Schizophrenie-Schüler in der Ausbildung

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mara
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Beitrag von mara » Sa 17. Jul 2004, 22:04

Schwierig :o hwell

Ich würde mich mit so einer Erkrankung nicht wagen, eine solche Ausbildung zu absolvieren und soviel Verantwortung zu tragen.

Wir hatten aber während der Ausbildung u. auch später sogar einen Arzt in der Klinik, welcher regelmässig in selbiger wegen seiner Schizophrenie stationär war.. äusserst dubios find ich das schon!


Edit: Aber es gibt doch Zugangsvorraussetzungen für die Ausbildung. Da ist doch auch die gesundheitliche Seite klar geregelt. Wenn der Personalarzt ihn für tauglich erklärt hat, werdet ihr wohl nicht viel machen können... befürchte ich mal :o hwell



schensi
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Beitrag von schensi » Sa 17. Jul 2004, 23:10

§ 6 Altenpflegegesetz sagt ja im Grund zur gesundheitlichen Eignung nur Folgendes:
..nicht in gesundheitlicher Hinsicht zur Ausübung des Berufes ungeeignet ist...
Und was "geeignet" bzw. "ungeeignet" ist, ist bekanntlich mehr als relativ.
Wie Mara schon richtig geschrieben hat, wirklich machen kann man dagegen nichts.

Schensi


... wieder da ...

Ich weiß, was ich weiß, lass mich aber gern eines besseren belehren :)

Jutti
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Beitrag von Jutti » Mi 24. Aug 2005, 20:14

Hi @all
ich verstehe die ganze Aufregung nicht. Ich musste zur Beginn der Ausbildung ein Gesundheitszeugnis meines Hausarztes bei der Schule vorlegen, das aussagte, ich bin körperlich seelisch geistig in der Lage, diesen Beruf auszuüben. Soweit ich weiß, muss das jeder und wenn der Arzt seinen Patienten gut kennt und beurteilt, er/sie kann das, ist dafür geeignet und stellt nicht aufgrund seiner eigenen Erkrankung eine Gefahr für andere dar, dann sag ich doch nur, viel Spaß bei der Ausbildung und gönne sie ihm/ihr

vG
Jutti



Snoopy77
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RE: Altenpflege mit Schizophrenie

Beitrag von Snoopy77 » Mi 24. Aug 2005, 20:17

Hallo zusammen,
ich gebe plutonium_67 irgendwo recht.
mal ehrlich:haben nicht schon viele schizophrene gearbeitet.und waren da nicht sogar teilweise hochintelligente menschen dabei und wurden deren krankheiten nicht erst viel später erkannt?
natürlich ist es sehr schwierig darüber zu urteilen bzw.in diesem punkt gehen die meinungen sehr auseinander.
ich bin der meinung das derjenige solange arbeiten soll,solange er noch wirklich kann ohne sich oder andere personen auf irgendeine weise zu gefärhden bzw. seine mitarbeiter.
gruss luci


Glaube an Dich selber und Du schaffst alles was du willst
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Jutti
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Beitrag von Jutti » Fr 26. Aug 2005, 20:25

Hi Plutonium
mir kam auch sofort das Wort Stigmatisierung in den Sinn und ich habe das Thema bewußt nicht aus diesem Forum verschoben - denn das ist ja fast schon - in Gewisser Art - Gewalt am Kollegen --- würde man sowas über Klienten schreiben, würd alle Welt sofort Gewalt schreien......

Ich habe nicht DIE Ahnung von Psychiatrie und Psychologie wie du, aber einiges an Wissen habe ich schon und ich kann mir nicht vorstellen, das sich der Betroffene unter dem Druck der Kollegen stabilisieren kann.

lG
Jutti



Carina
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Beitrag von Carina » So 25. Sep 2005, 21:55

Ich habe während meiner Ausbildung in einem Wohnheim für schwer psychisch Erkrankte Menschen gearbeitet.
Die Arbeit mit dem BW war einerseits anstrengend, andererseits sehr schön.
Ich habe während dieser Zeit viel gelernt durch die Praxis, die meine Unterlagen nicht hätten erfüllen können.
Jeder Schizophrenie ist einzigartig , so wie es auch der Mensch ist.



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dalor
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Beitrag von dalor » So 4. Dez 2005, 15:33

ich denke auch dieser schüler hat das recht in der pflege tätig zu sein! immerhin gibts ja auch genügend neo-nazis und rassisten die in der pflege arbeiten ... das ist erstmal ein unding!!!!


lieber aus der reihe tanzen, als im gleichschritt zu marschieren, lieber immer gegen den wind, als nur zu funktionieren
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schnitte
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Beitrag von schnitte » So 4. Dez 2005, 17:56

also wenn er seinen job so schlecht macht wird er doch nach dem neuen kündigungsschutz mal ganz locker rausgeschmissen, dann wird er schon merken, ob der job was ist. wenn er darin nicht arbeiten gelassen wird, dann muss er wohl mal was anderes machen.

andererseits fände ich es diskriminierend, wenn jemand der nicht ganz gesund ist jetzt nur noch hirnlose fließarbeit machen darf/soll. spricht gegen das GG.

dazu kommt, dass doch vor Beginn der ausbildung ein arzt beurteilt haben muss, dass er dazu in der lage ist. und meist überprüft das doch auch nochmal ein Betriebsarzt.

grüße schnitte



Jutti
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Beitrag von Jutti » Mo 5. Dez 2005, 21:36

Hi @ all
ich möchte abschließend einige Worte noch anfügen und dann diese Diskussion beenden:
Es ist weder bekannt, wie es dem Betroffenen geht, wie er/sie sich fühlt dabei, noch ist überhaupt näheres bekannt.
Es wurde lediglich in den Raum gestellt, das ein Mensch mit dieser Diagnose arbeitsfähig sein könnte in der Pflege.
Zudem ist der Ursprungsbeitrag über ein Jahr schon alt, nur Echo von uns, nicht von Betroffenen.
Da es nicht an uns liegt, dies zu beurteilen, dazu der/die Betroffene nicht mal zu Wort kam, möchte ich mit dem Wort, was ich vor einigen Monaten dazu gesagt habe, diese Diskussion beenden.
viel Glück bei deiner Ausbildung, denn wenn du und dein behandelnder Arzt dich für tauglich halten, sag ich nur, willkommen im Team der Pflegenden und du bleibst solange hier, bis du selbst nicht mehr krankheitsbedingt in der Lage wärest und dies entscheidet nicht ein Forum sondern du gemeinsam mit deinem Arzt.
Ich habe eine Behinderung an einer Hand und niemand hat es je gewagt, mich deshalb aus der Pflege zu werfen. Ich gehe da seit fast 40 Jahren mit um und kann mir helfen, also, verurteilt nicht jemanden, den ihr nichtmal kennt.
Danke
liebe Grüße
Jutti



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