Wie würdet ihr reagieren?

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Angie
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Wie würdet ihr reagieren?

Beitrag von Angie » Mo 1. Mär 2004, 21:09

Hallo zusammen

ich hab mal eine Frage folgender Geschichte ist passiert:

Eine BW hat eine Weglaufdendenz und ist durch Astma stark geschwächt und ist sturzgefährdet. Ich habe also am Donnerstag, dies meiner Cheffin gemeldet das sie wieder so einen Anfall hat und am Vormittag schon 2 mal auf dem Weg zur Toilette gestürzt ist, konnte aber jedesmal abgefangen werden, so das sie sich nicht weiter verletzen konnte.
Ich fragte also bei meiner Cheffin nach, was in diesem Falle im Haus nun gemacht wird, da nach meinem Feierabend für eine halbe Stunde eine APH alleine da ist. Meine Cheffin wollte dies mit der Richterin klären und übernahm das Problem.
Am nächsten Tag bekam ich von einer APH nun gesagt ich hätte über meine Kompetenzen hinaus gehandelt. Ich wäre dort nur Schülerin und hätte dies nicht zu sagen.

Ich habe mit meiner Anleiterin heute gesprochen und diese meinte ich solle mich nicht aufregen, da ich richtig gehandelt hätte, da sie von mir auch die Übergabe am Donnerstag bekommen hatte und auch Bescheid wußte.

Mir persöhnlich ist die Sprache weg geblieben obwohl ich mich meistens zu wehren weiß, wie soll ich mit der Kollegin nun umgehen?
Ich bin im moment etwas hilflos.

Wie würdet ihr reagieren?

Ich möchte betonen ich arbeite mit vielen APH´s und arbeite gerne mit ihnen, da viele sehr gute Erfahrungen gesammelt haben und ich davon nur lernen kann.

LG Angié


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petit
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RE: Wie würdet ihr reagieren?

Beitrag von petit » Di 2. Mär 2004, 08:44

hallo Angié

als praxisanleiter freue ich mich jedesmal, wenn ein Auszubildender mitdenkt, auch oder besonders wenn die themen eigentlich nicht in seinen aufgabenbereich fallen. das soll nicht bedeuten, dass du falsch reagiert hast!! im gegenteil! Das zeigt mir, dass der Auszubildende den Kopf über den Tellerrand stecken kann und mehr überblickt als "nur" die reinen Pflegemaßnahmen.

Du frägst wie du darauf reagieren sollst, bzw. wie wir darauf reagiert hätten?

Ich erlebe oft in meiner Tätigkeit der Schülerbegleitung, dass Themen die ich mit dem Schüler anspreche auf Gegenwehr von Seite der anderen Kollegen stößt. Die Gründe sind hier vielzählig und nicht alle nachzuvollziehen. Ich unterstütze meine Auszubildenden und versuche gleichzeitig die "Alteingesessenen" auf "neue" "innovative" Ideen zu bringen.

Die Thematik die du beschrieben hast erlebe ich in ähnlicher Form auch in meinem Heim. Kollegen erleben den von dir beschriebenen Zustand einer HB´in oft als eigenes Versagen, wenn sie es nicht schaffen, dass die BW nicht stürzt. Deswegen empfinden viele dein Vorgehen als pezten. Denn dadurch dass du zurecht dir eingestehst mit der Situation nicht zurecht zu kommen und um kompetente Hilfe bittest (HL, PDL usw.) hängen alle Kollegen mit dran. In Zukunft wäre es bestimmt für deine Kollegen schön, wenn du die Situation erst in einem Teamgespräch aufzeigst, so können alle ihre Sicht der Dinge schildern und fühlen sich nicht übergangen.

Kopf hoch und weiter so!!!
petit



andrea
Beiträge: 3406
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Beitrag von andrea » Di 2. Mär 2004, 08:57

Hallo petit,
wenn ich Angies Bericht richtig gelesen habe dann blieb ihr ja gar nicht genug Zeit um das nächste Teamgespräch abzuwarten, in nicht so dramatischen Situationen gebe ich dir sicher Recht, aber in diesem Fall war es doch die Sorge um die BW und nicht zuletzt der später allein anwesenden PK. Ich denke Angie hat richtig gehandelt, denn meiner Meinung nach trägt auch schon ein Schüler Verantwortung und die Arbeit einer AP bezieht sich doch nicht nur auf die " Pflege an sich" sondern auch um das ganze Drumherum. Liebe Grüße


„Rechthaben ist erst eine Kunst; wenn auch die anderen glauben, dass mans hat!”

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Angie
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Beitrag von Angie » Di 2. Mär 2004, 18:21

Hallo Petit,

genau wie Andrea schon sagte, war ich zu dieser Zeit alleine auf der Station, mit einem FSJ´ler, das Büro meiner Cheffin ist auf der gleichen Etage. Ich konnte daher nicht warten bis zur nächsten Teamsitzung.
Es musste gleich etwas passieren.

Ich finde aber deine Anmerkung super, wenn genügend Zeit geblieben wäre, wäre dies bestimmt ein Weg gewesen den ich auch eingeschlagen hätte. Ich möchte auch als Kollegin darüber informiert werden, was im Hause / Station vorfällt, damit ich in der passenden Situation richtig reagieren kann.

LG Angié


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