GuK - Vorbereitung auf Pathologie

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Southpaw
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GuK - Vorbereitung auf Pathologie

Beitrag von Southpaw » Do 15. Sep 2016, 18:12

Hallo Community,

wir dürfen im Rahmen des Anatomie-Unterrichts in die Pathologie, wo wir das bisher Gelernte mal im real life begutachten können, also nicht nur im Glas, sondern auch im vor uns liegenden, aufbereiteten menschlichen Körper (so wie ich es verstanden habe, wird sogar das Skalpell eingesetzt und vor unseren Augen ein bisschen was freigelegt).

Wisst ihr Möglichkeiten, wie ich mich in der Hinsicht etwas desensibilieren könnte? Ich kann absolut nicht einschätzen, wie ich darauf reagiere, obwohl ich in meinem Leben bereits genug Verstorbene gesehen haben, nur halt nicht von innen. Ich erinnere mich daran, einmal kurze Ausschnitte des Films "Der Weg nach Eden" gesehen zu haben und da bin ich schon gut zusammengezuckt und musste Alt-F4 drücken.

Der Geruch des Formaldehyds soll laut Dozenten ebenso Leuten zu schaffen machen. Geh ich da in die Apotheke und bestelle ein Fläschchen fürs Näschen ( :smile ) oder einfach mal drauf ankommen lassen?

Danke für jeden Tipp.
Zuletzt geändert von Southpaw am Do 15. Sep 2016, 18:17, insgesamt 1-mal geändert.



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B-Tina :-)
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Beitrag von B-Tina :-) » Do 15. Sep 2016, 22:06

Hallo Southpaw,

den von Dir genannten Film kenne ich leider nicht.

Vorher ordentlich essen und vor allem trinken.

Ich erinnere mich an einen riesigen Saal. Wir Schüler wurden in einen Bereich geleitet, in dem auf diversen Tischen Teile der Körperspender lagen.
Keine ganzen Menschen, nur Körperteile. Sie sahen bräunlich-grau aus.
Unsere Anatomielehrerin, selbst auch Ärztin, begleitete uns und erklärte alles. Wir durften jedes Teil anfassen, natürlich mit Schutzkleidung.

Im anderen Teil des Saales, weit entfernt, waren Studenten zur gleichen Zeit mit einer "richtigen" Obduktion beschäftigt.

Den Geruch fand ich gar nicht so schlimm, aber es gab unterschiedliche Reaktionen. Übergeben musste sich keiner, ist auch niemand ohnmächtig geworden.

Natürlich wurden wir vom Fachpersonal vorher eingewiesen. Jeder konnte jederzeit zurück, wenn er/sie das gewollt hätte.

Auch klar, dass die sterblichen Überreste der Körperspender mit Respekt behandelt wurden.

Ich möchte diese Erfahrung nicht missen. Später im Unterricht hat unsere Lehrerin oft darauf Bezug genommen.
Zuletzt geändert von B-Tina :-) am Do 15. Sep 2016, 22:14, insgesamt 1-mal geändert.



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AW: GuK - Vorbereitung auf Pathologie

Beitrag von silberfee47 » Fr 16. Sep 2016, 09:03

hey southoaw,
es gibt bei euch in Bayern eine " anatomische Anstalt" -Ludwig-maxim.uni- vielleicht da auch mal vorher (oder nachher) reinsehen?

mir hat das sehr geholfen - danach war alles nur noch spannend.

viele Erkenntnisse wünsche ich dir


ich lebe mein leben in wachsenen ringen, die sich um die dinge ziehen - den letzten werde ich wohl nicht erringen - aber versuchen will ich ihn. MGorki

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Southpaw
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Beitrag von Southpaw » So 18. Sep 2016, 13:23

Danke für die bisherigen Antworten! :)
B-Tina :-) hat geschrieben:den von Dir genannten Film kenne ich leider nicht.
Das ist eine Doku, 1995 veröffentlicht, vom österreichischen Regisseur Robert-Adrian Pejo (drehte u.a. ein paar Folgen von "Tatort" und "SOKO Leipzig"). Man darf einem Chefpathologen aus Budapest ein bisschen über die Schulter schauen. Lief Anfang 2000 sogar mal ungekürzt auf 3Sat.
B-Tina :-) hat geschrieben:Vorher ordentlich essen und vor allem trinken.
Goldener Tipp! Man denkt ja oft in die Richtung "wenn ich nix ess, hab ich nix zum Brechen" => suboptimaler Gedankengang. ^^
B-Tina :-) hat geschrieben:Wir durften jedes Teil anfassen, natürlich mit Schutzkleidung.
Und dann hatte man mal einen Arm in der Hand oder wie darf man sich das vorstellen? Tierisch hatte ich von der Schule aus ja schon Schweine-Augen und Rinder-Herzen in den Pfoten, das ging alles recht gut.
B-Tina :-) hat geschrieben:Im anderen Teil des Saales, weit entfernt, waren Studenten zur gleichen Zeit mit einer "richtigen" Obduktion beschäftigt.
Wuuuuaaaaaaaaaahhhhhh :confused:
B-Tina :-) hat geschrieben:Auch klar, dass die sterblichen Überreste der Körperspender mit Respekt behandelt wurden.
Sehr wichtig und ich gehe auch mal stark davon aus, dass das so sein wird. Allgemein dürfte ein respektvoller Umgang viel vom Schrecken nehmen.
B-Tina :-) hat geschrieben:Ich möchte diese Erfahrung nicht missen.
Wird mir wohl auch so gehen. Ein ziemliches Plus für den Unterricht wird es auf jeden Fall sein.
Zuletzt geändert von Southpaw am Fr 30. Jun 2017, 10:23, insgesamt 1-mal geändert.



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Beitrag von Southpaw » So 18. Sep 2016, 13:27

silberfee47 hat geschrieben:es gibt bei euch in Bayern eine " anatomische Anstalt" -Ludwig-maxim.uni- vielleicht da auch mal vorher (oder nachher) reinsehen?
In München, richtig? Sieht sehr spannend aus, danke für den Tipp! Da muss ich unbedingt mal hinschauen, vielleicht finden sich ein paar Interessierte in meiner Klasse.
silberfee47 hat geschrieben:viele Erkenntnisse wünsche ich dir
Danke dir. Gerade mal zehn Tage Schule gehabt und schon bemerkt, wie herausfordernd die gesamte Ausbildung sein wird. Mein Tag hat jetzt schon viel zu wenig Stunden und dabei hat das Duale Studium noch gar nicht angefangen. :D
Zuletzt geändert von Southpaw am Fr 30. Jun 2017, 10:23, insgesamt 1-mal geändert.



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Beitrag von B-Tina :-) » So 18. Sep 2016, 14:18

[quote=""Southpaw""]
Und dann hatte man mal einen Arm in der Hand oder wie darf man sich das vorstellen?[/quote]
Genau. Mich hat das besonders bei einem Bein beeindruckt, wie schwer das doch ist (eigentlich logisch - aber ein bisschen Aufregung war natürlich dabei). Auch hochinteressant die Nerven - ach, überhaupt alles.

Also es ist weder blutig noch ekelig.



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Beitrag von disa » So 18. Sep 2016, 16:04

läßt sich sicher nicht vergleichen, aber wir waren mit der Klasse in " Körperwelten " war überaus interessant und lehrreich, obwohl ich vorher auch ein etwas flaues Gefühl in der Magengegend hatte.

Gruß Dirk



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Beitrag von B-Tina :-) » So 18. Sep 2016, 16:23

Na ja, die Darstellung in Körperwelten ist sehr ... gewöhnungsbedürftig und m.E. teilweise alles andere als wertschätzend. Da fällt mir spontan die längsgeteilte Frau auf dem Besen ein. Wobei die Körperspender vorher ja wissen, worauf sie sich einlassen.

Es riecht dort nicht nach Formaldehyd, aber man darf auch nichts anfassen.

Nein, vergleichen lässt sich das nicht.

Wir waren mit der Klasse zu einem späteren Zeitpunkt dort, weil die Mehrheit der Schüler das wollte. Unsere Lehrerin, die uns in die Pathologie begleitet hatte, lehnte das bei Körperwelten ab.

Muss ich ehrlich gesagt nicht noch mal haben.



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Beitrag von Southpaw » Sa 1. Okt 2016, 20:06

disa hat geschrieben:läßt sich sicher nicht vergleichen, aber wir waren mit der Klasse in " Körperwelten " war überaus interessant und lehrreich, obwohl ich vorher auch ein etwas flaues Gefühl in der Magengegend hatte.
Hi Dirk! Danke auch dir für deinen Tipp. :)
Wäre mal fast in Nürnberg dort gewesen, aber aus dem Bekannten- und Freundeskreis hieß es unisono, das könne ich mir sparen.

Bin da ganz bei B-Tina. So sehr ich auch den didaktischen Wert schätzen kann, so sehr gefällt es mir nicht, wie fließend es in Voyeurismus unter dem Deckmantel der Kunst verläuft. Das will heißen: Ist ungemein interessant, die Plastinationen in "Bewegung" zu sehen (Fußballspieler etc.), so sehr turnt es mich aber auch ab, die was weiß ich wie vielte Sex- oder Kung-Fu-Stellung, die schaukelnde Erwachsene oder die Schwangere in Fotomodell-Pose zu sehen. Da bin ich etwas unentspannt und vielleicht auch engstirnig. :smile Und zu deren Businessgebahren sag ich mal lieber nix ... ^^

Aber nochmal: Danke für deinen Tipp!
Zuletzt geändert von Southpaw am Fr 30. Jun 2017, 10:23, insgesamt 1-mal geändert.



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Beitrag von disa » Sa 1. Okt 2016, 21:14

Hi Southpaw,
wir waren in Berlin, am Alex in Körperwelten. Dort wird nur ein kleiner Teil der Ausstellung gezeigt. Wir haben im Vorfeld von unserer Lehrerin einen Arbeitsauftrag bekommen der in verschiedene Themenfelder unterteilt war, ( Skelettaufbau, Nervensystem, innere Organe etc. ) und diesen Arbeitsauftrag sollten wir allein oder zu zweit abarbeiten. Das es dabei zu vielen Diskussionen gekommen ist kannst Du Dir ja sicher vorstellen. Es war auf jeden Fall sehr lehrreich bestimmte Teile des menschlichen Körpers auch mal in " natura " und nicht nur auf Fotos im Lehrbuch zu sehen. Was das Buisnessgebahren angeht, da stimme ich Dir voll zu, auch dort geht es nur um Geld, ist schon an den Eintrittspreisen zu sehen.

Gruß Dirk



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Beitrag von silberfee47 » So 2. Okt 2016, 18:01

tja die viel umstrittenen körperwelten....

bei allem sollte niemand bei den plastinaten vergessen, das es menschliche teile sind, die gespendet wurden, damit eine derartige Ausstellung erst einmal funktionieren kann. d.h. auch -jedenfalls für mich- mit dem nötigen Respekt diese sehr interessante arbeit zu begutachten.

wie alles -besonders in der heutigen zeit!- geht es nur noch um das liebe Geld. :( -- die Erfindung dieser plastinate, also der Haltbarkeit, war sicherlich auch nicht billig. hier möchte ich lediglich darauf hinweisen, das jedes farmerinstitut sich eine goldene nase an Medikamenten/Kosmetiker !! verdient.

herr von hagen hat dieses verfahren entwickelt und sich patentieren lassen. das er jetzt daran verdient, halte ich persönlich für nicht verwerflich.

ich war hier in basel (eine der ersten Ausstellungen) während meiner pflegeausbildung. ich war tief beeindruckt (sei es von einer raucherlunge oder herz, nieren, leber etc..) - - fasziniert war ich von den Venen, adern und nervenbahnen, die farblich wunderbar zu sehen waren. endlich wusste ich wo eine i.m.-spritze hingehörte und was in der unmittelbaren Umgebung war. was für eine Erkenntnis - seitdem war ích nicht mehr verunsichert.

in jedem fall habt ihr recht - hoch interessant und sehr lehrreich :)
und wie alles im leben kommt es immer auf den Blickwinkel an :)

wie heisst es so schön? Honi soit qui mal y pense - ein schuft wer schlechtes dabei denkt.

zuletzt noch ein wort zu den preisen. 14 euro Berlin, 13 euro Stuttgart, in gruppen 9 euro..... teuer????? räusper - Freizeitparks kosten 29 euro, 33 und 34 euro. mit anderen worten: lernen ! ist preisgünstig
Zuletzt geändert von silberfee47 am So 2. Okt 2016, 18:27, insgesamt 1-mal geändert.


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Beitrag von Southpaw » Mo 3. Okt 2016, 19:10

Sorry, dass ich da mit dem kleinen Zwinkern Richtung "Businessgebahren" etwas angestoßen habe - das war unnötig, meinerseits. Nur noch so viel: Ums Geld ging's mir da überhaupt nicht. ;-)

Kann ja jeder für sich entscheiden, was er von den Körperwelten hält oder nicht. Ich freu mich jetzt erstmal auf die Anatomie an der hiesigen Uni. Wird definitiv eine neue Selbsterfahrung. Werde dann hier berichten wie's war.



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Beitrag von silberfee47 » Di 4. Okt 2016, 07:25

ich bin sehr gespannt auf deinen bericht, dein eindruck :D southpaw


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Beitrag von B-Tina :-) » Di 4. Okt 2016, 09:56

ich auch :smile



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Beitrag von Southpaw » Sa 24. Dez 2016, 22:43

Kleines Update:

Das dauert scheinbar noch, bis wir in die Pathologie dürfen. Wurden auf nächstes Jahr vertröstet, aber wer weiß ob das nicht wieder verschoben wird.

Stattdessen durfte ich dabei helfen, einen Verstorbenen ins Kühlfach zu bringen (sorry, das klingt irgendwie so gefühllos, mir fällt keine andere Umschreibung ein). Mir wurden die sicheren Todeszeichen erklärt (Totenflecke usw.) und ich durfte die Totenkälte und -starre erfühlen. Es war so komisch diese Kälte durch meinen Handschuh zu spüren und das Gewicht eines Armes, bei dem man weiß, dass da kein Leben mehr ist. Aber es hat mir keine Angst gemacht oder mir sonst wie zugesetzt, zumindest nicht bewusst. Allerdings kannte ich den Patienten nicht. Über Weihnachten wird ein Patient höchstwahrscheinlich u.a. an einer Ischämischen Colitis versterben, mit dem ich häufig Kontakt hatte (war auch mein Patient bei meiner unbenotete Pflegebegleitung) und den ich sehr ins Herz geschlossen habe. Mal schauen, wie ich das bewältige.

Bei den Kühlfächern hatten wir dann den Geruch eines ausgelaufenen Leichnams und ich konnte dabei zusehen wie Mitarbeiter des Bestattungsinstituts einen anderen Verstorbenen aufbereiteten. Sagen wir mal, das war alles eine gute Desensibilisierung, so fürs erste.

Für alle, die diesen Thread gefunden haben, weil sie sich auch Sorgen machen, ob sie das verkraften: Bis jetzt alles halb so schlimm. Schaut euch das erstmal aus einer gewissen Entfernung an und ihr werdet sehen, dass das nicht schlimm ist. Dann setzt einen Fuß nach den anderen nach vorne. ;-) Nimmt den ersten Schrecken.

Frohe Weihnachten übrigens an alle! ^^



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Re: GuK - Vorbereitung auf Pathologie

Beitrag von Southpaw » Fr 30. Jun 2017, 10:22

Mal wieder ein Update:

Pathologie-Besuch verschiebt sich ins Ungewisse. Aber ich hatte zwischenzeitlich die Möglichkeit, das medizinhistorische Museum der Charité zu besuchen. So spannend! Ich werde da mehrmals hingehen, weil einfach nicht die Zeit da war, alles zu erfassen (Notizblock werd ich mir auch mitnehmen, der hat mir gefehlt). Dort war es kein Problem, ist ja auch Glas dazwischen. Am eigenartigsten war da für mich die Boli zu sehen, bei denen man wusste, dass Menschen daran erstickt sind, keine Ahnung. Schwarzer Hautkrebs in den fortgeschrittenen Stadien war auch erstmal so ein "Was zum ...?!"

Sehr empfehlenswert! Vor allem für Leute, die sich ein bisschen desensibilisieren wollen.



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