Was erwarten Sie als Angehöriger bzw. Betroffener von einem Sanitätshaus?

Bietet pflegenden und betreuenden Angehörigen die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen, Unterstützung bei Konflikten mit Heimen oder ambulanten Pflegediensten oder fachkundigen Rat in speziellen Fragen zur Pflege und Betreuung.
Antworten

Was erwarten sie von einem Sanitätshaus?

Umfrage endete am Mo 4. Jul 2011, 13:47

Breites Produktsortiment
2
12%
Kompetente Beratung
6
35%
Kurze Wartezeiten im Geschäft
0
Keine Stimmen
Konkurrenzfähigkeit mit Internetanbietern hinsichtlich der Preise.
0
Keine Stimmen
Modernes Erscheinungsbild und Auftreten.
0
Keine Stimmen
Internettpräsenz mit Bestellmöglichkeit.
1
6%
Lange Öffnungszeiten.
0
Keine Stimmen
Auch am Wochenende telefonische Erreichbarkeit?
2
12%
Umfassende Beratung auch per Telefon oder Email.
0
Keine Stimmen
Gute Vernetzung mit Ärzten, Pflegediensten und Therapeuten.
5
29%
Meine Erwartung ist hier nicht aufgeführt.
1
6%
 
Abstimmungen insgesamt: 17

Sanitätshaus DS
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Was erwarten Sie als Angehöriger bzw. Betroffener von einem Sanitätshaus?

Beitrag von Sanitätshaus DS » Fr 3. Jun 2011, 13:43

Über eine rege Teilnahme würde ich mich sehr freuen!



Suse2
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Einsatz Bereich: Seniorenheim
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AW: Was erwarten Sie als Angehöriger bzw. Betroffener von einem Sanitätshaus?

Beitrag von Suse2 » Fr 3. Jun 2011, 18:41

ich denke das mehrere Aspekte wichtig sind,
leider kann man nur einen auswählen!


Auch wer nicht zählen kann, zählt mit!
Auch wer nicht sprechen kann, hat was zu sagen!
Auch wer nicht laufen kann, geht seinen Weg!

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benny34
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AW: Was erwarten Sie als Angehöriger bzw. Betroffener von einem Sanitätshaus?

Beitrag von benny34 » Fr 3. Jun 2011, 22:36

Als Pflegekraft, die SaniHaus-Kunden betreut:
- fachliche Kompetenz (geht einigen SaniHaus-Mitarbeitern gehörig ab)
- im Bereich Rollstühle, E-Rollis: Improvisationstalent der Techniker, Ideen für individuelle Lösungen

Es ist immer wieder erschreckend, festzustellen, daß sogenannte "Berater" absolut keinen Schimmer von ihrer Materie haben. Das zieht sich durch fast alle Bereiche wie:
- Rollitechnik
- Inkontinenzprodukte
- Dekubitus
Oder andersrum: Ich kann die wirklich kompetenten Sani-Häuser an 2 Fingern abzählen und die sind nichtmal hier ansässig: Mittlerweile geben wir hauptsächlich Empfehlungen raus an SaniHäuser, die 100km oder weiter weg sind.

Schade!



Sanitätshaus DS
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AW: Was erwarten Sie als Angehöriger bzw. Betroffener von einem Sanitätshaus?

Beitrag von Sanitätshaus DS » So 5. Jun 2011, 09:21

Hallo Suse, leider kann ich den Aufbau der Umfrage bzw. die Funktion der Umfrage nicht so diferenziert gestallten wie es mir lieb wäre. Aber ich finde die bisherigen Antworten schon recht interessant. Kann ich doch einige Lehren für meine Arbeit daraus ziehen.

Danke für Deine Antwort

LG Jochen



Sanitätshaus DS
Beiträge: 16
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AW: Was erwarten Sie als Angehöriger bzw. Betroffener von einem Sanitätshaus?

Beitrag von Sanitätshaus DS » So 5. Jun 2011, 09:38

Hallo Benny,

ich stimme Dir da zu, allerdings ungern, da solche Erfahrungen eine Branche wie die Sanitätshausbranche schlecht dastehen lassen.

Zum Teil sind das Auswirkungen auf Beratungs- und Service Qualität, die abzustellen, Sache der Geschäftsleitungen ist. Ich kann nicht die Eierlegende- Wollmilch-Sau, sprich den Alleskönner-Angestellten erwarten wenn das Gehalt nicht stimmt. Das soll aber keine Entschuldigung für schlechte Leistungen mancher Sanitätshäuser sein. Gerade im Bereich der Rolliversorgung findet zudem ein Konzentrationsprozess mittels Lieferverträgen zwischen Kassen und einigen wenigen Sanitätshäusern statt. Dass kann dazu führen das Adäquat versorgende Sanitätshäuser nicht mehr in der Nähe der Patienten angesiedelt, sind sondern weiter entfernt.

Die Inkontinenzversorgung ist ein leidliches Thema für alle Beteiligten, besonders für die Patienten. Kassen zahlen nur noch Grundbeträge hierfür, wer Qualität darüber hinaus haben will um mehr Comfort zu haben, muss zu der Gesetzlichen Zuzahlung ( 10 % bei zum Verbrauch bestimmten Hilfsmitteln) aus der eigenen Tasche draufzahlen. Das führt zu leidigen Diskussionen zwischen den Beteiligten. Ich kann aber als Sanitätshaus keine TENA Produkte zu den Abrechnungspreisen der Krankenkasse abgeben.

Dekubitus gehört ebenso zu den "Schwierigen" Feldern in der Gesundheitsbranche. Angefangen damit das viele Pflegeeinrichtungen beim vorhandensein einer Wechseldruck-Matratze glauben den Pateienten nicht mehr regelmäßig wenden zu müssen. Sorry, wenn ich so deutlich bin, einige Pflegedienste kennen auch nicht den Umgang mit der Norton-Scala. Diese dient unabdingbar zur ermittlung des Decubistusgrades und ist eigentlich von den Pflegediensten,- Pflegeheimen zu erstellen. Den diese Sala ist wieder rum ist Entscheidend für die Art der Decubitusversorgung.

Habt Ihr denn mal das Gespräch mit den betreffenden Sanitätshäusern gesucht? Ich denke mir das diese sehr wohl daran interessiert sind von Eurer schlechten Einschätzung Ihrer Leistung zu Erfahren.

Ich für mein Geschäft überlege ob ich es irgendwie bewerkstelligen kann einen "Qualitätszirkel" mit hiesigen Pflegediensten zu iniziieren.

Ich finde es bedauerleich das unsere beiden Branchen nebeneinander her Arbeiten ohne von den Kompetenzen des jeweils anderen zu profitieren.

LG Jochen



Regina Dettenrieder

AW: Was erwarten Sie als Angehöriger bzw. Betroffener von einem Sanitätshaus?

Beitrag von Regina Dettenrieder » So 5. Jun 2011, 15:44

Guten Tag in die Runde,

@ Sanitätshaus DS

aus der Sicht von Betroffenen/Angehörigen sind Ihre Ü'berlegungen zu einem Qualitätszirkel nur zu bejahen. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Kompetenz insgesamt verbessert werden kann, weil know-how ausgetauscht wird bzw. die Problemstellungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet werden.
Die bereits von "benny34" erwähnten Ideen für individuelle Lösungen könnten in einem Zirkel den evtl. nötigen Zündstoff bekommen.

Gutes Vorwärtskommen wünscht

Regina Dettenrieder
Pflege-SHV e.V.



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