wie kann ich meienm Vater helfen

Bietet pflegenden und betreuenden Angehörigen die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen, Unterstützung bei Konflikten mit Heimen oder ambulanten Pflegediensten oder fachkundigen Rat in speziellen Fragen zur Pflege und Betreuung.
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thomas09
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AW: wie kann ich meienm Vater helfen

Beitrag von thomas09 » Do 6. Jan 2011, 12:05

Was willst du melden?

Dass die Wohnung staubig ist?

Oder ein erwachsener, voll geschäftsfähiger Mann, dass macht was die Frau sagt?

Warum pflegt ihn seine ehemalige Lebensgefährtin?

Also was willst du genau?



iceage
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AW: wie kann ich meienm Vater helfen

Beitrag von iceage » Do 6. Jan 2011, 14:21

Hallo marge2011,
ich entnehme Deinem Beitrag,dass Du recht "hilflos" bist,aber Deinem Papa gerne helfen würdest.
Um Dir hier den passenden Rat geben zu können,möchte ich Dich aber doch bitten,die ganze Geschichte etwas genauer zu beschreiben,z.B.,was eine Ex-Lebensgefährtin da tut,was Dein Papa genau hat,ob er schon eine Pflegestufe hat und ob er denn Deine Hilfe überhaupt will.

Leider muß ich thomas09 dahingehend zustimmen,dass es sich hier wohl immer noch um einen voll geschäftsfähigen älteren Herrn handelt,welcher noch "alle Sinne beisammen" hat und demzufolge erstmal tun und lassen kann,was und mit wem es ihm beliebt. Auch schimmert aus Deinen Worten so ein wenig,naja,Neid(?),Eifersüchtigkeit(?) durch.
Deshalb meine Bitte an Dich,schreib uns einfach noch die o.g. Info's und Dir kann geholfen werden :yo
:wave Elisabeth

P.S.: Übrigens nicht sehr feinfühlig formuliert als erste Antwort an einen Aussenstehenden,welcher sich mit der Bitte um Hilfe / Ratschläge an das Forum hier wendet,thomas09.
Zuletzt geändert von iceage am Do 6. Jan 2011, 17:00, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Geändert.



iceage
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AW: wie kann ich meienm Vater helfen

Beitrag von iceage » Do 6. Jan 2011, 16:40

Hallo marge2011,
ui,also 12 Jahre keinen Kontakt,aus welchen Gründen auch immer,ist schon nicht schön,aber wenn's dann doch wieder klappt,dann kann ich Dich schon gut verstehen !
Wohnst Du im selben Ort wie Dein Papa oder zumindest dicht dran ?
Wenn ja,so wäre mein Tipp,geh ihn öfter mal besuchen und guck Dir die ganze Sache ne kleine Weile an,nimm am besten noch jemanden mit,der evtl. Mißstände bezeugen kann.
Wenn's dann so ist,dass die Ex-Lebensgefährtin durch ihre Handlungen eine Gefahr für Deinen Papa darstellt,dann wende Dich an Euer zuständiges Amtsgericht und beantrage die Betreuung für Deinen Papa,in der Folge guckt sich dann ein Richter die Gegebenheiten vor Ort an und entscheidet weiter.
Voraussetzung hierfür ist aber immer der objektive Eindruck und das muss bei der Antragstellung klar rüber kommen,dass Dein Papa nicht mehr so wirklich weiß,was er tut und nach Deiner Schilderung könnte das fast der Fall sein.
Du kannst aber auch zuerst zu Deinem zuständigen Landratsamt o.ä. und dort zur Betreuungsstelle gehen bzw. zu einem Betreuungsverein und die Problematik dort schildern,diese Leute können Dir dann auch sehr gut helfen,die Lage sondieren und evtl. Massnahmen einleiten.
Mmh,ich hoffe,ich konnte Dir etwas helfen und wenn Du noch Fragen hast,dann schreib sie einfach hier oder mir direkt ne PN !
:wave Elisabeth



Regina Dettenrieder

AW: wie kann ich meienm Vater helfen

Beitrag von Regina Dettenrieder » Do 6. Jan 2011, 18:54

Guten Abend,

ein erster Schritt könnte es auch sein, sich an einen örtlichen ambulanten Pflegedienst zu wenden. Jeder, der eine Pflegestufe hat, wird doch auch turnusmäßig von einer Pflegefachkraft beraten bzw. es wird geschaut, ob der Mensch gut und ausreichend gepflegt ist. Dort könnten Sie, marge2011 Ihre Bedenken äußern.
Sich an die Betreuungsstelle/Amtsgericht zu wenden, ist sicher auch möglich, birgt jedoch auch die Gefahr in sich, dass ein fremder Betreuer nicht die gewünschte bzw. notwendige Fürsorge und Betreuung leistet.

Regina Dettenrieder
Pflege-SHV



iceage
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AW: wie kann ich meienm Vater helfen

Beitrag von iceage » Do 6. Jan 2011, 19:39

Hallo Frau Dettenrieder,
bevor überhaupt ein fremder Betreuer,sei es ein ehrenamtlicher oder ein Berufsbetreuer in Betracht gezogen wird,werden immer erst die Angehörigen gefragt,ob sie sich eine solche Betreuung zutrauen würden.
Dies war hier mein Hintergedanke,denn marge2011 hat ja die Möglichkeit,eine evtl. Betreuung selbst zu übernehmen.
Der von Ihnen erwähnte Beratungseinsatz eines amb.PD muß ja auch erstmal vom Pflegebedürftigen oder Angehörigen veranlasst werden.
So,wie ich die Geschichte verstehe,hat der Pat. PS I und sein Ex-Lebensgefährtin versogt ihn,bekommt also auch das Pflegegeld und sofern sie ihre Pflegeleistung bei der Krankenkasse angegeben hat,zahlt die Krankenkasse für die Ex-Lebensgefährtin zusätzlich noch RV-und Pflegeversicherung. Also Alles in Allem kein schlechtes Leben ;) .



thomas09
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AW: wie kann ich meienm Vater helfen

Beitrag von thomas09 » Do 6. Jan 2011, 20:18

@marge:

Entschuldige meine heftige Antwort. Ich werde aber immer seeehr allergisch, wenn scheinbar plötzlich wohlmeinende Angehörige auftauchen und jemand anderem vorschreiben wollen oder besser wissen, wie er oder sie zu Leben hat.

Wie du schreibst hattet ihr 12Jahre keinen Kontakt - das hatte ja seinen Grund?

Deshalb auch meine Frage nach deiner ganz persönlichen Motivation?

Will dein Vater deine Hilfe überhaupt?
Hast du ihn gefragt?
Was sagt er?

Was ist die Alternative, wenn du jetzt großen Wirbel machst?
Du selbst kannst ja nach deinen Aussagen wenig beisteuern zu Veränderung der Situation, da du anderweitig gebunden bist.
Betreuungsverfügung, Einweisung ins AH?

Mir scheint aufgrund deiner Schilderungen, dein Vater ist auf den letzten Metern seines Lebensweges unterwegs.
Lass ihn diese letzten Meter gehen wie er sie will und begleite ihn, auch wenn es nicht dein Weg wäre.

Und liebe Frau Dettenrieder: Mir stellt es die Nackenhaare auf, wenn hier geraten wird, für jemand anderen zum Pflegedienst oder sogar zu Gericht zu gehen und irgendwas anzuleiern. Zumal bei diesen spärlichen Informationen.
Da wird es mir Himmelangst.
Ich möchte gerne, auch wenn ich Alt oder/und krank bin, aber Geistig noch fit - so mein Leben beenden wie ich es möchte - auch wenn dies einem Anderen nicht passt! Da verbitte ich mir jegliche Einmischung.
Ich möchte auch, dass meine Entscheidung wer mich wo pflegt respektiert wird, egal von wem!
Ich lese hier weder von Demenz, Geschäftsunfähigkeit, Gesundheitsgefährdung, Selbst- oder Fremdgefährdend oder sonst was.

Nein an erster Stelle und das Wichtigste überhaupt, ist das Gespräch mit dem Betroffenen selbst.



Regina Dettenrieder

AW: wie kann ich meienm Vater helfen

Beitrag von Regina Dettenrieder » Do 6. Jan 2011, 20:32

@ thomas09
gerade eben nicht ohne Not bei Gericht oder Betreuungsstelle anleiern, das war die Aussage. Bei dem Rat zur Pflegeberatung durch den ambulanten Pflegedienst war ich der Meinung, dass das Beratungsgespräch in jedem Fall gemacht wird, da eine Einstufung vorliegt, und im Zuge dessen von einer außenstehenden Person festgestellt werden kann, ob der Pflegebedürftige alles hat, was er braucht.
Natürlich soll der Vater so leben, wie er will, andererseits aber auch das an Pflege und Fürsorge bekommen, was er benötigt. So habe ich das Anliegen von marge2011 verstanden.
Die Infos sind spärlich, die Antworten unterschiedlich - was letztendlich als Hilfe dienen kann, entscheidet die Themenstarterin.

Regina Dettenrieder
Pflege-SHV

PS: Was die Betreuung betrifft, so wird zuerst der Pflegebedürftige gefragt, wen er als Betreuer/in haben will.
Zuletzt geändert von Regina Dettenrieder am Do 6. Jan 2011, 20:38, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Nachtrag



iceage
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AW: wie kann ich meienm Vater helfen

Beitrag von iceage » Do 6. Jan 2011, 20:38

Hallo thomas09,
zum ersten Teil Deines Beitrags hast Du meine uneingeschränkte Zustimmung :yo .

Zum zweiten Teil lass Dir sagen : Willkommen in der Realität !
Auch ein alter Mensch muß im Falle des Falles beweisen,dass er noch voll oben auf ist,denn es kommt leider sehr häufig vor,dass "wohlmeinende" Angehörige dem Vater z.B. Mitarbeiter der Betreuungsstelle oder gleich den Vormundschaftsrichter auf den Hals hetzen,aus welchen Gründen auch immer.

Willst Du all dies durchsetzen,was Du geschrieben hast,brauchst Du einen Wust an Willenserklärungen,Vollmachten,Vorsorgevollmachten in denen Du Deinen Willen für alle Eventualitäten festhalten und vom Notar beglaubigen lassen mußt,denn sonst,völlig unvorbereitet könntest Du der Grund für ne unschöne Familienfehde werden und hättest oberdrein noch das "Vergnügen",allen zu beweisen,dass Du noch fit in der Birne bist.
Glaub mir,ich habe schon ehrenamtliche Betreuungen abgelehnt und alles wieder rückgängig gemacht,nachdem ich in einem Fall feststellte,dass der Klient durch die Betreuung nur "an die Seite" sollte,obwohl er geistig völlig fit und auch sonst noch recht gut beieinander war. Er wollte bloß sein Auto und seine 2 Ferienhäuser an der Ostsee nicht an die Kinder überschreiben,das war alles :confused:



thomas09
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Beitrag von thomas09 » Do 6. Jan 2011, 20:59

Ach Mensch iceage,

nimm mir doch nicht den Glauben an das Gute im Menschen.



iceage
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Beitrag von iceage » Do 6. Jan 2011, 21:06

Oooooch...streichel puste puste :D :D



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AW: wie kann ich meienm Vater helfen

Beitrag von Griesuh » Sa 8. Jan 2011, 07:04

Hi Iceage, unabhängig des Problemes der Tochter.
Das Pflegegeld steht per Gesetz dem Pflegebedürtigen zu und nicht der Pflegeperson.
Wenn der Pflegebedürftige dann das Pflegegeld, in PS I = 235 €, dieser Pflegeperson gibt ist das auch ok und dient zur Organisation der Pflege.
Der Rentenbeitrag an die Rentenstelle der Pflegeperson durch die Pflegekasse, kommt nur dann zum tragen wenn:
die Pflegeperson im berufsfähigem Alter ist, Hausfrau/Hausmann, Teilzeit oder Geringfügigbeschäftigt ist und die Pflegezeit inkl Hauswirtschaft wtl. mind. 14 /h beträgt. Das ist dann der Fall wenn im Gutachten mind. 76 min tgl. Pflegezeit ermittelt wurden.
Und selbst dann, sind es nur ein paar Euronen die auf das Rentenkonto der Pflegeperson eingezahlt werden, was bei der Rentenberechnung evtl. 1-2 € im Monat mehr an Rente bedeuten würde.
Die pflegeperson bekommt von der Pflegekasse nicht ihre Pflegeversicherung bezahlt, sondern sie ist im Rahmen der Pflegetätigkeit durch die Pflegekasse Unfallversichert.
Das ist doch wohl insgesamt etwas anderes als du aussagst.
Wird ein Pflegebedürftiger mit Pflegestufe privat gepflegt, so muss je nach Pflegestufe bis zu 4 x im Jahr ein Pflegeberatungsbesuch der Kasse durch einen zu gelassen PD nachgewiesen werden. Diesen Besuch muss der Pflegebedürftige selbst anfordern. Erfolgen die Pflegeberatungsbesuche nach § 37.3 SGB XI nicht, so hat die Kasse das Recht die Pflegegeldleistung zu kürzen oder ganz einzustellen.
Nur mal so viel da zu.

Ansonsten schließe ich mich thomas09 Beitrag vom 6.1., 20.18 Uhr an.
Zuletzt geändert von Griesuh am Sa 8. Jan 2011, 07:27, insgesamt 1-mal geändert.


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Beitrag von iceage » Sa 8. Jan 2011, 08:36

Morgen Griesuh,
als wir damals überlegt haben,ob wir meine Eltern zu Hause lassen oder doch lieber im Heim versorgen lassen,hatten wir nen Besuch von der PDL eines amb.PDs. Diese Dame erklärte,da mein zweiter Sohn grade fertig mit der Ausbildung war und noch keine Arbeit hatte und mit dem Gedanken spielte,Oma und Opa zu pflegen,dass die KK von Oma und Opa die Beiträge zur RV und Pflegeversicherung zahlen würde,die Zahlen waren die Gleichen,die Du grade nanntest. Und sie stellte zur Wahl,ob das Pflegegeld für Beide nun auf dessen Konto oder gleich auf das meines Sohnes gehen solle.

Naja,scheint nicht besonders korrekt gewesen zu sein,wenn ich Deine Ausführungen so lese :eek: .
Im Übrigen schreibst Du ja das Gleiche,z.B.,dass der Beratungsbesuch vom Pflegebedürftigen / Angehörigen zu organisieren ist.



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Beitrag von Griesuh » Sa 8. Jan 2011, 12:32

Hi iceage, insofern hast du recht, es ist der kasse egal auf wessen Konto das Pflegegeld überwiesen wird. Rechtlch steht es jedoch dem Pflegebedürftigen zu.
Nicht der PD entscheidet über einen Antrag und die Zahlungen des Geldes sondern die Pflegekasse.
Die Aussagen dieser PDL waren doch etwas weit daneben.


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Beitrag von iceage » Sa 8. Jan 2011, 16:11

Hi Griesuh,
naja,die hatte ja auch mehr damit zu tun,ihre Firma anzupreisen,auf irgendwelche Fragen war sie gar nicht vorbereitet,glaub ich :smile .



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