Lebensbuch

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Bine
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Lebensbuch

Beitrag von Bine » Mi 4. Jun 2003, 23:15

Nach den Pfingstferien habe ich wieder Praktikum. Dieses Mal sollen wir als schriftliche Aufgabe ein Lebensbuch eines alten Menschen erstellen. Hat damit jemand Erfahrung? Ich war leider die letzten 2 Wochen krank - gerade da wurde das Thema genau besprochen :( . Vielleicht kann mir jemand Tipps geben, wie ich so ein Lebensbuch aufbauen, was rein soll und was nicht usw.
Vielen Dank!



Bine
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Lebensbuch

Beitrag von Bine » Di 8. Jul 2003, 14:43

Also, inzwischen weiß ich ein bißchen mehr über das Lebensbuch!
Ich soll mich mit einem BW über sein Leben unterhalten, über seine Erinnerungen, die wichtigsten Daten und Ereignisse usw. Diese werden dann in Buchform zusammengefaßt, am besten mit Fotos und Skizzen. Beinhalten soll ein Lebensbuch die wichtigsten Themen aus:
- der Lebensstationen (Woher komme ich? Wo habe ich gelebt? Wo bin ich gewesen? Was habe ich im Laufe meines Lebens gearbeitet?)
- dem Menschenbaum (wichtige Menschen, die mein Leben begleitet haben, Menschen, die in meinem Leben aufgetaucht sind)
- der Erinnerungslandschaft (Tätigkeiten, Arbeiten, die mir wichtig sind,
meine wichtigsten Menschen,
wichtige Lern- und Ausbildungserfahrungen,
Werte, Gedanken, an denen ich Orientierung finde, z. B. Bibel, Lebensmotto
Liebe, Erinnerungsstücke
Erlebnisse, an die ich häufig und gerne zurückdenke
Womit ich mich im Leben besonders intensiv beschäftigt habe
Woran mein Herz hängt, gesammelte Leidenschaften
Meine Orte und Landschaften
Der Sinn eines Lebensbuches für den Bewohner ist, sich seiner eigenen Identität und des eigenen Wertes bewußt zu werden, sich mit dem Schicksal auszusöhnen
Erstellt soll das Lebensbuch mit den BW zusammen werden, indem man sich viel und oft mit ihm unterhält, Fragen stellt, ihn erzählen läßt usw. Es soll keine Biographie sein, sondern nur das beinhalten, was für den BW wichtig ist bzw. in seinem Leben für ihn wichtig war.
Das (Original-)Lebensbuch erhält dann der Bewohner. Einen Abzug erhält die Lehrerin, der BW muß einverstanden sein, dass sein Name darin ausgeschrieben ist bzw. dass der Abzug im Unterricht verwendet werden darf.
Ist jetzt alles ein bißchen wirr, glaube ich :rolleyes:, ich hoffe, ihr versteht, was ich meine!
Tschüß,
Bine



ApoPfleger
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Beitrag von ApoPfleger » Mi 9. Jul 2003, 00:30

Ich stelle mir vor, daß das eine Aufgabe ist, die allen Beteiligten bestimmt viel Spaß macht und dem betreffenden Bewohner mit Sicherheit auch das Gefühl gibt, für wichtig genommen zu werden. Ich kann mich noch aus meiner Schulzeit erinnern, daß wir damals die Hausaufgabe hatten, unsere Großeltern nach ihren Schulerfahrungen zu befragen - ist unheimlich gut angekommen (bevor jetzt die Frage von Marci kommt: nein, das hab ich nicht mehr, ist schließlich 25 Jahe her gggggg).

Ich würde wie folgt vorgehen:
1. Wähle Dir ein bis drei Bewohner aus (quasi "engere Wahl"), zu denen Du einen besonderen "Draht" hast und die auch tatsächlich noch orientiert sind.
2. Sprich auch mit den nächsten Angehörigen über Dein Projekt, damit nicht auf "halber Strecke" aus dieser Richtung Störfeuer kommt und Du eventuell nochmal von vorne anfangen mußt.
3. Frag, ob Du ein Diktiergerät oder einen Kasettenrekorder mitlaufen lassen kannst - das spart Dir ne Menge Notizen.
4. Mach feste Termine mit dem Bewohner, aber besteh nicht auf Deinem "Feierabend", wenn er grad im schönsten Erzählfluß ist.
5. Verabrede am Besten, daß der Bewohner/die Bewohnerin über nichts reden muß, worüber er/sie nicht reden möchte, um nicht "alte Wunden" aufzureißen - aber das hast Du ja schon angedeutet.
6. Für Fotos und Skizzen brauchst Du einen Scanner oder eine brauchbare Digitalkamera.

Ich glaub ja - im echt positiven Sinne - daß Du darauf ne Menge Freizeit verwenden wirst - wahrscheinlich sogar gern, weil viel positive Energie bei so was fließt.

Gruß

Apo 8)


Ich pflege, also bin ich.

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