Praxisanleiter / Arbeitskreis

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Marcell
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Beitrag von Marcell » Mi 28. Apr 2004, 22:08

Hallo Pflegerlein

Leider kann ich zum Thema Anleitung nicht mitreden da bei uns auf Station keine Schüler eingesetzt werden was ich persönlich bedauere :sad Deine Idee klingt aber nicht schlecht und ist Unterstützens Wert, vielleicht finden sich ja auf diesem Wege ein paar Anleiter zusammen und stellen etwas auf die Beine, bin gerne dabei auch wen ich keiner bin.

Grüße

Marcell



Jutti
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Beitrag von Jutti » Sa 1. Mai 2004, 08:54

Hallo Pflegerlein

Ich habe deinen Beitrag nun mehrfach gelesen und für mich den Bezug zu einer Umfrage von Olaf gezogen:
showthread.php?t=1271
Wenn diese Umfrage gut läuft, bekämest du ein Feedback, wo Schüler selber einen anderen Anleitungsbedarf benötigt hätten, jedoch ggf nicht bekamen.

Deine Idee, ein Konzept zur umfassenden Anleitung zu erstellen, finde ich ausgezeichnet. Grundlage konnte gedanklich zB das Einarbeitungskonzept neuer Mitarbeiter sein, das man bedarfsgerecht umstrukturieren könnte.
Dazu die jeweiligen Unterrichtsinhalte der Schule, was bei denen zu welchem Zeitpunkt erarbeitet wird. Doppelte Lernerfahrung vertieft sich, schließt "den Kreis", entgegengesetzte Info verunsichert die Schüler und macht unzufrieden.

Begonnen würde mit der Sensibilisierung des Teams für die Notwendigkeit der Anleitung bezüglich der Art und des Umfangs.
(mach keinen Alleingang, frag das Team um dich herum, wie sie angeleitet worden sind, was sie sich anders gewünscht hätten und du hast sie ggf auf deiner Seite, da sie eher Verständnis dafür entwickeln würden, wenn du wirklich Zeit mit deinem Schüler verbringst und ihn/sie gut anleitest)

Dann Erstgespräch mit dem Schüler...usw

Es könnten Nah - und Fernziele definiert sein: Schüler begleitet PA während eines Zeitraumes von xy...., Schüler arbeitet unter Aufsicht des PA selbständig für einen Zeitraum von xy,

klare Beobachtungskriterien festlegen
festlegen, wann und wo Feedback stattfindet (niemals am Bewohnerbett, es verunsichert den Schüler und den Bewohner, einer wurde vermeintlich falsch gepflegt und der andere verliert an Selbstbewußtsein am Bett)

Ich brems mich nunmal ab, da ich nicht weiß, ob mein Gedankengang nun deiner Idee des Konzeptes entspricht, habe aber durchaus noch mehr Ideen dazu.


ist jedenfalls eine ernstgemeinte Anregung
Gruß
Jutta



ApoPfleger
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Beitrag von ApoPfleger » Sa 1. Mai 2004, 23:52

Hallo Pflegerlein!
Wir sind nun mehr verantwortlich für Schüler, die nicht mehr nur für eine begrenzten Zeitraum mal vorbeischauen und sich mit einem Beurteilsbogen in die Verantwortung der Schulen verabschieden, sondern für zukünftige Kollegen die wir über 3 Jahre begleiten können, deren Lerninhalte wir mitgestalten können, und die am Ende unter unseren ängstlichen Augen in unserer Einrichtung ihre praktische Abschlußprüfung absolvieren werden.
Öhm, waren wir nicht eigentlich schon immer verantwortlich für das, was die Auszubildenden unter unserer Aufsicht und Verantwortung in der Praxis getan und gelernt haben?
Meine PA Ausbildung umfaßte 220 Stunden und vom Aufbau von Kommunikationsstrukturen, der Erarbeitung von Lernplänen ( im Abgleich mit Schulischen Inhalten ), Urlaubsregelungen, Jugendschutz, Prüfungsgestaltungen, Probezeit Beurteilungen, war dort nicht wirklich die Rede.
Nun, im Bezug auf das obige Zitat haben wir Praxisanleiter nicht wirklich Einfluß auf Lerninhalte, sondern müssen uns in der Tat am theoretischen Ausbildungsstand orientieren, der von der Schule abhängt, die sich wiederum an der Ausbildungs- und Prüfungsverordung und an den davon abgeleiteten Lehrplänen orientiert.

Was wir allerdings - jeweils bezogen auf unseren konkreten Arbeitsbereich, sei es Gerontopsychiatrie, Wachkoma, Palliativ, Innere Medizin, Wohnbereich - tun können, ist, für einzelne konkrete Pflegemaßnahmen didaktische Konzepte zu erstellen.
Wer ist in einer vergleichbaren Situation und beschäftigt sich augenblicklich mit dem Aufbau und der Gestaltung von Praxisanleitung in seiner Einrichtung / Träger ? Egal ob Altenpfleger, PDL, HL, Verwaltung oder Schule, und hat Interesse in einer Erfahrungsaustausch zu treten und dieses Forum als ersten zwanglosen Schritt zu einer möglichen Arbeitsgruppe zu nutzen ?
Ich arbeite in einem Krankenhaus. Erst letztes Jahr fand dort - im Hinblick auf die Novelle des Krankenpflegegesetzes - eine Schulung für Mentoren statt. Insofern befinden wir uns auch noch im Aufbau von Strukturen. Immerhin aber: 4mal jährlich treffen sich die MentorInnen, um das weitere Procedere zu besprechen.

Gruß

Apo 8)


Ich pflege, also bin ich.

Jutti
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Beitrag von Jutti » Mo 3. Mai 2004, 12:52

Liebe Fibula
es ist ja wunderschön, das du eine so gute Anleitung hattest, ich hatte sie ebenfalls, aber du brauchst dich nur hier bei uns in den Beiträgen auszutoben und du wirst ganz anderes lesen.
Anleitung ist nicht gleich Anleitung und ich finde es absolut wünschenswert, wenn sowohl der Mentor als auch der Schüler ein gewisses Konzept haben, wie sie denn nun ihren Teil der Ausbildung gestalten.
Einheitlich geregelt scheint es ja wohl auch nicht zu sein, sonst kämen solche Rückmeldungen gar nicht. Außerdem ist es einem einzelnen Heim schlecht möglich mal eben ein ganz bestimmtes Heim in Bawü ausfindig zu machen, das nach einem solchen Konzept arbeitet.
Sei mir nicht bös, Fibu, aber ich sehe echt einen Bedarf und werde jederzeit auch Infos geben, die ich irgendwie habe dazu.
liebe Grüße
Jutti

@Pflegerlein: gibt bislang noch andere Versionen der Ausbildung. Ich mache es zB berufsbegleitend, habe eine Vertrag mit der Schule und einen völlig anderen mit meinem AG. Ich war da vorher schon und sie haben mit meiner Ausbildung nur wenig zu tun. Sie garantieren, das der Dienstplan so gestaltet wird, das ich am Unterricht teilnehmen kann und bieten mir einen Praktikumsplatz an, gleichzeitig erledige ich aber auch ganz normal meine Arbteit. Bei außerhäuslichen Praktika werde ich bei ruhendem Arbeitsvertrag freigestellt. Ob es dies nach dem neuen Ausbildungsstand noch so gibt, da bin ich überfragt



andrea
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Beitrag von andrea » Do 10. Jun 2004, 18:59

Hi
zumindestens für uns in NRW ist diese Ausbildungsform neu. Es tun sich auch nicht nur die Anleiter Schüler und Schulen schwer sondern auch die einzelnen Einrichtungen.
Zahlten sie früher in einen "Topf" so müssen sie jetzt die Ausbildung ihres Schülers selbst finanzieren was vielen Einrichtungen schwer fällt.
Alles was neu ist braucht " Eingewöhnungszeit"
An unserer Schule werden schon sehr lange Anleitertreffen organisiert. Da werden Vorstellungen Probleme neue Gesetze etc. besprochen
Ich denke es wäre auch für andere Schulen eine gute Idee die vor allem Einrichtungen näher an die Schulen führt und umgekehrt. :yo


„Rechthaben ist erst eine Kunst; wenn auch die anderen glauben, dass mans hat!”

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