Praktikumsbericht Gerontopsychiatrie

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Jutti
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Beitrag von Jutti » Mo 1. Mär 2004, 06:29

Hallo Reiki

Gibt es zu deinem Bericht auch gezielt gestellte Fragen der Schule?
Wie wäre es zum Beispiel mit einer Gegenüberstellung des Pflegekonzeptes (die Idee von Rica ist nämlich gut) Geronto und Seniorenheim? Also der Unterschied der Krankheiten, mit denen man umzugehen hat?

Ansonsten hänge ich dir einfach mal einiges zum Thema an:
http://www.gewalt-und-pflege.de/gewalt/index.php
http://www.gewalt-und-pflege.de/pflege/ ... menten.php
http://www.altenpflegeschueler.de/ausar ... offene.php
http://www.altenpflegeschueler.de/ausar ... ession.php

Wenn du noch mehr Info benötigst als Grundlage, dann auf http://www.altenpflegeschueler.de - Startseite - oben rechts ist ein Suchfenster - zB Gerontopsychiatrie eingeben oder Praktikumsberichte usw

Viel Glück bei der Arbeit
Jutti



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doedl
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Beitrag von doedl » Mo 1. Mär 2004, 20:19

Hallo Reiki

ein grundlegender Unterschied bei der Pflege von dementen Bewohnern ist die völlig andere Kommunikation. Durch den Verlust der kognitiven Fähigkeiten kommt der sachlich orientierte Bereich der Kommunikation, sprich also der Inhalt der Sprachbotschaft, nicht mehr vollständig beim Dementen an. Dafür ist der non-verbale Bereich um so ergiebiger. Das sind Mimik, Gestik etc. Ich würde die Pflege von Dementen als Aufbau von Beziehung definieren, die pflegerischen Tätigkeiten als solche sind für den Dementen völlige Nebensache- wichtig ist für ihn, ob er/sie seinen Gegenüber mag, sich von diesem angenommen fühlt.

Ob das Pflegekonzept recht ergiebig ist, das bezweifle ich doch sehr, denn ein direktes Dementenkonzept ist in den Einrichtungen der BRD eher selten.

Wenn Du Dir die AEDL 1- also Kommunikation ansiehst, wozu ja auch die Gedächtnisleistung gehört, dann wirst Du schnell feststellen, dass diese AEDL der springende Punkt für die Defizite aller anderen AEDLs ist- die Probleme bei Körperpflege, Essen, Ausscheidungen etc. rühren von der mangelnden Gedächtnisleistung her- weil der Demente vergessen hat, wie Waschen, Essen oder Toilettengang gehen.

Wichtig auch die AEDL 13, also die existentiellen Erfahrungen, die den Dementen geprägt haben (natürlich auch den Nicht- Dementen, nur kann dieser noch kognitiv viel kompensieren). Ereignisse in früheren Zeiten, Ängste kommen im Alter wieder hoch- und die Pflegekräfte wissen leider oft genug nicht, woher die Ursache denn rührt.

Was mich ein wenig verwundert, ist Deine Aussage bezüglich Gewalt und Agression gegenüber Pflegekräften und Bewohnern. Das lässt nicht unbedingt auf gut ausgebildete gerontopsychiatrische Fachkräfte schliessen.........

Gruss Doedl

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