Psychologischen Lerntheorien

Das Diskussionsforum für alle Themen, die die Ausbildung betreffen, Fragen Tips, Anregungen etc alles ist willkommen...
Betreuende Webseite: http://www.altenpflegeschueler.de
Antworten
Benutzeravatar
Angie
Beiträge: 359
Registriert: Do 3. Okt 2002, 15:23

Beitrag von Angie » Sa 20. Sep 2003, 20:21

Hallo Belinda

Hoffe ich kann dir ein wenig helfen:

Lernen
Die klassische Lernpsychologie unterscheidet zwei elementare Formen des Lernens: das klassische Konditionieren und das instrumentelle Konditionieren. Die moderne Lernpsychologie versucht darüber hinaus, komplexeres menschliches Lernen zusätzlich durch kognitive Lerntheorien zu erklären. Das klassische Konditionieren kannst Du Dir praktisch zunutzemachen, indem Du Dir bestimmte Gewohnheiten und Lernrituale aneignest, um Dir so die Kontinuität im Lernen zu erleichtern und Dir dauernde neue Entscheidungen im Lernprozeß zu ersparen:
· Lerne zu festen Zeiten! So werden bestimmte Stunden von selbst zu Reizauslösern für Lernphasen. Na, schon mal was von Pawlovs Hunden gehört? Bei denen hat das ganz vorzüglich geklappt, also warum nicht auch bei Dir?
· Lerne an einem festen Arbeitsplatz! Lerne am besten an einem Platz, den Du Dir ausschließlich für Arbeiten rund ums Studium reservierst. Dadurch erleichterst Du Dir die Entscheidung, tatsächlich mit dem Arbeiten zu beginnen. Außerdem hast Du eine bessere Kontrolle darüber, wieviel Zeit Du tatsächlich für Dein Studium aufwendest.
· Kultiviere ruhig - in Grenzen natürlich - diverse Lernticks! Zieh Dir ruhig zum Lernen Deine alte Schmuddeljacke über oder bohre Deinen Bleistift in den Radiergummi, wenn es Dir denn hilft. Auch solche Dinge können als Reizauslöser das Lernen erleichtern.
So wichtig gewohnheitsmäßiges Verhalten im Leben auch sein mag, viele Lernvorgänge lassen sich darauf nicht zurückführen, sondern bedürfen einer anderen Erklärung. Bei der instrumentellen Konditionierung geht man davon aus, daß Belohnung und Erfolg den Lernprozeß fördern. Erfolgserlebnisse fördern nicht nur das individuelle Lernen, sie steigern zugleich das Selbstbewußtsein und ermutigen zu größeren Aufgaben. So gestärkt, setzt man sich neue oder höhere Lernziele, womit häufig eine stärkere Motivation für das eigene Lernverhalten einhergeht.
· Zerteile große Lernblöcke in sinnvolle kleine Lernschritte!
· Belohne Dich nach jedem Lernschritt! Je nach der Größe des Lernschrittes kann das eine Tasse Kaffee, ein Plausch mit dem WG-Kumpanen oder auch ein Besuch im Schwimmbad sein.
· Die Belohnung muß unmittelbar auf das gewünschte Verhalten folgen! Also gleich nach Abschluß der vorgenommenen Lerneinheit die Tasse Kaffee trinken, gleich den Plausch abhalten oder ins Schwimmbad gehen. Die Belohnung nicht aufschieben, sonst verfliegt die Wirkung.
Die Lernpsychologie versucht typisch menschliche Fähigkeiten wie Sinnverständnis, Einsicht, logisches Denken, planvolles Handeln und problemlösendes Verhalten über die klassische und instrumentelle Konditionierung hinaus durch kognitives Lernen zu erklären.. Laß Dich dann noch ein bißchen weiter anregen:
· Arbeite die Zusammenhänge in Deinem Lernstoff heraus! Einsicht in die Zusammenhänge erleichtert das Lernen von Details.
· Transferiere! Durch Einsicht gewonnenes Wissen und Verhalten läßt sich auf ähnlich strukturierte Situationen übertragen.
· Strukturiere Deinen Lernstoff! Sinnvoll strukturierter Lernstoff läßt sich um vieles besser lernen und behalten als zusammenhanglose Faktenberge.
Im Bereich des kognitiven Lernens lassen sich nun zwei Arten des Lernens unterscheiden: das empfangende Lernen und das entdeckende Lernen. Unter entdeckendem Lernen versteht man die selbständige Erarbeitung von Problemlösungen auf der Grundlage vorhandener Kenntnisse. Gemäß der Lerntheorie sollten darbietende Lehrverfahren, wie etwa Vorlesungen, grob wie folgt aufgebaut sein:
1. Vorinformation: In Form einer kurzen Übersicht werden die wichtigsten Begriffe des Stoffes eingeführt.
2. Differenzierung: Vom Umfassenden und Allgemeinen wird hier deduktiv zum Speziellen vorgedrungen.
3. Integration: Hier werden nun die logischen Verknüpfungen zwischen den dargebotenen Einzelinformationen hergestellt und erklärt.
4. Konsolidierung: Hier wird nun für vollständige Klärung und Wiederholung gesorgt, und es werden unterschiedliche Anwendungsmöglichkeiten und Bezüge aufgewiesen, um neuen Stoff an stabilen und klaren Begriffen zu verankern.

ansonsten kann ich dir folgende Links nur empfehlen

lernen

LG Angié


Das Motto meiner Tagespflege Anima:Jeder Mensch ist wertvoll

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast