GKV-Hilfmittelkatalog

Bietet Pflegebedürftigen, Angehörigen, Mitarbeitern, ehrenamtlich Engagierten, Berufsbetreuern und allen die Zeuge von Verletzungen der Menschenwürde sind, die Möglichkeit darüber zu berichten sowie Rat und Unterstützung einzuholen. Positive Beispiele und Vorbildhaftes kann hier ebenfalls hervorgehoben werden.
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Elfriede
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Beitrag von Elfriede » Mi 22. Feb 2017, 20:29

Sturzgefahr/Verletzungsprophylaxe

I´wie kann ich nicht begreifen, dass Mittel zur Freiheitsentziehung von den Kassen anstandslos finanziert werden. (Fixiergurte, Bettgitter)

Protektorhosen dürfen Patienten/Angehörige aber selber bezahlen.

"Niederschwellige Angebote" werden von den Kassen in den §37/3-Formularen doch ausdrücklich propagiert ---

Warten wir es doch halt mal ab :
Wenn ein Patient eine Protektorhose - auf pflegefachlichen Rat - haben möchte
und sie nicht bezahlen kann oder will --- und er dadurch zu Schaden kommt ?
Auf den Prozess bin ich gespannt.
Zuletzt geändert von Elfriede am Mi 22. Feb 2017, 20:36, insgesamt 1-mal geändert.


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Beitrag von fmh » Do 23. Feb 2017, 07:57

So ein Prozess könnte entweder interessant oder sehr kurz werden... Der Expertenstandard Sturzprophylaxe in der Pflege (2013) verdeutlicht, dass der Nutzen von Protektorhosen im Hinblick auf die Vermeidung hüftgelenksnaher Frakturen unklar bleibt. Auch sonst ist "die Literatur" (z.B. hier) da recht eindeutig.

Trotzdem wird vermutlich im Fall eines Sturzes und einer auftretenden Fraktur bei fehlender Protektorhose ganz vortrefflich über das "was wäre wenn" diskutiert werden.

Gruß
fmh


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Beitrag von Specht » Sa 25. Feb 2017, 16:28

Fazit: Protektorhosen lieber anziehen. So wird es nicht diskutiert "was wäre wenn"?



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Beitrag von fmh » Sa 25. Feb 2017, 18:21

Hallo Specht,

das wäre ein mögliches Fazit, wäre aber meines. Protektorhosen werden häufig auch als störend empfunden, da sollte schon genau abgewogen werden und nicht zur "Pauschallösung" gegriffen werden.

Beste Grüße
fmh


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Beitrag von Elfriede » Sa 25. Feb 2017, 21:14

Erst mal haben, die Protektorhosen !

Wenn die selber bezahlt werden dürfen, habe ich schon ganz schlechte Karten.
Wenn die Teilchen erst einmal da sind (idealerweise von der Kasse finanziert), habe ich garantiert eine weit höhere Akzeptanz.



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Beitrag von fmh » Sa 25. Feb 2017, 21:58

Mag sein. Dann können wir gerne noch diskutieren, ob durch eine gesteigerte Akzeptanz auch plötzlich die Wirksamkeit erhöht werden kann.

Ich möchte nicht befürworten, dass Kassen die Bewilligung und Bezahlung von Hilfsmitteln ablehnen. Wenn die Wirksamkeit dieser Hilfsmittel aber nicht (objektiv und nachvollziehbar) nachgewiesen wird, fände ich es allerdings auch nicht wirtschaftlich (und daher auch ethisch nicht korrekt), diese Hilfsmittel zu bezahlen.

Aber damit bin ich wohl endgültig weg vom Thema - Entschuldigung.


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Beitrag von Elfriede » Sa 25. Feb 2017, 22:47

POV

Ob die Eishockeybuxen die Frakturgefahr eindämmen ----
Zumindest weiss ich aus der Praxis, wo ich Heparin 50.000 Gel am häufigsten hinschmiere :
Schulter, Rippenbogen - und vor allem : Trochanter und Beckenkamm.

Die Wirksamkeit der Buxen lässt sich doch leicht durch Testreihen überprüfen.
Solange die aber nicht genehmigt werden, können die Kassen fein sparen.

~~~ Cave : Sarkasmus ! ~~~



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