fällt das auch unter mobbing? bin nicht sicher

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Vala
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fällt das auch unter mobbing? bin nicht sicher

Beitrag von Vala » Di 12. Apr 2016, 18:37

Hallo es gab gestern eine MDK begutachtung in häuslicher umgebung da häusliche pflege, im rahmen einer Pflegehöherstufung. Der Gutachter wollte sich die Räumlichen verhältnisse ansehen und dann sehen wie ein Transfer stattfindet. Bett Rollstuhl Rollstuhl Bett. Das selbe auch im Bad! Im Bad äußerte er folgendes wärend er uns beim transfer zusah ich zitiere: "Ich kann mir nicht vorstellen wie sie ihr die Hose ausziehen dazu muss sie doch stehen können!". Da Die pflegbedürftige nicht stehen kann muss ihr im Rollstuhl sitzend die Hose runtergezogen werden. Dies wurde wörtlich erklärt mit der andeutung die Hose runter zu ziehen. Um verständlich zu machen das es möglich ist. Daraufhin ich zitiere: "Ich kann mir nicht vorstellen wie das funktioniert ohne das die Dame steht und wie bekommen sie den slip runter?". Es wurde beantwortet das erst die Hose dann der slip runtergezogen wird. Wir sollten tatsächlich demonstrieren wie das geht!!! :mad: da der Gutachter sich das immernoch nicht glaubhaft vorstellen konnte. Ebenso musste die Dame Trinken demonstrieren als auch Essen. dazu liess der Gutachter sie ein stück wurst in die hand geben da der Löffel der zuvor in die hand gegeben wurde nicht zum mund geführt werden konnte. Der Gutachter meinte daraufhin aber ein stück Brot oder Wurst könnte sie doch in die Hand nehmen! Sie bekam also ein stück wurst in die hand sollte davon abbeißen. Da sie die hnad nicht bis zum Mund führen konnte sich auch nicht weit genug nach vorne beugen konnte um den mund zur hand zu führen klappte das nicht. Also nahm der Pfleger ihre hand und führte diese zum mund. Da bämengete der Gutahcter das die Tische zu tief wären und deswegen das essen nicht selbständig möglich wäre. Aber auch als man dann am Tisch war und die Rollstühle sind schon sehr tief mit 45 cm sitztiefe. Ist es also nicht die schuld der Rollstühle oder der Pflegbedürftigen da das richtige unter den Tisch fahren können nichts an der problermatik ändert das sie ihre hand nicht hoch heben kann...

Es wurde noch entgegnet "kaufen sie höhenverstellbare Tische dann kann sie auch allein essen"!

Sie konnte nicht mal ihren Becher mit strohhalm selbständig halten um daraus zu trinken!

Ein pflegebett wurde ebenso abgelehnt unter das Bett sollen klötze gestellt werden dann ist es für die transfers hoch genug!!!

Sollen und Müssen MDK begutachtungen wirklich so ablaufen? oder lief da was ganz schön schief?

P.S. alles wurde geblockt jede frage nach hilfsmitteln zur pflegeerleichreung. Die pflegedokumentation wurde keines blickes gewürdigt mal wider. ebenso wie die medizinischen befunde.

Nun die Krönung: Achtung trommelwirbel... zitat: "wie oft muss sie zum arzt?". Antwort: 1 bis 2 mal pro woche warum?. zitat: "warum muss diese frau jede woche zum arzt das kann doch nicht sein das ist völlig übertrieben."

Als antwort gab es das Ihr zustand überwacht werden muss sie regelmäßig beim Arzt erscheinen muss da sie in letzter zeit starke herzbeschwerden atembeschwerden und kreislaufinstabilität hat. Der Gutahcter hatte dafür weiterhin kein verständnis.

Die vergangenen Gutachten waren ja alle nicht wirklich gut gelaufen aber sowas habe ich in meinem ganzen leben noch nicht erlebt!!!

ich glaube nicht das nach dem ganzen theater er die pflegestufe erhöhen wird. Es sei gesgat das die kandidatin um die es hier gut nur pflegestufe 1 ist...



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peri
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AW: fällt das auch unter mobbing? bin nicht sicher

Beitrag von peri » Di 12. Apr 2016, 19:19

Nun. Irgendwie kann ich mir auch beim besten Willen nicht vorstellen, wie man im Sitzen die Unterkleidung auszieht. Zudem: was ist mit der Intimhygiene nach der Ausscheidung? Ich würde mir das an Stelle des Gutachters auch zeigen lassen! Was denkst du, was den Gutachtern alles für abenteuerliche Geschichten erzählt wird?

Dann: 1-2 wöchentlich zum Arzt IST zuviel! Auch die Begründung ist völlig schwachsinnig: sie hat Kreislauf- und Atembeschwerden. Vielleicht hat sie die ja, weil sie zwei Mal die Woche die Strapazen des Arztbesuchs auf sich nehmen muss? Und wie kommt sie eigentlich da hin, wenn sie nicht mal einen Becher halten und die Hand zum Mund führen kann? Und was genau macht der Arzt dann eigentlich?

Also irgendwie klingt das alles recht abstrus :smile


:yo

Suse2
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Beitrag von Suse2 » Di 12. Apr 2016, 20:33

Ja Peri mir geht es ähnlich
Ein pflegebett wurde ebenso abgelehnt unter das Bett sollen klötze gestellt werden dann ist es für die transfers hoch genug!!!
habe ich aus Gutachtermund noch nicht gehört und das Bett hat auch
mit einer Einstufungsbegutachtung nichts zu tun.


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Eleni
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Beitrag von Eleni » Di 12. Apr 2016, 21:00

Hallo Valla,
eine Möglichkeit gibt es noch, wenn die Betroffene wieder eine Ablehnung bekommt , dann kann sie eine detalierte Begründung vom MDK verlangen.
Da die Klage vorm Sozialgericht lange dauern kann, würde ich an ihrer Stelle einen unabhängigen Pflegegutachter, Pflegesachverständiger beauftragen. Der/die kosten allerdings Geld aber sie sind ihr Geld wert


Wenn einem das Wasser bis zum Halse steht, dann soll man den Kopf nicht hängen lassen.

Vala
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AW: fällt das auch unter mobbing? bin nicht sicher

Beitrag von Vala » Mi 13. Apr 2016, 16:35

Hallo Peri

Warum ist 1 mal die Woche ein Arzt besuch wenn er nötig ist zuviel? Sie kommt mit dem Elektrorollstuhl und iherer Assistenz dort hin da der Arzt direkt auf der anderen straßenseite liegt. Sie hat die beschwerden sicher nicht davon das sie zum Arzt muss. Der arzt ändert ihre medikamente überwacht Blutdruck und herz da oft engleisungen stattfanden.

Warum soll die begründung lächerlich sein? Atemnot herzrhymtmusstörungen kreislaufentgleisungen sind also kein grund einen Arzt aufzusuchen?

Das man eine Hose als auch einen slip auch im sitzen runterziehen kann ist nicht unmöglich. Nur eben umständlich schwiriger. Nachdem sie dann ausgezogen ist wird sie auf die toilette gesetzt dort erfolgt auch anschliessend die intimhygiene. Dann wird sie in den Rollstuhl gesetzt und wieder angezogen. In der Klinik in der Sie zueltzt stationär lag hatte man das vorgehen ebenso gehandhabt. Ansonsten wurde sie im dortigen pflegebett versorgt.

Suse2

Das die versorgung mit einem Pflegebett unabhängig einer Pflegeinstufung ist, das ist mir ebenso bekannt der Gutahcter sah das jedoch anders. Heute bekam sie übrigens schriftlich das der bescheid mit dem beantragten Pflegbett mittlerweile vom Widersprusauschuss der kk abewiesen wurde. gegen den bescheid kann nun klage erhoben werden was auch direkt in die wege geleitet wurde. Das verfahren jedoch wird voraussichtlich 3 bis 4 jahre in anspruch nehmen.

Eelni

Ich weiss ja nicht genau wie hoch die Kosten für so einen berater wären aber die Frau lebt von einer kleinen Erwerslosenrente in etwa hartz 4 niveau.

Aber danke trotzdem für den ratschlag sie berät sich mit ihrem mann darüber ob man das irgendwie umsetzten kann finanziell.



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peri
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Beitrag von peri » Mi 13. Apr 2016, 19:50

Vala hat geschrieben:Der arzt ändert ihre medikamente überwacht Blutdruck und herz da oft engleisungen stattfanden.
.
Mehrmals die Woche werden die Medikamente geändert? Eventuell sollte deine Freundin einen Arztwechsel in Erwägung ziehen. Das Ermitteln des Blutdrucks hat nicht zwingend durch den Arzt zu erfolgen, das kann auch delegiert werden, z.B. an einen Pflegedienst.
Vala hat geschrieben:Warum soll die begründung lächerlich sein? Atemnot herzrhymtmusstörungen kreislaufentgleisungen sind also kein grund einen Arzt aufzusuchen?
Nein ist es nicht, nicht zwei Mal die Woche. Der Arzt wird ihr ja etwas gegen die Atemnot verordnet haben, z.B Sauerstoff oder einen Inhaler bei Bedarf. Es ist nicht JEDES MAL bei einer akuten Atemnot der Arzt aufzusuchen.


:yo

Vala
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Beitrag von Vala » Mi 13. Apr 2016, 22:51

Iher Medikation ist schwer einzustellen deshalb wird wöchentlich die medikation angepasst geändert. LZ Blutdruck und Lz EKg muss vom Arzt gemacht werden. Zumal es doch das recht eines patienten ist den arzt aufzusuchen so oft wie nötig wenn der gesundheitszustand sich nicht bessert oder stark verändert es geht ihr auch oft sehr schlecht. Aufgrund allergeien kann sie viele medikamente nicht nehmen.



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Beitrag von Aldepflecherin » Mi 13. Apr 2016, 23:38

Im Übrigen ist der Pflege(geld)empfänger nicht dazu verpflichtet dem MDK-Gutachter etwas vorzuführen. Kein Mensch muss sich wie ein Tier im Zoo fühlen!



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Beitrag von johannes » Do 14. Apr 2016, 01:46

Hab meinen Beitrag gelöscht
Zuletzt geändert von johannes am Do 14. Apr 2016, 19:28, insgesamt 1-mal geändert.


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Beitrag von Vala » Do 14. Apr 2016, 12:57

Aldepflecherin

vielen dank bei der nächsten begutahctung wird sie sich das auch mal zu heren nehmen ich werde s ihr später mitteilen.

johannes

warum sollte ich ein troll sein? mit welchen argumenten sollte man deiner meinung nach kommen?

Was ist verwerflich daran das man an einem punkt angekommen ist wo man sich etwas ratlos und hilflos fühlt? Ich meine das kannes doch nicht sein das man wie ein Tier oder schlimmer wie manche ihre tiere behandeln benadelt wird. man muss sich das doch nicht bieten lassen oder irre ich mich da?

Muss sie und soo sie sich so beahndeln lassen weil sie so schwer krank ist?



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Beitrag von ilios1966 » Mi 4. Mai 2016, 20:49

Hallo,
um die Eingangsfrage zu beantworten: Nein, das ist kein Mobbing.

Lg ilios


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Beitrag von Southpaw » Mi 11. Mai 2016, 00:05

[quote=""Vala""]Da Die pflegbedürftige nicht stehen kann muss ihr im Rollstuhl sitzend die Hose runtergezogen werden. (...) Es wurde beantwortet das erst die Hose dann der slip runtergezogen wird.[/quote]
Also sitzt die pflegebedürftige Dame mit nacktem Intimbereich im Rollstuhl, verstehe ich das richtig? Wie ist das unter den Gesichtspunkten der Hygiene? Wird sie nach der Säuberung dann wieder kurzzeitig nackt in den Rollstuhl gesetzt?



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