Pflegeheim: Geldgeschenke?

Bietet pflegenden und betreuenden Angehörigen die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen, Unterstützung bei Konflikten mit Heimen oder ambulanten Pflegediensten oder fachkundigen Rat in speziellen Fragen zur Pflege und Betreuung.
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johannes
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AW: Pflegeheim: Geldgeschenke?

Beitrag von johannes » Mi 15. Dez 2010, 19:33

Mein Vater leidet nur sehr darunter, und möchte seinen Enkeln damit eine schöne Zukunft bereiten, als dass alles fürs Heim draufgeht.
Bei aller Liebe - welche Lebenseinstellung steht dahinter?

Es scheint in der Bevölkerung immer noch nicht angekommen zu sein, daß das Geld für die eigene Pflege aufgewendet wird. Bekommt jemand seine Lebensmittel etwa geschenkt? Bekommt jemand seinen Sprit für sein Auto etwa umsonst? Bekommt jemand etwa seine Kleidung, seine Wohnung, seine Möbel und alles, was er so zum Leben braucht umsonst?

Nein! Was man nicht selber hat, muß man kaufen. Wo ist da der Unterschied zur pflegerischen Versorgung? Solange ein Mensch sich mit seinen eigenen Mitteln selbst versorgen kann, ist er verpflichtet, dies auch zu tun. Die Leistungen Fremder kann man erst dann in Anspruch nehmen, wenn die eigenen Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Natürlich nur unter der Voraussetzung von Fairness


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AW: Pflegeheim: Geldgeschenke?

Beitrag von überflüssig » Mi 15. Dez 2010, 20:07

Hallo,
Bei aller Liebe - welche Lebenseinstellung steht dahinter?

Picotto ist in einer neuen Situation, genauso, wie sein Vater, der erst seit 3 Monaten im Heim ist. Beide sind mit der Situation scheinbar etwas überfordert. Der Vati, weil er sich gewünscht hat, dass sein sauer erspartes Geld seinen Kindern/Enkeln zu Gute kommt, was sich viele Menschen, die Erspartes haben, wünschen. In vielen Köpfen ist einfach nicht leicht zu verstehen, weshalb das Netto-Gesparte (wo ja jeden Monat unter Anderem Pflegeversicherung bezahlt bzw abgezogen wurden), jetzt nicht für die Enkel, sondern auch für die Pflege „draufgeht“. Neutral betrachtet finde ich das nachvollziehbar.
Alles muss bezahlt werden, das ist richtig.
Dennoch:
Picotto sieht die Verzweiflung seines Vaters in der neuen Situation und hat einfach mal nachgefragt, ich denke das darf niemandem erlauben die Lebenseinstellung Picottos zu hinterfragen.
VG überflüssig



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johannes
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AW: Pflegeheim: Geldgeschenke?

Beitrag von johannes » Mi 15. Dez 2010, 20:22

das darf niemandem erlauben die Lebenseinstellung ... zu hinterfragen.
Nein? Was erlauben denn überflüssig? Daß unsereiner Portemonaie aufmacht, damit Erbe gerettet wird? Ich glaube nicht, daß viele Köpfe nicht verstehen. Die verstehen alle ganz gut. Es ist bequemer, anderen in die Tasche zu greifen, damit das Ersparte für die Erben bleibt. Wenn das nicht mehr gesagt werden darf - warum sollen dann Pflegekräfte sich für andere einsetzen?

Das hat was mit Menschenwürde zu tun. Auch die Pflegekräfte haben eine Würde, die leider nicht nur von verschiedenen Chefs, sondern auch von der Bevölkerung mit Füßen getreten wird. Wo Menschen arbeiten, müssen diese von ihrer Arbeit leben. So einfach ist das. Daran kann ich nichts Ehrenrühriges sehen.


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AW: Pflegeheim: Geldgeschenke?

Beitrag von doedl » Mi 15. Dez 2010, 20:25

[quote=""picotto""]
Nun möchte ich mal allgemein fragen, in welcher Höhe Geldgeschenke für uns bzw. für seine beiden Enkelkinder akzeptabel sind, ohne, dass dieses Geld in einigen Jahren zurückverlangt werden kann. Gibt es da Urteile über einen bestimmten Prozentsatz o.ä.?
[/quote]

Hallo Picotto,

über die Zahlungspflicht von Elternunterhalt entscheidet letztlich das Sozialamt; demnach müsste das auch der Ansprechpartner für diese Frage sein. Also mal vorsichtig nachfragen.

Ich erinnere mich dunkel an eine Ziffer von 15000 Euro; kann aber nicht sagen, ob das der Betrag für steuerfreie Geschenke war..??

Gruß Doedl

Und hier hab ich sogar eine gute Erklärung gefunden: http://www.ratschlag24.com/index.php/el ... -schenkun/
Zuletzt geändert von doedl am Mi 15. Dez 2010, 20:31, insgesamt 1-mal geändert.


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AW: Pflegeheim: Geldgeschenke?

Beitrag von überflüssig » Mi 15. Dez 2010, 21:06

Hallo,
das darf niemandem erlauben die Lebenseinstellung...zu hinterfragen.
Was erlauben denn überflüssig?
Hierzu vielleicht der Anfang des Satzes, der nicht leider mitzitiert wurde
Verzweiflung seines Vaters in der neuen Situation und hat einfach mal nachgefragt,...
Das sollte bedeuten, dass die Tatsache dass hier nachgefragt wird, nichts über die Lebenseinstellung des TE aussagt.
Deswegen hat sich auch keiner über meine Lebenseinstellung ein Urteil zu erlauben!
Richtig
VG



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AW: Pflegeheim: Geldgeschenke?

Beitrag von Regina Dettenrieder » Mi 15. Dez 2010, 21:20

Guten Abend,

Geschenke in üblicher/normaler Höhe werden auch als solche gesehen, also z.B. 100 € zu Weihnachten, zum Geburtstag oder anderen Anlässen. Sie werden nicht zurückgefordert, wenn das Ersparte aufgebraucht ist.

Anders verhält es sich mit sogenannten Schenkungen.
Ein Betrag z.B. in Höhe von 500,--€ würde wohl bereits als Schenkung angesehen werden. Schenkungen können generell zurückgefordert werden, wenn sie nicht länger als 10 Jahre zurückliegen. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Sohn oder die Enkel beschenkt wurden.

Regina Dettenrieder



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