Zeit für Bewohner?

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Triexi
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Beitrag von Triexi » Sa 31. Mai 2003, 19:09

Hallo Leute,

Ich habe 10 Wochen im 2 OG. wo Marcell arbeitet mitgeholfen, ich muß dazu sagen das ich die zeit nicht hatte.

Es fing um 15 Uhr an das ich Kaffe und Kuchen zugereicht hab wenn die bewohner fertig wahren hab ich denn Tisch abgeräumt,Abgewaschen und für denn Abend neu gedeckt, hinterher hab ich denn wagen mit denn Kuchenresten und das was auf dem Wagen stand in die Küche gebracht, bin dann sofort wieder hoch danach hab ich denn Bewohner einen Trinkmix zubereitet und jeden Bewohner langsam mit der Schnabeltasse zugereicht hab.

Um 17 Uhr bin ich immer in denn Keller und hab denn Wäschewagen geholt und bin wieder nach Oben und hab im jedem Zimmer die Wäsche verteilt das hab ich dann in einer halben stunde geschaft dann ging es nach unten um Abendessen zu hollen also noch mal das selbe wie am Mittag mit dem Kaffetisch, nun nach dem ich mit Aufräumen fertig war habe ich noch die Wagen gefühlt wo man Vorlagen und Bettwäsche rein legt.

Zuletzt hab ich noch Marcell mit geholfen die Bewohner zu Lagern.

Ich kann sagen bei wenig Personal also wenn nur 2 Leute auf Station sind da hat man nicht viel zeit sich mit 25 Bewohnern zu beschäftigen.

Ich freue mich über die Heime die sich mit denn Bewohner beschäftigen :yo :yo :yo :yo :yo

LG

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doedl
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Kein Traum

Beitrag von doedl » Do 12. Jun 2003, 09:39

es geht wirklich.... !!!

Allerdings hab ich die Erfahrung gemacht, dass Pflegekräfte die Beschäftigung in ihrer Wertigkeit sehr oft weit weit hinten anstellen.

In Häusern, wo ganz klar festgelegt ist, an welchen Tagen wer, was mit den Bewohnern macht, funktioniert es komischerweise. Gibt es keine klaren Strukturen für die Beschäftigung, dann sind es immer nur ein paar Einzelaktionen engagierter Mitarbeiter, die aufgrund von Seltenheitswert aber auch keine Früchte tragen.

Zeit hat immer was mit Organisation von Arbeit zu tun- da spielen oft zu wenig Wäschewägen, zu lange Wege, aber auch unorganisieres Waschen etc. eine große Rolle. Der Arbeitsaufwand in Altenheimen ist überall der gleiche, Pflege und Dokumentation sind die Haupt- Zeitkiller. Werden die Arbeitsabläufe besser durchorganisiert, so ist- oh Wunder- oft auch Zeit da für Beschäftigung. Allerdings- und ich sage es bewußt provokant- legen viele Pflegekräfte keinen Wert auf Beschäftigung, bzw. können mit den Bewohnern nix anfangen.

Nun haut mich, gggg
Gruss Doedl

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Beitrag von Triexi » Do 12. Jun 2003, 13:09

Hallo Fibula,

Ich muß schon sagen das ich schon mit einer Bewohnerin ein Spiel gespielt habe zum beispiel Mensch ärgere dich nicht weil ich dort in der Häuslichen Pflege war und zeit hatte mich um denn Haushalt und um die Bewohnerin zu kümmern, mir ist alerdings aufgefallen wo ich die 10 wochen im Heim gerabeitet habe da hab ich nach gesehen ob es ein Brettspiel oder ein paar andere spiele im schrank liegen aber das war wohl nichts.

Ich sehe schon ankommen wenn ich meine neue Arbeitsstelle antrette und ich die Bewohner frage ob sie Geselschaftspiele spielen wollen das dann eine sagt ach nöö was soll das denn.

Ich möchte wenigstens dennn versuch machen um mich mit denn Bewohnern zu beschäftigen.

Meine frage an dich hast du vieleicht Ideen die ich umsätzen kann oder ein Paar anregungen für mich?

Vielen DAnk im voraus

LG

Triexi



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Re Fibula

Beitrag von doedl » Do 12. Jun 2003, 15:13

hihi, streck den Kopf wieder aus der Deckung.... ggg

Nun mal im Ernst- leider läufts oft so, wie Du es beschreibst. Diese Bastelnachmittage mit Bewohnern, die sowieso gut drauf sind, hm.

Ein Heim im bayrischen Wald hat das Problem sehr gut gelöst- da kommt auch die Gymnastiktante- einmal pro Woche und eine Pflegekraft macht Aktivierung mit rüstigeren, aber..............!!!!!!

Die haben sich echt Gedanken gemacht und zwei Pflegekräfte sind in eine Behinderteneinrichtung um sich Anregungen zu holen für Einzelbeschäftigung von Dementen, Apallikern etc. Es wird nun streng nach Wochenplan gearbeitet, damit gerade die, die eine Anregung bitterst notwendig haben, sie auch erhalten.

Auch mit Zimmer umgestalten haben sich die Leute was gedacht- und eine Art Snoezelenraum bei einer Apallikerin im Zimmer eingerichtet. Wenn ich mal wieder dort bin, werde ich es fotografieren.

Tja, so gehts halt auch

Gruss

Doedl

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Jutti
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Beitrag von Jutti » Fr 13. Jun 2003, 10:06

so, auf mich dürft ihr nu auch draufhauen..........

Ist es nicht manchmal auch so, dass der eigene Anspruch auf mögliche Aktivierung durch unsere Ausbildung zu hoch geschraubt ist?
Ich meine das nun so, damit es keine Mißverständnisse gibt:
Da ist nun dat kleine Pflegerlein, hat ne tolle Ausbildung, 15 Minuten Zeit und denkt sich, auja, schön, nun aber ran an die Aktivierung und denne kommt der Plumps, kein Material, läppsche Kommentare , och komm doch lieber eine mit rauchen, gleich fängt der Stress an, 10 Minuten bringen nix und schon fängt die Idee an zu kippen. Verzweifelter Versuch, ich möchte aber doch........ aber die Gruppe, die zufällig am Tisch sitzt ist nicht gut gewürfelt, zu viele, zu demente.zu...zu
und das wars.
Es geht aber doch auch anders. Ich lasse nunmal die Idealvorstellung des Aktivierungsschrankes, der jeder Station zur Verfügung stehen sollte weg, manche habens, manche eben nit.
aber es ist doch auch ganz nett, sich seine Tasse Kaffee zu schnappen, sich an einen kleinen Tisch mit heranzusetzen und mit den Damen bissi zu plaudern. Vieleicht gleich angeknüpft an diese Tasse Kaffee--och , was wäre das schön, wenn wir nun Kuchen dabei hätten--welchen Kuchen mögen Sie gerne?--Ach, und wie haben Sie den gebacken?---Was haben Sie hineingegeben als Ihre besondere Art?-----Ja?! und nach was schmeckte das dann???------
Diesen Faden könnte man nun endlos weiterspinnen, dabei ist es eigentlich "nur" ein einfaches Tischgespräch bei einer Tasse Kaffe.
Aber ehrlich gesagt, fühlen sich die Damen am Tisch danach ganz gut, sie konnten erzählen, im Gedächtnis kramen, wie früher beim Kaffeklatsch Rezepte miteinander vergleichen...........und und
...und aktiviert sind sie auch ein bisschen. Dem kleinen Pflegerlein geht es nun auch ganz gut. Es hat nit nur sein "soll" erfüllt, es hat auch noch gelernt, das Zimt in Apflekuchen doch sehr gut schmeckt

So, nun dürft ihr nochmal auf mich draufhauen aber auch so kann es gehen, mit überhaupt keinem Material, nur bissi Zeit und ne Runde Kaffee

liebe Grüße von Jutta



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Beitrag von Triexi » Fr 13. Jun 2003, 10:24

Hallo Leute,

Ich hab gestern mit Marcell darüber geredet weil ich als Helferin mich wirklich daran bescheftige das es denn Bewohnern nicht langweilig wird und Sie eine Bäscheftigung haben.

Rausgekommen ist das es im 2 OG einen Raum gibt der sich anbietet sie mit denn Bewohnern zu unterhalten usw. was mich sehr freut.

LG

Triexi



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Beitrag von Triexi » Fr 13. Jun 2003, 12:06

Danke Fibu aber um dich bei der Arbeit zu halten muß ich dir etwas auf die nerven gehen meine Frage an dich ist kennst du dich mit Grafiken aus ich will etwas Basteln am PF schau mal unter Werbung im Forum nach dann weißt du bescheid

:god :god :god :god :god :god :god :god

Gruß
Triexi



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Beitrag von Jutti » Fr 13. Jun 2003, 12:21

:god das ist aber lieb von euch, denn ich setz noch einen drauf.
Ich denke nämlich, dass Frau X. die gut backen konnte, sich toooootal gut fühlt, wenn sie eine Kompetenz hat, gegenüber der ach so jungen, kompetenen Pflegekraft, die sonst ihren Alltag strukturiert, ( nu wird gewaschen, nu in Heia usw). Sie kann etwas und fühlt sich darin bestätigt, was zB ich nit kann, bin ne Niete im Backen.
Bei so einer Art "Kaffeeklatsch" begegntet man sich ja auch auf einer ganz anderen Ebene, lernt andere Seiten voneinander kenne und ich schätze diese Minuten sehr.

Zu der 10-Minuten-Aktivierung dieser Dame: Tja, der Film 1. und 2. Teil ist uns gestern präsentiert worden. Die Idee ist einfach super, aaaaaaaaaber, nit nur die Schüler, sogar der Dozent waren der Meinugn bei der anschließenden Vorstellung, wie sie es angeht, hat sie so ziemlich jeden Fehler gemacht, den man machen kann. Sie bietet die nette Kaffeemühle zum ausprobieren an, kaum greift jemand danach, reißt sie sie weg zum nächsten. Sie läßt die Leut, die nunmal länger brauchen nicht zu Wort kommen und sehr vieles mehr. Gegen Ende des Videos haben wir darum gebeten, nun sei es gut. Selbst als nicht Dementer konnte man der immer andauernd weiterredenden Stimme nicht mehr konzentriert zuhören, Kurze Sätze? nada. Sie fragt, wie ging das und das denn? und schiebt sofort im Sekundentakt die Antwort nach, obwohl man dem Gesicht einer neben ihr sitzenden Dame regelrecht ansah, nun kümmt es, sie nimmt Anlauf um was zu sagen. Mag sich nun hart anhören, vielleicht ist diese Reaktion ja auch eine gewollte gewesen, keine Ahnung, aber alles, was sie vorher als gut und richtig hinstellte, mißachtete sie in dem darauf folgenden Beispiel. Vielleicht eben, war es ja so gewollt, mag sein, aber wir waren relativ irritiert, erst so-denne völlig anders.
Noja, jedenfalls haben wir gelernt, wie es nicht geht, grins

Jutti



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Beitrag von Jutti » Fr 13. Jun 2003, 12:35

.....doch gibt et, glaub ich veröffentlicht von Vincentz 1996.
Der erste Teil ist einfach genial. Die Ideen einfach und dieser Aktivierungsschrank.diese Schätzchen an Altertümchen und Alltäglichkeiten, die sie zusammen getragen hat, einfach nur genial. Ich glaube, deshalb waren wir auch von 2. Teil so irritiert. :D
Wenn dich das sehr interessiert, Fibu, frag ich nächsten Mittwoch in Schule gerne genauer nach, woher, wieviel etc



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Beitrag von Triexi » Fr 13. Jun 2003, 20:27

Hallo Fibula,

Danke für diese Hilfreichen Tips ich werde so bald ich arbeite es ausprobieren und dir einen kleinen Bericht dadrüber schreiben wenn du magst.

Ich hätte nie gedacht das so etwas einfaches geht, mal schauen ob ich Bewohner zusammen bekomme am besten ich frag gleich mal unten nach ob ich es morgen fersuchen darf.

LG

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