AP Ausbildung - erste Eindrücke und Kritik

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Dirk Höffken
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RE: AP Ausbildung - erste Eindrücke und Kritik

Beitrag von Dirk Höffken » So 12. Okt 2003, 00:04

Hallo.

Es ist halt ein erster und sehr subjektiver Eindruck.

Wie Du z.B. in diesem und anderen Foren feststellen kannst gibt es eine große Anzahl von Pflegekräften, die sich intensiv um den eigenen Berufstand, den Pflegenachwuchs und die Anerkennung in der Öffentlichkeit bemühen.

Es kann auch nichts Schaden, wenn Du mal die Einstellung gegenüber deinen Mitschülern überprüfst. Haupt- bzw. Realschüler = Dumm ist nichts weiter als ein Vorurteil und zeugt keineswegs von geistiger Reife.

Abgesehnen hiervon bleibt mal die Frage, aus welchem Gründen den Pflegeschülern mit Fachabitur respektive Abitur die Ausbildung verkürzt werden soll. Ich bin unter anderem im Besitz eines Examens als Krankenpfleger und der allgemeinen Hochschulreife. Der Zusammenhang ist mir Trotzdem nicht so ganz Klar.

MfG DH

Zitat:
Es ist leichter einen Atomkern zu spalten als ein Vorurteil. - Albert Einstein (dt. Physiker (1879-1955))



andrea
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RE: AP Ausbildung - erste Eindrücke und Kritik

Beitrag von andrea » So 12. Okt 2003, 10:08

:wave hallo anonym
ich finde deine Art und Weise, die Spreu vom Weizen zu trennen einfach oberflächlich, die Fähigkeit den Beruf Altenpfleger zu lernen bekommt man nicht durch eine Hochschulausbildung! Ich behaupte sogar dass die Intelligenz nichts mit der Schulbildung zu tun hat. Du hast die Fehler deiner Mitschüler erkannt, kennst du auch deine eigenen??? Vielleicht bist du ein wenig zu hochmütig in deinen Überlegungen, wenn ich so reden und denken würde wäre es mir persönlich zu peinlich "Rechtschreibfehler" in meinen Text einzufügen. Mir als sogenannter Hauptschüler fällt so etwas auf :lol Du wirst deine Mitschüler sicher noch näher kennen lernen und merken welche Persönlichkeiten hinter ihrem Niveau verbergen und überrascht sein mit welchen Zensuren diese Mitschüler später aufwarten!! Wie gesagt die Altenpflege braucht keine überheblichen Pfleger sondern Menschen die mit ihrem Herzen bei der Sache sind. Zu der neuen Ausbildungsverordnung bliebe zu sagen dass es Hauptschülern tatsächlich nicht mehr möglich ist diese Ausbildung zu machen es sei denn sie haben eine Altenpflegehelferausbildung oder ähnliche Referenzen. Ich finde das auch sehr gut so. Vielleicht hatten einige deiner Mitschüler ganz andere Voraussetzungen als du in ihrer Kindheit ................schon mal darüber nachgedacht? - Hat also gar nichts mit Intelligenz zu tun.
(ganz wichtig in der Altenpflege Menschen nicht (nach Äußerlichkeiten, Benehmen usw.) bewerten, man bewertet nicht sondern fühlt sich ein und übt sich in Akzeptanz!!!!!!! Schönes WE


„Rechthaben ist erst eine Kunst; wenn auch die anderen glauben, dass mans hat!”

Dirk Höffken
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RE: AP Ausbildung - erste Eindrücke und Kritik

Beitrag von Dirk Höffken » So 12. Okt 2003, 11:09

Hallo Anonym.

Auch wenn meine Meinung hier vermutlich auf erhebliche Kritik stoßen wird, möchte ich mal Anmerken, dass die derzeitige Struktur der Pflegestudiengänge für die Praxis vollkommen Untauglich ist.

Das ist auch ein Grund, aus dem ich mich gegen einen Pflegestudiengang entschieden habe. Und diese Entscheidung bereue ich bis zum heutigen Tage nicht!!!

Der erste vernünftige (Modell-)Studiengang in der Pflege läuft aus meiner Sicht und wenn ich richtig Informiert bin an der Evangelischen Fachhochschule Berlin. Der Abschluss lautet Bachelor of Nursing. Die Erlaubnis zum Tragen der Berufsbezeichnung Krankenschwester bzw. Krankenpfleger ist darin enthalten. Das ist meiner Meinung nach die Zukunft der Pflegefachberufe. Hierfür könnte man sogar bei mir Interesse wecken. Hoffe allerdings, dass sich das für mich Erledigt hat.

Mal so Nebenbei: Soweit mir Bekannt ist wir es auch in Deutschland bald nur noch Bachelor und Master Abschlüsse geben.

MfG DH

Zitat:
Die Wissenden reden nicht viel, die Redenden wissen nicht viel. (Chinesisches Sprichwort)



andrea
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Beitrag von andrea » So 12. Okt 2003, 11:14

........................da ich nicht an die höhere Intelligenz der Hochschüler glaube, denke ich dass du falsch liegst. Egal welche Schulbildung, man ist lernfähig wenn man nur will. Beispiel Einstein! Komm runter von deinem hohen Ross, genieß die Schulzeit und lerne von deinen Mitschülern das was dir anscheinend fehlt.(z.B. Vorurteile abbauen, Akzeptanz) Ich denke in drei Jahren bist du eh anderer Meinung weil sich dein Menschenbild :yo verändert hat.


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Angie
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Beitrag von Angie » So 12. Okt 2003, 12:04

Lieber anonym

ich denke egal ob Hauptschulabschluß oder mittlere Reife oder Abitur,
der Mensch den du pflegen sollst, den du auf seinem Lebensweg begleiten wirst, legt darauf nicht unbedingt großen Wert.
Ich selber bin nun im Mittelkurs, habe mittlere Reife ( Hauptschule und Berufsfachschule) und ne Menge Lebenserfahrung, durch verschiedene Situationen in meinem Leben.

Nun habe ich festgestellt das viele in meiner Klasse die auch deiner Meinung waren, mittlerweile alles anders sehen. Du veränderst dich selbst im Laufe deiner Ausbildung, sie wird Dich prägen, du wirst auch wenn Du es heute noch nicht glauben wirst andere Ansichten bekommen. Besonders wenn Du wie ich, viel Sterbebegleitung machen wirst, den dem Menschen der dann da vor dir liegt, ist es egal welche Schulbildung Du hast, dann wird es sich herrausstellen ob du in diesem Beruf richtig bist und dem Menschen helfen kannst.

Ich finde es auch heute noch schlimm, daß viele es abhängig machen welche Schulbildung man hatte.....
Mir fällt dazu nur eines noch ein: ich hatte einen Schulkameraden in der Hauptschule der einen total miesen Abschluss hingelegt hat, als er dann später seinen Altenpfleger machte, dauerte es nicht lange und er war Stationsleitung mit 30 hat er sein Abitur gemacht mit einem Notendurchschnitt von 1,2, was ich genial fand. Heute ist er am Studieren...
dann soll nochmal einer sagen ein Hauptschüler kann es nicht zu was bringen. Der eine findet es am Anfang der andere erst wenn er älter ist.

Also lass dir mit deiner Meinung nochmal Zeit.

Angié


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Anja
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Beitrag von Anja » So 12. Okt 2003, 12:49

Mit solchen Äußerungen, die du liebe(r) annonym als Themenstart angegeben hat würde ich vorsichtig sein!

Auch ich bin der Meinung, die Schulbildung hat nichts damit zu tun, ob derjenige oder diejenige, dann auch gleich ein guter oder schlechter Pfleger (in) ist.

Ich habe auch Abitur gemacht, aber deswegen war ich noch lange nicht besser. Denn auf dem Gymnasium lernt man nicht wie man gut pflegt!

Und bei uns in der Klasse waren vorwiegend Realschüler und auch Umschüler. Nur zwei waren dort mit Abitur.

Und deswegen finde ich deine Vorurteile gegenüber den Menschen aus deiner Klasse, die kein Abitur haben oder wie Du Fachabitur haben schon ziemlich daneben!

Ich wünsche mir für dich, dass du diese Vorurteile noch ablegen kannst!

Liebe Grüße Anja



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pegean
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Beitrag von pegean » So 12. Okt 2003, 14:15

im laufe meines 13-jährigen daseins in der altenpflege habe ich sehr viele altenpflegehelfer-innen kennengelernt die ausschließlich durch die praxis supermitarbeiter sind und genauso engagiert wie die ausgebildeten sind-einen abschluss als ap oder ks zu haben heißt nicht auch nun gut zu sein-vor 3wochen bekam ich eine frisch examinierte ap die vorher als laborärztin in rußland arbeitete(demzufolge also hochintelligent)-sie erkannte bereits nach einer woche im nachtdienst dass die praxis nicht mit dem zu tun hat was sie in der schule gelernt hatte-vor allem beklagte sie daß ihr nicht gezeigt wurde wie schwerstpflegefälle gepflegt werden-meinen einwand dass während der ausbildung doch auch praktika gemacht werden entgegnete sie dass sie an die bettlägerigen gar nicht drangekommen wäre-muss ich das glauben?-hiermit will ich nur sagen das eine hochqualifiezerte vorbildung noch lange keine garantie für eine gute arbeit in der praxis ist-


Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss ja auch mit jedem A...h klar kommen!
Bildung kommt nicht vom Lesen, sondern vom Nachdenken über das Gelesene.(Carl Hilty)

milchbrei
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Beitrag von milchbrei » So 12. Okt 2003, 16:42

Hallo anonym,
ich finde es eine Unverschämtheit Haupt-und Realsschüler so schlecht zu machen.Glaubst Du etwa Abiturienten haben die weisheit mit Löffeln gefressen?
Ich habe selber den Hauptschulabschluss und noch eine Berufsfachschule besucht.
Während der Ausbildung zur Krankenschwester war der Kurs in 2 Hälften geteilt: auf der eínen Seite saßen die Haupt-und realschüler und auf der anderen Seite die Abiturienten.Die Haupt -und realschüler haben genauso gute Examina abgelegt wie die Abiturienten.
Warum machst Du die Ausbildung überhaupt wenn es nicht Deinem Niveau entspricht????????????
Auch als hauptschüler kann man studieren an der Fh Köln z.B.muß man ohne Abitur 5 Jahre Berufserfahrung haben und eine Aufnahmeprüfung machen.
Ich kenne sehr viele Krankenschwestern die Abitur oder "nur" Hauptschulabschluss haben und immer noch mit Leib und Seele in der Pflege arbeiten.Letztendlich ist das völlig wurscht welchen Abschluss Du hast, wichtig ist was man später damit macht. Zum Beispiel sich im beruf immer wieder Fortbildungen besuchen uns fachtzeitungen lesen.,den Arbeitgeber wechseln um neue Erfahrungen zusammeln.
Es ist vie Celeste schon schrieb: mach die Ausbildung und lerne erst mal das Pflege ABC.PS: es sind schon viele als Adler gestartet und als Suppenhuhn gelandet!!!!!!!!!!!!
milchbrei


Lächeln ist das Kleingeld des Glücks. ( Heinz Rühmann)


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