pflege im nationalsozialismus

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milchbrei
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Pflege im Nationalsozialismus

Beitrag von milchbrei » Do 24. Jul 2003, 17:06

Hallo Kiggi, folgende Quellenangaben habe ich gefunden Steppe Hilde, Krankenpflege im Nationalsozialismus, 1996 , wieß nicht ob das ein Buch oder eine Hausarbeit ist, frag doch da mal in der Bücherrei nach oder Kuratorium Deutscher Altershilfe, Köln : http://www.kda.de. , oder an Gedenkstätte Hadamar schreiben, oder deutsche Museum in Bonn mal nachfragen, liebe grüße Milchbrei :lol :lol :lol :lol :lol :lol :lol :lol :lol :lol :lol :lol :lol :lol :lol

Edit: Habe den Link repariert der ging nicht :wave Marcell


Lächeln ist das Kleingeld des Glücks. ( Heinz Rühmann)


Wer fleißig ist wie eine Biene,
arbeitet wie ein Pferd,
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der sollte zum Tierarzt gehen,
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Dirk Höffken
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RE: pflege im nationalsozialismus...WICHTIG

Beitrag von Dirk Höffken » Do 24. Jul 2003, 21:40

Hallo.

1. Steppe, H. (Hrsg.) (1996): Krankenpflege im Nationalsozialismus. Frankfurt a.M.: Mabuse-Verlag
2. Breiding, B. (199 8) : Die Braunen Schwestern. Stuttgart: Franz Steiner Verlag
3. Ebbinghaus, A. (Hrsg.) (1997): Opfer und Täterinnen: Frauenbiographien des Nationalsozialismus. Frankfurt a.M.: Fischer
4. Weglein, Resi: Als Krankenschwester im KZ Theresienstadt, Stuttgart 1990.
5. Die Schwester/Der Pfleger, 29.Jahrgang, Heft 5, Titelthema ,,Krankenpflege im Dritten Reich". Seite 362-382, Bibliomed 1990


Als kleiner Beitrag zum wohl unrühmlichsten Kapitel pflegerischer Geschichte ein paar Sätze aus zwei Referaten von Mirica Kordis und Markus Degner zur Pflege im Nationalsozialismus (Institut Hans-Weinberger-Akademie München):

...„Fest steht, dass das Pflegepersonal an allen Umsetzungsphasen der Vernichtungsaktionen maßgeblich beteiligt war. Selbst bei zweifelhaften Handlungen, wie die Tötung von Patienten in den Anstalten der "wilden Euthanasie", glaubte man durch Gehorsam gegenüber der Obrigkeit, nur seine Pflicht getan zu haben. Die Verantwortung eigener Handlungen wurde somit an andere weitergegeben.“...

...“Im Jahre 1965 fand der Prozess gegen Pflegepersonal, das in der Anstalt Meseritz-Obrawalde an den Tötungen beteiligt war, in München statt. Die 14 angeklagten Krankenschwestern wurden freigesprochen. Die Begründung des Gerichts richtete sich u.a. dahingehend:

(...) dass den Angeklagten kein Vorwurf daraus zu machen ist, dass sie sich auf die Auskünfte der Ärzte über ein die Tötungen bestimmendes Gesetz einfach verlassen haben, ohne eigene Nachforschungen anzustellen(...).(Obrawaldeprozeß in Steppe,1996,S 16 8) “...

(Anmerkung: Man geht im Moment davon aus, dass in der Heilanstalt in Obrawalde (heute Polen) mehr als 10.000 Menschen unter Beteiligung des Pflegepersonals getötet oder eher ermordet worden sind.)

MfG DH

Zitat:
„Nein, ich war nicht verblendet, ich war begeistert. Ich war restlos begeistert.
Heute weiß ich, ich habe nicht nur Scheuklappen gehabt, ich habe auch Oropax gehabt und das Herz falsch herum“
(Werner Gottschau, Jahrgang 1922 aus „Hitlers Kinder“ von G. Knopp S.315)



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