einladung besprechen, bzw. Du sprichst und sie hört zu, nach dem Motto "Gute Frau, was ist Ihr Anliegen an mich? Sie haben keines, dann hören Sie auf mich zu beleidigen. Falls sie künftig mir etwas zu sagen haben, teilen Sie es mir bitte in einem ruhigen Moment mit, damit ich mich voll und ganz auf die konzentrieren kann."
Falls ihr so ins Gespräch kommt, kannst Du ihr auch sagen was Du fühlst, dass Du Angst vor ihr hast. Du bist ein Mensch, Du hast Gefühle und Du kannst Ihr durchaus sagen und zeigen was Ihr Verhalten bei Dir bewirkt.
Wichtig: Gib ihr immer einen Ausweg, gib ihr immer eine Möglichkeit ihre Würde zu wahren.



thomas09
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AW: Von Bewohnerin "gemobbt"

Beitrag von thomas09 » So 29. Jun 2014, 09:38

@Thanos:

das sind erste gute Ansätze ein Gespräch so anzufangen.
aber
kann das ein Schüler, zumal in der Situation von Smykke, der sich ziemlich hilflos vorkommt?
Ich persönlich würde nicht soweit gehen, dass ich soweit die Hosen herunterlasse und meine Gefühle äusser oder sogar Angst - muss aber jeder selbst Wissen.

Ich meine, dass da mal eine Ansage des Mentors und/oder der WBL angezeigt wäre, auch eine erfahrene Kollegein könnte mal Hilfestellung geben und ein paar Takte sagen und dich als Schüler unterstützen.

Sprich mit deinen Kollegen/Ansprechpartnern und entwickelt eine Strategie.

Warum mußt du überhaupt noch diese Pat. versorgen, die dich als ihren besonderen Liebling auserkoren hat?
Ich denke hier gehts um Macht und du machst das willige Opfer - unbewußt.

Mobbing ist allerdings was anderes.
Zuletzt geändert von thomas09 am So 29. Jun 2014, 10:18, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: R



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Rebecca1969
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AW: Von Bewohnerin "gemobbt"

Beitrag von Rebecca1969 » So 29. Jun 2014, 09:56

Ich denke auch, dass hier die Kollegen, vor allen der Mentor gefragt ist.
Die Bewohnerin hat eine Machtposition dir gegenüber und du bist dem ausgeliefert, weil du gegen ihre Behauptung( du macht etwas nicht richtig) alleine nichts tun kannst. Und ich finde, das sollte geändert werden.
Wie wäre es zum Bsp, wenn bei den verschiedenen Behandlungspflegen, der Mentor dabei ist und im Beisein der Bewohnerin sagt, dass du das richtig machst( dich lobt), dass sie den Kopf zurück lehnen muss, damit das mit den Tropfen funktioniert, das der Verband richtig sitzt...usw?
In meinen momentanen Wohnbereich ist auch eine Dame die ( bei jedem) sofort in die Luft geht, wenn sie "Panik" beommt. Das ist aber bei ihr krankheitsbedingt, man kann das umgehen indem man von Anfang an sagt, dass man jetzt Zeit für sie hat und genau abspricht was man als Nächstes tut. Das ist dann ein genaues Ritual, bei dem alle mögliche Kleinigkeiten zu beachtet sind ( ihre Panik mit Wasser vollgetropft zu werden zB, wir vermieden, wenn mann den Rollstuhl einen halben Meter vom Waschbecken entfernt, indem man die Waschschüssel nur dreiviertel füllt und indem man ihr sagt, dass man den Wachlappen auswringt).
Ich habe bei ihr auch schon die Fachkraft dazu geholt, die bestätigt hat, dass die Beinschiene genau richtig sitzt, damit war das dann gegessen.
Du brauchst wohl den Rückhalt deiner Kollegen, die deine Pflege bestätigen und ihr auch vermitteln, dass beleidigen gar nicht geht.
Damit meine ich, dass negatives Verhalten eine Ursache hat und man tatsächlich versuchen sollte, das nicht persönlich zu nehmen. Hinnehmen muss man meiner Meinung nach, aber auch nicht alles.
Das sie chronische Schmerzen hat, wird wohl auch bewirken, dass sie sich jemanden gesucht hat, an dem sie ihren Frust loswerden kann. aber natürlich kannst du dafür nicht der Puffer sein.


Ich bin ein Träumer. Denn ein Träumer ist einer, der seinen Weg nur bei Mondlicht findet, und seine Strafe ist, daß er den Morgen vor der übrigen Welt dämmern sieht.

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Smykke
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AW: Von Bewohnerin "gemobbt"

Beitrag von Smykke » So 29. Jun 2014, 10:52

Hallo,

danke für eure Antworten!

[quote=""Thanos""]Hallo.
Reflektiere doch mal Dein Verhalten ihr gegenüber, wie ist es denn? Du sagst es doch selber, sachlich und höflich. Vielleicht sogar etwas distanziert? Merkt sie Dir Deine Angst an, bzw. versteht sie Dein Verhalten ihr gegenüber nicht?
[/quote]

Ich kann mich selbst nur schwer einschätzen, aber ich denke, dass die Bewohnerin merkt, dass ich Angst vor ihr habe. Denn ich habe die Befürchtung, sobald ich sie anspreche, dass sie es missversteht - und sie ist im Heimbeirat. Hat also eine Menge zu sagen, um es mal so auszudrücken.

[quote=""thomas09""]@Thanos:
das sind erste gute Ansätze ein Gespräch so anzufangen.
aber
kann das ein Schüler, zumal in der Situation von Smykke, der sich ziemlich hilflos vorkommt?
Ich persönlich würde nicht soweit gehen, dass ich soweit die Hosen herunterlasse und meine Gefühle äusser oder sogar Angst - muss aber jeder selbst Wissen.[/quote]

Ich bin ganz deiner Meinung. Wenn ich ihr sage, dass ich Angst vor ihr (oder eher vor ihrem Verhalten) habe, wird sie das wohl noch ausnutzen. Ganz ehrlich, das traue ich ihr zu.

[quote=""thomas09""]@Thanos:
Ich meine, dass da mal eine Ansage des Mentors und/oder der WBL angezeigt wäre, auch eine erfahrene Kollegein könnte mal Hilfestellung geben und ein paar Takte sagen und dich als Schüler unterstützen.

Sprich mit deinen Kollegen/Ansprechpartnern und entwickelt eine Strategie.

Warum mußt du überhaupt noch diese Pat. versorgen, die dich als ihren besonderen Liebling auserkoren hat?
Ich denke hier gehts um Macht und du machst das willige Opfer - unbewußt.
[/quote]

Ich habe es doch schon angesprochen. Es heißt immer "Du weißt ja, wie sie ist" oder "Nimm es nicht persönlich" oder "Das ist eben die Frau XY!"
Ja - toll. Solche Aussagen helfen mir absolut nicht. Und meine Befürchtung ist eben, vor den Kollegen und/oder der PDL und Heimleitung als unbelastbar oder dergleichen da zu stehen.
Ich hatte gestern Spätdienst und eine Kollegin hat die Bewohnerin versorgt. Meine Kollegin meinte so (wohl eher im Spaß), dass ich mich vor der Frau drücken wolle. Ja, will ich. Ich möchte sie nicht mehr versorgen.
Ich weiß, das Leben ist kein Ponyhof - aber was soll ich denn sonst machen?

[quote=""Rebecca1969""]Ich denke auch, dass hier die Kollegen, vor allen der Mentor gefragt ist.
Die Bewohnerin hat eine Machtposition dir gegenüber und du bist dem ausgeliefert, weil du gegen ihre Behauptung( du macht etwas nicht richtig) alleine nichts tun kannst. Und ich finde, das sollte geändert werden.
Wie wäre es zum Bsp, wenn bei den verschiedenen Behandlungspflegen, der Mentor dabei ist und im Beisein der Bewohnerin sagt, dass du das richtig machst( dich lobt), dass sie den Kopf zurück lehnen muss, damit das mit den Tropfen funktioniert, das der Verband richtig sitzt...usw?[/quote]

Die Idee finde ich an sich gut. Die Bewohnerin will die Augentropfen immer im Speiseraum (auch bei anderen Kollegen) vor dem Abendessen, d.h. vor den Augen aller Bewohner, verabreicht bekommen.
Die Sache ist die, wenn ich im Spätdienst bin, ist keine weitere Fachkraft auf dem Wohnbereich. D.h. ich bin Fachkraft-Ersatz. Und im Frühdienst verabreicht eben eine Fachkraft die Augentropfen, während ich bei anderen Bewohnern z.B. Insulin verabreiche.


Wie gesagt, ich fühle mich echt ziemlich hilflos...


Mit freundlichen Grüßen,
Smykke

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Rebecca1969
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AW: Von Bewohnerin "gemobbt"

Beitrag von Rebecca1969 » So 29. Jun 2014, 11:33

Die Idee finde ich an sich gut. Die Bewohnerin will die Augentropfen immer im Speiseraum (auch bei anderen Kollegen) vor dem Abendessen, d.h. vor den Augen aller Bewohner, verabreicht bekommen.
Die Sache ist die, wenn ich im Spätdienst bin, ist keine weitere Fachkraft auf dem Wohnbereich. D.h. ich bin Fachkraft-Ersatz. Und im Frühdienst verabreicht eben eine Fachkraft die Augentropfen, während ich bei anderen Bewohnern z.B. Insulin verabreiche.
Du bist im Spätdienst alleine? Wow- keine Ahnung ob sowas üblich ist. Bei Schülern ist bei uns immer eine Fachkraft anwesend....
Vielleicht könnt ihr ja aber frühs mal tauschen und du verabreichst die Augentropfen im Beisein der Fachkraft, die dann sagt, dass die Bewohnerin ja findet, du machst das falsch und sie deswegen zusehen möchte.
Es geht ja darum, deine Position und richtige Arbeit zu stärken. Die Augentropfen sollen ja auch ihre Wirkung entfalten können und wenn sie bei dir dagegen arbeitet, muss ja eine Lösung gefunden werden.
Vor allen ist das eine richtig schlimme Situation für dich und ich finde, dein Mentor sollte dir da Rückhalt geben.


Ich bin ein Träumer. Denn ein Träumer ist einer, der seinen Weg nur bei Mondlicht findet, und seine Strafe ist, daß er den Morgen vor der übrigen Welt dämmern sieht.

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Smykke
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AW: Von Bewohnerin "gemobbt"

Beitrag von Smykke » So 29. Jun 2014, 11:41

[quote=""Rebecca1969""]
Du bist im Spätdienst alleine? Wow- keine Ahnung ob sowas üblich ist. Bei Schülern ist bei uns immer eine Fachkraft anwesend....
Vielleicht könnt ihr ja aber frühs mal tauschen und du verabreichst die Augentropfen im Beisein der Fachkraft, die dann sagt, dass die Bewohnerin ja findet, du machst das falsch und sie deswegen zusehen möchte.
Es geht ja darum, deine Position und richtige Arbeit zu stärken. Die Augentropfen sollen ja auch ihre Wirkung entfalten können und wenn sie bei dir dagegen arbeitet, muss ja eine Lösung gefunden werden.
Vor allen ist das eine richtig schlimme Situation für dich und ich finde, dein Mentor sollte dir da Rückhalt geben.[/quote]

Ja, noch mit zwei anderen Pflegekräften. Und bei uns ist das durchaus üblich, finde ich auch nicht schlimm. Ich weiß ja, was zu tun ist - und sollte das absolut nicht der Fall sein, kann ich einer Fachkraft von einem anderen Wohnbereich bescheidsagen.

Mein Mentor, der auch WBL ist, ist heute im Frühdienst und wenn ich in den Dienst komme, noch da. Ich glaub, ich sage ihm das heute mal.


Mit freundlichen Grüßen,
Smykke

Thanos

AW: Von Bewohnerin "gemobbt"

Beitrag von Thanos » So 29. Jun 2014, 11:43

Hallo Smykke,

ich hoffe Du siehst es mir nach, wenn ich jetzt mal ganz ehrlich und knallhart bin.

[quote=""Smykke""]
Ich weiß, das Leben ist kein Ponyhof - aber was soll ich denn sonst machen?
[/quote]

Recht hast Du. Das Leben ist kein Ponyhof und selbst wenn, auch Ponys auf dem Ponyhof hinterlassen Ponykacke die einer aufheben muss.

Was Du machen sollst? Das musst Du für Dich entscheiden.

Was Du machen kannst ist grob zusammen gefasst: das so hinnehmen, fortlaufen oder etwas dagegen tun. Es gibt nur diese drei Sachen und für eine davon musst Du Dich entscheiden.

Du überlegst hier im Moment wie Du die Situation auflösen kannst ohne dabei schlecht vor Deinen Kollegen da zu stehen in dem Du um Hilfe bittest (um Hilfe bitten lässt Dich nicht schlecht da stehen), Du kannst und willst das Problem nicht alleine lösen oder von anderen lösen lassen und fortlaufen willst Du zwar traust es Dir aber auch nicht, weil Du ja übernommen wirst.

Merkst Du was? Es gibt nur eine Lösung die Deinen Kriterien gerecht wird, die Patientin zieht aus. Diesen Gefallen wird sie Dir aber nicht tun. Also Du musst aktiv etwas unternehmen. Geh noch mal zur Leitung, bitte um Hilfe. Oder aber sprich mit der Patientin. Und sei dann auch kongruent! Deine Gegenüber nehmen die Unstimmigkeiten wahr!



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Rebecca1969
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AW: Von Bewohnerin "gemobbt"

Beitrag von Rebecca1969 » So 29. Jun 2014, 11:54

Mein Mentor, der auch WBL ist, ist heute im Frühdienst und wenn ich in den Dienst komme, noch da. Ich glaub, ich sage ihm das heute mal.
Das finde ich sehr gut! Denk halt daran, dass das wirklich nichts Persönliches ist, also nichts mit deiner Fähigkeit zu pflegen zu tun hat.
Du steckst da in einem Teufelkreis mit dieser einen Bewohnerin aus dem du dich lösen musst, und sei es nur indem sie weiß, dass du richtige Arbeit leistest.
Wenn die versammelte Mannschaft hört, dass du das richtig machst, wird ihr der Wind aus den Segeln genommen und das kann ja auch wirklich auf sehr freundliche Art passieren.
Ich wollte übrigens nicht sagen, dass du das nicht schaffst, alleine as Fachkraft- Ersatz im Wohnbereich zu sein. Ich bin sicher du kannst das. Mir war es lediglich nicht bekannt, dass Schüler das dürfen :confused:


Ich bin ein Träumer. Denn ein Träumer ist einer, der seinen Weg nur bei Mondlicht findet, und seine Strafe ist, daß er den Morgen vor der übrigen Welt dämmern sieht.

Oscar Wilde
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Maja2003
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AW: Von Bewohnerin "gemobbt"

Beitrag von Maja2003 » So 29. Jun 2014, 18:47

Üble Situation, passiert aber immer wieder mal im Laufe eines Pflegerinnenlebens.
Es gibt auch oft nicht wirklich einen Weg, die Situation zu ändern, da man nur sich selbst, aber nicht die gegenspielerin ändern kann.

Es gibt Menschen, die es einfach brauchen, andere Menschen zu quälen. So wie du diese Frau schilderst ist das eine klassische Situation.

Aktuell bist du sehr gefährdet dein psychisches Gleichgewicht zu behalten. Ansprechpartner sind die Personen, die für dich verantwortlich sind, also z.B. Mentorin, PDL, Stationsleitung, Leitung, was auch immer die Personen, die dir gegenüber eine Fürsorgepflicht haben, für einen Posten haben.

Hier droht ein gesundheitlicher Schaden. Das du die Situation aushalten mußt ist nicht richtig. Man muß dich schützen und aus der Situation herausnehmen. das ist der einzig richtige Weg.

Wenn du absolut keine Chance hast, aus der Schiene herauszukommen, hast du auch das Recht über eine AU nachzudenken. Wäre für mich die letzte Konsequenz. Aber die gibt es. Mußt allerdings darauf achten, wie das mit Fehlzeiten etc. ausschaut um deinen Ausbildungsabschluß nicht zu gefährden.

Also Kopf nicht hängen lassen, kämpfen.

PS: ggf. könnte auch ein Attest eines Arztes helfen, der dir bescheinigt, dass du gesundheitlich stark gefährdet bist, und dringend aus der jetzigen Situation heraus muß. Manchmal ist es notwendig, druck aufzubauen, damit andere reagieren.



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