examiniert und total frustriert....

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Triexi
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Beitrag von Triexi » Di 14. Okt 2003, 20:39

Hallo Cel,

Erst einmal ein Herzlichen Glückwunsch zu deinem bestandenen Examen.

Nun ich bin zwar keine AP aber ich hab schon 5 Jahre lang erfahrung gesammelt in diesem tollen beruf.

Ich hab auch nicht so eine Arbeitsstelle wie du die so schwer ist aber ich kann dir von meinen erfahrungen schreiben.

Ich war damals sehr nervös und hab gedacht ich werde oder mache etwas falsch aber das ging schnell weg aber mit schmerzen und zittern zur Arbeit zu Fahren ist auch nicht gut und wenn man dann noch denkt nicht schon wieder na dann klasse denn so was geht nicht, ich meine damit du darfst dich nicht Quellen.

Ich will jetzt auch nichts falsches sagen aber wenn die Kollegen sagen du machst das schon gut dann sei erst einmal beruhigt.

Ich an deiner Stelle würde auch zum Arbeitsamt gehen und mich dort nach einer Stelle als AP Informieren wozu ist das Arbeitsamt denn sonst das wohl nicht um einfach denn ganzen Tag kaffe zu trinken.

Frag mal deinen Arbeitsvermietler ob der nicht was weiss oder geh ins BIZZ da kann man auch schon vieles mit machen.

Ich wünsche das bei dir die schmerzen und das mit dem Beruf alles besser wird, ich drücke dir mal feste die Daumen.

LG

Triexi :yo :yo :yo :yo :yo :yo



andrea
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Beitrag von andrea » Di 14. Okt 2003, 20:55

:wave Hallo Celeste,
Kopf hoch, was erwartest du von dir??? Es ist wie beim Führerschein, man kann auch nicht sofort fahren wenn man ihn hat sondern braucht einige Erfahrung um sicher zu fahren. Bei dir ist es nicht anders :yo Ich habe meinen Einsatz auf der Palliativ gemacht und durfte sehr viel machen, in den ersten 4 Wochen war ich sehr unsicher und dachte ich wäre als Person falsch dort. Nach dieser Phase ging es aber bergauf so dass ich gern zum Absaugen ging Morphine gespritzt und subkutane Infusionen angelegt habe. Diese Sachen durfte ich dann auch selbstständig machen weil man wohl gemerkt hat dass ich mir sicher war. (Trotz der nicht Verantwortlichkeit von Schülern fühlte ich mich verantwortlich wenn Fehler passiert wären) Bei dir ist das nun noch schlimmer du bist ausgelernt und hast selbst die Verantwortung, deshalb sicher deine Angst. Deine Kollegen scheinen doch ganz Okay zu sein, sie haben sich bei dir entschuldigt weil sie keine Zeit haben und dir aber gleichzeitig klar gemacht dass du gut bist. Ich denke sie wissen sehr genau wie du dich fühlst und haben Verständnis. Sicher steckst du dir selbst deine Ziele zu hoch (dazu neigen die Reiferen :lol)Ich könnte mir vorstellen dass dir diese Arbeit Spaß machen wird wenn ersteinmal die Routine eingekehrt ist. Hab doch ein bissel Geduld mit dir und versuch nicht gleich alles hinzuschmeißen!!!!!!!!! Liebe Grüße und mach dir nicht soviel Sorgen es kommt von allein. :wave :wave


„Rechthaben ist erst eine Kunst; wenn auch die anderen glauben, dass mans hat!”

ApoPfleger
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Beitrag von ApoPfleger » Di 14. Okt 2003, 21:41

Hallo Celeste!

"Aller Anfang ist schwer...." Ich hab nach dem Examen auch lange gebraucht, mit der Verantwortung klarzukommen und war so manches mal kurz davor, die Brocken hinzuschmeißen. Mittlerweile hab ich aber meinen Weg gefunden.

Vernünftige Einarbeitung wird leider in Zeiten dünner werdender Personaldecken immer schwieriger. Aber bevor Du Dich nach einer ganz neuen Stelle umsiehst, wie Triexi meint, solltest Du vielleicht mal Deine Stationsleitung ansprechen, ob es nicht möglich ist, wenigstens 1-2 Stunden in der Woche freizuhalten, in denen Dir jemand etwas in Ruhe erklären und zeigen kann. Diese investierte Zeit wäre gut angelegt, denn gut eingearbeitetes Pflegepersonal ist Gold wert.

Gruß

Apo 8)


Ich pflege, also bin ich.

milchbrei
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Beitrag von milchbrei » Di 14. Okt 2003, 22:43

hallo Celste,

habe das gleiche Problem wie Du.Gehe nur noch mit Bauchschmerzen zur arbeit, bin jeden tag dankbar wenn keine größere Katastrophe passiert.
Habe vor 2 Wochen angefangen und war gleich am 2.tag veranwortlich für 54 BEW!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!.Ich zeihe für mich die Konsequenzen und suche mir ein anderes Heim.Man macht und tut,und was ist der Dank dafür? jeden Tag gibt es neue Krankmeldungen.Gestern meinte die Heimleitung die Bew. seien ungepflegt.Bei der personellen Besetzung ist das auch kein Wunder.
Zu zweit für 26. Bew. und dann noch die administrativen Aufgaben, Visite usw.da geht zwangläufig etwas unter. Die Mitarbeiter haben keine Motivation mehr, 3 Wochenenden am Stück sind keine seltenheit.
Die lagerungen sind grottenschlecht, Schulter nicht freigelagert, Hüfte nicht rausgezogen,die Leute liegen morgens noch so im Bett wie man sie abends reingelegt hat. Ich könnte platzen vor Wut.!!!!!!
Na ja, Kopf hoch, nur Fledermäuse lassen sich hängen.!!!!!!!!!!!!

liebe Grüße milchbrei


Lächeln ist das Kleingeld des Glücks. ( Heinz Rühmann)


Wer fleißig ist wie eine Biene,
arbeitet wie ein Pferd,
abends müde ist wie ein Hund,
der sollte zum Tierarzt gehen,
es könnte sein das er ein Kamel ist.

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johannes
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zunächst einmal gratulation zur

Beitrag von johannes » Di 14. Okt 2003, 23:48

bestandenen prüfung.

aller anfang ist schwer, auch als fachkraft, wenn du aus dem mauerblümchendasein eines schülers unversehens in die verantwortung einer fachkraft katapultiert wirst. auch ist es nicht verkehrt, seine fähigkeiten zunächst kritisch zu betrachten. doch dies sollte nicht in einer weltuntergangsstimmung enden.

die mitarbeiter haben signalisiert, daß die arbeit gut gemacht wird? gleichzeitig zugegeben, daß sie keine zeit haben zur einarbeitung? ist einerseits ganz vielversprechend, aber andererseits auch gefährlich, weil fehler unter umständen bewußt übersehen werden - wegen der großen arbeitsbelastung - und dann schnell fehlverhalten zur gewohnheit werden kann. also mit dem lob vorsichtig umgehen, aber es dennoch annehmen.

sollte sich nach ein paar wochen keine besserung - auch des befindens einstellen - warum dann nicht wechseln? habe im übrigen noch interesse an guten fachkräften, die zupacken können, aber dennoch aktivierend pflegen wollen. ein gespräch sollte bestimmt interessant werden.


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Jutti
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Beitrag von Jutti » Mi 15. Okt 2003, 15:57

Kopf hoch, Cel

"Startschwierigkeiten" hatten wir wirklich alle und die Verantwortung, die du dort tragen musst, scheint enorm hoch zu sein.
Aber vielleicht zum Trost nun:
du hast vor einigen Jahren beschlossen, wie ich auch, doch, ich mache die Ausbildung, ich machs.....hat schon echt Mut gekostet, dann der Anfang, zurück finden zum eigenen Lernverhalten, es hat gedauert, aber wir sind hinein gewachsen. Nun bist du fertig un ich brauche noch ein paar Monate. dann kommt auch auf mich eine größere Verantwortung zu
ich glaube einfach, wenn du dich nicht unter Druck setzt, wirst du auch dort hinein wachsen, die Verantwortung annehmen. Glaub an dich, an dein Wissen, das du ja nun wirklich hast, sonst hättest du nicht eine so super gute Prüfung hingelegt
und wenn dein Herz mehr zur Altenpflege hin tendiert, dann, wie du schon erwähntest, such dir dort was mit der Zeit.
Vielleicht, ich kann das nun nicht gut in Worte fassen, aber vielleicht tut dir trotz dem Stress, dem Unwohl fühlen dort, die Erfahrung gut, die du dort machst, machen musst, notgedrungen. Egal ob positiv oder negativ, Erfahrungen schaden nie, wenn man etwas für sich daraus ziehen kann.

ich wünsche Dir, das sich für dich alles zum Guten wenden wird
liebe Grüße von Jutti



andrea
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RE: examiniert und total frustriert....

Beitrag von andrea » Mi 15. Okt 2003, 16:14

:wave du raubst niemanden den Kampfgeist indem du ihn tröstest, aber ich glaube das weißt du auch selbst.............sonst hättest du es ja nicht getan. Nach deiner Antwort kann ich dich noch besser verstehen, aber trotz des Stresses versuch es positiv zu sehen. Du wirst noch eine Menge lernen, vieles wirst du gern annehmen anderes verabscheuen. Wenn es dir gelingt (ich wünsche es dir natürlich :wave ) in einem Altenheim unterzukommen bringst du diese Erfahrungen mit und sie kommen dir zugute. Solange mache das Beste aus deiner Situation, dieser Mann z.B. hat dir sicher gezeigt dass du richtig liegst??!! Du schaffst das schon, wer wie wir so spät anfängt mit der Ausbildung weiß was er will und knechtet dafür. Dazu gehört Diziplin und Durchhaltevermögen, die hast du sicher wie man an deinen Traumnoten erkennt--> also, schaffst du auch das und nach einiger Zeit wird die Angst vor den oben beschriebenen Situationen weniger, weil du sie einschätzen kannst. Ich drücke dir die Däumchen dass du bald eine Stelle im Heim findest. Ich glaube dass dir die Qualifikation in deiner Reha dabei helfen wird. Besonders lieben Gruß und Kopf hoch es kommt alles. :wave


„Rechthaben ist erst eine Kunst; wenn auch die anderen glauben, dass mans hat!”

geo
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RE: examiniert und total frustriert....

Beitrag von geo » Sa 18. Okt 2003, 11:28

Hallo celeste
Ich sehe es mittlerweile so in der AP - Praxis :
Im Sinne von "Opferrolle" ........ u.a. das wird schon .... oder ich wurde auch ins kalte Wasser geworfen....
sehe ich als äußert schale und typische Hilflosigkeit in unserer Branche. Mit solchen MitarbeiterInnen
( da nehme ich mich in vielen Dingen n i c h t aus )
kann ich oft nur im " Einzelkampf " oder mich resignativ anpassen
letztendlich wenig ( für die Kunden ) bewegen .
Ein Gedanke zu Deiner aktuellen Situation:
Mach Dir eine Liste aller Geräte und Abläufe wo Du Bauchschmerzen hast.
Sprich es evtl mit der WBL ab und trainiere täglich gezielt
mit 1 Gerät. ( vielleicht nur 10 Min.....so machst Du die beschriebene Überlastung der Mitarbeiter nicht noch größer ....)
Mach es schriftlich .... ähnlich der Pflegeplanung ...in Stichworten.
So hast Du nachher Dein eigenes - Handbuch- !
Bist Du mal an einen neuen Arbeitsplatz kannst Du in dieser
Sparte auf ein gutes Fundament aufbauen.
Eins noch ....setz Dich nicht selber so unter DRuck.
Schau mal nach wo in Deinem Betrieb steht ......der neue Mitarbeiter hat sofort alles zu wissen....und kommt in den Knastwenn sie nicht......!?
Solltest Du es finden laß es bitte wissen.
Was ich auch heute noch ständig übe....inneren Abstand zu den verschiedensten Anforderungen und Abläufen zu entwickeln.
Damit ist kein Desinteresse sondern Selbsterhaltung gemeint.
Dir einen guten Weg
Gruß Geo



andrea
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Beitrag von andrea » Fr 31. Okt 2003, 14:42

:wave Herzlichen Glückstrumpf liebe Celeste :wine
supi dass du nicht sofort aufgegeben hast...............und sogar die Chance hast das Berufsbild des AP klar zu stellen. Ich wünsch dir weiterhin viel Freude in deinem Bereich lern viel dazu und steh zu dem was du dir wünschst. liebe Grüße


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Jutti
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Beitrag von Jutti » Fr 31. Okt 2003, 14:54

Hi Celeste

Das zu hören freut mich sehr!!!!!!
Viel viel Glück weiterhin und schön, dass du so einen großen Erfolg mit der Validation erzielt hast. Nun wissen sie, manches wusstest du aus dem fremden Fachbereich nicht allumfassend, aber du bringst ein Wissen mit aus der Altenpflege eben, dass ihnen etwas fremder ist. Ihr solltet also die Chance haben, ein tolles Team zu werden, dass voneinander lernt und profitiert.
Liebe Grüße von Jutta



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