Berufskleidung

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didis75
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Beitrag von didis75 » Mo 3. Mär 2014, 12:53

Wir haben weiße Hose,TShirts verschiedene Farbe (Pflege,Betreuung,Hauswirtschaft)alles ist Pflicht und von Arbeitgeber gestellt.Jede Tag kann ich neu holen.Werden da gewaschen.Nach Hause nehmen ist verboten.
Finde das einfach toll.
Einzige was ich gekauft habe ist Schuhe.



RR77/38
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Beitrag von RR77/38 » Mo 3. Mär 2014, 14:47

Bei meinem vorletzten Arbeitgeber in der stationären Pflege hatten wir für 2 Wochen 7 Kasacks und 7 Hosen, die von einem anderen Betrieb gewaschen wurden, der wöchentlich die Wäsche abholte und lieferte.
Darunter trug ich jeden Tag ein anderes Polo-Shirt, damit dessen Kragen über dem Kasack-Kragen etwas für Individualität sorgte.
Dazu trug ich immer Turnschuhe, damit ich immer guten Stand bei Transfers habe.
In der ambulanten Pflege war es private Kleidung, damit man als Gast nicht so als Fremdkörper wirkt. Kleidung muß natürlich bei 60° waschbar sein.



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Rabenbunt
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Beitrag von Rabenbunt » Mo 3. Mär 2014, 16:10

Wir bekommen auch Kleidung vom Haus gestellt. Da besonders die Oberteile nicht besonders schön und praktisch sind, tragen die meisten obenrum private Kleidung. Die muss selbstverständlich auch bei 60 ° zu waschen sein.

An Schuhen sind die Crocs stark vertreten, gefolgt von Turnschuhen und den üblichen Korksandalen.

Ich persönlich habe eigene Kasacks, im Sommer trage ich farbige Shirts und Schuhe und schaue, dass die Hose das einzig Weiße ist. Die Bewohner sollen sich so wenig wie möglich an Krankenhaus/Pflegeeinrichtung erinnert fühlen.



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Rebecca1969
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Beitrag von Rebecca1969 » Fr 13. Jun 2014, 21:30

Hallo,
ich arbeite eigentlich gerne in Pflegeklamotten, ich finde die bequem und praktisch. Vor allen weil ich die einmal vom Haus bekomme( weiße Hosen entweder schmal oder weit geschnitten, Kasaks oder hellblaue Polos)und sie zum anderem auch da gewaschen wird.
Ich würde mir eher in ner Jeans nen Ast schwitzen.
Weiße Hosen sind grundsätzlich Pflicht bei uns und eigene Oberteile sollten weiß sein.


Ich bin ein Träumer. Denn ein Träumer ist einer, der seinen Weg nur bei Mondlicht findet, und seine Strafe ist, daß er den Morgen vor der übrigen Welt dämmern sieht.

Oscar Wilde
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___DeZeNT-FReCH
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Beitrag von ___DeZeNT-FReCH » Fr 13. Jun 2014, 22:21

Da ich in der ambulanten Pflege bin, ist es uns vorgeschrieben das wir die Dienstkleidung in den Bezug auf den Oberkörper tragen müssen. Die Hosen und Co sind uns überlassen. Jedoch bei den Schuhen wird auf Arbeitsschutz geachtet, diese "Gartenclogs" sind nicht so gerne gesehen-



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Griesuh
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Beitrag von Griesuh » Sa 14. Jun 2014, 06:55

Text geändert. Neuer Eintrag folgt


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Griesuh
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Beitrag von Griesuh » Sa 14. Jun 2014, 07:00

Rabenhut, diese von euch getragenen Schuhe entsprechen nicht den Arbeitsschutzbestimmungen der BGW ( Berufsgenossenschaft Gesundheit und Wohlfahrtspflege) bei der alle Pflegekräfte über den AG Unfallversichert sind. Deshalb sollte euer AG unbedingt darauf achten, dass ihr entsprechendes Schuhwerk tragt. Denn der AG steht hier in der Pflicht. Bricht sich einer von euch auf und bei der Arbeit die Haxen, so hat er geloost wenn er diese Crocs und die "Jesuslatschen" = offene Sandalen getragen hat. :)
Die BG wird dann nichts zahlen. Kein Krankengeld, keine Behandlungskosten, sie bezahlt dann gar nichts.

Lest mal hier was die Berufsgenossenschaft dazu sagt:

http://www.bgw-online.de/SharedDocs/Dow ... cationFile

Nun zur Dienstkleidung.
Auch bei mir wird Dienstkleidung gestellt und ist zu tragen. Einerseits zum Schutz der MA und andererseits spielt der Wiedererkennungsefekt bei einheitlicher Dienstkleidung, nicht nur in der Öffentlichkeit eine nicht unerhebliche Rolle, sondern auch bei der Betreuung von dementen Personen, ist für diese ein Wiedererkennungsefekt vorhanden.

Auch kommt es meiner Meinung nach in der Öffentlichkeit nicht gut an, wenn das Personal kunterbunt und uneinheitlich angezogen herumläuft.
Mit einheitlicher Dienstkleidung wird sofort erkannt: das sind die freundlichen und kompetenten Pflegekräfte vom Pflegedienst Stetter. :D


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pegean
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AW: Berufskleidung

Beitrag von pegean » Sa 14. Jun 2014, 11:07

Die BG wird dann nichts zahlen. Kein Krankengeld, keine Behandlungskosten, sie bezahlt dann gar nichts.
So einfach geht es nicht .Der AG muß nachweisen das er das Tragen dieser
Schuhe verboten hat .
Als Grund gibt er dann die Empfehlung der BG :Und dieses muß der AN persönlich unterschreiben .

§ 3 Grundpflichten des Arbeitgebers
(1) Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die erforderlichen Maßnahmen des Arbeitsschutzes unter Berücksichtigung der Umstände zu treffen, die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten bei der
Arbeit beeinflussen. Er hat die Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen und erforderlichenfalls sich ändernden Gegebenheiten anzupassen. Dabei hat er eine Verbesserung von
Sicherheit und Gesundheitsschutz der Beschäftigten anzustreben.
§ 15 Pflichten der Beschäftigten
(1) Die Beschäftigten sind verpflichtet, nach ihren Möglichkeiten sowie gemäß der Unterweisung und Weisung des Arbeitgebers für ihre Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit Sorge zu tragen.
Entsprechend Satz 1 haben die Beschäftigten auch für die Sicherheit und Gesundheit der Personenzu sorgen, die von ihren Handlungen oder Unterlassungen bei der Arbeit betroffen sind:


LG


Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss ja auch mit jedem A...h klar kommen!
Bildung kommt nicht vom Lesen, sondern vom Nachdenken über das Gelesene.(Carl Hilty)

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Griesuh
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Beitrag von Griesuh » Sa 14. Jun 2014, 11:40

pegean, doch so einfach geht es. Die BG ist da knallhart. Sie gibt dir im Falle eines Unfalles einen Fragebogen den du ausfüllen musst und fragt auch welches Schuhwerk getragen wurde. !!!
Nur mal ein am eigenen Leib erlebtes Beispiel mit der BG. Eine Dienstfahrt mit dem PKW. PKW auf Parkplatz geparkt. Sicherheitsgurt abgelegt, Tür geöffnet und wollte aussteigen. Da hörte ich von hinten einen aufheulenden Motor, dann bremsen quietschen und schon krachte es. Mir fuhr einer genau in die Fahrerseite meines PKW, ein Bein hatte ich schon draußen. Zu allem überfluß ist der Kerl auch noch zu Fuß abgehauen und ließ seinen PKW zurück.
Habe dann einen Unfallfragebogen von der BG erhalten. Den Unfallfragebogen ausgefüllt Unfallhergang und Ablauf beschrieben. Ich dachte es sei alles klar. Doch was machte die BG?
Sie fragte an, warum ich zum Zeitpunkt des Unfalles nicht den Sicherheitsgurt angelegt hätte, denn ohne angelegten Sicherheitsgurt würde ich eine Teilschuld wegen Fahrläsigkeit mittragen und sie könnten in diesem Fall die Kosten nicht übernehmen. HÄ und wie Bitte????????
Ich schrieb nochmals hin mit einer ellenlangen Erklärung und der Frage, ob er der Sachbearbeiter einmal versucht habe mit angelegtem Sicherheitsgurt, aus einem geparkten PKW auszusteigen.
Was geschah? Rückantwort der BG wie oben beschrieben und das ganze 3 mal !!!!!!!!!
Ich musste einen Anwalt einschalten, erst danach bewilligte die BG die Zahlungen. Soviel zu dem -- so einfach ist es nicht mit nicht zahlen.

Im übrigen schrieb ich den alles aussagenden Satz:

Deshalb sollte euer AG unbedingt darauf achten, dass ihr entsprechendes Schuhwerk tragt. Denn der AG steht hier in der Pflicht.

Also nix für ungut
Zuletzt geändert von Griesuh am Sa 14. Jun 2014, 11:51, insgesamt 1-mal geändert.


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Rebecca1969
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AW: Berufskleidung

Beitrag von Rebecca1969 » Sa 14. Jun 2014, 11:42

Ich sehe den Wiedererkennungseffekt auch als Vorteil.
Ganz besonders nachts, wenn ich meine Kontrollgänge durch die Zimmer mache und doch mal jemand wach ist oder wird. Der Bewohner sieht auf den ersten Blick, dass da ein Pfleger rein schleicht und regt sich gar nicht erst auf. Hell leuchtend halt... :D

Meine Crocs habe ich inzwischen übrigens eingetauscht. :) Gerade noch rechtzeitig, denn jetzt kam " von oben" dass wir die nicht mehr anziehen dürfen.


Ich bin ein Träumer. Denn ein Träumer ist einer, der seinen Weg nur bei Mondlicht findet, und seine Strafe ist, daß er den Morgen vor der übrigen Welt dämmern sieht.

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doktor44
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AW: RE: Berufskleidung

Beitrag von doktor44 » So 15. Jun 2014, 18:13

[quote=""BlueWonder""]ich verstehe dich vollkommen. ich habe von meiner arbeitsstelle 5 kittel bekommen. ich konnte mir aussuchen, ob ich 2 kasack mit hose bekomme oder 5 kittel. da 5 mehr als 2 ist, hab ich die kittel genommen. so begeistert bin ich auch nicht davon. kein gehschlitz... wie müllsäcke, die über den kopf gezogen werden. hatte auch keinen einfluss auf die art der kittel.
hab mir dann 2 kasacks und ne hose privat gekauft. die kann ich auch in der arbeit tragen. und das schöne, so finde ich, sie sind weiß, sehr gut geschnitten und auf der linken seite steht in königsblau mein vorname. für ältere leute, die noch lesen können ist das sehr von vorteil. ich bin die einzigste auf der station, die nen kittel mit namen hat. finde ich unmöglich. wieso kann nicht jeder so nen namenszug drauf haben...?!?! muss ich nicht verstehen, oder?[/quote]

vielleicht funktioniert das nicht mit unserer Meinung zum Thema aber wir versuchen es . Ich (mnl) und meine Kollegin sind in der privaten Rehaberatung tätig- Wir gehen in unserer Praxis generell in weissen Hosen und Kasack, in den Farben weis,blau,grün, burgund oder sie noch in apriko und
lila. dazu haben wir die passenden Uhren und das sieht einfach korrekt aus.
Ein Vertreter von Vorwerk ist da nicht zu erkennen. Ich finde zur Medizin gehört eine entwprechende Bekleidung. Jeans in blau sind Arbeitshosen haben bei uns keine chance.
Nun zum Material 50/50 also PE/BW ist ein guter Tragekomfort.
In weiss ist der Mensch ein Symbol der Reinheit--koscher-was in unserer Tätigkeit eben ein unbedingtes MUSS ist.
Seit eingier Zeit tragen wir das auch zu hause, weils eben praktisch und bequem ist. Zudem sieht man eher den Schmutz und das bedeutet eben auch eher zu wechseln...Hygenie überall...



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Elfriede
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AW: Berufskleidung

Beitrag von Elfriede » Do 18. Sep 2014, 21:05

Wir sind "getarnt" ! (ambulanter Dienst)

Unsere Dienstwagen sind nicht mit Firmenemblemen "dekoriert"
und wir tragen Zivil.

Der Gedanke/Grund :
Zunehmend werden hilflose Menschen betrogen, bestohlen oder
ausgeraubt.
Wenn ein Pflegedienst vor der Wohnung/dem Haus regelmäßig
zu sehen ist, ........

Unsere Patienten sind völlig damit einverstanden.
Zudem hat uns die teure PKW-Werbung noch nie einen Patienten
eingebracht.

Unsere Bekleidung entspricht natürlich den üblichen Standards.
Der Arbeitgeber entrichtet eine "Klamottenpauschale".



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Griesuh
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AW: Berufskleidung

Beitrag von Griesuh » Fr 19. Sep 2014, 06:39

Nun Elfriede, so teuer ist die Werbung auf einem Dienstwagen nicht.
Der Dienstwagen muss ja nicht als Litfassäule herumfahren.
Es reicht doch, wenn in der Heckscheibe eine kurze und knappe, prägnannte Werbung angebracht ist. Das kostet so um die 80€ plus MwST.
Mir ist bisher kein einziger Fall bekannt, dass auf Grund des vor der Tür stehenden Dienstfahrzeuges eines ambul. PD's der Pflegebedürftige überfallen wurde.
Schlimmer sind da die Enkelanrufe, das "anbetteln" auf der Strasse und oder die Anrufe von selbst ernannten Seniorenberatungsunternehmen, die angeblich kostenfreie Beratung zum Erhalt der Selbstständigkeit im häuslichen Bereich anbieten, deren Ziel es aber ist, den alten Menschen alles mögliche verkaufen zu wollen und den älteren Menschen mit faulen Tricks ihr Geld aus der Tasche ziehen wollen. das sind die wirklichen Räuber.
Es geht auch bei der Fahrzeugwerbung nicht direkt um Kundengewinnung, genauso verhält es sich mit der Dienstkleidung. Sondern es geht um den Wiedererkennungsefekt des Dienstes.
Dadurch gewinnt das Unternehmen ein einheitliches Auftreten und den besagten Wiedererkennungseffekt in der Öffentlichkeit.
Aber letztendlich muss jeder Chef wissen was er macht.
Zuletzt geändert von Griesuh am Fr 19. Sep 2014, 06:46, insgesamt 1-mal geändert.


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Lnnrt
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AW: Berufskleidung

Beitrag von Lnnrt » Fr 19. Sep 2014, 15:47

Ich arbeite in einer (teilstationären) Wohneinrichtung für Menschen mit Behinderungen. Wir tragen keine Berufskleidung, sondern unsere privaten Sachen. Das finde ich aber auch gut so, da wir das zu Hause der Menschen sind und kein Krankenhaus.



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