Beurteilungen von Mentoren

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Beurteilung für Mentoren

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84%
Nein so ein Blödsinn
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Gute Idee, aber ich trau mich nicht
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Keine Stimmen
Wäre eine Überlegung wert
8
16%
 
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Angie
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Beurteilungen von Mentoren

Beitrag von Angie » So 9. Nov 2003, 15:22

Hallo Zusammen

nachdem ich ein bischen viel Schwierigkeiten mit meiner Mentorin hatte und schon meinen Ausbildungsplatz wechseln wollte, kam mir nun eine Idee.
Warum sollten eigentlich immer nur die SchülerInnen eine Beurteilung bekommen? Also gesagt und getan, ich schrieb eine Beurteilung dür meine Mentorin. Hab sie ihr also übergeben, erstmal große Augen, dann gute Idee.

Gestern bekam ich dann einen Anruf wir müssten dringend mal reden....
Ich fuhr also hin und siehe da wir hatten ein geniales Gespräch und es konnte vieles geklärt werden, was auf beiden Seiten zu Konflikten geführt hatte. Sie hatte ausserem Angst mich als Fachkraft zu verlieren. Wow einen Schüler als Fachkraft zu bezeichnen :rolleyes: :lol

Nun also sie fand die Idee einfach klasse und meinte auch sie könnte sich nur weiterentwickeln durch eine solche Beurteilung.

Es war eine Idee und sie hat mir gezeigt das man manchmal auch einfach den Mut haben muss was auszubrobieren

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LG Angié


Das Motto meiner Tagespflege Anima:Jeder Mensch ist wertvoll

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doedl
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Beitrag von doedl » So 9. Nov 2003, 19:47

Hallo Angie,

Du sagst was sehr wichtiges- denn die Pflege besteht nicht nur aus Fachkompetenz. Die hast Du als Schülerin natürlich noch nicht in dem Maß wie Deine Mentorin- aber Fachkompetenz allein macht eben noch nicht eine gute Pflegekraft aus. Da sind auch andere Dinge gefragt und die kannst Du als Schülerin sehr wohl beurteilen.

Ich kenne einige Mentoren, die mehr oder weniger in diese Rolle hineingeschubst wurden- weil halt keiner da war, der es machen wollte. Es liegt sicherlich nicht jedem, Schüler anzuleiten, immer etwas zu erklären oder zu zeigen. Wäre das ihr Berufswunsch gewesen, wären sie wohl Lehrer für Pflegeberufe geworden.

Nun hast Du halt ne Mentorin- und Deine Idee ist, wenn die Kritik richtig rüberkommt, durchaus positiv für die Mentorin. Sie weiss nun, wie sie ankommt, was sie gut macht, was weniger. Die Reaktion, die Du beschreibst, war ja auch eine gute.

Bravo Angie, hast Du gut gemacht, gggg

Gruss Doedl

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ApoPfleger
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Beitrag von ApoPfleger » So 9. Nov 2003, 20:01

Als Mentor bin auch ich auf Feedback von den Schülern angewiesen, sowohl global als auch nach einzelnen Anleitungssituationen. Schließlich kann ich ja nicht "riechen", ob meine gerade angewandte Lehrmethode passend und effektiv war, vielleicht lernt der Schüler mit einer anderen Methode besser. Wenn er es mir aber nicht sagt, werde ich nichts ändern können, sondern mache vielleicht wochenlang so weiter und wundere mich, warum nichts hängenbleibt.

Im übrigen werden die Schüler bei unseren Zwischengesprächen und Beurteilungen schon seit Jahren gefragt, was ihr Lernen gefördert bzw. behindert hat und was sie sich für die Zukunft wünschen. Die meisten nutzen dieses Instrument jedoch kaum und bemängeln allenfalls mal den allgegenwärtigen Personalmangel.

Gruß

Apo 8)


Ich pflege, also bin ich.

andrea
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Beitrag von andrea » So 9. Nov 2003, 20:24

hi Pfleger Michi
klar geht es, aber längst nicht alle Mentoren wünschen sich das, ein gutes Feedback hört jeder gern ,aber wenn dieses Feeback mit negativen Aussagen gespickt ist ,gibt es viele die in die Offensive gehen weil sie das einfach nicht hören wollen oder auch nur überdenken wollen was man selbst für Fehler gemacht haben könnte.
@ Angie
supi dass man dir zugehört hat und bereit war sich selbst auch zu reflektieren.So können nicht nur Schüler lernen, sondern auch die Mentoren. Wenn das zum Pflichtprogramm gehören würde, gäbe es sicher weniger Schüler und Mentoren, die die Zusammenarbeit miteinander als negative Erfahrung mitnehmen weil man Probleme offen angesprochen hat und entsprechend miteinander weiter arbeiten kann. :wave


„Rechthaben ist erst eine Kunst; wenn auch die anderen glauben, dass mans hat!”

Anja
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Beitrag von Anja » So 9. Nov 2003, 23:03

Ich denke auch, dass dies eine gute Idee ist und halte es auch für sinnvoll!

Ich bin zwar kein Mentor aber ich denke, dass die emisten Mentoren daran interessiert wären, ob ihre Arbeit und die Art der Anleitung etc. für den Schüler oder die Schülerin eine Bereicherung ist!


Gruß Anja



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Hachi
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Beitrag von Hachi » Mi 12. Nov 2003, 15:39

Ja genau, Ihr habt alle recht! Kann dem nur beipflichten. Es ist immer wichtig als anleitende Fachkraft zu wissen, was der Schüler gut und weniger gut findet bzw. was mehr gewünscht wird, zu kurz kommt oder eine Thematik überstrapaziert wird. Insbesondere das innere Verhältnis Mentor/Schüler sollte stimmen und nicht durch Geheimnisse oder Drucksen geprägt sein. Ich selber habe derzeit meine zweite Schülerin anzuleiten und ihr klar gemacht, daß sie deutlich, offen und ehrlich sagen soll, wenn die Ausbildung nicht nach ihren Wünschen verläuft. Soll heißen: Ausbildungsthema zu wenig behandelt, keine Tipps gegeben, Randthemen gänzlich ausgeschlossen, zu wenig Zeit mit dem Schüler/in verbracht. Leider sieht die Praxis so aus, daß mir als anleitende Fachkraft zu wenig Möglichkeiten gegeben werden mich intensiv mit meinem Novicen zu beschäftigen, da man selber zu sehr im täglichen Stationsablauf involviert ist. Durch unsere neue PDL werden mir diese Möglichkeiten nun aber geschaffen, was ich sehr begrüsse. Ich hoffe für alle anderen, daß sie diese Freiräume auch bekommen werden! :yo



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