Private Betreuung/Alltagshilfe- wie????

Bietet pflegenden und betreuenden Angehörigen die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen, Unterstützung bei Konflikten mit Heimen oder ambulanten Pflegediensten oder fachkundigen Rat in speziellen Fragen zur Pflege und Betreuung.
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rucksack
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Private Betreuung/Alltagshilfe- wie????

Beitrag von rucksack » Di 29. Mär 2011, 10:44

Hallo zusammen,

ich bin 32 Jahre komme aus der Region Berlin/Brandenburg und bin seit Jahren in der Gastronomie tätig, seit langer Zeit bemerke ich aber, das ich sehr viel Freude am betreuen Älterer Mensche habe. Meine Nachbarn besuche ich fast täglich, gehe mit Ihnen spazieren, bringe Ihnen hin und wieder Essen rüber oder fahre Sie zu Ärzten, oder gehe mit Ihnen in die Kirche- da Ihre Kinder entweder weit weg wohnen oder beruflich so eingespannt sind, das Sie kaum Zeit für Sie haben.

Nun bin ich am überlegen, ob ich mich auf diesen Gebiet
"Private Betreuung/Alltagshilfe" selbständig machen sollte. Habt Ihr Erfahrung mit einer privaten Alltagshilfe, wenn ja welche? Würdet Ihr das beführworten? Und wie stellt man das mit der Selbständigkeit am besten an...Behördengänge ect.?

Ich danke Euch schon mal vorab für Eure Zeilen...



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pegean
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AW: Private Betreuung/Alltagshilfe- wie????

Beitrag von pegean » Di 29. Mär 2011, 11:03

Sei willkommen im Forum .

Klick mal auf den Link :

http://forum.pflegenetz.net/showthread. ... post136263

LG


Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss ja auch mit jedem A...h klar kommen!
Bildung kommt nicht vom Lesen, sondern vom Nachdenken über das Gelesene.(Carl Hilty)

Plüschfussel
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Beitrag von Plüschfussel » Di 29. Mär 2011, 11:08

Click

Das Problem ergibt sich bei der Abrechnung.
Mit den Kranken und Pflegekassen kannst Du nicht abrechnen, sondern die alten Menschen müssen diese Betreuung dann privat bezahlen, es sei denn Du arbeitest für eine Organisation, die das abrechnen kann.

Wenn Du davon Steuern, Versicherungen usw. bezahlen mußt, dann wird ein Betrag zusammenkommen als Stundenlohn für den man eine vollausgebildete Kraft engagieren kann.
Ich sehe das bei meiner Mom.
Dh. wenn ich 25€ pro Stunde aufbringen muß für einen Altersbetreuer, dann kann ich eine vollexaminierte Pflegerin für dasselbe Geld bekommen.

Du mußt Dir das am besten mal durchrechnen lassen, wenn Du das privat aufziehen möchtest, ob sich das rechnet und ob Du soetwas ans Laufen bringst.
liebe Grüße Plüsch



thomas09
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Beitrag von thomas09 » Di 29. Mär 2011, 11:10

Hallo rucksack,

bevor du an Behördengänge denkst, mach dir zuerst mal nen Plan wieviel du verdienen müsstest um davon zu leben.
Dann rechne dir mal aus was du in der Stunden nehmen müsstest.
Dann rechne dir aus wieviel zu Betreuende du benötigen würdest.

Und dann das wichtigste:

Wäre denn einer deiner Betreuten bereit auch nur nen müden Euro für deine Leistung zu bezahlen?
Wo wäre denn die persönliche Schmerzgrenze oder finanzielle Möglichkeit?
Bei 100€ im Monat, bei 50€, bei 200€ - gibt das die Rente her?
Damit meine ich nicht mal das eine oder andere Taschengeld, denn du müsstest ja davon leben können.



rucksack
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AW: Private Betreuung/Alltagshilfe- wie????

Beitrag von rucksack » Di 29. Mär 2011, 11:15

Ich weiss, Pflegekräfte gibt es wie Sand am Meer, doch diese sind ja zeitlich sehr eingeschränkt und haben für die Bedürfnisse/Probleme ect. kein Ohr. Letztens hatte meine Nachbarin einen Rohrbruch im Bad und in dem Moment kam die Altenpflege um Ihr die Tabletten zu geben,
meine Nachbarin war fix und fertig und die Altenpflege sagte nur:
"Ich kann Ihnen nicht helfen" und war weg!

Für solche Fälle haben kaum ältere Leute Hilfestellung...würde ja grundsätzlich erstmal meinen Job behalten und es langsam angehen lassen,- wenn man nur allein von diesem Job Leben muss/will, muss man wahrscheinlich einen hohen Stundenlohn nehmen den sich vielleicht niemand leisten kann bzw.will!



Analir
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Beitrag von Analir » Di 29. Mär 2011, 11:45

Stell dir vorab mal ganz ehrlich die Frage - würden deine Nachbarn dich für deine Dienstleistungen, deine Hilfestellungen bezahlen wollen? Diese Dinge als Nachbarschaftshilfe anzunehmen ist eine Seite, aber für eben diese netten Dinge bar bezahlen, das ist eine andere Sache.
Ich habe eine Freundin, die sich wie du immer wieder in ihrer Freizeit um ihre älteren Nachbarn bemüht hat. Sie bekam dafür hin und wieder ein paar Euro (mal 'nen 5€er) zugesteckt. Irgendwann hatte sie die gleiche Idee wie du und fragte eben diese Nachbarn, ob sie das ok fänden. Sie hätte 10€ die Stunde genommen (war nur als Nebenjob gedacht)... keiner der Nachbarn wollte das bezahlen. Diese Verpflichtung konnte und wollte keiner eingehen.

Ist nur eine Erfahrung, aber meiner Meinung nach realsitisch.



thomas09
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Beitrag von thomas09 » Di 29. Mär 2011, 12:57

Hallo rucksack,

deine Schilderung ist völlig in der Realität.

Dass Hilfe sehr gern angenommen wird in dieser und anderen Situationen und oftmals nötig wäre - das ist nicht die Frage.
Für solche Fälle haben kaum ältere Leute Hilfestellung
Aber mal Butter bei de Fische.

Glaubst du allen Ernstes, dass wenn du dich neben die ältere Dame setzt und sagst, wir warten jetzt gemeinsam auf den Klempner, ich halte ihnen bis dahin das Händchen, kostet 15€-20€ die Stunde, dass das angenommen worden wäre?



rucksack
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Beitrag von rucksack » Di 29. Mär 2011, 13:07

Ja, ich weiß was ihr meint...darum bin ich ja auch hier angemeldet um eure Meinungen zu erfahren.

Ich weiß, das so eine "Hilfestellung" ziemlich teuer ist, und ihr habt Recht...rentieren würde es sich erst dann, wenn man in einem ziemlich gut betuchten Stadtteil fußfassen könnte und es sich dann rumspricht...- doch bis man da angekommen ist, hat man wahrscheinlich schon aufgegeben...!

Frage mich nur, wie andere- die diesen "Service" anbieten überleben können.



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pegean
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AW: Private Betreuung/Alltagshilfe- wie????

Beitrag von pegean » Di 29. Mär 2011, 13:14

gut betuchten Stadtteil
Da haben aber sehr oft die vermögenden Menschen/Familien usw. eigenes Personal .

LG


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*Angie*
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Beitrag von *Angie* » Di 29. Mär 2011, 23:45

@ Rucksack

Hab Dir mal eben ne PN geschickt.


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