Völlige Perspektivlosigkeit- hilfe!!!

Forum für Opfer von Mobbing und Gewalt in der Pflege (und natürlich auch anderen Branchen), Burn-Out und andere psychische Belastungen
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Bourbonie
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Völlige Perspektivlosigkeit- hilfe!!!

Beitrag von Bourbonie » Sa 28. Nov 2015, 13:43

Ich habe mich dazu entschlossen, das Thema hier zu entfernen. Da ich keinen "Löschen" - Knopf gefunden habe, editiere ich es eben. Bitte nicht mehr antworten, ich habe auch das Abo beendet! Ich finde es schade,wie hier versucht wird, per Forenbeiträgen meine Gesundheit zu analysieren. DAS war nicht Sinn des Threads.
Zuletzt geändert von Bourbonie am Di 1. Dez 2015, 10:28, insgesamt 1-mal geändert.



sanne44
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AW: Völlige Perspektivlosigkeit- hilfe!!!

Beitrag von sanne44 » So 29. Nov 2015, 12:04

Zum Thema Mobbing und Burnout in der Pflege kenne ich 2 verschiedene Thesen.
These 1: Der Beruf macht kaputt (bzw kann kaputt machen, trifft wohl nicht jeden)
These 2: Der Beruf zieht viele kaputte oder bekloppte Menschen an, manche halten diese Eigenschaften sogar für grundlegende Vorausetzungen, um diesen Job zu machen.

...

Ich hab jetzt nicht genau verstanden, ob Du das Studium auch aufhören willst oder nur aus der Pflege aussteigen?

Das Bafög ist vermutlich bis Ende des Semesters bewilligt und wird bis dahin weiter gezahlt, auch wenn Du krankheitsbedingt nicht mehr studierst. Also hast Du noch ein paar Monate Dir was neues zu suchen. Oder laß Dich in der Hochschule/ Uni beraten, welche Perspektiven Du mit Deinem Studienabschluß hättest, und ob sie Dich für geeignet halten, bzw welche gesundlichen Vorraussetzungen Du für dieses Studium und die anschließende Berufstätigkeit brauchst.

Falls Du einen Ersatz für den 450 Euro-Job brauchst, da kannst Du ja auch in eine ganz andere Branche wechseln, Glühwein verkaufen auf dem Weihnachtsmnarkt oder putzen im Privathalt... auf dei Vermittlung durchs Arbeitsamt würde ich nicht warten, man muß sich selber was suchen. Die Internetjobbörse des Arbeitsamtes ist dabei ganz hilfsreich und andere Portale.



Bourbonie
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AW: Völlige Perspektivlosigkeit- hilfe!!!

Beitrag von Bourbonie » So 29. Nov 2015, 13:45

Hallo Sanne,

also, ich habe für mich klar, dass ich das Studium abbrechen werde: Durch die Depression habe ich viel verpasst, unter anderem Klausuren. Ich komme mit dem Stoff nicht hinterher. Die Unregelmäßigkeit und der Aspekt, dass ich alles selbst organisieren muss, setzt mir zu. Da bin ich irgendwie nicht der Typ für- zumal es sehr schwammig ist, was ich hinterher alles mit dem Studium machen kann. Es ist noch ein recht neuer Studiengang im Gesundheitswesen, den Arbeitgeber größtenteils noch gar nicht kennen.
Ich brauche eine geregelte Tätigkeit, idealerweise mit nicht soooo intensivem Patienten-/Klientenkontakt und ohne Schichtdienst, da ich seit der Sache in der Ausbildung heftige Schlafstörungen habe.
Bafög bekomme ich noch bis nächsten September und- je nachdem, ob ich immatrikuliert bleibe- darüber hinaus (höchstwahrscheinlich).

Ich habe folgende Gedanken zu meinen Möglichkeiten:

1. Umschulung
Tja, das ist sehr heikel. Ich war vor zwei Wochen bei der Agentur für Arbeit. Da haben dir mir Folgendes gesagt: Für eine Umschulung wären theoretisch sie bei mir zuständig, nicht die Rentenversicherung, da ich noch keine 15 Jahre sozialversicherungspflichtig gearbeitet habe. Theoretisch heißt: Die wissen es nicht genau. Ich solle mich erstmal schnellstmöglich exmatrikulieren und dann arbeitslos melden, dann sehen die weiter. Ich bekäme kein Bafög mehr und ob ich Anspruch auf Arbeitslosengeld hätte wusste die Sachbearbeiterin auch nicht. Erstmal was riskieren. Und dann wäre auch nicht sicher, ob der Amtsarzt eine Umschulung indiziert. KLasse, da hab ich schon Depressionen und soll dann auch noch alles auf's Spiel setzen. Mal ehrlich, irgendwie fühle ich mich da etwas hängen gelassen...

2. Weiter Job in der Pflege
...Allerdings im ambulant-operativen Bereich oder als Study Nurse. Optional dann irgendwann (wenn möglich) eine Weiterbildung oder ein nebenberufliches Studium, so dass ich eventuell eher hinter den Schreibtisch komme.
Kann mir jemand sagen, wie gut meine Aussichten sind, einen Job in den genannten Bereichen zu finden?
Wahrscheinlich kann man das nicht pauschalisieren, aber vielleicht wagt jemand eine Prognose. Das wäre eventuell wichtig zu wissen:
- Ich lebe in einem großen Ballungsgebiet.
- Ich habe nach der Ausbildung in Pflegeheimen und in der ambulanten Intensivpflege gearbeitet, kenne mich etwas mit klinischen Studien aus (hatte die Theorie dazu im Studium), habe aber in beiden Bereichen noch keine Vorerfahrung.

Das wird sich jetzt zeitlich etwas ziehen, glaube ich. Bis dahin suche ich mir tatsächlich einen 450-Euro-Job in einem anderen Bereich und komme noch etwas zur Ruhe. Ich merke, dass es mir besser geht, je mehr Distanz ich zu meinem momentanen Job habe. Mal sehen, wie es weitergeht... :confused:



Thanos

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Beitrag von Thanos » So 29. Nov 2015, 19:39

Hallo,

Du betonst hier mehrfach, dass Du psychisch krank bist und wie sehr Dich sowohl die Erkrankung belastet, als auch die Krankheitszeichen und Deine
Arbeit in der Pflege.
Was meinst Du, sind die Probleme, welche Du mit der Pflege beschreibst Teil Deiner Erkrankung und Situation? Ist es aus Deiner Sicht sinnvoll diese Perspektivlosigkeit mit Deinem Psychiater zu besprechen und ggf. eine berufliche Rehabilitation anzustreben, nach dem Deine medizinische Lage sich verbessert und stabilisiert hat?



Bourbonie
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AW: Völlige Perspektivlosigkeit- hilfe!!!

Beitrag von Bourbonie » So 29. Nov 2015, 21:17

Ich wurde durch das Mobbing depressiv. Das habe ich noch nicht verarbeitet. Meine Schulleitung hat mich Glauben machen wollen, ich wäre eine schlechte Krankenschwester. Im Moment ist alles eben wieder so sehr präsent, was an mehreren Faktoren liegt:
1. Ich habe es wie gesagt noch nicht verarbeitet.
2. Mein aktueller Job in der ambulanten Intensivpflege ist insofern echt kontraproduktiv, als ich ihn sehr bedrückend finde. Ich arbeite ausschließlich mit Kindern zusammen, die aufgrund von Krankheit oder Behinderung nicht mehr ansprechbar sind und beatmet werden. Dabei bin ich auf mich allein gestellt, es ist kein Team vor Ort. Diese Nähe, v.a. auch die zu den Eltern, die ist mir einfach zu viel. Wenn es mir nicht gut geht, dann möchte ich nicht, dann kann ich das nicht richtig verstecken oder irgendwie über die Station laufen und mich beschäftigen. Ich sitze vor Ort an den Betten der Kinder und grübele vor mich hin.
Auf lange Sicht möchte ich definitiv weg aus der Pflege. Kurz- und mittelfristig brauche ich aber eine Grundlage, auf die ich aufbauen kann, so wie Geld. Sprich, ich brauche Gehalt, um mir Weiterbildungen oder berufsbegleitende Studien finanzieren zu können.
Mir kam die Idee, dass ich eventuell eine Nische in der Pflege finden könnte, in der ich nicht im (Drei)Schichtsystem arbeite, wo ich nicht alleine arbeite und vor allem aber nicht den ganz engen Patientenkontakt habe.
Das wäre für mich zunächst ein Kompromiss!

Mich belastet, dass ich in depressiven Episoden unsicher bin und man mir das ansieht. Ich fühle mich dann sehr transparent. Das wird verstärkt durch den engen Patienten- und Angehörigenkontakt! Und wenn ich ganz schlecht drauf bin und gar nicht mehr klar denken kann, mache ich Fehler. Das waren auch schonmal gröbere, die ich aber Gott sei Dank immer schnell bemerkt habe, bevor etwas passiert ist.
Dass es mir zuletzt so schlecht ging, war eine Kombi aus der Mobbingerfahrung und dem aktuellen Job, der mir wirklich absolut nicht gefällt! So weit muss es in Zukunft nicht mehr kommen.

Ich habe alles auch schon mit meinem Therapeuten besprochen und wir sind uns einig, dass ich stabil bin und vor allem auch auf dem Weg der Besserung :-) Ich habe ja jetzt schon wieder länger eine AU und konnte mich gut distanzieren von meiner Arbeit und viel für mich tun. Ich fühle mich fast schon wieder "normal" und bin voller Motivation. Meine Verzweiflung, die ich beschrieben habe, bezieht sich nur noch auf die Arbeitssituation, weil ich denke, es MUSS doch jetzt mal weitergehen! Einerseits WILL ich arbeiten und damit auch ein wenig Normalität schaffen. Andererseits bin ich jetzt 28 Jahre alt und mein Lebenslauf sieht wirklich abenteuerlich aus:
Mit Anfang 20 habe ich schonmal nach zwei Jahren ein Studium abgebrochen, dann die Ausbildung gemacht und dann (nachdem ich einen Monat lang in einer anderen Einrichtung Vollzeit gearbeitet habe) fast ein ganzes Jahr lang ne AU gehabt. Dann wieder angefangen zu studieren und nun bin ich ja auch noch im Begriff, auch dieses Studium abzubrechen.
Hinzu kommt, dass mein Pflegeexamen so grottenschlecht war! Das alles treibt mich gerade zur Weißglut. Die Depression ist nicht mehr sooooo stark.



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johannes
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Beitrag von johannes » So 29. Nov 2015, 22:49

Na ja, ein Zeugnis mit 3,9 ist nicht grottenschlecht, es ist ausreichend. Das mal vorweg.

Wenn Du allerdings höhere Ansprüche an Dich stellst als das, was Du leisten kannst, musst Du wohl verlieren. Es verlangt aber niemand von Dir! Mit einem ausreichenden Prüfungsabschluss hast Du alles Potential, in der Zukunft besser zu werden.

Mir hat man - ich habe auch in NRW die Ausbildung gemacht - beim DRK im Anerkennungsjahr nach der halben Zeit mitgeteilt, ich sei nicht in der Lage, meine theoretischen Kenntnisse in die Praxis umzusetzen. Die Folge war, dass man mich dort entlassen hat.

Wie schlecht ich wirklich war zeigt sich daran, dass ich nun seit rd. 25 Jahren ein eigenes Pflegeheim betreibe - auch noch mit der Arbeit direkt am Bett. Du siehst, man muss nicht alles glauben, was andere sagen. Es kommt auf Deine ganz persönliche Einstellung an. Du mußt lernen, Dich wertzuschätzen.


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Beitrag von Bourbonie » So 29. Nov 2015, 23:49

Ich schätze mich wert. Bezogen auf die Examensnote :ich war NICHT schlecht und BIN es nicht. Ich war schon vor den Prüfungen schwer depressiv (wegen des Mobbings) und war am Ende froh, mein Examen überhaupt geschafft zu haben (ich konnte nicht mehr essen, nicht mehr schlafen und nicht mehr denken). Meine Examensnote ist unangemessen schlecht und spiegelt so gar nicht meine Leistungen in der Ausbildung wieder.

Was ich wirklich schade und frustrierend finde, ist Folgendes : Ich habe meinen Fall in diesem und einem weiteren Forum gepostet. Ursprünglich, weil ich wissen wollte, ob mir jemand berufliche Tipps geben kann. Ich reflektiere gerade, ob das nicht so klar aus meinem Text hervorging. Sagt es mir ruhig,denn das würde Einiges erklären!
Irgendwie beziehen sich die meisten Antworten auf meine psychische Verfassung, in dem anderen Forum stehe ich als vermeintlich kranker Mensch im Fokus.
Aber so ist mein Post ausdrücklich nicht gemeint!
Ich bin therapeutisch in guten Händen und absolut stabil. Ja, im Moment fühle ich mich nicht schwer beeinträchtigt. Etwas, ja, aber das liegt zum größten Teil an meiner Unzufriedenheit aufgrund meiner beruflichen Situation! Da möchte ich Abhilfe schaffen und mir Anregungen holen.
Ich will mir NICHT über meine Identität klar werden, möchte mich NICHT als kranken Menschen profilieren und NICHT jammern.

Das sollte jetzt wirklich nicht biestig rüberkommen. Aber ich habe mich heute schon mehrfach dabei ertappt, wie ich mich geärgert habe, weil die Gespräche aus meiner Sicht in eine ganz falsche Richtung gingen.



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johannes
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Beitrag von johannes » Mo 30. Nov 2015, 03:32

Hallo, Bourbonie,

Deine Ausführungen erinnern mich an eine Begebenheit, bevor ich mein eigenes Heim gründete. Da hatte eine PDL einer Pflegeschülerin unverblümt zu verstehen gegeben, dass sie es sowieso nicht schafft. Ja, das war auch Mobbing oder besser gesagt Bossing.

Diese Schülerin wurde unterstützt beim Lernen und hat dann ein Examen mit einer 1 hingelegt. Was will ich damit sagen? Es ist nicht entscheidend, was andere von mir halten, sondern ob ich bereit bin mein Bestes zu geben.

Wenn ich Deine Ausführungen lese, werde ich den Verdacht nicht los, dass Du die Ursache für Deine Problem komplett außerhalb Deiner Person suchst, obwohl Du tiefgreifende Probleme schilderst, die in Deiner Person liegen. So wirst Du wohl kaum auch in anderen Berufen oder Berufszweigen des Pflegebereiches zu einer Lösung kommen.

Deine Ausführungen deuten nicht darauf hin, dass Du Dich wirklich wertschätzt. Einige Ansätze aus Deinen Posts:
Ich bin therapeutisch in guten Händen und absolut stabil. Ja, im Moment fühle ich mich nicht schwer beeinträchtigt. Etwas, ja, aber das liegt zum größten Teil an meiner Unzufriedenheit aufgrund meiner beruflichen Situation!
Warum bist Du mit Deiner beruflichen Situation unzufrieden? Du sagst einiges dazu in Deinem vorletzten Post. Aber: "Wer zwingt Dich in diese Situation?" Niemand außer Dir selbst! Als Krankenschwester kannst Du von heute auf morgen Deine aktuelle Situation verändern. Fachkräfte werden überall händeringend gesucht. Damit wäre die erste Problematik fort.
Ich wurde durch das Mobbing depressiv. Das habe ich noch nicht verarbeitet.
Wie passt das zusammen, dass Du Dich nicht schwer beeinträchtigt fühlst, aber das Mobbing noch nicht verarbeitet hast? Wie willst Du an anderer Stelle einen konstruktiven Neuanfang schaffen, wenn Du immer noch depressiv bist? Ist Dir nicht klar, dass Du diese Depression in jede andere Tätigkeit mit hinein nimmst und sie Dir im Wege steht, egal wo Du bist? Ich halte es für unabdingbar, zuerst die Depression zu überwinden, selbstverständlich mit professioneller Hilfe, bevor Du Neues beginnst.
Wenn es mir nicht gut geht, dann möchte ich nicht, dann kann ich das nicht richtig verstecken oder irgendwie über die Station laufen und mich beschäftigen.
Hier sehe ich das eigentliche Problem. Wer etwas verstecken will, geht noch keinen geraden Weg. Mobbing - das war ja wohl der Auslöser - kann nur im Verborgenen gedeihen. Ein Mobbingopfer ist jemand, der dieses Versteckspiel mitmacht. Zuerst muss m. E. der Selbstzweifel beseitigt werden, der durch das Mobbing entstanden ist. Es mag Dir primitiv erscheinen - aber einen Versuch ist es allemal wert. Schreib Dir einen Zettel, auf dem steht:

Ich bin wertvoll, weil ich geliebt werde!

Lies Dir jeden Morgen diesen Satz laut vor. Dann beobachte, was passiert.


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Beitrag von doedl » Mo 30. Nov 2015, 13:48

Hi Alle

ich habe die Antworten nun mehrmals gelesen und kann keine Versuche, die Gesundheit der Fragestellerin zu analysieren entdecken.

Von daher verstehe ich auch die Reaktion nicht so ganz- muss ich vielleicht auch nicht.

Meine Antwort bezieht sich auf das- mittlerweile editierte- Eingangspost.

Gruß


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Beitrag von resigniert » Mo 30. Nov 2015, 14:28

der Post #7 bezieht sich vorwiegend auf das andere Forum, ich lese dort auch. Dort wird sehr stark auf ihre Erkrankung eingegangen, relativ wenig auf ihr Anliegen.



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Beitrag von doedl » Mo 30. Nov 2015, 17:53

Ja hm, was hat die Aussage dann in unserem Forum verloren?

Muss ich auch nicht verstehen, scheint mir.....

Aber danke für die Info


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Beitrag von Bourbonie » Di 1. Dez 2015, 10:47

Ja, ich wusste irgendwie nicht so wirklich, unter welches Oberthema ich mein Thema eingruppieren sollte. Aber resigniert hat recht. Doedl, indem mir hier nachgesagt wird, ich würde mich selber nicht wertschätzen und solle mir jeden Tag sagen/durchlesen, wie wertvoll ich bin, wird definitiv auf meine gesundheitliche Konstitution eingegangen. Und das finde ich wirklich schade, weil eine solche Diagnose auf der Basis von Forenbeiträgen beruht und in diesem Falle völlig unzutreffend ist! Ich mag mich sehr gerne und lebe (!) mit der Depression, sie hat absolut nichts mit meiner Persönlichkeit zu tun.

Allgemein sehe ich sehr oft die Tendenz der Leute, die Ursachen von Depressionen bei der/dem Betroffenen selbst zu suchen. Das muss man aber gut differenzieren: Jeder Mensch bringt seine eigne Vulnerabilität mit. Manche Betroffenen bringen ggf eine Persönlichkeitsakzentuierung dahingehend mit, dass sie starke Probleme mit ihrem Selbstwertgefühl haben (zB Borderline-Persönlichkeiten, etc pp). Ich für meinen Teil war schon immer etwas sensibler, war aber niemals wirklich labil oder irgendwie geartet akzentuiert. Mir ist etwas Schlimmes passiert und darauf hat mein Kopf reagiert. Ich habe das Mobbing (Bossing) NICHT zu verschulden.
@johannes: Das sollte Deine Ausführung zu "Wenn ich Deine Ausführungen lese, werde ich den Verdacht nicht los, dass Du die Ursache für Deine Problem komplett außerhalb Deiner Person suchst" beantworten.
Ich bin garantiert NICHT selber Schuld daran, dass eine alkoholabhängige, schwerstkranke Schulleitung mich dermaßen niedergemacht hat. Ich bin allerdings auch nicht die "Dickhäutigste" gewesen.

Ich kann es echt manchmal nicht fassen, dass examinierte Pflegekräfte, egal in welcher Funktion/Position, die in der Ausbildung/im Job mit psychischen und psychiatrischen Erkrankungen zu tun haben/hatten, so in Schubladen denken. Ich habe übrigens gerne auf psychiatrischen Stationen gearbeitet und eine Menge Menschen kennengelernt (v.a. auf unserer Depressionsakutstation), die keiner Menschenseele etwas über ihren Zustand erzählt haben.
Ehrlich gesagt verstehe ich das sehr gut. Habe ich in der Realität auch nicht (außer den Menschen, die mir wirklich nahe stehen). Warum? Lest mal einige Beiträge allein hier. Schubladen, Unterstellung von Schwäche, etc. Echt ätzend. An dieser Stelle merke ich immer wieder, wie gesund ich eigentlich bin: Ich lasse mir nicht die Butter vom Brot nehmen und gebe nicht auf. Alles wird zu Ende gehen, auch eine depressive Episode. Bei Allen, bei denen es eine Solche noch gar nicht gab: Bei Euch kann sie (empirisch belegterweise) noch beginnen. Und dann wünscht Ihr Euch, wie meine bescheidene Wenigkeit, einfach praktische, lebensnahe Tipps auf Augenhöhe und keine Belehrungen über Euer gekränktes Selbstbild, etc.

Was soll das übrigens bringen? Dafür gehe ich in der Realität zum Therapeuten und habe eigene Rituale. Ich muss mich hier nicht kränker machen lassen, als ich es in Wirklichkeit bin. Hobbypsychologie kann von den...sagen wir...."Zielsubjekten"....auch als sehr anmaßend empfunden werden, v.a. dann, wenn sie selber schon sehr gut aufgeklärt sind über ihr Problem und selber sehr aktiv sind. So geht es mir absolut. Ich nehme therapeutische Ratschläge übrigens auch an, allerdings kennt mich mein Therapeut und gibt mir die PASSENDEN Ratschläge. Beides trifft hier nicht zu: Mich kennen: negativ. Passende therapeutische Ratschläge: sowas von negativ.
Damit möchte ich nicht die Tatsache (!) abwerten, dass es hier Menschen gibt, die sich wirklich die Zeit genommen haben, sich meinem ellenlangen Eingangsbeitrag durchzulesen und ihn laaaaange zu kommentieren. Nur weise ich darauf hin, dass ich manche Inhalte (!) der Antworten als anmaßend erlebe.

So, das musste jetzt wirklich mal raus. Seit drei oder vier Tagen lese ich die Antworten zu meinen Forenbeiträgen und merke, wie es offenbar viele Menschen gibt, die ich nicht kenne, aber die mich als "Patientin" ganz genau zu kennen meinen. Aber das bringt das Web 2.0 eben mit sich, vllt. hätte ich damit rechnen müssen: interaktiver Austausch, Anonymität und wenig Hemmungen, einer völlig fremden Person gewisse Dinge mitzuteilen. Eigentlich auch die Option, mal ganz ungeniert nach Hilfe zu suchen oder nach Meinungen zu fragen, aber dieser Schuss ist in meinem Fall GRÜNDLICH nach hinten losgegangen.

Guten Tag.
Zuletzt geändert von Bourbonie am Di 1. Dez 2015, 11:06, insgesamt 1-mal geändert.



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Beitrag von doedl » Di 1. Dez 2015, 11:28

Hallo Bourbonie,

ich halte es grundsätzlich für sehr schwierig, auf solche Eingangsposts wie Deinem (nun editierten) zu antworten.

Um es noch klarer zu sagen:

Wenn ich in einem Internetforum meine psychischen Störungen beschreibe, aus denen resultiert, dass ich den Beruf in seiner jetzigen Form nicht weiter machen kann, muss ich damit rechnen, dass mehr oder weniger konstruktive Vorschläge zum Umgang mit der Erkrankung kommen.

Das hast Du so getan; bitte beklage dann nicht, wie unzutreffend die Einschätzung der Forenleser und Antworter ist.

Ungeniert nach Hilfe zu suchen ist OK; aber wer Ratschläge einfordert, sollte wissen, dass das Wort aus Rat und Schlag besteht- beides muss man dann ertragen können.

Gruß Doedl


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Beitrag von Bourbonie » Di 1. Dez 2015, 11:35

Ertragen? Ja, ich ärgere mich zwar kurz, aber dann lebe ich weiter und es tangiert mich nicht mehr (kommt jetzt wahrscheinlich arroganter rüber, als ich es meine). Aber dennoch: Wo ist das Problem, wenn ich MEHRFACH darauf hinweise, dass die psychische Situation unter Kontrolle ist und NICHT im Fokus stehen sollte und mich DANN beklage, dass sie es offenbar trotzdem ist? Dazu sei Folgendes angemerkt: Die Schilderung meiner gesundheitlichen Situation meinerseits dient der Erklärung, warum ich nun an einem Punkt bin, an dem ich eine berufliche Veränderung brauche. Für mich als Posterin des Themas kommt das auch gut zur Geltung. Weiter oben habe ich gebeten, dass Ihr mir ggf mitteilt, wenn das irgendwie nicht so klar wird, weil das nämlich viele Reaktionen hier erklären würde. Wäre MEIN Fokus auf der Depression, wäre ich vermutlich genauer darauf eingegangen, auch auf das Mobbing, etc. Das habe ich aber ganz bewusst NICHT getan, sondern nur aufgezählt, an welchen Stellen ich gehemmt bin, meinen Job hier und jetzt so weiterzuführen, wie ich es derzeit tue. Alles Andere ist vom Leser hineininterpretiert und entstammt ausdrücklich NICHT meinem Wortlaut.

Davon abgesehen hast DU für Deinen Teil immer nur in der Art von "Muss ich nicht verstehen" geantwortet. Nein, musst DU tatsächlich nicht. Ich lasse das daher so stehen und verweise auf meinen letzten Post, den glaube ich jeder Mensch verstehen kann, wenn er sich darauf einlässt und nicht grundsätzlich "dagegen" oder auf meine "schwere Erkrankung" fixiert ist.
Zuletzt geändert von Bourbonie am Di 1. Dez 2015, 11:40, insgesamt 1-mal geändert.



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Beitrag von doedl » Di 1. Dez 2015, 11:55

Hallo Bourbonie,

dann von mir ein Tipp:

Mit Änderung des Pflegeversicherungsgesetzes werden künftig sehr viel mehr Pflegeberater benötigt, als bislang. Mit Deiner Qualifikation plus Studium- wenn auch abgebrochen- wäre das ggf. eine Option.

Guck hier:
http://www.compass-pflegeberatung.de/un ... nangebote/
und hier
http://de.gigajob.com/job/Pflegeberater.html


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Beitrag von Bourbonie » Di 1. Dez 2015, 12:14

Dankeschön, da werde ich mich sofort mal reinlesen :-)



Thanos

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Beitrag von Thanos » Di 1. Dez 2015, 17:54

Hallo Bourbonie,

Du beschreibst Dich selbst als Krankenschwester, welche neue/ andere berufliche Perspektiven für sich sucht. Du schreibst weiterhin mehr als eine depressive Episode erlebt zu haben, mindestens eine davon schwer. Du gehst bzgl. der von Dir benannten Krankheit Depression auf den Punkt ein, dass Du Dich aktuell nicht in einer Krankheitsphase befindest, dass was Du als Ursache erkennest jedoch nicht verarbeitest hast.

Mit diesen Aussagen gehe ich persönlich davon aus, dass die Krankheit Depression weiterhin eine Rolle spielen kann. Ich habe auch den Eindruck dass diese Überlegung Andere hatten und ihre Antworten unter diesen Gesichtspunkt formuliert haben. Du hast recht wenn Du schreibst, dass dies über Deine ursprüngliche Bitte hinausgeht. Sieh es doch bitte als das was es ist, Mitgefühl für Dich und Interesse an Kollegin.

Ich persönlich finde Deine Reaktionen hier teilweise etwas übertrieben, insbesondere die Worte, welche Du an Johannes richtest. Er hat aus meiner Sicht recht wenn er schreibt, dass Ursachen für die Erkrankung auch in Dir liegen, Du selbst bestätigst dies mit dem Hinweis auf das Vulnerabilitäts- Stress- Modell. Aber das ist meine persönliche Meinung, Du hast Deine dazu mehr oder weniger deutlich gemacht.

Um auf die ursprüngliche Frage zurück zu kommen, welche Perspektiven es in der Pflege gibt, neben der direkten Pflege am Bett:
- Case- Manager bei den Versicherungsträgern oder Gesundheitsunternehmen
- Care- Manager bei den Versicherungsträgern oder Gesundheitsunternehmen
- Pflegeberater bei den Versicherungsträgern oder Gesundheitsunternehmen
- Studienschwester
- Tätigkeit im Bereich Qualität
- Tätigkeit im Bereich Koordination/ Management (Funktion oder Personal)
- Lehre (Master of Edukation)
- Patientenedukation
- und vieles, vieles mehr



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